Guckst Du Trailer HIER
Quasi als Teaser kann man sich auch noch mal das Interview zum Album aus dem letzten Jahr reinziehen, das wir mit Word Cup gemacht haben: LINK
Übrigens, Freund Till und meine Person waren heute früh nach getaner Arbeit, sprich nachm Clööööööb, noch in X-berg beim Landsmann der Stunde, um sich töfte Köfte zu geben und was macht der so geschätzte Kollege da mit seinem Ayran??? Ja, Freunde der Sonne, der kippt sich da Zucker rein! ZUCKER! IN DEN AYRAN! Geht nicht, mein Freund, ist nicht drin. Tu das nicht noch einmal tun, bitte! Man war geschockt, wir ihr euch vorstellen könnt und hat kurzweilig überlegt, die Freundschaft niederzulegen, sie quasi ad acta zu legen, preis zu geben, nicht mehr Freunde sein also... aber das Ganze dann doch unter "Denn sie wussten nicht was sie tun" abgehakt. Aber geschockt bin ich immer noch.

Das mag jetzt hart erscheinen und wenn ich in irgendeiner Art religiös wäre, würde man mich wohl übel beschimpfen oder durchbohrt von rostigen Nägeln aus dem Glaubensgebäude entfernen lassen, aber der derzeit wohl reizvollste und kreativste Künstler - nicht nur im HipHop -, Lil´ Wayne, ist auf dem besten Weg, das Erbe eines gewissen Kurt Cobains anzutreten. Wobei er sich die Munition für die Flinte sparen wird und das Ding entweder durch Drogen oder...ähm...durch Drogen finishen wird. Der Gute war ja auch vor dem Erfolg schon Vollzeitdruppi, was sich angesichts der Beliebtheit mit 1,5 Mio. Vorbestellungen auf The Carter III und über einer Million legal downgeloadeter Files bei iTunes und dem ganzen anderen Brimborium wohl noch potenziert haben dürfte. Immer wieder dringt ja auch der ganz normale Größenwahnsinn bei ihm durch. Da ist nicht bloß die Geschichte mit den DJ´s, die nun nicht mehr für seinen Erfolg mitverantwortlich sein sollen, sondern auch immer wieder Gedankenspielchen in seinen Songs, in denen er das nahende Ende mit einem Lächeln begrüßt und den Ol´ Dirty in sich aufkommen spürt. Dass hier niemand, und speziell ich nicht, irgendjemanden den Tod wünscht steht außer Frage. Ich denke eher, dass wir alle an etwas teilzuhaben im Begriff sind, das für die betreffende Person wohl zu groß ist. Fühlbar nimmt Mr. Wayne den Hype an, er baut ihn aus, er mystifiziert, er hat mit The Carter III eine Bombe von Album im Handgepäck, und doch: es fühlt sich alles an wie eine dieser Storys, bei der im Nachhinein jeder die Zeichen gesehen haben will. Ich hoffe inständig, dass uns dieses kranke Genie noch eine ganze Weile erhalten bleibt, habe aber die Befürchtung, dass die MS Carter auf eine Tragödie zusteuert...
http://sly-fi.hobnox.com/index.html?episode=1255
yosen, checkt den teaser zum sido interview auf word cup, welches dann in gänze ab freitag zu sehen gibt!
Im Hintergrund läuft übrigens gerade das Rückspiel Getafe gegen die Bloods aus München, welche das Ding ja im letzten Moment durch den schöne Südalpen-Dude klarmachten...
Hier übrigens mal ein paar Soundproben der beiden, ist schon dope, also jetzt!
LINK#1
LINK#2
nices WE!
ayran
Checkt die Faken hier aus!
Tipp
im Anhang hat Ayranmaiden ein Interview mit Klaus von Lampe, seines Zeichens Experte auf dem Gebiet der organisierten Kriminalität und Wissenschaftler an der Freien Universität Berlin geführt, welches ihr euch bei Lust und Laune hier reinziehen könnt!
