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Ayranmaiden - Trinkt mehr Ayran!
2.02.2009 - 17:57
Gut, sei das BILD-Niveau mal verziehen, so freut man sich derzeit doch auf Kolles Gig in Köln am übermorgigen Mittwoch im Bogen2. Und Kollegah-Gigs haben es ja seit dem "legendären" Splash-Auftritt in sich. Obwohl man konstatieren muss, dass der selbsternannte Boss der Bosse heuer souverän wirkt auf den Brettern die die Welt bedeuten. Selbst erlebt bei einigen Gigs in Köln und Berlin und für gut befunden. So kommt es nun auch nicht mehr zu Tumulten  hinter der Bühne wie beim Splash seiner Zeit, sondern äußern sich diese im Kampf um die besten Plätze vor der Bühne - der Boss zieht die Massen.

Mit im Boot, ähm, der Yacht, sitzt mit Farid Bang übrigens ein Support, der sich perfekt mit Kolle ergänzen dürfte bzw. dessen Show zu einer runden Sache (wie ein Kreis) machen dürfte. Ich zumindest bin gespannt, ob meine Micky-Mouse-Uhr am Mittwoch wird punkten können gegen goldenen Chronographen ;-)


 
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24.11.2008 - 14:09

 
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13.11.2008 - 16:06

Nach längerer Zeit des Nichtbloggens (allerdings war man nicht faul, da entsteht gerade was, watch out!), hier nur kurz ein Tipp für alle in und um Köln. Heute abend in der Essigfabrik veranstalten die guten Menschen von Out4Fame und Yavido das Dilated Peoples Konzert, das mit allerlei dieser wunderschönen Alc-Beats gespickt sicherlich eine Ohrenwiese (bei Augenweide bin ich mir nicht sicher) wird. Man ist jedenfalls vorstellig und voll der Freude! Das angehängte Pic zeigt mich übrigens mit Ev beim HipHop Kemp in zwosieben...


nicht zu vergessen, im Vorprogramm sind meine Jungs von Komekaté vor Ort, um aus der Bühne Kleinholz zu machen, hauter!



 
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10.10.2008 - 17:49

VORAB: das Interview war zwischen anderen Emails eine Zeit lang verschwunden, doch ich finde es nach wie vor sehr interessant, was Torch zu dem Thema zu sagen hat, also prüft das aus!


Der Film Ghosts of Cité Soleil ist sicherlich nicht erst seit gestern in der Videothek eures Vertrauens zu finden. Dennoch hat Ayranmaiden ihn erst vor kurzem gesehen und versucht nun die nahe gehende Geschichte der Soldaten-Armee (der so genannten Chimäre der Cité Soleil) in den Slums von Port-au-Prince (Haiti) und die erschreckenden Bilder mit einem zu besprechen, der aufgrund seiner Herkunft und kulturellen Ausrichtung prädestiniert dafür ist: Ein Interview mit Torch a.k.a. DJ Haitianstar!


Unter welchen Umständen (allein oder in der Gruppe, Kino oder DVD?) hast du den Film „Ghosts of Cité Soleil“ gesehen?


Ich habe den Film in Berlin im Kino gesehen zusammen mit meiner Mutter, meine jüngere Schwester, zwei meiner Cousins, dem haitianischen Botschafter und sogar dem Regisseur Asgar Leth selbst.


(Bild-Quelle: www.marioandreya.de)


Die Geschichte stellt die beiden Brüder Billy und, wie er sich selbst nennt, 2Pac in den Fokus, die als Gangführer in den Slums der Cité Soleil den ehemaligen Amtsinhaber Jean-Bertrand Aristide unterstützen; wobei besonders 2Pac Aristide aufgrund seines Machtmissbrauchs und der Bürgerunruhen die er provoziert hat verteufelt. Dennoch unterstützt er seinen jüngeren Bruder Billy, der für Aristide arbeitet. Es geht neben der globalen Sicht auf die Unruhen im Land also auch um das Brüderpaar. Für mich war dieser Zwiespalt, den 2Pac in sich trägt, sehr aufwühlend, dass er sich letzten Endes doch für seinen Bruder entschied (die Aussagen 2Pac´s seinen Bruder betreffend waren schon grenzwertig) beweist dann aber doch, dass man sich in harten Zeiten auf Werte wie Familie, Loyalität und so zurückbesinnt, oder?


Ja, Familie ist sehr wichtig für mich, das stimmt. Aber mit Billy und Co kann ich mich nicht wirklich identifizieren. Das ist ja nicht "mein" Haiti. Außerdem ist das eine ganz andere Generation, die viel amerikanisierter ist als das Haiti, das ich kenne.


Das Land hat sich sehr verändert durch die Globalisierung, aber ich denke der Familiensinn ist immer noch stark ausgeprägt. Evtl. sogar die zentrale Rolle des gesellschaftlichen Lebens und damit auch die stärkste Struktur des Landes.

 

Der Nachrichtenfluss ist heutzutage so weit gediehen, dass die Situation auch auf Haitii für aufmerksame Menschen sicherlich nicht neu sein dürfte. Dennoch, als ich die Bilder sah, die Asger Leth und Milos Loncarevic in ihrem Film zeigen, konnte ich nicht einfach so abschalten. Wie erging es Dir?


Ja, der Film zeigt halt die knallharten Seiten eines der ärmsten Länder der Erde. Aber die Bilder sind mir eigentlich "vertraut", wenn man das so sagen kann.

Für die meisten ist ja Haiti eher ein exotisches Thema, aber für mich ist es

ein Teil meines "Alltags", obwohl meine Familie nicht aus Cite Soleil kommt oder so. Ich denke, ich gehöre wohl eher nach Berlin Marzahn als nach Cite Soleil (lacht). Ich war selbst sogar schon mal in Cité Soleil (das Ghetto, das von der Uno als "gefährlichster Ort" der Erde bezeichnet wurde.) Es war aber damals nicht so gefährlich für Außenstehende wie es jetzt ist. Ich möchte erstmal sagen, dass das natürlich mit „meinem“ Haiti nicht viel zu tun hat. Auch wenn das ganze Land mittlerweile von dieser Entwicklung betroffen ist, kommt meine Familie aus keinem Ghetto oder sonstiges. Dennoch ist das Leben nicht wie in Deutschland. Man muss viel mehr improvisieren. Es gibt nur streckenweise Strom. Probleme sind dort allgegenwärtig. Ich habe als Kind schon vieles dort gesehen, das ich in Deutschland nie gesehen hatte: brennende Autos, Leichen, entstellte Bettler usw. Aber das Land und vor allem die Kultur lässt sich ja nicht darauf reduzieren, so wenig wie man Deutschland auf Plattenbauten oder Oktoberfest  oder so reduzieren kann.


(Bild-Quelle: www.heidelberg-aktuell.de)


2Pac rappt in dem Film Wyclef Jean ein paar Lines vor und zeigt auch sonst seine Skills. Außer dem Fugees-Macher Clef kennt man hierzulande sicherlich nicht allzu viele HipHop Acts aus Haiti. Inwiefern bist du da mehr bewandert, kennst und hörst du Rapper aus Haiti?


Also die Nr 1 Musik in Haiti ist wie gesagt nicht Rap sondern: Kompa/Konpa Und dann kommt lange mal nix. Das wurde in dem Film ja nicht deutlich. Danach erst kommt alles andere wie z.B. Reggae , Rap, R&B, sowie mittlerweile ja fast überall auf der Welt. Aber Rock und Pop spielen eher eine etwas untergeordnete Rolle. Haitianische Rapper gibt es vor allem in den USA. Die ersten Haitianer die ich kannte, die auf kreolisch gerappt oder getoastet  haben, waren:

 

Tabou Combo (70er), Freres Parents (80er), Master Dji evtl. erster der sich „Rapper“ nannte (80er) und Bigga Haitian (Ende 80er) Reggae MC/DJ

Frankreich: zb. Kery James (Paris) &  Frero (Strasbourg)

USA (Haitianer die auf englisch rappen): Kangol Kid (Utfo), MC Tee (Mantronix), Dave (De La Soul), Herby Luvbug Azor (Produzent von Salt N Pepa) ansonsten natürlich Wycleff & Fugees, Black Alex (King Posse) (angeschossen 2006  in Petion Ville), die halbe G-Unit (Tony Yayo, Whoo Kid,…)…

 

…aber die Liste ist unendlich. Sehr viele US-Entertainer haben Haitian Roots, aber in den USA war es immer eher geschäftsschädigend, seine Haitian Roots zu betonen (lacht).

