Leute - mal ganz ehrlich. Ich liebe meinen Job! Gibt es einen besseren Job? Den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen, mit dem Kopf zu arbeiten mit einer genialen Kollegin an meiner Seite? Nun gut, das mit der genialen Kollegin an meiner Seite ist Geschichte, aber es geht hier ums Prinzip. Ich bin nicht für harte körperliche Arbeit geschaffen. Woher ich das weiß? Ich renoviere! Schlimm! Ich habe Blasen an den Händen, mein Kreuz glüht - und inzwischen auch schon beim Aufstehen - ich brauche demnächst Urlaub vom Urlaub, weil Urlaub hat für mich was mit Chillen zu tun. Gleichzeitig muss ich meinen tiefempfundenen Respekt für alle Handwerker aussprechen. Wir Sesselpupser haben eventuell Kopfschmerzen vom vielen "denken", aber - wow. Also ne - ich bin am Sack und wen mir Bob der Baumeister verkommt, stelle ich ihm mal Don den Haumeister vor. Ich ramm ihm diese Scheiß Hilti dahin, wo keine Sonne scheint und rasier ihn mit dieser monströsen Flex, mit der ich heute Granit zerbröselt habe. Ich sehne mich zurück an meinen Arbeitsplatz und mein Klassenlehrer meinte bereits 1995, dass ich eines Tages Steine klopfen würde. Wie Recht er haben sollte. Respekt für diese hellseherische Vorraussage Herr H.P. Schnitzler.
Das führt mich zu dem glücklichen Umstand, dass wir heute bereits früh Feierabend gemacht haben. Ich also Zeit zum Knochen gerade biegen hatte und mich vor allem noch mit Lukas getroffen habe, der mich zu diesem Blog inspiriert. Wir saßen bei mir im Auto und haben ein wenig gechillt und gequascht. Klar - zuerst über Hiphop und wie am Arsch die Industrie ist und dass man heute mit 2000 Einheiten ja schon gut dabei ist und so. Also typisches Musiknerdgequatsche. Nachdem das Musiknerdgequatsche zu Ende war, hat er mich auf den Dokumentarfilm "The King of Kong" hingewiesen. In dieser Doku geht es um Videogamesverrückte. Also weitere Nerds. Nerds quatschen über Nerds. Was hier aber mein Punkt ist, rein nach Faktenlage geht es in der Doku um zwei Typen, die sich bei King Kong batteln. Jeder will der beste sein und es gibt Verlierer. Was die Doku so gut macht, man fühlt regelrecht mit. Aber erstmal der Trailer - baddabing:
Und es ist doch verrückt, mag sich jemand denken, der Videospiele nicht ganz so frenetisch und fanatisch verfolgt. Wie nur kann man seine ganze Freizeit mit so einem behinderten Spiel wie "King Kong" verdaddeln? Aber hat nicht jeder von uns sein "Donkey Kong"? Für mich z.B. ist es Musik, eine Nebensächlichkeit (Gemessen an der Unendlichkeit des Universums und so weiter), für andere ist es Fussball (hmm für mich eigentlich doch auch...egal), andere sammeln Briefmarken und würden für eine blaue Maurizius ihr Leben geben, während wieder andere mit Tesa Gläser und andere Gegenstände kleben (hab ich die Tage in einer Galileo"reportage" gesehen), während wieder andere bei Sexshoperöffnungen die Digicam drauf halten (hat wer nach dem Champions League Finale den Fernseher laufen lassen? Ufuk, Marcel, Lukas und ich haben GEFEIERT - aber ich schweife ab).
Um es also auf den Punkt zu bringen: Jeder von uns hat seinen Mikrokosmos, mit dem er aus der Realität entflieht und der ihm ÜBERtrieben wichtig ist. Das muss nicht von jedem verstanden werden, aber das wollen wir auch nicht. Genau das macht uns als Menschen aus - es gibt Dinge, die uns persönlich wichtig sind, die Aussenstehende aber nicht nachvollziehen können. Sind wir dann alle Nerds? Alle ein wenig Verrückt, nach dem ein oder anderen?