Viele Jugendliche sind mit dem Innenleben der Mafia nicht vertraut. Die oft einzigen Informationen die sie erhalten, stammen aus Gewalt verherrlichenden Filmen, oberflächlichen TV-Beiträgen, oder eben aus den Texten ihrer Rap-Stars. Das alles macht diese Jugendlichen noch lang nicht zu potenziellen Kriminellen, oder Befürwortern. Aber so richtig aufgeklärt sind sie auch nicht. Welche für Jugendliche attraktiven Möglichkeiten der Aufklärung gibt es auf diesem Feld?
Es gibt ein paar ganz gute, relativ leicht verständliche und spannende Bücher zum Thema, allerdings nicht das definitive Mafia-Buch, nach dem man sich alle anderen sparen könnte. Ich würde empfehlen, mit Biografien berühmter Gangster anzufangen. Am besten gefallen hat mir bisher ein Buch über das Leben von Meyer Lansky, das Robert Lacey geschrieben hat. Meyer Lansky gehörte Mitte des 20. Jahrhunderts zu den Schlüsselfiguren der amerikanischen Unterwelt. Ganz interessant ist auch die Lebensgeschichte von Sammy Gravano, einem führenden Mitglied der New Yorker Mafia in den 80er und frühen 90er Jahren. Auch dieses Buch, geschrieben von Peter Maas, ist in deutscher Übersetzung erhältlich.
Wer keine Lust zum Lesen hat, kann sich den ein oder anderen lehrreichen Spielfilm anschauen. „Donnie Brasco“ und „Goodfellas“ sind filmisch gut gemacht und ziemlich wirklichkeitsnah.
In Berlin gab es einen Streit zwischen den Rappern Bushido und Massiv, welche beide den Rückhalt gewichtiger arabischer Familien aus dem Millieu genießen. In beiden Fällen gab es sogar Übergriffe, deren Täterschaft bis heute jedoch ungeklärt blieb. Die Wurzeln der Vertrautheit zwischen dem kriminellen Gewerbe und Musikern gehen allerdings schon bis auf Frank Sinatra zurück. Was reizt beide Seiten aneinander?
Die Sache mit Bushido und Massiv kenne ich nur vom Hörensagen. Dazu kann ich kein Urteil abgeben. Ich bin auch nicht sicher wie typisch eine Verflechtung von Unterwelt und Musikgeschäft tatsächlich ist.
Eine enge Verbindung gab es, soweit ich das sehe, vor allem zu Zeiten der Prohibition. Die Clubs, in denen illegal Alkohol ausgeschenkt wurde, schafften Auftrittsmöglichkeiten für Jazzmusiker, die sie sonst nicht unbedingt gehabt hätten. Ansonsten würde ich sagen, es gibt eine ganze Menge Leute die der Faszination von Gangstern und Mafiosi erliegen, nicht nur Musiker. Es ist aber eben nur bei berühmten Leuten aus dem Showbusiness so, dass die Faszination auf Gegenseitigkeit beruht. Da spielt dann wohl die Hoffnung mit, Status und Anerkennung außerhalb des kriminellen Milieus zu gewinnen, wenn man sich mit irgendwelchen Stars umgibt.
Drogen, Waffen, Autos und freizügige Frauen – fast in jedem zweiten Videoclip eines Rappers tauchen diese vier Komponenten auf. Im Endeffekt laufen diese Clips wie eine endlos Werbeschleife für das organisierte Verbrechen. Den Musikern kommt schlussendlich das reizvolle des Gangster-Images zugute, wobei sie – bis auf Ausnahmen – die Schattenseiten des wirklichen Daseins als Mafiosi nicht zu fürchten haben.
Dass Musiker aus dem HipHop Umfeld damit kokettieren, Mafiaangehörige zu kennen, oder zumindest Personen mit kriminellem Hintergrund, lässt doch den Verdacht zu, dass diese wiederum die oft bei vielen Jugendlichen angesehenen Musiker instrumentalisieren, um Nachwuchs zu rekrutieren oder zumindest zu sensibilisieren, oder sind solche Methoden eher nicht gebräuchlich?
Ich habe noch nicht davon gehört, dass zum Beispiel Videoclips mit dem Ziel gemacht wurden, Nachwuchs für irgendwelche Gangs zu werben.
