Die einen geben Larry Clark Applaus, die anderen wiederum zeigen den Stinkefinger. Grund dafür sind seine höchst umstrittenen visuellen Werke. "Kids", "Bully", "Ken Park", sie alle sind kompromisslos und konfrontieren den Zuschauer mit realitätsnahen Bildern von Gewalt und Sex unter Jugendlichen. "Teenage Caveman" ist auch ein directed by Larry Clark - Film, doch hier soll es weniger um Gewalt und Sex gehen, Clark hat sich nämlich im Endzeitgenre verirrt.
"Teenage Caveman" (2002)-Sci-Fi Thriller-
Kurzinhalt des Films:Nach einer schwerwiegenden Katastrophe, irgendwann in der fernen Zukunft, leben die Menschen wie in der Steinzeit in Höhlen. Der alleinherrschende Häuptling des Stammes verbietet den Sex. Als er jedoch selbst versucht mit der Freundin seines Sohnes David rumzumachen, erschlägt ihn dieser. Daraufhin flüchtet David mit seiner Clique und sie entdecken auf ihrem Weg die Ruinen einer alten Stadt. In dieser lebt ein Paar, dass die Katastrope durch Genmanipulation überleben konnte.
Wir sind in einem Endzeitthriller. Die Menschen hausen in Höhlen, es gibt keinen Strom, Bücher und Sex werden von einem Oberhaupt verboten. Der Sohn dieses Anführers hat die Nase irgendwann voll, denn sein Vater selbst darf Geschlechtsverkehr mit allen Damen
aus dem Dorf vollziehen und sogar in den Genuss der alten Playboy-Ausgaben kommen. Trotz der Verbote zieht er sich mit seiner Clique in ein Versteck zurück. Dort lesen sie Bücher und Magazine aus der alten Welt. Und entdecken was es dort so alles gab. Sie erfahren z.B. etwas über vibrierende Dildos.
Dialog aus dem Film:
Junge: Ich hab jetzt echt genug von seinen ewigen Lügen. Sag uns was er dir angetan hat ?
Mädchen: (kopschütteln)
Junge: Komm schon, wir sind Freunde.
Mädchen 2: Erzähl es uns.
Mädchen: Ich sollte in sein Raum kommen. Er wollte mir was zeigen. Es war sein...sein Speer.
Junge 2: Ich zeig dir ein Speer !
Okay, ihr merkt schon, das hat alles diesen typischen Larry Clark Touch. Gespräche über Sex ließen sich wohl nicht vermeiden. Jetzt aber weiter:
Nach der Tötung des Vaters flüchten die Jugendlichen und entdecken die Trümmer einer Stadt. Es zieht ein Sturm auf - in der nächsten Sequenz wachen sie in einem modischen und luxuriös eingerichtetem Zimmer auf. Und genau ab hier beginnt das Desaster !
Dort treffen sie auf einen Mann und eine Frau, die es dank Genmanipulation geschafft haben zu überleben. Sie tun auf mitmenschlich und lassen die Kids in ihrem Haus wohnen. Doch in Wahrheit sind das Mutanten, die hundert Jahre lang auf "Versuchskaninchen" gewartet haben.

Der strenge Stammhäuptling ist nicht mehr da, also leben die Ex-Steinzeitteenies ihre Fantasien aus. Kleider in die Ecke werfen, es ist Zeit für eine Sexorgie !!!
Pimpern bis der Arzt kommt. Jiiihaaaa... Den beiden Bewohnern dieses Hauses gefällt es selbstverständlich auch, durch den Beischlaf geben sie nämlich ein verändertes Gengut weiter. Das soll dem Träger Unsterblichkeit verleihen und seine 5 Sinne schärfen. Doch nicht jeder überlebt diese Mutation. Dadurch gibt es in der darauf folgenden Nacht das erste Opfer. Gezeigt in einer sehr schöne Splatterszene bei der ein Bauch explodiert und Gedärme sehr hübsch für das Auge vorgeführt werden.
Den ganzen Film aufzuschreiben macht wenig Sinn, genauso wenig Sinn macht der ganze Film. Ich könnte jetzt Szenen nennen...aber lassen wir das lieber.
Bei der Storyline klingt alles okay, nur mies umgesetzt ist es. Wer will bei einem Sci-Fi-Endzeitthriller 10 Minuten zugucken wie Teenies rumbumsen ? Ein Film über Endzeit sollte spannungsgeladen, dramatisch oder auch polarisierend sein. Ganz egal ob es sich um eine TV-Produktion handelt oder einen Hollywood-Blockbuster. Dieser hier ist jedenfalls langweilig, nichtssagend und behindert. Totalschaden. Der Filmtitel auch.
Fazit: Die schlechteste Arbeit von Larry Clark erhält 2 mal das Popkkkorn des Grauens.
WERTUNG:

(Anmerkung: Je mehr Popkkkorn, desto mehr Grauen.)
So, schon fast 2 Monate her, als ich hier das letzte Mal Tüten mit Pokkkorn des Grauens verteilt habe. Aber kein Wunder, nach
"Surf Nazis Must Die" war auch eine Erholung erstmal nötig. Jedenfalls hab ich einen neuen Kracher für diese atemberaubende Serie gefunden. Der Dank geht an einen polnischen Freund von mir, der vor einigen Tagen "Fantom Killer" mitbrachte. Schon bei der Ansicht des Covers wurde mir übel, aber das tatsächliche Grauen folgte später ...
"Fantom Killer" (1998)-Splatter-
Kurzinhalt des Films:In einer polnischen Stadt fallen attraktive Frauen einem perversen Killer zum Opfer.

Es handelt sich hierbei um einen polnischen Sexsplatter. Hab gar nicht gewusst, dass die dort drüben überhaupt solche Filme drehen. Also über Sex schon, aber Splatter !?
Wie dem auch sei, "Fantom Killer" war nämlich der Startschuss für eine Trilogie. Ihr lest richtig, davon gibt es noch Teil 2 & 3.
Auf dem beschriebenen Kurzinhalt basiert wirklich der ganze Film. Da ist null Story. Ein richtiges Drehbuch war bestimmt nicht vorhanden. Man schaut zu wie die Polizisten nur irgendein Müll von sich geben, weil sie ohne jegliche Hinweise nicht mehr weiterkommen. Und als sie dann doch eine winzige Spur haben, wird dieser nicht mal nachgegangen. Man bekommt als Zuschauer zumindest nichts mit. Ein verwirrendes Katz und Maus Spiel
hätte punkten können, aber neiiiin stattdessen sieht man den Killer über die komplette Spielzeit morden, ohne dass sich irgendein Mensch einmischt. Ist sowas spannend ?
Dialog aus dem Film:
Mann: Vielleicht kann er uns helfen, was haben wir zu verlieren ?
Polizist: Wie soll der uns helfen ? Er ist nunmal nicht der Hellste.
Mann: Immerhin besser als ganz dunkel.
Die Dialoge sind ziemlich mies, mies bedeutet in diesem Fall, ich oder Du könnten es besser machen. Zum Vergleich: die Labereien in Pornos haben das selbe Niveau. Und selbst die Schauspieler, ob Frau oder Mann, sehen nicht nur aus wie Porno-Akteure, sie spielen sogar so. Ziemlich mies. Handwerklich ist der Film unterste Klasse, eine richtige Amateur-Produktion. Ja, ein feiner erotischer Film wäre wohl besser gewesen. Splatter-Fans kommen wegen den billigen Effekten und sehr wenigem Blut gar nicht auf ihre Kosten. Leute, die ihre Latte schrubben wollen, werden dann doch eher versorgt. Eigentlich ist der Streifen so abgefuckt, da lässt sich keine Zielgruppe definieren.
Kommen wir nun zum Täter (Es wird nicht aufgelöst wer wirklich der Täter ist, aber nehmen wir mal an, es ist der, den ich beschreibe).
Er ist der Schrecken der Nacht, der Untergang für alle polnischen Huren und ein Toilettenputzer auf dem Bahnhof. Gerne guckt er sich bei seiner Arbeit mit einem Kollegen attraktive Frauen an. Dabei stellen sie sich die Frauen nackt vor und beschimpfen diese gern als "Schlampen". Okay, die Frauen sind wirklich Prostituierte. Für unseren Bösewicht sind sie nur Dreck, der ganz schnell weggeräumt werden muss. Aha, der Film ist also frauenverachtend.
Frauen sind das nächste Stichwort. Diese laufen nicht nur mit ihren Röcken oder den Hotpants durch die Gegend, sondern ziehen sich zudem noch in den dümmsten Situationen splitternackt aus. Optisch klasse...ohja. Doch das ist kein Pornofilm verdammt !
Als Trash kann man den Film nicht durchgehen lassen, weil es absolut nichts komisches gibt. Obwohl, bei einer Szene musste ich lachen, da die so bescheurt ist, das glaubt man kaum. Also, der Täter (Foto: Typ mit dem Schnauzer) und seine Aushilfskraft, selbstverständlich eine junge Dame, spielen ein kleines feines Spielchen:
Die König Artus Sage, und zwar den Teil mit dem Herausziehen des Schwertes aus dem Stein. Unser polnischer Freund mit dem Schnauzer soll nun einen Kochlöffel in den Popo der Schnepfe stecken. Mit Gleitmittel geht es schnell, zack und drin ist er. Und nun kommt das Spannendste (ohne Scheiss, das ist die spannendste Stelle im ganzen Film), er soll nämlich innerhalb einer Minute den Löffel wieder rausziehen und damit beweisen, dass er ihr König Artus ist. Oh my fucking god !!! Hier liegen Lachen und Weinen ganz nah beieinander.
Fazit: Schlimmer gehts nimmer - dachte ich mir nach "Surf Nazis Must Die". Ich irrte mich. Dieser Streifen bekommt die volle Packung mit 3 Popkkkorn des Grauens.
WERTUNG:
(Anmerkung: Je mehr Popkkkorn, desto mehr Grauen.)
Bei der ersten Folge,
"Der Bohrmaschinenkiller", hat mich
Juc-E durch seinen Kommentar auf einen weiteren Film für diese Serie aufmerksam gemacht. Danke dafür ! Ich habe mir diesen Film angeschaut und war geschockt. "Surf Nazis Must Die" ist vollig hirnverbrannter Trash aus dem Hause Troma. Troma ist für Filme wie "The Toxic Avenger", "Cannibal! The Musical! oder auch "Bloodsucking Freaks" verantwortlich. Das sind die Besten aus ihrem "Saustall". Viele ihrer Filme genießen absoluten Kultstatus, "Surf Nazis Must Die" auch. Unerklärlich.
"Surf Nazis Must Die" (1987)-Trash-
Kurzinhalt des Films:Nach einem Erdbeben versinkt Los Angeles im Chaos. Eine Bande von Surfern, die Surf Nazis, sieht darin die Möglichkeit die Gegend in ihre Gewalt zu bringen. Ständig kriegen sie Stress mit den Samurai-Surfern, die den Strand nicht als das Revier der Surf Nazis akzeptieren wollen. Doch das bleibt nicht das einzige Problem. Eines Tages ermordet die Gang einen jungen Schwarzen und als die Mutter des Opfers erfährt wer die Schuldigen sind, besorgt sie sich Waffen um Rache zu nehmen.