 

Der erste der es aber dennoch gemacht hat war Wyclef mit den Fugees. Und das wird ihm auch von Haitianern weltweit hoch angerechnet. Ich würde sogar sagen, er hat die Wahrnehmung der Haitianer in den USA positiv beeinflusst.

 

Generell kann man auch an dem Film wieder den Impact sehen, die die HipHop-Kultur überall auf der Welt hat, z.B. wenn „2Pac“ sich akzentgeschwängert durch die typischen Ghetto-Floskeln bewegt, anstatt in seiner eigenen Sprache und Slang zu bleiben. Macht dich das persönlich auch stolz, Teil einer solchen Bewegung / Kultur zu sein?


Hmm,…nein. Was dort übernommen wurde waren ja eher die Amerika-Klischees: Ein Englisch sprechender Bad Boy, der versucht an viel Geld zu kommen und sich Tupac nennt. Aus Hip Hop-Sicht finde ich das nicht so inspirierend. Da hat Haiti kulturell weitaus mehr zu bieten. Ich finde es sogar eher schade, dass nicht mehr von "Haiti" rüberkommt. Es ist aber auch keine reine Dokumentation, sondern Asgars Film, so wie er es darstellen will, und keine Werbung für Touristen. Also ist das schon ok. Obwohl es mich schon schockiert hat, so ein „farbenfrohes“ Land in schwarz/weiss zu sehen, aber so konzentriert man sich auf das „Wesentliche“. Und wie gesagt, kein Kompa im Hintergrund ist schon seltsam.


Wenn man sich die hiesigen Straßen- bzw. Gangsterrapper ansieht und dann nach Haiti, wo es eigentlich zwangsläufig in Verbindung mit Rap zu einem Output kommen muss, der von Frustration und Wut geprägt ist und als Straße bezeichnet werden kann, was für Gefühle hat man dann eben in Hinsicht auf die hiesige Szene?


Naja, alles ist relativ. Die Probleme in Deutschland sind ja für die Menschen hierzulande auch real. Aber das kann man unmöglich mit Haiti vergleichen. Das ist schon eine andere Welt. Die Szene in Deutschland ist momentan auf dem Internet-Gangster-Trip. Das ist ja mal total nicht mein Ding, da bin ich echt nicht für zu erwärmen. Da ist mir ein Dendemann oder Toni-L viel lieber, weil „echter“. Ist schon peinlich was momentan in Deutschland und anderswo abgeht.

 

Aristide war einst das erste in freien demokratischen Wahlen gewählte Oberhaupt, fiel in der folgenden Amtszeit jedoch durch Mauscheleien und Wahlbetrug auf.  Kann ein Staat wie Haiti diese Problem ohne Hilfe von außen, z.B. der USA oder Frankreich, überhaupt lösen?


Haiti ist ein sehr extremes Land. Die Geschichte des Landes ist sehr interessant und birgt genug Superlativen die die gesamte Menschheit angehen, z.B.: das erste Land das faktisch die Sklaverei abgeschafft hat und es auch in der Verfassung verankert hat; eine der ältesten Republiken der Welt, aber auch eines der ärmsten Länder der Welt.

 

Auf jeden Fall das ärmste Land im Westen, aber auch das einzige Land in der westlichen Hemisphäre (Nord, Mittel, Südamerika), in dem keine europäische Sprache gesprochen wird (Französisch ist Amtsprache, jedoch sprechen ca. 80% der Bevölkerung kein Französisch). Die Frage, was geschehen muss um die Situation in Haiti zu ändern, ist wirklich nicht leicht zu beantworten. Ich versuche meinen Teil dazu beizutragen, in dem ich eine Organisation gegründet habe, die „Marasa“ heißt:

 

Checkt hierzu: Marasa

 

Wir haben auch schon Spendengelder nach Haiti geleitet. Auch bei studivz habe ich eine Gruppe errichtet mit Spendenkonten. Ich versuche dadurch einfach einen Dialog zu ermöglichen und Menschen aus Europa und den USA mit Menschen aus Haiti zu vernetzen. Wir arbeiten eng mit der Botschaft von Haiti in Deutschland zusammen und mit vielen Hilfsorganisationen wie z.B: „Haiti care e.V.“ oder „Viva con Acqua“.

 

Aus der Kommunikation entsteht dann das Verständnis für die Probleme und evtl. auch Lösungsvorschläge. Was wichtig ist momentan, ist das die Leute einfach viel Geld spenden für die aktuellen Flutopfer. Die Lage in manchen Teilen des Landes ist katastrophal.

 

Auf „In deinen Armen“ rappst du: „Auf der Suche nach Identität – ein schwarzer Deutscher – Haiti ist weit und Ostpreußen fast noch weiter.“. Warst Du mal auf Haiti, um deine Wurzeln vor Ort zu ergründen? Wenn ja, hast du dort etwas gesehen, das die Zeile "Ich hab die Zukunft gesehen, ich konnte nichts genau erkennen, alles verschwommen vor lauter Tränen" (auf „Morgen“ vom Album „Blauer Samt“) relativieren würde?


Ich war schon oft in Haiti. Der größte Teil meiner Familie wohnt dort oder kommt von dort. Ich musste meine Wurzeln gar nicht ergründen, sie sind ständig präsent. Ich bin auch mehrsprachig aufgewachsen. Deutsch, Französisch und sogar mit Kreolisch.


Der Teil Ostpreußens, wo mein Vater herkommt, gehört nach dem Krieg zu Russland. Durch den kalten Krieg habe ich davon leider weniger mitbekommen als von Haiti. Aber ich fühle mich als Deutscher mit haitianischen Wurzeln. Das geht auch nicht anders mit einer haitianischen Mutter. ;-)

 

Ich glaube auch, dass viel in meiner Poesie vom französischen und haitianischen Background mit einfließt, ich quasi dadurch „anders“ schreibe als andere deutsche Autoren. Ich habe auf „Blauer Samt“ sogar ein kleines haitianisches Gedicht auf Kreolisch, ist aber kaum einem aufgefallen.

 

Ich habe wie gesagt meine Organisation „Marasa“ gegründet. Sie ist noch am Anfang, aber wird immer größer und besser strukturiert. Man braucht halt viel Zeit und Geld. Zum Spenden selbst reicht ja schon wenig Zeit und Geld.

 

Zur Ergänzung:

Informationen über Haiti

Marasa bei Studivz mit Spenden-Konten

Haitian Poppin auf Kompa

 

 

 

 

 

 



  
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23.09.2008 - 15:47

Die Freunde von soulsender.de aus Köln, deren Macher Kleinski letztens auch zum Thema Vinyl in der Backspin sprechen durfte, wird ein Jahr alt. Und weil der Kleine nun nicht mehr die übel riechenden Choliken hat, kann man sich in einen Raum mit ihm trauen und feiern, also los! Hier mal das Anschreiben der Menschen mit Liebe zu guter Musik...

 

Liebe Freundinnen und Freunde von soulsender.de,

wer uns schon etwas länger kennt, der weiß vielleicht, dass wir am
03.10.2007 die ersten Töne durch den digitalen Äther gesendet haben und
uns nun also schon auf den 1. Geburtstag unseres soulful urban radio
freuen dürfen.

Diesen wollen wir nicht im kleinen Kreis begehen, deshalb haben wir uns
mit einigen DJs und Veranstaltern kurz geschlossen, um standesgemäß drei
Tage lang unsere Radiostation, die Musik und überhaupt zu zelebrieren.

Im Rahmen eines Festivals, das einen großen Teil der Bandbreite unseres
Programmes repräsentieren wird, bieten wir Euch nun "live" an den Decks
einen tieferen Einblick in "unseren" Sound und die Möglichkeit in einem
der schönsten Clubs Kölns dieses Ereignis würdig mit uns zu feiern.