Der ganze Gangsterkult ist sicherlich Ergebnis vieler Einflüsse und nicht gezielt gesteuert. So etwas hat eine große Eigendynamik. Man weiß zum Beispiel, dass echte Mafiosi in ihrem Selbstverständnis und in ihrem Verhalten stark von Mafiafilmen beeinflusst worden sind. Ich vermute, das trifft auch auf heutige Gangster zu und auf die Gangsterklischees, die in HipHop Videos geprägt werden. Also, ich glaube nicht, dass der Gangsterkult ein Produkt echter Gangster ist. Eher umgekehrt: der Gangsterkult ist Trendsetter für Gangster.
In der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ warnte Italiens führender Mafiajäger Piero Grasso davor, dass Mitglieder der italienischen Mafia seiner Erkenntnis nach in die legale Wirtschafts- und Finanzwelt eingeschleust werden sollen. Deutschland bilde dabei einen Schwerpunkt für das organisierte Verbrechen wegen der Größe des Marktes, hoher Rentabilität und enormer Rechtssicherheit besonders interessant. In diesem Kontext wäre es interessant zu erörtern, ob auch der Musikmarkt als solcher und speziell Plattenfirmen mit dem richtigen Image für die Mafia interessant wären?
Was den Einfluss italienischer Mafiosi in Deutschland anbelangt bin ich sehr vorsichtig. Das ist eine seit mehr als 40 Jahren in den Medien immer wieder hochkommende Befürchtung. Aus meiner eigenen Forschungsarbeit kann ich das nicht bestätigen. Aber natürlich habe ich auch nur einen begrenzten Einblick. Soweit ich das sehe, geht es in erster Linie darum, Gelder aus kriminellen Geschäften sicher und halbwegs profitabel anzulegen. Dabei kommt es darauf an, möglichst unauffällig zu sein. Von daher ist es eher unwahrscheinlich, dass sich Mafiosi zum Beispiel in ein Gangsta-Rap-Label einkaufen und sich dann praktisch selbst als Gangster outen. Anders ausgedrückt: Wenn italienische Mafiosi eine Plattenfirma in Deutschland übernehmen sollten, dann im Zweifel weil die Firma profitabel ist, nicht weil eine bestimmte Musik produziert wird. Im Übrigen bin ich mir auch nicht so sicher, dass italienische Mafiosi HipHop und Gangsta-Rap wirklich toll finden. Es sind ja nur kleine Versatzstücke der Mafiakultur, die sich im HipHop wieder finden.
Wenn es eine übergeordnete Lehre in punkto Mafia gibt, dann wohl, dass sich Zusammenhalt, Loyalität, Familiensinn lohne. Auch im HipHop ist die Gruppendynamik, der Zusammenschluss zu so genannten „Squads“, „Crews“ und „Units“, gang und gäbe. Wie kann man diese Dynamik erklären, woraus nährt sie sich?
Zusammenhalt, Loyalität, Familiensinn: Das sind romantisch verklärte Vorstellungen von der Mafia. Nach allem was man so weiß ist das Innenleben der Mafia ziemlich stark von Misstrauen, Eifersüchteleien und Verrat geprägt, und zwar auch da, wo sich Mafiastrukturen und Familienstrukturen überlagern. Es wird zwar der Anspruch erhoben, dass die Mafiamitgliedschaft so etwas ist wie die Aufnahme in eine Familie mit gegenseitiger Achtung und Solidarität. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. In der Gruppenbildung innerhalb der HipHop-Szene sehe ich eher ein ganz normales menschliches Verhalten der Selbstorganisation.
In den 1950ern und im Jahre 2005 gab es in den USA die so genannten „Payola“-Skandale (aus Wikipedia: Die Bezeichnung Payola setzt sich zusammen aus den Worten pay (engl.: bezahlen) und Victrola und steht für den Vorgang des “pay for play” (engl.: „bezahlen für das Spielen“). Dieser Vorgang beschreibt die Bestechung von Disc-Jockeys und Programm-Redakteuren von Rundfunk- und Fernsehsendern durch eine Plattenfirma, die so das häufige Spielen eines bestimmten Liedes durchsetzt). Kann man hier schon von mafiösem Verhalten sprechen?
