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Ayranmaiden - Trinkt mehr Ayran!
27.03.2008 - 13:03

Ayranmaiden ist freilich nur einer von vielen Schreibern in der Blogssphäre! Von Nah Right über Byron Crawford, dem mp3-Blog “hype machine” oder Dallaspenn.com…die Übersichtlichkeit in diesem Wust der zumeist herrlich subjektiven Infobündel ist schon längst nicht mehr gegeben, dafür kann man sich um so besser von Blog zu Blog klicken und bei Bedarf immer tiefer und aktueller in die gewünschte Materie (in unserem Fall HipHop) reinziehen lassen.


Inwiefern das Tagesgeschäft der Blogger, die zum Gros nichts an ihren Evoluten verdienen, auch die tradierten Medien beeinflusst - das erfahrt ihr hier. Ayranmaiden schnappte sich dafür den Chefredakteur der JUICE, Stephan Szillus, den Chefredakteur von MZEE.com, Olaf “Olleck” Kopp, der BACKSPIN, Dennis Kraus und Tatjana Henze, Chefredakteurin des KICKZ.MAG. Vielen Dank für die Teilnahme an dieser Stelle noch mal!



Durch die Aktualität von Blogs, hast du dich in verantwortlicher Position schon mal dafür entschieden, einen Bericht zu bringen, bevor er durch fundierte Kenntnisse (fertiges Album, Presseinfos, Hintergrundrecherche etc.) gebackt gewesen wäre, nur um schneller zu sein als andere (Blogs ausgenommen)?


Stephan Szillus (JUICE): Nein. Eher das Gegenteil ist der Fall: Die Aktualität der Blogs entschleunigt unsere Form des Journalismus, da wir als monatlich erscheinendes Printmagazin mit einem redaktionellen Vorlauf von ca. sechs Wochen ohnehin nicht mit der Tagesaktualität der Blogosphäre konkurrieren können und wollen. Vielmehr konzentrieren wir uns noch mehr auf unsere traditionellen Stärken: Solide recherchierte Reportagen, persönliche In-Depth-Interviews, kenntnisreiche Reviews. Die Vorteile der Blog-Kultur werden wir hingegen auf unserer Website juice.de nutzen, deren Launch in naher Zukunft endlich ansteht.


Tatjana Henze (KICKZ.MAG): Nein. Natürlich sehe ich es nicht gerne, wenn eine Story, die ich im kommenden Heft habe, vorher schon ähnlich in anderen Medien verwertet wurde. Aber da das KICKZ.MAG quartalsmäßig erscheint, ist das mit der Aktualität so oder so ein bisschen schwierig. Wiederholungen lassen sich da kaum vermeiden. Es gilt eben, einfach etwas Anderes zu machen.


Olaf „Olleck“ Kopp (MZEE.com): Ja, aber sehr selten und dann auch nur wenn die Informationen von einem offiziellen Blog eines Labels bzw. Künstlers stammten.


Dennis Kraus (Backspin): Für die Print-Ausgabe der Backspin, nein. Für die Website könnte das durchaus mal passieren, aber beim Heft nicht. Ich bin allerdings ohnehin der Ansicht, dass Blogs nicht dasselbe sind wie Artikel in Printerzeugnissen. Blogs, zumindest die im Hip-Hop, sind oft sehr subjektiv, selten mit der nötigen Distanz geschrieben und fallen für mich eher ins „Tagesgeschäft“. Wer hat wen gerade eben gedisst oder sich mit wem vertragen? Solche Sachen eben. Diese „Nerd“-Blogs, die sich allein speziellen Themen widmen, mal ausgenommen. Da habe ich einige spannende Seiten für mich entdeckt. Wenn man, wie die Backspin oder andere Magazine, aber monatlich erscheint, sollte man sich davon nicht beirren lassen und eher auf langlebige Themen setzen, die nach zwei, drei Wochen nicht schon von der Internet-Gemeinde tot gehypt sind.


