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Aarons Jahrescharts [Teil 7] Ich komme aus Kanada, doch die Kids sagen alter Schwede

5.01.2008 - 02:49
Nachdem letzten Post in diesem Jahresrückblick sind einige Tage vergangen, was aber dadurch zu entschuldigen ist, dass einen "the city that never sleeps", ihrem Namen alle Ehre macht und ich so nicht zum schreiben gekommen bin. Nun ist aber ein Moment gekommen, da ich mit einer Olde English Flasche etwas Zeit habe mich wieder kundt zu tun. Den heute werden in einem Rutsch gleich die Plätze 4 und 3 präsentiert, die zum einen wieder einen Künstler, auf der anderen Seite das Engagement eines Labels stellvertretend für andere honorieren soll.

Platz 4: Some say Khaled, some say Khalid....

Ok, Hiphop ist tot? Rap lebt weiter? Ich weiss diese Frage auch nicht endgültig zu beantworten, was ich jedoch weiss, dass dieses Jahr DJ Khaled die Riege der Turntablists, zumindest mit seinem Namen, wieder ins Gespräch und auch in die Charts gebracht hat. Der sympatische, leicht übergewichtige DJ des Terror Squads brachte mit seinem Album We The Best 2007 Alles auf ein Album, was höchstwahrscheinlich jedem Hörer des US-Raps, Anhänger welchen Stils auch immer, gefallen haben dürfte.
Ein wenig schmälerten die unzählig häufigen Shoutouts die Qualität des Albums.
Bei alledem konnte Khaled Khaled zur Nummer 1 Nichtvielselbstproduzierenden, wenig scratchenden DJs werden. So DJ Clues Zug mit seinem 2007er Werk The Professional 3 endgültig abgefahren.  Und  die Konkurrenz nimmt noch nicht mal mehr den Zug, sondern scheint direkt mit dem Phantom vorbeizuziehen.
Mehr zum Thema Khaled erfahrt ihr im Special deines Liebliengsmagazins.

Platz 3: Selfmade Records, oder wie macht man Promo

Zu Beginn dieses Teils der Charts möchte ich erst einmal sagen, dass ich kein Geld für diesen Post bekomme. Obwohl ich das gerne hätte...
Für mich hat das mittlerweile in Düsseldorf beheimatete Selfmade Records Label einen Platz in den diesjährigen Top 10 verdient, da sie in meinen Augen sehr professionelle und vor allem kontinuirliche Promo- und Pressearbeit geleistet haben. Zwar kann ich wenig darüber sagen, ob dies nun Zufall ist, oder ob es bei Selfmade jemanden gibt, der das Ganze so geplant hat, wie es jetzt gekommen ist. Aber es zeigte sich im letzten Jahr, vor allem in diversen Interviews bewiesen sie, dass es nötig ist sich unangenehmen Fragen zu stellen und dies, wenn nötig auch häufiger als einmal. Über die Rapper bei diesem Label kann man sicher - je nach Geschmack - streiten, aber auch hier scheint die Sache mit relativ wenigen Rappern im Roster ganz gut zu gehen.
Warum ich überhaupt ein Label als gutes Beispiel in meine persönliche Top 10 gepackt habe, hat auch den Grund, weil ich nicht nur wild und dann wahrscheinlich wenig objektiv über andere Labels herziehen wollte... Allgemein muss man sich aber immer wieder fragen (und mir ist es dieses Jahr besinders aufgefallen), welche Auffasung manche Labelbetreiber von ihrem Job überhaupt haben, an dem teilweise ja auch Leute sitzen, die die Hoffnung hegen irgendwann mal Geld zu verdienen. Vielleicht kann sich 50 Cent es leisten jetzt für Interviews Geld zu verlangen (obwohl ich da auch zweifele...), aber deutsche Raplabel können sicher nicht verlangen, dass die Presse auch noch Geld für sie ausgibt. Natürlich ist die Musikbranche generell in einem Tief und Konzerte, bei denen sich 100 Journalisten mal schön vollmachen konnten wird man wohl auch nicht mehr so häufig haben. Aber warum drehen warum werden immernoch so verhältnissmässig teure Videos gedreht? Und vor allem warum werden überhaupt Videos gedreht, wenn dann noch nicht mal ein Album folgt (von einer Single garnicht zu sprechen)? Ich kann es verstehen, wenn Labels sparen wollen. Doch im PR-Bereich muss man eben genau so die Presse überzeugen, wie auch den Kunden. Denn auch der Journalist will ja geködert werden, um dann zumindest schonmal dem Booklet einen Punkt in der Bewertung zu geben. Presse-CDs mit Plastikfolie sollte man sowieso wegschmeissen und nicht bewerten. Ich frage mich, ob sich die Verantwortlichen bei den Labels Demos anhören würden, die so aussehen, wie ihre Promokits...
In dem Sinne... 

  
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