Das kommt darauf an, was man unter „mafiösem Verhalten“ versteht. Ich denke es ist wichtig zu erkennen, dass es in der freien Wirtschaft bestimmte geschriebene und ungeschriebene Regeln gibt, die von vielen Unternehmen mehr oder weniger systematisch verletzt werden. Gewaltanwendung und Gewaltandrohung spielen da eine geringe Rolle. Deshalb ist es vielleicht irreführend von Mafia oder mafiosem Verhalten zu sprechen. Aber wenn man sich anschaut, wie Kartellabsprachen zwischen Großunternehmen geschlossen werden, das hat schon große Ähnlichkeit mit dem Verhalten von Drogenhändlern oder Spionen, so wie da Konspiration betrieben wird. Manipulationen von Charts und ähnliche krumme Dinger in der Medienbranche bewegen sich in diesem ‚normalen’ Rahmen unsauberer Geschäftsmethoden im Wirtschaftsleben.
Laut Jonathan Fischer („Die Zeit“) hatte die afroamerikanische Mittelschicht lange ein Selbstbewusstseinsproblem. „Das Ghetto galt als der einzige Ort authentischen Schwarzseins. Mittelschichtswerte wie Lesen, Bildung, Gesetzestreue und legale Arbeit tauchten im Hip-Hop kaum auf, sie wurden als »weiß« denunziert.“. Kann man daraus den Bogen zum Erfolg der Gangstermusik in den Staaten spannen, und vielleicht sogar noch weiter, sprich hin zu Anwerbungsversuchen dieser Konsumenten durch die Mafia?
Also, diese Idee von Anwerbungsversuchen der Mafia finde ich nicht überzeugend. Für mich ist HipHop eine Gegenkultur, eine Auflehnung gegen bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse. Zu diesen Verhältnissen gehört, dass ein großer Anteil von Schwarzamerikanern in die Mühlen der Strafverfolgung gerät. Als schwarzer Jugendlicher hat man statistisch ein viel höheres Risiko als ein weißer Jugendlicher, verhaftet, angeklagt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt zu werden. Mit dem Gangsterkult versucht man dieser Diskriminierung nicht dadurch zu entgehen, dass man sich extra brav verhält, sondern im Gegenteil die Klischees vom kriminellen Schwarzamerikaner aufgreift für die Schaffung einer autonomen Identität. Es ist kein Zufall, dass auch Versatzstücke von Mafia-Klischees in diese Identitätsbildung einfließen. Italienische Einwanderer waren lange Zeit ebenfalls Opfer von Diskriminierungen und die Mafia bot eine Möglichkeit, trotz dieser Diskriminierungen zu Wohlstand zu kommen.
Berlin
ist mittlerweile nicht nur Deutschlands Kultur- und Partymeile, sondern
auch im Fokus derjenigen, die mit New York, Paris oder London
eigentlich keine schlechten Dörfer vor der eigenen Nase haben. Das weiß
auch Guru, der seinen neuen besten Freund Superproducer Solar (der heißt so!) mit zur liveDEMO geholt
hat, um an der Seite der für ihre Qualitäten bekannten liveDEMO-Band
vor einem begeisterten Publikum aufzuspielen. Direkt an der Spree
gelegen, bietet das Spindler & Klatt den ebenfalls auftretenden Gästen Vinterpark, Zascha Moktan und Clueso einen Spot, an dem der Wohlfühlfaktor besonders ausgeprägt ist. Das zeigt sich bei den von Tyron Ricketts und Jasmin Shakeri geführten Interviews im Anschluss dann auch. Diese exklusive Party wird euch von nun an von Word Cup
präsentiert, und versprochen, zur 5-Jahres Party durfte das Kamerateam
dann auch aus dem Kabuff auf die schöne Terrasse raus. Ab jetzt hat
liveDEMO ein zuhause bei Word Cup, herzlich willkommen!