Ihr müsst euch, im Gegensatz zum 0815-Blogger, bei eurer Arbeit auch Gedanken um Befindlichkeiten der Anzeigenkunden machen. Dennoch gibt es Blogs, die von der Aufmerksamkeit und dem leichten Zugang (kostet ja nix) hohe Zugriffsraten verzeichnen. Ärgert man sich da im Innersten des Journalistenherzes nicht auch, dass man ein Mehr an Arbeit nicht immer mit einem Mehr an Aufmerksamkeit aufwiegen kann?


Stephan Szillus (JUICE): Nein, weil ich die Arbeit der Blogger nicht mit unserer Arbeit vergleiche. Das soll auch gar keine Wertung beinhalten. Die Blogger machen einfach etwas ganz anderes als wir. Übrigens machen wir uns deutlich weniger Gedanken über Befindlichkeiten unserer Anzeigenkunden, als allgemein angenommen wird. Glaubt keiner, ist aber so.


Tatjana Henze (KICKZ.MAG): Nicht wirklich. Ich finde die Blog-Kultur gut und wichtig und lese selbst gern Blogs. Gleichzeitig haben diese aber auch eine relativ geringe Halbwertszeit. Ein Printmedium nimmt man ja doch des Öfteren zur Hand, während die neuste Blog-Meldung morgens beim ersten Kaffee konsumiert und dann auch relativ schnell wieder vergessen wird. Zumindest gehört schon eine ganze Menge dazu, mit einem Blog wirklich Erfolg zu haben, sodass eben auch etwas im Kopf der Leser hängen bleibt.


Olaf „Olleck“ Kopp (MZEE.com): Nö!


Dennis Kraus (Backspin): Auch hier möchte ich darauf hinweisen, dass viele Blogs eben eher subjektiv daher kommen. Da werden einige Themen bedingungslos gefeiert und andere wiederum genau so runtergemacht. Dass wir uns all zu viele Sorgen um verstörte Anzeigenkunden machen könnten, merkt man, finde ich, unseren Artikeln nicht oft an. Man lese einfach mal die Fler-Geschichte in Backspin 92 oder die Massiv-Geschichte in Backspin 93. Beides Künstler von Labels, die ja sogar Anzeigen bei uns schalten und dann im redaktionellen Teil doch nicht auf Händen getragen werden. Dass einige Blogger ein hohes Maß an Aufmerksamkeit erlangen ist momentan für mich noch ein Trend. Das muss sich erst mal alles entwickeln. Noch freuen sich viele Leute, dass sie vermeintlich unabhängige Schreiber im Netz finden. Doch nur selten können diese Blogger Interviews mit den Künstlern führen, über die sie da schreiben und stellen somit oft eher subjektive Ferndiagnosen. Qualitativ sehe ich darin erst mal keine Bedrohung. Auch wenn wir sicher nicht immer frei von Fehlern sind. Was mir aber auffällt ist, dass viele Leute immer weniger lesen wollen und sich wenn, dann kurz im Blog ihres Vertrauens informieren, weil sie dort ihre eigene Meinung noch mal bestätigt bekommen statt sich auch mal einfach für etwas zu interessieren, was sie nicht kennen und sich öffnen.


Es heißt ein wenig trotzig, dass der tradierte Journalismus in punkto Nachhaltigkeit, Neutralität, Objektivität und dem allgemeinen Wissen um das Topic Journalismus, dem so genannten Blog-Journalismus immer noch was voraushat. Im Endeffekt aber, besonders in unserer Branche, hat auch der Blogger die Möglichkeit, sich Musik vor Release (freilich illegal) aus dem Netz zu saugen, kennt Künstler persönlich, oder hat die Option, News im Netz zu recherchieren. Was ist aus deiner Sicht der signifikanteste Unterschied zwischen „denen“ und „euch“?