Klar, dass es zum Geburtstag Geschenke gibt, deshalb haben wir uns mit
Tobias Kirmayer, Gründer und Betreiber von Tramp Records, dem ersten
Reissue-Label für Funk-Singles Deutschlands, selber reichlich beschenkt,
denn wenn Tobias bei Karate Funk rarste Funkperlen auf die Teller legen
wird, kann dem kein Tanzfuß entkommen.

Und weil wir uns dermaßen freuen und möglichst viele Menschen an dem
Weekender teilhaben lassen wollen, können wir es uns nicht nehmen
lassen, denen, die keine Möglichkeit haben, uns live und in Farbe zu
erleben, die Option anzubieten, uns in Stereo beizuwohnen, von daheim,
auf dem soulsender, jawoll!

Zum Programm:

Donnerstag, 02.10. - 21 Uhr
Block Rockin' Beatz (HipHop-Wildstyle)
DJs: D.Rush & Kool Jerc
Fotokunst von: Fabian Stürtz
Sprayer: Ramon
Künstlerkollektiv: Always Hungry (Köln)
Mit freundlicher Unterstüzung durch den Dedicated-Store, Köln.

Freitag, 03.10. - 22 Uhr
Karate Funk (Soul Pearls & Raw Funk Tunes)
DJs: kleinski & Dan45
Special Guest: Tobias Kirmayer (Tramp Records, München)

Samstag, 04.10. - 22 Uhr
Soulelectric (ElektroSoul)
DJs: DJ Ses, audiossey & H.Meyer

Liveübertragung jeweils ab 22 Uhr auf soulsender.de.

  
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18.09.2008 - 13:28

Was geht ab? (Doug Heffernan Style), heute schon was vor? Ayranmaiden macht mal wieder die Schatulle auf, denn seine mafiamäßigen Kontakte bescheren euch heute drei Listenplätze beim einzigen (EINZIGEN, Mutterkopulierer) Deutschlandkonzert von Immortal Technique. Der gute alte NY-Sound also, hart und präzise ins Gesicht wie beim Völkerball, boom! Wer rauf möchte auf die Liste, schreibt jetzt schnell an selcuk.erdogan@web.de eine Mail mit dem Betreff: "Lass mich rein, oder ich hol´ meine Brüder!". Let´s geh´...

 

 

Hier noch ein paar Infos:

 

Mad Flava Ent. & Block Rockin' Beatz präsentieren

"The 3rd World Tour"
EINZIGES DEUTSCHLANDKONZERT (in Benelux findet auch keines statt!!!)

IMMORTAL TECHNIQUE ( Viper Rec. / New York )
DJ G.I. Joe
support Diabolic

Do. 18.09.2008
Einlass 20.00 Uhr
Beginn 21.00 Uhr

Tickets VVK 20,00 € (AK wird noch geklärt)


Man darf also noch Träume haben... 2001 brachte ein Mann aus Harlem (NY) eine LP auf den Markt, die mehr als nur in den Köpfen der HipHop-Heads einschlug - "Revolutionary Vol. 1". Dieser Mann hat was zu sagen! Immortal Technique... Seine rücksichtslose Ehrlichkeit in seinen Lyrics, hat ihm den Status eines kontroversen Rappers verpasst, der eben eines nicht tut -- Schweigen und strikt nach dem Prinzip "Bling Bling" Champagner an Ladies im Club zu verteilen. Nach einigen Stippvisiten auf dem europäischen Kontinent ist es nun endlich so weit. Immortal Technique's erster, und vorerst einziger Tourstopp in Deutschland (!!!), ist jener im Stadtgarten, Köln. Das Kontingent von maximal 450 Eintrittskarten verspricht einen exklusiven Kreis von Peeps, die live Immortal Technique's Songs der LP "3^rd World" genießen dürfen, und für welche ein Traum endlich Wirklichkeit wird.

  
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11.09.2008 - 13:23

Die Pflicht des Künstlers zu leiden


Auf seinem Weg, einst in einem Atemzug mit der Arminia genannt zu werden, wenn es um die westfälische Stadt Bielefeld geht, hat der Junge Casper es an ehrlichen Worten nie fehlen lassen. So auch in diesem mit Ayranmaiden geführten Interview.


Ayran: Zur Zusammenarbeit mit Shuko, der als executive Producer auf dem Album fungiert. Ich habe ihn persönlich als sympathischen, vor allem aber sehr zielstrebigen Menschen kennen gelernt. Wie würdest du euer Zusammenarbeit beschreiben, konntest du von seinen Erfahrungen profitieren?


CASPER: Auf jeden Fall! wir kennen uns ja schon sehr lange, noch vor „Kinder des Zorns“-Zeiten. Irgendwann, als es an die Produktion für "Hin zur Sonne" ging, war Shuko auf der Wunschliste ganz oben, aber wir hatten uns halt ewig lange schon nicht mehr gesprochen und ich war mir einfach nicht sicher, ob ich denn einfach da anrufen könnte, um nach Beats zu fragen, denn er hatte ja in der Zwischenzeit auch unglaublich große Projekte gemacht, teilweise sogar Idole von mir produziert. Wie ich dann so bin, hab ich trotzdem angerufen und ihn vollgelabert (lacht). Aus der anfänglichen Anfrage, ob er mir denn einen Beat geben würde, wurde dann immer mehr, so dass er exekutiv produziert hat. Seine Professionalität ist unglaublich und er ist halt einer dieser Verrückten, die man aus dem Studio zum schlafen zerren muss, unglaublich zielorientiert und bestimmt in seiner Arbeitsweise. Zudem ist Shuko in meinen Augen einfach wirklich einer der besten Produzenten weltweit. Ich bin unendlich dankbar, das Privileg genießen zu dürfen, ihn nicht nur auf arbeitstechnischer, sondern auch auf menschlicher Ebene kennen gelernt zu haben, und auch nach wie vor Kontakt zu ihm zu haben.


Tatsächlich wünsche ich ihm alles Glück und jeden Erfolg dieser Welt, denn er ist einfach von dem Schlag, die immer noch richtig Fan sind und denen es nicht strikt um die Kohle geht. Sehr unterschätzter Typ, der noch eine große Zukunft vor sich haben wird! Die Zusammenarbeit war sehr chillig, ich war ein paar mal bei ihm und wir haben Beats gepickt und Themen herausgearbeitet, Songs geschaffen, auf die ich bis heute richtig stolz bin! Es wird auch sicherlich nicht das Letzte gewesen sein, was wir zusammen gemacht haben.


Ayran: Ob in Interviews, deinem Blog oder in den Texten - du lässt kein gutes Haar an dem Typ Rapper, der gerne zum Besten gibt, mit Rap viel Kohle zu verdienen. Besonders in Deutschland brauchen wir auch eigentlich nicht darüber zu diskutieren, ob denn Hans-Günther aus Paderborn tatsächlich einen Maybach fährt oder von Dienstag bis Sonntag Frauen aus Armenien pimpert, nachdem er 27 seiner Mixtapes auf dem Schulhof verhökert hat. Bullshit! Allerdings leben viele Rapper auch von dem Schein, den sie selbst aufgebaut haben und allzu ehrliche Töne könnten da evtl. stören. Hast du von Rappern also schonmal Reaktionen auf derlei Statements erhalten?


CASPER: Nicht wirklich. Ich würde es allerdings auch niemandem verdenken, wenn er plötzlich drauf abgehen würde, was ich denn da mache, wie ich aussehe, wie meine Stimme klingt, wie ich mich kleide oder sonst etwas. Ich bin mir dessen ja vollkommen bewusst, dass ich rein optisch und showtechnisch aus der Masse steche. Ob das nun gut oder schlecht ist, muss wirklich jeder für sich selbst entscheiden. Ich fänds blöd, mich jetzt dahin zu stellen und herauszuschreien, dass mich doch nun alle akzeptieren müssen. Allerdings denke ich, dass die so genannte "neue Generation" auf dem besten Wege ist, das öffentliche Bild von Rap wieder gerade zu rücken. Leute wie F.R., Morlockk Dilemma, Pi, Marteria oder Maeckes und Plan b beweisen ja auch, dass Heterogenität wieder angesagt ist. Wenn wir alle auf einem Festival spielen, kann man sich sicher sein, dass nicht immer nur das Gleiche gehört wird, dass es spannend sein kann, "nur eine Musikrichtung zu hören". Dennoch finde ich es wichtig, dass die Sache facettenreich bleibt, denn so sehr wir auch Studenten - und Spaßrap brauchen, so wichtig ist auch Gangster - und Straßenrap. Alle, die jetzt momentan rumkrakehlen, wie langweilig doch alles ist, sollen sich nur mal das laufende Jahr ansehen: wir hatten ein richtig gutes Franky Kubrick Album, ein geiles Favorite Album, das sido Album, Farid Bang, Orsons, es kommen noch Pi, Marteria und, und, und...