Watch now: Word Cup @ liveDEMO
Die Freunde von Gangstaz.com geben sich spendabel. Für das Konzert der im Betreff angeführten Sportfreunde hat der Veranstalter eine Aktion gestartet:
"Einmailige Aktion für das K.I.Z. Konzert am 22.5. in Essen!!! Die ersten 200 Personen, die sich bei www.gangstaz.com registrieren und mit ihrer neuen gangstaz.com E-Mail-Adresse eine Mail mit Namen und Anschrift an info@gangstaz.com senden bekommen eine Einladung zum Konzert zugeschickt, mit der sie an der Abendkasse nur 10 Euro zahlen brauchen! (Bitte nur mitmachen, wenn du wirklich kommen wirst, da diese Aktion auf 200 Karten beschränkt ist!)"
Ayranmaiden findet das mal mehr als fair und wollte euch das nicht
vorenthalten. Wer auf mein Wort aber nicht hören möchte, dem sei der
Befehlston von MC Bogy ans Herz gelegt, hier
hier noch der flyer
Den gestrigen Tag begann der aufstrebende Jung-Redakteur S zu dem E in der Früh, als er sich zum Berliner Flughafen Tegel aufmachte, um die Maschine nach München zu nehmen, wo er den seit kurzem Solopfade bestreitenden Roger (Blumentopf) iNterviewen wollte. Vom bohrenden Zahnschmerz geplagt, check die Sprechblase yoooo, jedoch vom frühlingshaften Erwachen der Stadt ermuntert checkt er also ein am Flughafen. Hab ich schon erwähnt, dass ich nebst Baggy eine den Umständen entsprechende sommerliche, aber doch recht grelle Jacke plus das dazugehörige (normal!) Cap an hatte? Nicht? Gut, hatte ich aber, ist wichtig!
Naja, in Berlin jedenfalls keine großen Aufregungen, man lässt den Jung-Redakteur samt Kamera und Laptop passieren und wünscht einen entspannten Flug. Die Worte Nervosität und Flug kombiniere ich seit gefühlten 500.000 Flugmilen (ey, wo ist mein Bonus?) zwar nicht mehr, an diesem Tag aber - noch bevor der Zahnarzt den Bohrer ausgepackt hat - hatte ich doch etwas Bammel, ob mir die auch so schon rundliche Backe in der Luft nicht gänzlich aufgepumpt wird vom Druck in schwindelerregenden Höhen; soll ja wehtun, sowas, bei Zahnschmerzen. Nun, auch das ging gut, man pumpte sich einfach mit Ibu-ratiopharm 600 mg Filmtabletten voll; wer hier einen Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung BAYER Leverkusen (pfui) und damit in Richtung 1. FC Köln vermuten möchte, kann dies gerne tun...
So, man landet also müde, aber wohlbehalten in München und tritt per Taxi den Weg ins Beschauliche Ismaning an, wo vorgenannter Roger ein Video zu drehen angedacht hatte. Auch das klappt, iNterview und das speziell für Word Cup gedrehte Interview verlaufen blendend, man ist gut gelaunt, auch wenn so ein Außendreh bei 25° natürlich um einiges schlauer gewesen wäre. Irgendeinweg, jedenfalls komm ich mal so langsam zum Punkt, denn es geht um den Rückflug und die Behandlung am Flughafen in München...."äh...10minuten...dann starten sie quasi am Hauptbahnhof, äh, am Flughafen, also, da starten sie quasi ihren Flug"...ups, ich pack mal kurz den Stoiber wieder weg, der hat hier nix verloren!
Also, man betritt diesen faschostoiden Flughafen, dessen Namensgeber Franz Josef Strauß in den 1940ern Urlaub an der Ostfront machte, ehe er dort festfror und nach Hause geschickt wurde, wo er im Verlauf seines Lebens dann recht aktiv in die Politik, aber noch aktiver in Mauschelein (Starfighter-Affäre, Fibag-Affäre oder HS-30-Skandal, jemand?
verwickelt war. Es zeigt sich, wie immer an diesem Stück Flughafen in dieser Stadt, dass die Wahl der Kleidung an jenem Tag mit komplett niemandem geteilt wird, man ist also nicht nur gefühlter Ausländer im Freistaat Bayern, sondern auch noch Auskleiderer, der totale Exot! Dennoch schreitet man fort, schließlich lief das Interview mit dem Sympathikus Roger gut und der Tag hatte an Sonne einfach mal alles zu bieten was ging, also warum schlechte Laune haben, nur weil so ein paar Anzugträger schlechten Geschmack beweisen?