Stephan Szillus (JUICE): Der größte und wichtigste Unterschied zum „One-Click-Publishing“ der Blogosphäre ist die Existenz mehrerer Filter in einem redaktionellen Prozess. Während in einem Blog die unredigierte, subjektive Meinung eines einzelnen Autoren auf den Leser losgelassen wird, diskutiert eine Print-Redaktion jede Veröffentlichung zunächst intern, bevor sie von einem Redakteur bearbeitet wird. Grammatikalische, syntaktische und logische Fehler werden (weitgehend) ausgemerzt, die Texte auf ihre Lesbarkeit und Flüssigkeit sowie die Korrektheit ihres Inhalts mehrfach von verschiedenen Instanzen kontrolliert. Am Ende bleibt von einem emotionalen Schnellschuss eines Autoren schon mal wenig übrig, dafür haben die Werturteile zumeist mehr Substanz, gleichzeitig ist der sprachliche Stil und der Informationsgehalt von höherer Qualität als bei einem spontanen Blog-Eintrag.


Tatjana Henze (KICKZ.MAG): Erstmal machen „wir“ uns nicht strafbar, wenn wir Musik vorm offiziellen Erscheinungsdatum anhören. Und dann ist der Zugang zu den für „uns“ wichtigen Informationen durch Presseserver und die jeweiligen Ansprechpartner in Platten- und PR-Firmen natürlich viel einfacher.


Olaf „Olleck“ Kopp (MZEE.com): In punkto Objektivität und Neutralität sehe ich das ähnlich. Blogger haben oft eine eigene Meinung in ihren Beiträgen. In punkto Aktualität sind die Blogger aus den bekannten Gründen oft schneller.


Dennis Kraus (Backspin): Wie du schon schreibst: die kennen manchmal die Künstler persönlich. Soviel also zum Thema Objektivität und Neutralität. Das ist dann eher Folklore. Dazu haben die keine Verlagsanschrift, oder stehen irgendwie in der Öffentlichkeit sondern agieren oft mehr oder weniger anonym, woraus ebenfalls auf Dauer Verantwortungslosigkeit resultieren kann, wenn auch nicht muss. Dazu unterscheiden wir uns von „denen“ durch Netzwerke, die über Jahre aufgebaut wurden, durch das Mitarbeiten von Textchefs bzw. Textchefinnen, durch eine größere Themenvielfalt, mehr Neutralität, sachlich geäußerte Kritik und eben die Zeit, die wir uns mit einigen Geschichten lassen können. Nicht zu vergessen ist, dass ein Blogger, wenn er mal einen Fehler einsieht, seinen Text in Sekunden unter den Teppich kehren kann. Das können wir nicht.


Habt ihr euch redaktionsintern vielleicht auch schon mal inspirieren lassen von Blogs, zumindest hat sich mit diesen auch der Ton der Berichterstattung geändert, ist oft forscher geworden?


Stephan Szillus (JUICE): Die deutlichsten Auswirkungen des Blog-Journalismus auf unseren Berichterstattungston sind dadurch bedingt, dass ausgewählte Blogger auch für unser Magazin schreiben, z.B. Tobias „Toxik“ Kargoll, dessen Proll-Blog recht populär ist und der momentan zu unseren wichtigsten freien Mitarbeitern gehört. Dennoch durchlaufen bei uns alle Texte den erwähnten Prozess des Redigierens, der die allzu scharfen Ecken und Kanten des Blogger-Tonfalls ausmerzt und in eine printtaugliche Schreibe verwandelt. Gleichzeitig kann man nicht wegdiskutieren, dass die Blogosphäre einen gewissen Einfluss auf das Vokabular unserer Redakteure hat.


Tatjana Henze (KICKZ.MAG): Ich würde nicht sagen, dass Blogs einen Einfluss auf den Ton unserer Berichterstattung haben. Aber natürlich lässt man sich inspirieren. Ich lese jeden Morgen immer ein paar meiner Lieblingsblogs, um zu schauen, was so passiert ist bzw. was die Leute gerade interessiert.


Olaf „Olleck“ Kopp (MZEE.com): Bewusst und direkt nicht! Vielleicht indirekt.

mzee blog
Dennis Kraus (Backspin): Nein, wir haben uns noch nicht von Blogs inspirieren lassen. Und ich sehe auch nicht, dass der Ton forscher geworden sein soll. Das Internet bietet freilich auch ganz andere Möglichkeiten als ein Heft. Ein Heft kann man überall mit hin nehmen, auch im Funkloch kann man es lesen, dazu kann es besser recherchiert sein, es ist freier von Schnellschüssen und sieht auch noch besser aus. Die Blogger beneide ich vor allem für die Möglichkeit, alle Querverweise verlinken zu können.