Trotzdem wird immer nur gemeckert. Ich denke nicht, dass Künstler sich momentan gegenseitig Stöcke in die Speichen werfen sollten, denn im Grunde gibts für niemanden so wirklich das richtig große Geld zu holen.


Ayran: "Orientierungslos in einer Welt voller Sinne"


CASPER: Es ist doch wirklich so, der durchschnittliche 14-jährige wird doch mit einer solchen Masse an Werbung, Sex, Gewalt und Konsum zugeballert, dass es doch wirklich schwer ist, eine gefestigte Persönlichkeit im Rahmen der Pubertätsjahre zu finden. Es wird einem suggeriert, dass das große Geld um die Ecke lauert, dass man bildschön sein muss, um es überhaupt zu etwas zu bringen und dass konsumieren das wichtigste auf der Welt ist. Dieses seine eigenen Grenzen testen und finden verschwimmt irgendwo zwischen myspace, youtube und Paris Hilton- Reality Shows. 13-jährige Mädchen laufen herum wie 22-jährige und 15-jährige Jungs werden schwer kriminell. Einfach aus dem Grund, dass der halt innerhalb dieser Welt fehlt. Das klingt jetzt wirklich albern und belehrend, aber ich denke, dass es einfach schwer ist, sich innerhalb dieses medialen Tauziehens um die Gunst der Massen selbst zu erforschen und eine eigene Meinung zu bilden. Stattdessen sucht man sich seine Subkultur und übernimmt dessen Stereotypen. Das kanns doch nicht sein.


Ayran: Du warst nun einige Zeit auf Tour, hast ein paar Festivals gespielt, Interviews hier, Fans mit Handy-Pic-Wünschen dort, Featureanfragen, Beats werden zugeschickt. Wie würdest du vor diesem Hintergrund den Zustand deiner eigenen Sinne derzeit beschreiben, hast du noch einen klaren Durchblick, oder wird das alles schon zu viel?


CASPER: Ich denke, dass ich das schon klar trennen kann. Ich finde das persönlich ja immer noch verrückt, dass bei einer Show sehr viele meine Texte mitschreien, dass ich tatsächlich eine loyale und auch sehr coole Fanbase habe, dass es nach einem Konzert eine Schlange von Menschen gibt, denen es wichtig ist, ein paar Worte zu wechseln. Und ich fänd es ignorant und beschämend, sich einfach hinten zu verkriechen und ein imaginäres Star-Dasein aufzubauen. Mir ist schon klar, dass wenn ich wieder in Bielefeld bin, mich kein Schwein erkennt, dass ich arbeiten gehen muss, nur damit die Kohle schon wieder nicht reicht. Künstler meiner Größe, oder auch kleine, wie man will, die sich einen drauf einbilden, dass sie jetzt gerade drei Tage unterwegs waren und ein paar Photos gemacht haben, sind in meinen Augen Traumtänzer. Eher sehe ich das so, dass es eine geile Zeit ist, die mir geschenkt wird, es sind einfach Erfahrungen, die ich später teilen und am Tresen erzählen kann. Ein erschreckend kleiner Teil eines Lebensabschnitts, den man schon, aber mit Vorsicht genießen sollte.


Jetzt meine Nase in die Luft halten und zu denken, wie krass ich doch bin, ist denke ich das verkehrteste überhaupt. Man sollte da in Privilegien und nicht in Forderungen denken. Klar ist es schwer nach einer zweiwöchigen Tour wieder in den Trott zu kommen, diese kleine Depriphase abzuschütteln, die so etwas nach sich bring. Aber ich denke, das ist das kleinste Übel. Hauptsächlich find ich´s einfach Hammer, so etwas miterleben zu dürfen. Wenn´s das jetzt schon war, cool. Es ist jetzt schon weit mehr passiert, als ich mir jemals hätte zu träumen gewagt. Ehrlich!



Ayran: Auf "Kein Held" sagst du: "Das ist meine Welt, so schnell lass ich niemanden rein", während ich in einem Interview ein Statement über dein Mixtape "Die Welt hört mich" folgendes gelesen habe: "Ich gebe [...] fast jede Ecke von mir preis, dann will ich verdammt nochmal, dass die Welt mich hört, wenn ich es schon so laut herausschreie.". Wie schwer ist also der Spagat zwischen Seelen-Striptease und Dingen, die man lieber im Verborgenen halten sollte?; besonders auch wenn man weiß, dass Fans erst zu solchen werden, wenn sie sich mit Künstlern identifizieren können und das erst geschehen kann, wenn sich der Künstler entsprechend öffnet.


CASPER: Es ist die Pflicht eines Künstlers, zu leiden. Das glaube ich offen und ehrlich. Ein Artist, der mir nur von den Sonnenseiten des Lebens erzählt, muss ein innerlich weitaus depressiverer Mensch sein, als einer der auch von den Tiefs des Lebens erzählt. Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen einem Jahr immer hell und einem Jahr immer dunkel, würde ich ganz klar letzteres wählen. Es gibt nichts deprimierendes als immer glückliche und helle Zeiten und Menschen. Das wirkt sehr schnell unecht. Klar, wenn mich auf der Straße wer fragt, wie es mir geht, würde ich niemals antworten: "boah, voll scheiße, Frau weg und Miete passt nicht und sowieso dieses und jenes", aber die Waage muss gehalten werden. Und wenn ich mich dafür entscheide, dass ich etwas Tiefes erzähle, dann mach ich das auch ehrlich. Dann beleuchte ich auch jede Ecke dieser Situation. Und wenn mich irgendwer dafür angreifen will, dass ich nur "Emokram" erzähle oder sonstwas, meinetwegen. Aber „Hundeleben“ ist wahr, „Lippenlesen“ ist wahr, „Kippenpause“ ist wahr. Wie sonst soll denn etwas ans Herz gehen, wenn es nicht aus dem Herzen kommt?


Ayran: "Bin wütend, will nicht, dass jeder das spürt"


CASPER: Das war so eine Phase in meinem Leben, wo es mir wirklich scheiße ging. Ich bin nach Bielefeld gezogen und hatte nichts. Alle um mich herum wurden von ihren Eltern finanziert oder haben krasses Bafög bekommen. Ich hatte wirklich nichts. Eine Matratze auf dem Boden, einen kaputten Fernseher und einen Schreibtisch - mehr gab es nicht. Und das alles in einer Wohnung, die dringend hätte saniert werden müssen. Dennoch bin ich jeden morgen aufgestanden und in die Uni gegangen, wenn dort einer gefragt hat, wie es mir geht...klar, ich hätte das auflisten können, aber was hätte es gebracht? Es wäre blödes Rumgejammere gewesen. Denn irgendwie war ich auch stolz auf das, was ich hatte. Es waren zwar nur wenig Sachen, aber es waren MEINE.


Ich denke aber im Grunde kennt das jeder, dieses nach Außen hin lächeln, aber die Faust in der Hosentasche geballt zu haben. Sei es in der Ausbildung, beim Zivildienst oder sonstwo, wo man irgendwie schikaniert werden könnte. Es geht darum, einfach etwas zu tun, sich selbst am Schopfe aus dem Treibsand zu ziehen, sich nicht mit der Situation abzufinden und nach höherem zu streben, ganz gleich was für ein Schicksal, was für eine Kindheit und was für einer Herkunft. Ich denke, jeder ist dazu geboren, großartiges zu leisten, doch nur die wenigsten trauen sich.


Ayran: Wenn man dich nur anhand deiner Musik, anhand der Texte erklären sollte, dann würde man meinen, du seist ein bescheidener Typ, der sich selbst nicht gern in den Vordergrund stellt. Das wiederum steht im krassen Gegensatz zur Vortragsweise deiner Raps, die energisch und laut daherkommen. Kann man küchenpsychologisch also hier einen inneren Disput in dir ausmachen, zwischen nach vorne gehen, sich aber doch zurückhalten wollen?