Dann aber der Einlass - und glaub mal, so ein Türsteher Marke Hauptschulabschluss, "ab der 8. habsch nur noch in Muckibude gehangen und gepumpt und schau, aus mir isch auch ohne Schulabschluss was geworden" ist nix gegen die Hochnäsigkeit eines Säkjuritiemannes am Flughafen. Vor dem Jung-Redakteur, hübsch Nadelstreifen an Nadelstreifen aufgereiht, steht die Reisegruppe Bank (alternativ Versicherung) und hüpft geschmeidig, man ist routiniert, durch die Kontrolle. Ein Luftküsschen hier, ein perlweisses Grinsen dort und schon ist man in kompletter Gruppenstärke durchgehuscht, bevor man auch nur einmal Prada sagen konnte.
Beeindruckend, denkt sich das junge Talent aus Neukölln, so machen wir das auch! Aber nix da, auffällig bunt (die grüne K1X-Jacke dürfte ja seit dem Olli Banjo Desaster bekannt sein) gekleidet fällt man gleich schon in die Kategorie "Vorsicht, da könnt was sein" und wird dementsprechend aufgefordert, nicht nur alle Sachen von sich zu geben, sondern nebst Cap und Gürtel auch die Schuhe auszuziehen, den Willi zu machen, die Kamera druchchecken zu lassen, den Reisepass einer scheinbar eher mit der Situation nicht befassten Person zur Kontrolle zu geben, sich provokante Sprüche ("kann ich Ihnen helfen?", während ich ausgezogen vor ihm stehe und mich mittlerweile darüber aufrege, dass die Anzug-Brigaden einfach so durch konnten, ich aber den Larry machen musste) und Blicke gefallen zu lassen - kurzum, der Flughafen ist ein Arschloch!
Das Dumme daran ist, so wirklich vermeiden kann man den nicht, wenn man nach München muss, denn Stuggi Stuttgart bietet sich als Alternative auch nicht wirklich an, denn wer schon mit dem Auto bei der Einfahrt zu den Hip Hop Open ganze drei mal auf gefühlten 73 Metern angehalten und druchleuchtet wird, der kann das Städtchen nicht wirklich empfehlen...
Naja, schönes Wochenende wollte ich auch eigentlich nur kurz wünschen
Ayran
Gutscheine sind ja oberflächlich betrachtet eine gute Sache, man minimiert das Risiko eines Flops, die Gültigkeit liegt zumeist bei einem bis zwei Jahren und bei Allzweckwaffen wie Karstadt kann Frau Mama von einer Portion Hühnchen mit Reis bis hin zum Lockenwickler für die zehn Euro einfach ALLES kaufen!
Aber wenn es um sowas geht, dann sind Mütter ja der Marianengraben unter den stillen Wassern, denn auch wenn wir glauben, "ah, Muttern ist versorgt, die freut sich bestimmt", beginnt die Analyse im Großhirn der Frau, deren Sexleben uns genauso verpönt ist wie eine Runde Minigolf mit Josef Fritzel. Interpretieren ist ja ohnehin eine Stärke des weiblichen Gemächts, äh, Geschlechts und so rattert das interne Sherlock Holmes 2.0-Programm vor sich hin. Und was am Ende herauskommt ist so ganz und gar nicht lustig. Natürlich wird sie uns umarmen, zumindest haben wir - von Studivz über WEB.de und den lieben Arbeitskollegen mehrfach darauf gestoßen - den Muttertag nicht vergessen und in unsere ultrahypen Handys, mit denen wir im übrigen fünzig SMS am Tag für absoluten nonsens, aber keine einzige an die Mutter versenden, eingetragen. Das kann man ja schon als Erfolg werten. Auf der anderen Seite....niiiiiicht!