Inwiefern ist es zu begrüßen, dass Blogs Inhalte auf die Tagesordnung setzen, die die so genannten Opinion Leader, also Medien die den Takt vorgeben, nicht berücksichtigen?


Stephan Szillus (JUICE): Sehr. Insofern wirken die Blogs demokratiefördernd, da sie auch völlig unbekannten, kommerziell irrelevanten oder industriell unbedarften Untergrundkünstlern ein Forum verschaffen können, die bei „etablierten“ Medien gerne mal durch das Raster fallen. Diese Funktion des inhaltlichen Korrektivs kann und muss ein wesentliches Element der Blog-Kultur darstellen.


Tatjana Henze (KICKZ.MAG): Das ist sehr zu begrüßen! Ich bin großer Freund der Meinungsfreiheit und muss mich dennoch, wie du oben bereits angesprochen hast, an bestimmte Richtlinien halten. Dass jeder, der kann und will, seine Sichtweise der Dinge unzensiert verbreiten kann, ist doch grandios! Ob der Leser mit der jeweiligen Meinung konform geht, soll er selbst entscheiden. Soviel Urteilsvermögen spreche ich jedem Menschen zu. Und auch jedes noch so kleine Thema findet bestimmt ein paar interessierte Leser. Nur kann man darauf eben einfach nicht immer Rücksicht nehmen.


Olaf „Olleck“ Kopp (MZEE.com): Beim Bloggen ist der große Vorteil, dass man alle Themen, egal wie massenkompatibel sie sind, behandeln kann. Während man bei den großen Medienportalen gezielt selektiert zu was man berichtet, wird meist ein Auge auf die Massenkompatibilität und Zielgruppenkonformität gelegt. Durch die Vielzahl der Einträge bei den Blogs erreicht man diese Massenkompatibilität über die hohe Quantität der Beiträge aus denen sich jeder sein Lieblingsthema rauspicken kann. Das ermöglicht dem Blogger auch über Themen zu berichten, die eventuell neben der inhaltlichen Hauptrichtung verlaufen.


Dennis Kraus (Backspin): Wie ich eingangs sagte: diese Nerd-Blogs, in denen es etwa allein um Digging geht, oder um Golden Era Rap oder andere spezielle Dinge, finde ich großartig. Auf diesem Gebiet stellen die Blogs eine echte Bereicherung der Publikationslandschaft dar. Schlimm finde ich dagegen, dass durch Blogs, wie allgemein durch das Internet, die Menschen hysterisierbar geworden sind. Man kann schnell Massenreaktionen hervorrufen, auch wenn die Meldung falsch ist. Man kann Meldungen, die man vielleicht erst mal etwas sacken lassen sollte, fast in Echtzeit verbreiten. Das ist in dieser Zeit, da ist oft nur darum geht, der erste zu sein, keine erfreuliche Entwicklung.


Während über Blogger häufig verbreitet wird, sie seien „Krawallmacher“, so muss man in vielen Berichten der tradierten Medien doch bemerken, dass diese recht gleichgeschaltet mit den Labels agieren. Wie kann man den Mittelweg aus Krawall und friedlicher Koexistenz beschreiten?


Stephan Szillus (JUICE): Die Frage kann ich nicht beantworten, weil ich die ihr zugrunde liegende Grundannahme nicht teile. Ich denke, dass HipHop-Medien wie die JUICE und die „Backspin“ den angesprochenen Mittelweg bereits sehr ordentlich und erfolgreich beschreiten. Wer uns eine Gleichschaltung mit den Labels vorwirft, hat schlicht und einfach keine Ahnung von den tatsächlichen Gegebenheiten in der Musikindustrie.