CASPER: Ich will halt kein Held sein. Die Welt, in der wir leben, ist aufgeteilt zwischen Helden und Feiglingen. Ich bin dafür, dass beides abgeschafft wird. Mal ist man der Jäger, mal ist man der Bär, so einfach ist das. So einfach sehe ich das. Niemand ist dazu prädestiniert, ein Versager oder ein Gewinner zu sein. Tun oder nicht tun, es gibt kein versuchen. Und so ist es im Alltag eben auch: ich stehe manchmal auf und fühle mich wie der schlimmste Versager, manchmal aber steh ich auf und bin voller Elan, voller Selbstbewusstsein und möchte meinen Weltbeitrag leisten. Oder es zumindest versuchen. Und ehrlich, von diesem ganzen Rapding erwarte ich auch gar nichts. Es wäre faktisch Unsinn, überhaupt etwas davon zu erhoffen. Dennoch, wenn ich mir die Zeit dafür nehme, etwas in die Richtung zu tun, dann aber mit dem gesamten Herzblut, mit der Stimmung eines Moments. Und das wirkt vielleicht energisch. Aber ob du es glaubst oder nicht, ich schreie nicht, das ist einfach meine Stimme. Und meine kaputten Stimmbänder. Punkrock sei Dank.


Ayran: Und wenn wir schon am Herd stehend vor uns herpsychologisieren: Im Titelsong "Hin zur Sonne" beschreibst du die Flucht aus den Staaten, die Flucht vor einem gewalttätigen Vater. Du bist dann erstmal ohne diesen Vater aufgewachsen. Viele heranwachsende Jungs lassen ohne diesen Part in ihrem Leben einen gewissen Respekt vor anderen, oder aber das Wissen um Grenzen vermissen. Du scheinst beides aber ganz gut hinbekommen zu haben.


CASPER: Stiefvater, einem gewalttätigen Stiefvater. Mein Vater ist ein liebevoller Vater, der unglaublich stolz auf mich ist und dem es das Herz zerreißt, allein durch die Entfernung nicht den Anteil an meinem Leben haben zu können, den wir uns beide wünschen würden. Aber so ist es nun einmal gekommen. Da kann weder er, noch ich, noch meine Mutter, noch Gott noch sonstwer was für. Es ist einfach so. Wahrscheinlich ist es eher so eine Sache, in was für Kreise man dadurch gerät und meine zweite Familie, meine Freunde, waren unglaublich gute Menschen, sind es immer noch. Klar haben wir auf die Kacke gehauen, scheiße gebaut, das macht jeder, der eine mehr, der andere weniger. Aber ausflippen um des Ausflippens willen und es dann auf eine fehlende Vaterrolle zu schieben, ist schwach. Es ist dumm, fehlendes moralisches Empfinden auf die Nichtanwesenheit eines Elternteiles zu schieben oder diesen sogar zu hassen. Wie gesagt, wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade daraus. Wenn du das selber nicht hinbekommst, kannste den Zitronen auch nicht die Schuld daran geben.


Ayran: Im Feature mit Kollegah ("Strasse 2") hast du am Ende deines Verses eine Referenz an dessen Rapstil. Hier, und auch in anderen Songs wie z.B. "Verdammt nah dran (Supermänner)" gibst du Props an verschiedene Rapper da draußen, ohne, wie so viele andere Rapper, ständig daran erinnern zu müssen, dass du dich selbst jedoch für den Größten hälst. Hat das auch was mit der nach außen getragenen Lockerheit zu tun, dass du mit Rap nicht deinen Lebensunterhalt verdienen und daher keinen Posten als Nr. 1 im Game deklarieren musst, um eben viel Kohle zu machen?


CASPER: Ich habe meine gesamte Kindheit über Rap geliebt. Geliebt. Über alles. Ich bin nachts spät wach geblieben um „Supreme“ zu gucken, „Mixery Raw Deluxe“, wenn es ging auch „Yo! MTV Raps“. Ich hab mir sogar diesen R&b Urban scheiß angesehen in der Hoffnung, dass doch ein krasses Rapvideo kommt, immer mit dem Tapedeck an den Fernseher angeschlossen, um schnell was mitschneiden zu können, was ich sonst im Dorf nicht so einfach bekommen hätte von meinem Taschengeld. Leider ist das mit den Jahren immer weniger geworden und ehrlich, ich finde vieles auch sehr schlecht. Wobei, schlecht ist das falsche Wort, vielen Sachen heutzutage fehlt einfach die Langlebigkeit. Kollegah-Zeilen schmeißt man sich andauernd hin und her, wie damals bei WBM (West Berlin Maskulin) auch. Mir wurde mal gesagt, dass ich aufhören sollte, in Interviews so vielen Leuten immer wieder Respekt zu geben, weil mir das als Schwäche ausgelegt wird. Das stimmt leider auch. Wie bescheuert ist das denn?????


Ayran: "Jeder von uns ist Kunst, gezeichnet vom Leben"


CASPER: Erstens ein wunderschönes Bild, zweitens leider die traurige Wahrheit. Es ist ja heutzutage schon so, wenn man wen trifft, dessen Eltern nicht geschieden sind, kein Teil der Familie arbeitslos, Alkoholiker oder schlimmeres ist, man das ja schon so fast nicht glauben kann. Jeder erleidet Schicksalsschläge am laufenden Band, und wenn man in der Bahn sitzt, sieht man außer Wochenendabends kaum lächelnde Gesichter. Ich habe einfach keine Lust, nur weil ich rappe, von Sachen zu erzählen, die schön sind. Meistens sind perfekte Dinge eben auch nicht die schönsten. Kleine Macken und Fehler machen schön. SIND schön. Nichts ist perfekt, und ich habe auch keine Lust, mir weiter eine heile Welt vorgaukeln zu lassen.


Ayran: Ich würde gerne mit dir über das Thema Integration sprechen. Du bist selbst zwar nicht das für Deutschland typische Migrantenkind, sondern aus den USA zugewandert, jedoch hast du die Erfahrung einer komplett neuen Sprache, neuer Verhaltensmuster und einer ebenfalls unterschiedlichen Kultur gemacht. Daher fände ich interessant, was du über das Thema denkst. Wie verläuft Integration in Deutschland, an Schulen, beim Bäcker im Ort, im Bekanntenkreis, was war anfangs besonders schwer für dich?


CASPER: Ganz im Ernst: ich hasse es hier. Im Geiste bin ich doch so der amerikanische Junge, der auf Comics und Kino abfährt. Der, der datet und sich gerne auch entertainen lässt. Hier in diesen Gefilden muss erst alles auf Authentizität überprüft werden, jede Aussage soweit auf Echtheit abgeklopft werden, bis es echt schon fast bürokratisch zum gähnen ist. Nimm doch einfach nur deutsche Comedians. Wer ist denn WIRKLICH lustig? Also ich meine wirklich LUSTIG? Und dabei noch originell und NICHT verkleidet und in einer Rolle, das gibt´s hier einfach nicht. Außer Volker Pispers und Rainald Grebe; und die prangen auch noch alles an. Der Deutsche an sich ist glaub ich nicht bereit, aus sich heraus zu gehen, wirklich etwas zu tun, was aus dem Rahmen fällt. Und wenn doch, dann landen wir beim ekligen Studententum, die sich mit Cordhose und gedrehter Zigarette bei total "duften" Poetry Slams treffen und hart auf Bourgeoisie machen. Es war wirklich schwer für mich herauszufinden, dass du in Deutschland nicht einfach wen auf der Straße grüßen kannst, den du nicht kennst. Dass du nicht unbedingt so einfach auf einer Party wen anquatschen und einen saufen kannst. Dieses Hinterderhandgerede und Misstrauen gegenüber der gesamten Menschheit, dieses pünktlich Geplante und Organisierte, dieses Traditionsbeharrte. Ich glaube, das pocht in jedem Herz hier. Was auch okay ist. Nur musste ich da schwer dran kauen, bis ich mich arrangiert hatte.


Ayran: Vor dem Hintergrund deiner Herkunft würde ich auch gerne mal nach den typischen Vorurteilen auf beiden Seiten der großen Pfütze sprechen. Was denkt also der handelsübliche Wyatt über den Din-A-4-Horst, was denken Amis über Deutsche und umgekehrt?