Dem Filmtitel kann man sich eigentlich gar nicht entziehen. "Surf Nazis Must Die" klingt nach etwas Verrücktem, Krankem oder vielleicht Witzigem. Doch dahinter steckt Müll. Trashmüll. Allein die Story ist schon trivial und die Umsetzung tut ihr übriges. Mit Sicherheit der sinnloseste Film, den ich mir je angeschaut habe. Sinnlose Dialoge, sinnlose Szenen bekommt man hier wirklich am Stück präsentiert.
Die Surf Nazis haben mit echten Nazis in Wirklichkeit nichts zu tun. Sie geben sich nur Namen wie Hitler, Mengele oder Eva. Hitler ist natürlich der Führer, der Typ der laut redet und alles plant. Es gibt Treffen mit anderen Gangs aus der Umgebung, nur zu einem Ziel: die komplette Übernahme der Stadt. Dieser Teil der Geschichte wird jedoch nie richtig vertieft und man hat es als Zuschauer sehr schwer da durchzublicken. Welche Gang was macht wird nie richtig klar. Das Kalifornien von einem Erdbeben erschüttert wurde und dort Chaos herrscht, wird ebenfalls nicht verdeutlicht. Hätte man die Szenen am Anfang des Films nicht gesehen, hätte man auch nie gedacht, dass sich dort vor kurzem eine Katastrophe abgespielt hat. Es fehlt eben die Stimmung.
Dialog aus dem Film:
Mutter: Zieh sofort dein Surfanzug aus.
Sohn: Oh nein, Adolf erwartet mich.
Mutter: Adolf ? Oh Gott, nennt sich der größenwahnisinnige Ricky Johnson jetzt etwa so ?
Sohn: Mom !
Mutter: Und was werden wir heute lernen, Gregory ?
Sohn: Nenn mich nicht Gregory.
Mutter: Wie wir unsere Eltern umbringen ? Du gehst auf keinen Fall wieder zu der Bande.
Sohn: Die sind cool, wir sind die härteste Gang der Gegend, Mom.
Solche Dialoge laufen durch den ganzen Film. Vielleicht sollte ja der ein oder andere Teil komisch sein, dann ist dies aber misslungen. Dann gibt es da noch die Surfszenen, die völlig unspektakulär wirken und mit grausamer Musik unterstützt werden. Diese bekommt der arme Zuschauer übrigens in Zeitlupe zu sehen, für noch mehr Langeweile halt. Auch die wenigen Actionszenen führen zum Einnicken. Krass ist auch, dass die Mutter des ermordeten Schwarzen in der deutschen Fassung von einem Mann synchronisiert wird (!!!). Noch krasser ist die Tatsache, dass das Mikrofon in einigen Szenen deutlich zu sehen ist (!!!!!!!).
Gore-Effekte, wie man sie zahlreich bei anderen Troma-Produktionen bewundern kann, werden bei "Surf Nazis Must Die" kaum eingesetzt. Vielleicht bisschen am Schluss, z.B. ein abgetrennter Kopf im Wasser. Mehr auch nicht. Über die Schauspieler sag ich jetzt am besten gar nichts. Die "New York Times" hat es schön formuliert:
"Nicht einmal die Verwandten der Darsteller werden diesen Film interessant finden."
Wie wahr, wie wahr. War aber eher ´ne Aussage zu dem Film, egal. Also ich kann mir echt nicht erklären, was sich die Personen, die für dieses Greuel verantwortlich waren, gedacht haben. Es gibt nicht eine gut gemachte Sache, die man anrechnen könnte. Und genau deswegen wird dieses Machwerk mit 3 Popkkkorn des Grauens honoriert.
Fazit: Das Schlimmste was ich je in meinem ganzen Leben vor die Augen bekommen hab. Jetzt frag ich mich: Geht es noch schlimmer ???
WERTUNG:

(Anmerkung: Je mehr Popkkkorn, desto mehr Grauen)
Bestimmt kennt jeder Filme bei denen man sagen muss: "Meine Fresse, was für ´n Dreck !"
Ich kenn genug davon und möchte meine Schreckenserlebnisse mit euch teilen. Vergesst die Preisträger der Goldenen Himbeere, Filme die ich hier vorstellen werde, sind noch einen Zacken schärfer.
Ich führe auf meinem Blog eine neue Serie ein:
"Popkkkorn des Grauens"
Wieso ?
1. um alle Filmgucker vor den übelsten Machwerken der Filmgeschichte zu warnen;
2. alle Eulen darauf aufmerksam zu machen, dass dies hier KEIN einfacher News-Blog ist der sich nur mit Ami-Rap beschäftigt;
3. Wieso nicht !?
"Der Bohrmaschinenkiller" (1978)-Horror-
Kurzinhalt des Films:Ein Mörder schleicht sich durch ein Mietshaus und tötet auf brutalste Weise Frauen. Hammer, Nagelpistole und eine Bohrmaschine sind seine Waffen. Die Polizei weiß nicht mehr weiter. Als die Schwester des jungen Joey spurlos verschwindet, macht dieser sich mit seinem Freund auf die Suche...

Der Originaltitel lautet eigentlich: "The Toolbox Murders", wieso der deutsche Titel "Der Bohrmaschinenkiller" heißt, weiß wohl nur der Geier. Der Inhalt des Films gibt ehrlich gesagt nicht viel mehr her als die Beschreibung über dem Bild. Es entwickelt sich zwar, z.B. werden am Ende noch die ein oder anderen großen Gefühle gezeigt, aber ansonsten ist das plumpe B-Movie Kost, die knappe 90 Minuten andauert.
Dreimal hab ich mir den Film angeschaut und er wurde jedes Mal schlimmer. Zuerst sieht man 3 Morde hintereinander, die sehr arm inszeniert wurden, dann kommt nur sinnloses Gequatsche. Schon nach 15 Minuten weiß man wer hinten den Morden steckt und man braucht sich keine Gedanken drüber zu machen. Die Morde geschehen unspektakulär, ohne jegliche Härte oder Schockeffekte. Der Mann kommt, die Frauen schreien und er bohrt entweder in ihnen oder er nagelt sie (Tadaaa !!!).
Lieblingszitat aus dem Film:
Der Mörder zum Opfer (Frau): "Ich hab ein Lollipop für dich. Ist das nicht schön ?"
Zum Ende hin versucht der Film ernsthafter zu werden, er wird dramatischer. Aber das alles hilft der ganzen Sache auch nicht, denn die Schauspieler spielen auf gut deutsch gesagt: beschissen. Die aufregendste Szene spielt sich in der Badewanne ab, als sich eine junge Frau, Mitte 30, selbst befriedigt.
Seit 2003 gibt es ein Remake von diesem Streifen, nennt sich ebenfalls "The Toolbox Murders" und Tobe Hooper ("The Texas Chainsaw Massacre") führte Regie. Gesehen hab ich die Neuauflage noch nicht, doch ich konnte überall nachlesen, dass es besser als das Original ist.
Fazit: Langweiliger Film mit ner langweiligen Story und keiner auch nur ansatzweise guten Idee. Es gibt jedoch noch Schlimmeres, deswegen bekommt dieser Movie nur 1 Popkkkorn des Grauens.
WERTUNG:

(Anmerkung: Je mehr Popkkkorn, desto mehr Grauen.)