Die Spenderin wird sich nämlich denken: "aha, für seinen Freund Horst-Walter uns dessen Cousine hat er immer das richtige Geschenk, tagelang recherchiert, sogar selbst eingepackt, für mich muss jedoch der Gutschein herhalten?". Und dann gehts los, die Halsschlagader schwillt an (Saddam Hussein Style), die Laune verschlechtert sich schlagartig. Sie überlegt weiter: "Nicht nur dass er keine Ahnung hat, was ich mag, wer ich bin, nein, er lächelt mir auch noch ins Gesicht, wohlwissend, dass mein Auto gerade in der Werkstatt ist und die Bahn hier auf dem Dorf über eine Stunde in die Stadt braucht und schenkt mir einen Gutschein für den Karstadt? In der Stadt???".
Aus dieser Falle ist kein Entkommen mehr. Zwar lächelt die Spenderin immer noch, aber das keramikfarbene Grinsen verbirgt nicht die aufgestaute Wut, den alljährlichen Zweifel an der eigenen Ausdauer. Man muss das sehen wie in einem Casino. Man selbst, ein lausiger Spieler, steckt schon tief in der Bedrouille, die Schulden wachsen mächtiger heran als der Bart von Wolfgang Thierse und dennoch spielt man weiter. Eben genauso wie bei der Mutter, obwohl man dort schon Schulden hatte, ehe man den Eingang des Casino auch nur erreicht hat, aber das sei an dieser Stelle zu vernachlässigen.
Jedenfalls legt man jetzt also bildlich auf diesen K2 der Schuldenberge mit aller Kraft noch einen Gutschein oben drauf und bringt ihn zum Einstürzen. Fazit: sollte man nicht machen, man suche sich lieber ein richtiges Geschenk, oder aber man schleust sich in Mafiakreise ein, spioniert den obersten Zirkel aus, plaudert das Ganze vor den Grün-Weißen aus, begibt sich dann in ein Zeugenschutzprogramm, wechselt den Namen, das Aussehen, die Anschrift und ist halbwegs sicher....vor der Mutter!
In unser aktuellen Ausgabe traf Tyron Ricketts auf HipHop Legende Bobbito, der mit Stretch Armstrong Geschichte schrieb und viele der heute angesagtesten Rapper schon am Start hatte, ehe diese selbst wussten, was da noch gehen würde ... seine restlichen Talente, und glaub mal davon hat er einige, bringt er ebenfalls rüber wie seine Haltung zu Barack Obama und DAS Erlebnis mit Stevie Wonder!
Checkt den Link: http://sly-fi.hobnox.com/siddejuam6u2dlpooo9nsb5l5lcp7/index.html?episode=1189
An der Stelle noch mal Danke an den Kollegen DJ San Gabriel (Data MC & liveDEMO), der - für alle Berliner - morgen im Tape seine "Hip Hop don´t stop"-Reihe in eine neue Runde wirft - Tipp!
Es grüßt herzlichst
Monthy Peissen
Darauf kann ich herrlich reminiscen (Wort zu Dende!)...
Peace
Ayran
Tipp der Woche: Wem die Gemüter am 01. Mai (besonders hier in der Hauptstadt) einen kriminellen Streich spielen sollte, der verleibe sich Ayran besonders gekühlt ein und sei gewappnet vor aggressiven Attacken!
Die Red Bull Music Acadamy hatte zu zwei Panels geladen, in denen einmal Torch, Dendemann, Nico von K.I.Z., Samy Deluxe und Azad an der Seite des moderierenden Schwabingers Davide Bortot (good Job, Du!) über die eher textliche Seite von Rap und der Hip Hop Kultur an sich sprachen und im zweiten Panel Producer wie die Beathoavenz, Tai Jason, Sepalot und DJ Dynamite ein Stelldichein gaben, um ihrer Affinität, dem Producen, nachzugehen und darüber zu sprechen.