CASPER: Deutsche halten Amis für oberflächlich. Ich persönlich finde es ja geiler, wenn ich, wenn ich mal shoppen bin, oberflächlich freundlich behandelt werde, als wenn ich in einen Haufen jammernder Gesichter schauen muss. Ich persönlich finde wirklich, dass der Service in Deutschland unter aller Sau ist. Egal wo, egal wann, egal was. Und Amis denken über Deutsche.....naja....was sie auch vom Rest der Welt halten. Die fragen sich, ob es denn in anderen Ländern außer der USA auch diese großen Erfindungen wie Kühlschränke und Mikrowellen gibt...hahahahha.


Ayran: Ich habe in einem Interview mit Azad mal gefragt, was seiner Meinung nach aus ihm geworden wäre, wenn er in den Staaten als Rapper unterwegs wäre. Seine Antwort: "Dann wäre ich jetzt reich". Hast du dir diese Frage auch schonmal gestellt, besonders der Süden aus dem du stammst (Augusta / Georgia; ayranmäßige Anmerkung), ist in den letzten Jahren ja stilprägend, ebenso signten die Majors dort lange Zeit alles weg, was bei drei nicht auf den Bäumen war.


CASPER: Die frage stellt sich mir nicht. Denn ich lebe hier, ich werde hier noch bleiben müssen und auch hier meine Wege suchen, an meine Ziele zu gelangen. Ich denke, wenn ich in den Staaten gewesen wäre, wäre ich ein alltäglicher Junge, wie ausm Buch. Denn bevor wir nach Deutschland kamen, war ich ein normaler Junge. Ich hatte in der Schule glatte Einser, war im Football Team als Kind und war einfach normal. Nur halt auf Musik fixiert. Absolut. Ich habe als Kind schon den ganzen Tag MTV geguckt und hatte schon mit sechs meinen eigenen Plattenspieler. Keine Ahnung, im Grunde habe ich aber auch nicht die Zeit dafür, mich zu fragen, was wäre wenn? Weder kann ich das Zeitraumkontinuum ändern, noch kann ich zaubern. Deswegen...hm, keine Ahnung.


Ayran: Ärgert es dich, dass du im Kontext der "neuen Generation" an Rappern wie z.B. Huss..n Hodn, Morlockk Dilemma oder Marteria nicht genannt wirst?


CASPER: Definitiv. Wirklich! Aber ich erwarte auch nicht, dass großartig Rapbegeisterte gerade meine Musik und mein Erscheinen als neue Generation des Rap feiern. Müssen sie auch nicht. Klar sitze ich oft da und denke, dass ich da genau so mit reingehöre wie die anderen auch, aber was soll ich dagegen machen? Mich in Interviews in Rage reden? Mich interessieren die Leute, die sich für meine Musik interessieren, die über einen gewissen Tellerrand hinaus gucken können und auch sagen können: "egal, was der da jetzt macht und wie der rumläuft, was der macht ist gut.". Es muss nicht zwingend ein großes Gefeiere geben, aber mich einfach ignorieren oder auch als scheiße zu betiteln geht in meinen Augen nicht mehr! Die Leute die mich supporten, die bedeuten mir alles. Wirklich alles! Alle anderen versuche ich auch zu catchen. aber wenn´s nicht geht, geht´s eben nicht. Weder werde ich mich verbiegen, noch werde ich darum kämpfen, jedem zu gefallen.



Ayran: Hat dein Verbleib beim Bielefelder Label „667 one more than the devil“ was mit einem ausgeprägten Loyalitäts-Sinn zu tun, oder waren die Angebote aus der Industrie (dem Vernehmen nach auch Majors) nicht gut genug?


CASPER: 667 ist super. 667 unterstützt mich. Außerdem hat 667 die großartigen Pimpulsiv. Das reicht ja wohl!!!!


Ayran: "Keiner meiner Träume hat was mit Rap zu tun"

CASPER: Absolute Wahrheit.


Ayran: Würdest du diesen Spruch so immer noch unterschreiben? Bei den Kollegen von Mixery Raw Deluxe, die deinen Splash!-Auftritt zeigten, könnte man vermuten, dass sich mit dem Gig am Sonntag scheinbar doch ein Traum erfüllt hat.


CASPER: Na klar erfüllen sich hier Träume. Am laufenden Band! Dass ich überhaupt hier morgens um Eins sitze und ein Interview mache, weil es scheinbar echt Leute interessiert, ist ein Traum. Allein, dass es die Möglichkeit gibt, meine Alben jederzeit zu bekommen ist ein Traum. Mann, auf der SPLASH-Bühne zu stehen, davon hab ich als Teen geträumt. Dass Leute meine Texte hören und kennen, das ist der allergrößte Traum!!! Aber es geht hier nicht um nehmen, ich versuche einfach auch zu geben. Und ich hoffe, dass es Menschen da draußen gibt, die trotz allem, was ich oft verbocke, oder auch egal was ich musikalisch mache, sehen, dass ich mir für meine künstlerische Vision wirklich den Arsch aufreiße. Jedes Konzert ist ein Segen, aber auch ein neuer Ansporn sich beweisen zu müssen. Es ist mir scheißegal, ob da 20.000 oder auch nur 3 Zahlende stehen, es geht hier darum, alles zu geben. Es geht hier darum, ein Gefühl zu vermitteln. Ein ehrliches, aufrichtiges und intensives Gefühl. Mir würde alles Geld und jede Chartposition der Welt nichts nützen und ich wäre auch null glücklich, wenn man es nicht FÜHLEN würde.


Ayran: Auf deinem Weg "Hin zur Sonne", wo stehst du da derzeit?


CASPER: Irgendwo zwischen "wo gehör´ ich hin?" und "war´s das schon?"


Ayran: Letzte Worte?


CASPER: "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar". Das hat mir meine Oma mal ins Poesiealbum geschrieben und es stimmt. Irgendwann merkt jeder, dass es wirklich stimmt.

 

 

www.myspace.com/caspermc

 

  
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22.08.2008 - 13:30

Die JUICE beschreibt sie als Dudley Perkins in Deutsch und gut. Und tatsächlich ist

die Gute Fleur Earth eine wahre Perle in den unendlich schrottreifen Klangwelten, die uns heuer leider allzu oft auf

Datenhighways begegnen und mit denen wir übler zusammen crashen, als sich das Paul Haggis hätte ausmalen können.

Wie dem auch sei, ich kann das jedem empfehlen, für den Rap auch sprachlich Barrieren einreißen soll. Für alle, die nicht

beim Bäcker stehen und ihn punchlinend um drei Brötchen bitten, für alle die sich öffnen können, prüft das aus!

 

KLICKERINHO!

 

Plus für alle die in Berlin oder Umgebung hängen: Heute abend präsentiert das Team von liveDEMO im Spindler&Klatt den

einzig wahren Bilal, also hin da!

 

Ayran fürs Volk!

 

  
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20.08.2008 - 12:15

Unter dem Banner "German Giants of HipHop" gaben sich Kool Savas, Olli Banjo, Azad, Curse und Denyo

an zwei Tagen in der Schweiz die Ehre für zwei Gigs. Ayranmaiden packte daraufhin

seine Kamera aus, um mal hinter die Kulissen zu schauen. Da wäre Lästermäulchen Olli Balboa, der an Kanye West

kein gutes Haar lässt, die "wir-ficken-Caputs´-Gehirn"-Abfahrt von Savas, Azads Kampfkunst und überhaupt, jede

Menge guter Szenen mit den Jungs. War ne gute Zeit... 

 

Auszuchecken HIER!

 

Viel Schepass dabei

 

Ayran

 

PS: das Ding ist nicht mehr soooooo neu, aber eben erst erschienen, ich wollts euch nicht vorenthalten!

  
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29.07.2008 - 16:55

Ayranmaiden macht die Spendierbaggy auf und lädt jeden der das tief rollende Grime-Monster Dizzee Rascal auf dem Splash! verpasst hat ein, ihn beim Music Unlimited Festival in Köln am 09.08.2008 im Alten Wartesaal (Beginn  22h, früh kommen lohnt aber wohl!) zu begutachten. Wie der geneigte Leser dieses Blogs sicherlich weiß, hat der Guteste in Bitterfeld aus dem Splash-Zelt einen Pekinger Linienbus gemacht, so dass einige von euch leider draußen bleiben mussten.