Tatjana Henze (KICKZ.MAG): Mit dem Begriff der „Gleichschaltung“ kann und will ich mich und meine Arbeit nicht identifizieren. Ich glaube, dass man sehr wohl auch „Krawall“ machen kann. Man muss aber natürlich immer auch bedenken, dass bestimmte Künstler oder Produkte unter Umständen eine recht beachtliche Anhängerschaft haben. Warum soll man also nicht positiv über sie berichten? Blogs sind ja sehr subjektiv, und obwohl unsere Berichterstattung, im Besonderen zum Beispiel Reviews, durchaus auch subjektiv ist, ist es doch unsere Aufgabe, zumindest eine gewisse Objektivität zu bewahren. Nicht alles, was im KICKZ.MAG steht, entspricht immer meiner persönlichen Meinung. Aber darum geht es doch auch nicht.


Olaf „Olleck“ Kopp (MZEE.com): Schlagzeilen oder Gerüchte sind besser als gar keine!


Dennis Kraus (Backspin): Dass die Medien mit den Labels gleichgeschaltet wären ist ein Vorurteil, genau wie, dass Majorlabels grundsätzlich künstlerunfreundlich sind. Ich sehe in der Backspin keine allzu gefährliche Gleichschaltung. Ich könnte dutzende Texte aus der Backspin aufzählen, in denen das Gegenteil von dem, was du da mutmaßt, deutlich wird. Regelmäßig führt das denn auch zu Stress mit den Labels. Allerdings schalten die Labels heute nur noch so wenig Anzeigen, dass man sagen kann, dass Magazine zwar allgemein von Anzeigen abhängig sind, aber eben nicht unbedingt von den Anzeigen aus der Musikindustrie. Wie man mit den Bloggern in Koexistenz leben kann muss der User bzw. Leser entscheiden. Und da hoffe ich, dass weiter viele Leser gerne etwas Neutrales bevorzugen.


Bist du durch einen Blog schon mal auf einen Nachwuchs-Autor aufmerksam geworden?


Stephan Szillus (JUICE): Ja, gerade vor ein paar Tagen. Ich beobachte die Blogosphäre sehr genau, und ich sehe einige Autoren, deren Fähigkeiten in naher Zukunft zu einer Tätigkeit für ein etabliertes Printmedium wie die JUICE führen könnten. Letztlich haben Blogger wie Tobias „Toxik“ Kargoll oder Yannick „Kinay“ Frodl meinen Amtsvorgänger Davide Bortot vor allem durch ihre Internet-Publikationen auf sich aufmerksam gemacht und gehören nun zum festen Pool unserer freien Autoren.

prollblog


Tatjana Henze (KICKZ.MAG): Nein. Die meisten Blogs, die ich lese, kommen aus den Staaten…


Olaf „Olleck“ Kopp (MZEE.com): Nein!


Dennis Kraus (Backspin): Ja, wobei ich noch keinen angeschrieben habe, um ihn für uns zu bewerben. Oft war ich anfangs beeindruckt, entdeckte aber über die Wochen, die ich den Blog dann wieder und wieder besuchte und las, dass es bei den Autoren schnell mal schwierig werden kann, wenn sie nicht über ihre Paradethemen schreiben.


Ich hab hier mal die Kommentare aus meinem Wordpress-Blog mit rübergeholt, da man an ihnen ablesen kann, dass das Thema diskussionswürdig ist. Wer also kommentieren möchte, go on!

  1. form Sagt:

    Sehr interessant. Und was hier teilweise für Abwehrkämpfe geführt werden… Herr Szillus hat schon Recht, das sind teilweise zwei verschiedene Dinge. Aber wieso sollte ein Printmag besser recherchieren können, wie Herr Kraus meint? In manchen Dingen vielleicht noch, aber im Großen und Ganzen kann jeder ein Telefon benutzen oder via myspace Künstler anschreiben. Oder google benutzen. Oder vor Ort sein.

  2. King Kong Sagt:

    Lächerlich. Ich werds mir gar nicht durchlesen. Schiebt mal hier nicht die Wellle ihr Pseudojournalisten. Was ist Hip Hop? Was ist die Juice? Werdet mal wach - und kommt mal klar in eurer Kinderwelt. Du bist nicht der Chefredaktuer vom Spiegel. Absolut belanglos dieser ganze aufgesetzte Sh…….