Ich muss zugeben, dass ich mich mehr auf das Lyrics-Panel, so nenn ich das mal, konzentriert habe und ansonsten im Backstage (warte, ich sag das noch mal: im BACKSTAGE) den Carlsberg kennen lernte. Netter Typ, leicht beschwippst im Abgang, aber doch. Jedenfalls waren die Panels gut besucht, New Era drängte sich an New Era, wobei, was wunderschön zu beobachten war, es mischten sich auch Ladys unter das Publikum, was im Normalfall bei solchen Veranstaltungen ja eher selten vorkommt; vielleicht gab dazu ja ein wieder rank und schlanker Samy Deluxe den Ausschlag, soviel Klatsch & Tratsch sei auch an dieser Stelle erlaubt...
Faden verloren...
aufheben...
warte...
jetzt!
Definitiv lag da Hip Hop in der Luft, was auch Azad so sah, der sich wiederum (ich komm da aus der Klatsch-Ecke schwer wieder raus merk ich gerade) vom Normalmaß westeuropäischen BDI´s eher in Richtung Ostblock-Statur entfernt und die XXL-Klamotten bald wieder aus dem Schrank holen UND dabei auf tight machen könnte, nahmean?! Der trainiert! Und wo wir gerade dabei sind, Muskuläres anzusprechen seien die Gigs von Morlockk Dilemma und Marteria angesprochen. Besonders Letzterer untermauert mit Songs wie "Der Nazi und das Gras" mal wieder, dass Rap aus Germania Grenzen ausloten kann, ohne sich wie ein billiges Nachmachparfüm vom Vientnamesenmarkt als Kurzweil herauszustellen.
Jedenfalls übertragen wir das mit Word Cup bald schon, darauf wollte ich ja eigentlich hinaus (bitteschön, Chef!).
Euer Mike Peissen!
ps: einige Zeit nach Verlassen des Postbahnhofs fand sich das auf ein Trio geschrumpfte Team um Smetty, Ndilyo und Howard Carpensel (bin ich auch!) in der Bar Tausend ein. Haha, watt die Grunewaldfraktion geblickt hat, als Neukölln im Haus war...anschließend ging es dann aber auch für uns - nun nur noch das "Saufsystem"-Duo in heimischere Gefielde - ab ins Cookies. Aber nicht, ohne auf dem Weg noch diesen Gassenhauser zu rezitieren!
Auge um Auge, Zahn um Zahn, Wohlstandsbauch gegen Luxuswampe. Wenn ein afrodeutscher Perfektionist und ein ehrgeiziger Vollbluttürke aufeinandertreffen wirkt selbst eine polnische Hooliganschlacht wie ein Jahrestreffen von Adam Green Fans in einer auf Meerschweinchen spezialisierten Tierhandlung.
Verlustängste sind nich existent! Rücksicht? Nie von gehört. Fair Play?? Höchstens mit Deiner Freundin. Den Gegner auf dem Boden liegend sehen, ist das Einzige was die beiden O.G.s an diesem Tag in der Kölner Innenstadt interessiert hat. B.L.U.T.!!! Gs up, Hoes down….normal!!
Checkt den Teaser hier:

Der Homie Ndilyo Iglesias, seines Zeichnes Gambai Export No.1 und Neukölln Hustler in Personalunion, traf sich zum iNterview mit Fergies Lieblingsuntergrundmuckkern Slug (”fuckfuckfuck”) und ANT, du nennst sie spitzbübisch Atmosphere,
um den Plauderwilli auszupacken. Ähnlich ambitioniert wie dem Gerhard
seine Agenda, werden hier mehr Themen aus- und angepackt als Nippes auf
dem Flohmarkt deines Vertrauens, dass man nur noch “yaaah bitch yaaaah” durch die sizzurpmäßig slow laufenden Weiten des Weltalls rufen möchte.
Notizbar auch die Gedankengänge Slugs zum Thema “tight pants” sowie Brother Ali´s Meeresfrüchtephobie, die sicherlich nicht durch das Sekret goldener Zitronen zu heilen sein wird.
Irgendeinweg, jedenfalls stufen Atmosphere ihr Spiel hier mal ziemlich hoch, sollte man gesehen haben, Wort!