 

Doch da, wo der Kabel 1-Hagen die Föhnfrisur längst in den Sand steckt, kann Ayranmaiden aushelfen!

 

Schreib mir (an selcuk.erdogan@web.de) einen plausiblen Grund, warum gerade DU einer der 10 Glücklichen sein solltest, der ein Ticket gewinnt und mit Glück biste dabei! Aber sei kreativ, irgendwelche "weil meiner länger ist als der Funkturm"-Sprüche fallen schonmal raus, glaubt eh keiner...;-)

 

Einsendeschluss ist der 05.08., Du musst mindestens 18 Jahre* alt sein und der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen, ich hab eh keine Rechtsschutzversicherun bwoy!

 

Und nicht vergessen, Ayranmaiden auf der Suche nach seinem Lachen auf dem Splash! auf hh.de auszuchecken - bald!

 

Best

Ayran

 

ps: das Festival lohnt sich übrigens auch an sich zum Auschecken, da sind noch ein paar geile Acts bei, Wort!

 

* das kontrollieren dann die Türsteher vor Ort, is kla!

  
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14.07.2008 - 13:33
Ayranmaiden suchte sein Lachen auf dem Splash!...Jay-Z am Samstag war killahrös (*alshiphopmomentdesjahresnotiert*)!... Ice Cube tags zuvor auch nicht schlecht... das Hotelzimmer mit 8qmhochzwei eher Daz Dillinger als Snoop Dogg, der im Hotel gedrehte Porno machte das allein wegen des Renommé aber wieder wett ...Toxik (Moxik) sieht in echt noch viel besser aus als vor der Kamera...ja, es hat geregnet...Ayranmaiden hat das beste Putenschnitzel im Brötchen seit laaaaaaanger Zeit gegessen, danke Splash!...Staiger ist verrückt!...Rafik ist der erste unter uns lebende Marsianer, nur weiß es noch keiner, Fakt ist: sein Set im Zelt am Samstag war nicht von dieser Welt!...Staiger ist verrückt (nur um das nochmal ins Gedächtnis zu rufen), aber Rap.de seit seiner Regentschaft wieder tight...Falk hatte auch nach 15 Minuten Interview noch nicht die Schnauze voll von Ayranmaiden...Props für die Geduld...und überhaupt...wir holen den Rest nach...Harris & Dean kannten mehr Witze als Savas, aber bei beiden musste Ayranmaiden höchstens schmunzeln (auch wenn er dabei an Tod und Verderben denken musste)...Caput würde sagen, Ayranmaiden lügt, aber es waren Spastiken, kein Lachen...Spax kennt auch gute Witze, hat sich aber arglistig Das Bo geschnappt, welches danach keine Zeit mehr für Ayranmaiden hatte...das ist schade, denn Ayranmaiden wollte sich Frisurtipps bei Das Bo holen und sieht aufgrund dieses Versäumnisses immer noch aus wie Oskar aus der Tonne...Erc ist ein Fame-Blocker, hat dafür aber ein neues Mixtape draußen...wurde ja auch Zeit...Sean P. und Billy Danzenie verstehen "love", wenn Ayranmaiden von "laugh" spricht...das ist schade und wird meine alte Englischlehrerin nicht erfreuen...meine alte Englischlehrerin Frau Schartmann war übrigens ne geile Sau...schön, dass ich das noch loswerden konnte...ich wäre jetzt auch geschlechtsreif...nur mal so...ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich NICHT die Orsons erwähnen....und ganz sicher nicht Kaas...niemals...Tua schuldet uns übrigens zwei Orsons-Shirts...Plan B gibt sich am Handy als Jay-Z aus und Maeckes ist ganz kurz davor, ein Zyniker zu werden...zu viele Freestyler können anno 2000acht immer noch nicht freestylen und benutzen böse Wörter, um darüber hinweg zu täuschen...ihr saugt...der arme Mäddest musste darüber hinwegsehen und dennoch um Verständnis werben...es liefen zwei aufrichtige Männer im Trikot des 1. FC Köln über das Splash!, einer davon war NICHT ich...Orgis Homie Big Ben schleppte gleich zwei Damen seiner Wahl im Morgengrauen ab...mit der vom letzten Hip Hop Kemp sind das schon drei Frauen von denen Ayranmaiden weiß...Neid...Orgi selbst sollte seine Sonnenbrille auflassen...oder als "der Imperator" im nächsten Star Wars "Kultstreifen" agieren...Davide Bortot (ehem. JUICE, heute Red Bull Music Acadamy) war erzürnt über die Rechtschreibung des Fragebogens der TU Chemnitz...ansonsten war auch er eher Hedonist denn Journalist an dem Wochenende...Ayranmaiden hätte Sonntag morgens gegen 7h alle Strippen der Mixery-Zeltstadt trennen und diese damit zum Einsturz bringen können, entschied sich aber dagegen...es heißt weiterhin, kein Russe und Stier vor Vier, also warteten wir bis 16.05h...Takeoff ist NICHT Red Bull...das schmeckt man...die ärmste Sau von allen war der Security-Einlass-Mensch am Backstage...dort wo er gezwungenermaßen saß stank es so, dass Worte allein nicht ausreichen...aufatmen hingegen für alle Sozialpädagogen und Studentenrapfreunde: Sefyu kann DOCH Lachen...zum bestgekleideten Mann wurde auch in diesem Jahr wieder Joe Sircar (JUICE) gekürt...Glückwunsch...knapp dahinter liegt DJ Marious (A.F.D.C. / Rootdown), der das Podolski-Trikot von der EM gleich anbehielt und Shaggy mit den Worten "from Jamaica to Leipzig" gebührend ansagte...ich liebe ihn (no homo...ein wenig vielleicht)...Saigon kann seine Augen ganz toll verdrehen...ich warte dennoch auf das Album mit Just Blaze...leider war der nicht da, wurde von DJ Sepalot aber bestens vertreten...die restlichen Töpfe amüsierten sich laut "Medienberichten" derweil darüber, dass Ayranmaiden sein Lachen verlor...zurückbringen konnten sie es ihm aber auch nicht, / keine Zeit, Weiterreise in die Schweiz / (womit ich 79% der Freestsyler im Zelt schon in die Tasche gesteckt habe)...die Leute vom Et(h)no-Zelt sollten noch mal schauen, wie man Ethno schreibt, außer sie warben hierfür: www.etno.be...Marsimoto bleibt coolster Hund unter der Sonne, selbst wenn diese mal auf Mallorca-Urlaub war...Elke aus dem Backstagezelt warf ein Auge auf uns...allerdings no hetero, wir hatten nämlich die falschen Bändchen, daher...reingekommen sind wir dennoch...es kommen einige "große Alben" auf uns zu, jedenfalls wenn man den auf dem Gelände verteilten Vorab-Mixtape-Alben glauben darf...Damion Davis hatte Pecht mit dem Regen und der Aufrittszeit...ihm gebühren Sonne und mindestens 18h am Samstag...wird noch...aus Sherin Kürten wurde "Don Kürten"...Morlockk Dilemma ist in Sachen Atem das komplette Gegenteil von Valezka...Ayranmaiden grüßt Huss´n Hodn, deren Show er verpasst hat, da das Zelt zu voll war...und auch Casper, da man zu der Zeit schon abgereist war...übrigens kann eine 170km-Fahrt im soliden Mietwagen drei Stunden dauern, wenn man auf "kein Russe und Stier vor Vier" kackt und müde wie Fick ist...Wespen braucht kein Mensch....umgekehrt sieht das schon anders aus, siehe gelb-schwarze Party auf Müllhinterlassenschaften (und ich spreche nicht vom BVB)...Manuellsen hat zugenommen...hab ich backstage vernommen...solang er weiterhin dope Musik macht, tut das aber nichts zur Sache...ein wirklich dicker Mann war hingegen nicht zugegen: D.I.T.C ohne Fat Joe ist nicht vorstellbar, also schauten wir es uns erst gar nicht an...der Druck auf Splash!-Macher Mirko Roßner entlud sich Samstag abends in einem kurzen Augenblick im Zelt...big up Jungs, was ihr macht ist wichtig, bitte weiter so...wir - das Saufsystem (bestehend aus Ndilyo Iglesias & Howard Carpensel a.k.a. Ayranmaiden) capturen jetzt mal die Bänder und werden vieles von dem , was hier angedeutet wurde baldigst auf hiphop.de zeigen!