    Ihr denkt doch wohl nicht ernsthaft, das eure Meinung relevant ist für irgendwen. Allein euer Erscheinungsbild zeigt ganz krasse Opportunisten.

    Ihr seid für mich auf dem gleichen geistigen Level, wie diese ganzen Hip Hop Kids. Und eure “Kanackenherkunft” macht euch nicht kredibil. Diese Leute hatten nie was mit Hip Hop zu tun. Und Selcuk hör ma auf so romantisch schleimersiche Fragen zu stellen. Sei mal straight und agiere wie ein Mann. Fick Hip Hop

  3. Rantanplan Sagt:

    Mzee Blog ist eine reine Produktpräsentation. Ganz ehrlich. Leyendecker hat Blogs als undemokratisch bezeichnet, weil dort viele Menschen Inhalte verfassen die als undemokratisch gelten. Aus den Augen eines erfahrenen Journalisten, sind die meisten Blogs einfach nur peinlich und minderwertig.

    Das heißt nicht, das man sie abschaffen sollte. Die Medienlandschaft ist in Deutschland sowieso ein inzestiöser Haufen. Ihr seid doch alle angepasst. Nur wer auch über unpopuläre Themen interessant schrieben kann, ist gut.

    Eure Leser und Konsumenten sind sowieso dumm wie Scheiße - also stellt sich denen die Qualitätsfrage nicht. Das sind Leute, für die das Fernsehprogramm - schon eine intellektuelle Überforderung darstellt.

    Besonders ärmlich sind diese ständigen Berichte über diese ganzen Toys aus Berlin. Na ja - die echten Heads - haben sich sowieso schon seit dieser bling-bling-und-plastikisierung abgewandt. Alles was euch bleibt ist ein nicht kritischer alles konsumierender Haufen menschlichen Abfalls. Das sind Leute die sich nur durch ihren Konsum und was auf ihrerm Shirt steht definieren, also keine Leute die Spirtit und Prinzipien vertreten. Ihr seid weak. Wie Takti sagt: Du bist weak Nigger!

  4. Hypes Davis Sagt:

    Im Grunde hört man aus jedem dieser Kommentare einen Vorwurf. Mal sind es die Toys aus Berlin, die immer Presse kriegen - aber die realen Heads nicht. Die Blogs sind undemokratisch, die Medienlandschaft ist eh whack, Leser sind automatisch dumm wie Scheiße, Selcuk soll mal wie ein Mann agieren, eine Kanackenherkunft (neudeutsch: Migrationshintergrund) bringt seit Neuestem Nichts mehr in Sachen Credibility, Chefredakteure von erfolgreichen Publikationen sind Pseudo-Journalisten, manche lesen das da oben erst gar nicht, antworten dann aber auf einer halben Seite, erfolgreiche Blogs werden pauschal gehatet weil die Macher keine richtigen Journalisten sind, tausende Leser pro Tag als unwichtig angesehen, da ja dumm wie Scheiße (Zitat, siehe oben), der Chefredakteur des Spiegels ist super und,.. überhaupt: Fickt Hip Hop!

    Wie angepisst, neidisch oder verbohrt kann man denn sein? Das Alles klingt nach erfolglosen Typen, die andere pauschal dissen müssen und deren Scheuklappen schon so fest angewachsen sind, dass sie gar nicht mehr sehen, dass es eben auch Veränderungen geben muss.

    Frohe Ostern!

  5. Huhan Sagt:

    Das klingt nach Leuten die Euer gewimmer, gezäter und gepimmel nicht mehr hören können. Es gibt ja eh nur noch 15-20 Heads und die haben kein Interesse an euch. Ihr Saturn Hip Hopper.

    Leyendecker hat Blogs als undemokratisch bezeichnet, weil dort viele Menschen Inhalte verfassen, die als undemokratisch gelten.

    Das ist wie ein Elitendiktat, wenn höchstens zwei wirklich schlechte Magazin die Info´s steuern. Ich seh in Rap Deutschland niemanden, der es wert wäre ihn zu portraitieren.