Zum Schluss: Nach einem ausführlichen Gespräch mit Ruzbeh von hiphop.de kann ich guten Gewissens nun auch ein "Free Sinan G" intonieren und das auch ernst meinen!

Free Sinan G!
Bestes
Ayran
  
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3.07.2008 - 16:39
http://tv.hobnox.com/#en/Sly-Fi/Word-Cup/385ff136c8771fbd33f5517316a8e916


  
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30.06.2008 - 18:02

  
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28.06.2008 - 22:32

So, ich führe hiermit mal für alle die an sowas genau so viel Spaß haben wie ich eine neue Kategorie ein - den Sprücheklopfer! Worum es geht, ist ja klar, Sprüche halt. Ich werde, sobald ich einen höre oder lese der es wert ist, diesen hier verewigen und baue auf eure Hilfe! Den Anfang macht ein Spruch des JUICE-Chefredakteurs Stephan Szillus, der in der aktuellen Ausgabe auf einen kritischen Leserbrief geantwortet hat und darin das mir bis dato unbekannte Dogma vertrat: "Mit Meinungen ist es wie mit Arschlöchern, jeder hat eins!"

 

Wunderbarer beginn, wie ich finde.

  
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27.06.2008 - 18:01
Das K.I.Z.-Video zum Track "Neuruppin" kennt mittlerweile sicherlich jeder hier. So konnte man sich von einer komplett neuen, interaktiven und spektakulär in Szene gesetzten Machart überzeugen. Ayranmaiden hat bei den Bremern von Kubikfoto³ um ein Interview gebeten...
 

Ayran: Wie kam die Idee auf, das weltweit erste Video dieser Art zu machen
und wie lang habt ihr am Konzept und an der Realisierung gesessen?

Wir sind ja auf Kubikfotos spezialisiert, also interaktive, fotorealistische Welten für das Internet. Die Idee, ein Kubikfoto-Musikvideo zu machen hatten wir schon vor langer Zeit, wann und warum genau weiß ich gar nicht mehr. Von der ersten Kontaktaufnahme zu K.I.Z. bis zur Veröffentlichung des Kubikfotos ist fast ein halbes Jahr vergangen.

Ayran: Wie ist der Kontakt zu K.I.Z. zustande gekommen und habt ihr
deren Laufbahn schon vorher bewusst miterlebt, oder erst mit der
Zusammenarbeit?

Wir haben uns die Band bewusst herausgepickt, da wir sie für besonders kreativ und innovativ halten. Einige von uns mochten die Musik auch vorher schon, der ein oder andere hat sie jetzt während des Projekts lieben gelernt, aber den Song 'Neuruppin' solltest du hier bei uns in der Nähe der Programmierer lieber nicht mehr anmachen. Könnte sein, dass sie dich mit nem USB-Kabel erdrosseln.

Ayran: Ich stelle mir vor, dass das schon - neben der vielen
Fleißarbeit - auch ein Heidenspaß war, die ganzen Details
einzubauen und sich vorzustellen, wie die Leute danach suchen
würden...

Ja, absolut!!! Wir hatten wirklich viel Spaß dabei. Wir haben auch so eine geheime Steuerung eingebaut, dass wir den Usern per Webcam zugucken können, wenn sie sich durchs Kubikfoto klicken. HÄHÄ!

Ayran: Das Video wartet mit einigen Szenen auf, die evtl unter das
Jugendschutzgesetz fallen. Aber gerade die Jugendlichen werden durch
die Interaktivität, durch das videospiel-hafte ja bewusst
angesprochen: ein Widerspruch in sich?

Ja, schon irgendwie, oder? Aber ich habe das Jugendschutzgesetz ja nicht gemacht. Ich glaube auch nicht, dass sich Jugendliche durch unser Horror-Musikvideo inspiriert fühlen werden zum Triebtäter zu werden.

Ayran: Um sich an solch ein Projekt, man könnte fast schon sagen, zu
wagen, muss man meines Erachtens eine gewisse Schwelle überschritten
haben, nach der man zum normalen Video nicht mehr zurück kommt. Erster
Teil der Frage: kann man von euch nun solche Videos in Serie erwarten
und 2.: seid ihr von herkömmlichen Videos abgeturnt, und wenn ja,
wovon ganz besonders?

Wir haben schon große Lust darauf, weitere Musik-Kubikfotos zu produzieren. Die Musikindustrie gibt allerdings zur Zeit nicht viel Geld aus für hochwertige Produktionen. Wenn ich mir allerdings die ersten Besucherzahlen, -zeiten und -reaktionen anschaue, denke ich schon, dass es sich lohnen könnte. Ich glaube vom Musikvideo als Medium sind wir an sich nicht abgeturnt, es gibt ja wirlklich geile Musikvideos und kreative Regisseure. Dass - auch gerade im Hip-Hop Bereich - zum großen Teil langweilige und klischeehafte Videos gedreht werden ist natürlich schade. Oft passt das ja aber auch zur Musik.  Da wir sowieso aus der Fotografie- und Internetecke kommen, werden wir uns auch zukünftig hofentlich an interaktive Musikvideos 'heranwagen'!


Ayran: Die Bilder die im Song gezeichnet werden sind schon stark genug
und werden durch den Clip ja noch intensiviert. Ihr arbeitet ja auch
mit Psychologen zusammen. Gab es da Bedenken, dass die Kombination zu
heftig sein könnte?

Ja, erhebliche Bedenken sogar ...von Seiten der Psychologen. Zum Glück sind die Fotografen hier stärker, so konnten wir uns dann durchsetzen. Wichtig war uns schon, eine intensive Stimmung beim Erforschen der Welt zu erzeugen, daher durfte es auch nicht zu albern werden. Ich hoffe aber trotzdem, dass wir es geschafft haben eine leichte Ironie mitschwingen zu lassen.


Ayran: Das Video ist ein Anachronismus zur heutigen Schnelllebigkeit
in der von den Medien befeuerten Musikwelt, denn man kann oder muss
sich sogar Zeit nehmen für das, was darin passiert und setzt sich auch
so gezielter mit dem Song auseinander. War das, vielleicht sogar als
Kritik, gewollt?

Oh ja, toll dass du das ansprichst! Wir sind überzeugt davon, dass das rücksichtslose Ausbeuten von Musikkultur nicht beliebig lange fortgeführt werden kann. Wir glauben, dass die Hörer das nicht mehr lange aushalten werden. Immer plattere Songs, immer gleichere Musik, immer weniger Zeit sich mit der Kunst auseinander zu setzen. Wir glauben auch, dass die Musikkonsumenten wieder anfangen werden nach besonderen und neuen Sachen zu suchen. Oder noch besser selbst anfangen Musik zu machen.
Aber wenn wir es wenigstens schaffen, dass sich die Hörer bzw. Besucher von 'Neuruppin' intensiver mit der Welt des Songs auseinandersetzen ist das doch auch schon ganz schön!




  
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20.06.2008 - 12:19

  
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19.06.2008 - 16:58
Gratulation hierzu, absolut verdient ;-)
und wer sie noch nicht hat...wie sagte das kleine Kind in der Werbung noch?
Genau!

  
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13.06.2008 - 14:58

Yosän Soulbrüder- und schwestern, jüngst wurde mir das Snippet-Evolut der Domstadt-Superatzen auf Dope, namentlich Twit One und Retrogott, zugespielt, welches ich euch hier - KLICK das verdammte PIC - mal schenke. Ich schenke es euch, es ist ein Geschenk, ja das ist es wahrlich! Das Ding, über Groove Attack kannste dit abgreifen, ist übrigens auf 100 Kopien limitiert (!). Sicker Kot.


  
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11.06.2008 - 14:26
Wir haben den Funkviertel Kollegen Damion Davis gebeten, ein iNterview mit Patrice zu führen...nicht, ohne dem Saufsystem aus Ndilyo Iglesias und Howard Carpensel auch einen Sot einzuräumen...


  
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6.06.2008 - 16:17

  
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