  6. Hypes Davis Sagt:

    Leyendecker ist genau wie der Spiegel Chefredakteur ein fast 60 Jahre alter Journalist der alten Schule, der politische Affairen aufdeckt und immer extrem investigativ arbeitet. Der wird zu jedem Blog, dass nicht von einem seiner Jungs geschrieben wird (er will ja sogar ein Blog für die Süddeutsche), sagen, dass es schlecht ist. Der wird von 60% dessen, was in Blogs geschrieben wird, gar keine Ahnung haben. Da ist es einfach zu “haten” ,-)

  


Anonymous | 26.03.2008 - 03:20
sehr interessant. aber die farben, auweia, da kriegt man augenkrebs
Thomas / Headspins.de | 26.03.2008 - 03:32
Interessant auch mal die Meinung der HipHop-Journaille (no disrespect) zu dem Thema zu hören. Letztlich bin ich ein bisschen enttäuscht, dass dort nicht großartig anders gedacht wird als bei der Mainstreampresse. Aber irgendwo auch logisch - auch bei einer Juice oder Backspin geht es am Ende des Tages darum, Auflage zu machen.

Wer gelesen hat, was ein Bernd Graff (Süddeutsche) oder ein Frank Schirrmacher (FAZ) in den letzten Monaten über Blogs von sich gegeben hat, der kennt alle genannten Argumente schon zu genüge - und die entsprechenden Gegenargumente. Qualität ist eben nicht und in keinster Weise mit dem Medium verbunden. Und mehr unterscheidet Blog und Zeitschrift zunächst mal nicht. Der eine Autor schreibt auf Papier, der andere ins Internet. Punkt. Recherche, Kontakte und vor allen Dingen der Schreibstil haben damit zunächst mal gar nichts zu tun.

Natürlich: Betrachtet man die Masse der Blogs, da stellen HipHop-Blogs auch keine Ausnahme dar, finden sich dort natürlich auch die viel zitierten "emotionalen Geschreibsel" und minderwertige Informationen. Dreister Contentklau übrigens auch, grade in Musikblogs. Aber, ein kleines bis mittelschweres "Aber": Genug Printmedien kranken heute auch an miesen Autoren und PR-Abschreibe. Und ich kenne genug Blogs, die inhaltlich und fachlich mit jedem Printtitel problemlos mithalten können.

Vielleicht hat man es als Musikblogger noch ein wenig schwieriger: Will man guten Content liefern, sprich Reviews, Interviews, Reportagen, so kostet dies nicht nur Zeit sondern auch Geld. Ein Blog zu monetarisieren ist bekanntlich nicht ganz einfach, wenn auch nicht unmöglich. Daher sind die Redaktionen dort natürlich in einer besseren Position momentan, aber dennoch gibt es genügend Beispiele, wo aus Eigenantrieb und "Liebe zum Spiel" viel Klasse produziert wird.

In Anbetracht der Zukunft und der zu erwartenden Entwicklung rate ich also auch den Herren HipHop-Redakteuren etwas mehr Offenheit und vor allem eins: EXPERIEMENTIERFREUDE an. Denn sobald sich mal einige Blogs etabliert haben, die kontinuierlich gute Inhalte liefern und sich diese in bare Münze umwandeln lassen (was ganz sicher passieren wird), dann hat die alte Dame Print ein riesen Problem. Denn was sie, ganz abgesehen von der Aktualität im Vergleich zu Blogs nicht kann, ist Multimedialität. Und grade bei Musikpresse geht doch wenig über hörbare Musik, anstatt immer nur drüber zu reden/schreiben.
rotzevoll | 16.04.2008 - 20:04
was versteht man heutzutage unter einem erfolgreichem blatt? ein mag, zur hälfte voll mit mailorderscheiss und den daraus folgenden finanziellen zuwendungen, ist dies nicht, besonders wenn die credibility fürn a... ist. da blätter ich lieber im neckermann. desweiteren möchte ich mich der unsinnigkeit der diskussion anschließen und haten, haten, haten...




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