Was ist es bei dir?
Hast du dich schonmal gefragt, wo deine irrationale Leidenschaft, nennen wir es Passion, liegt? Und kommt mir jetzt nicht mit Sex - das zählt nicht, weil es hier nicht um Grundbedürfnisse geht. Es geht um Nebensächlichkeiten, die eines Tages eine große Bedeutung einnimmt. Warum stehen wir dann nicht dazu, dass wir verrückt sind? Einen Dachschaden haben? - einen partiellen natürlich.
Wir sollten also Dinge, die wir persönlich nur schwer nachvollziehen können, nicht sofort verurteilen. Wir müssen es ja nicht verstehen, aber zumindest Verständnis zeigen. Es gibt so viele Situationen im Leben, in denen wir das sollten. Beziehungen! Deiner Frau ist etwas total wichtig, was du nicht nachvollziehen kannst also gibst du einen Fick "So wichtig kann DAS ja nicht sein" (oder andersherum und z.B. mit dem Bundesligafinale) und ruck zuck hat man Streit. Wegen nichts. Eigentlich, denkt man, aber eigentlich ist ja eigentlich nicht nichts, weil es nur einem nichts bedeutet! Noch dabei? Mit etwas Verständnis ließe sich viel Stress sparen. Ich bin sicherlich nicht der Größte Mensch in Sachen Einfühlungsvermögen - ich bin eher die oben erwähnte Hilti - also predige ich mal wieder Dinge, die ich auch nicht besser mache. Aber einmal mehr können wir versuchen unser Leben besser zu machen - mit einer Kleinigkeit: Verständnis! Auch wenn wir die Sache nicht verstehen.
Verdammt - ich bin heute wieder philosophisch.
Hmmm... die Tage will ich mal weniger "esoterisches" verfassen. Das wird aber wohl erst nach irgendeinem Festival an irgendeinem Ort welches ich kommenden Sonntag besuche, sein. Bis dahin wünsche ich gute Gesundheit, gutes Wetter und so Zeug.
Und falls Ihr Bob den Baumeister trefft: Hilti! Direkt in die Fresse. Hämmert diesem debil dreinschauenden Klops sein grenzdebiles Grinsen aus dem Rundschädel. Tut es für alle Büromenschen und klopft danach hart arbeitenden echten Bauarbeitern auf die Schulter und esst ein Bernd das Brot.
Ich sitze krank zu Hause und sterbe vor Langeweile. Also warum nicht mal ein paar Zeilen in meinem Blog verfassen und da ich selbst im Automobilsektor arbeite und das auch noch beim "bösen italienischen Automobilhersteller" will ich mich an dieser Stelle mal der Opel + Fiat-Geschichte widmen.
Kurz zu mir: Ich BIN FIAT. Ich bin seit einigen Jahren im Konzern und bin sicherlich nicht mit allem einverstanden. Trotzdem ist FIAT ein Traditionsunternehmen mit Strategie - etwas, dass den meisten anderen momentan zu fehlen scheint. Auch sehe ich FIAT als bestens gewappnet für die aktuelle Krise, denn wir haben Marchionne. Nicht, dass der Erfolg von FIAT eine One Man-Show wäre, aber Marchionne ist definitiv Stratege und dass er nicht im maßgeschneiderten Anzug in den Meetings sitzt, macht ihn für mich nur sympathischer. Das ZDF hatte heute im Morgenmagazin der Verdacht Marchionne wolle lediglich das "Ich bin einer von Euch"-Gefühl auf Seiten der Opelaner stärken - Schwachsinn! Das ZDF hat mal wieder schnell geredet anstatt sich vorher zu informieren. Na gut.
Bereits bei der ersten Verlautbarung, dass FIAT bei Opel einsteigen könnte, überschlug sich der Betriebsrat. Man sollte meinen, dass sich der Betriebsrat freuen würde, dass es mehr als einen Interessenten aus dem Automobilbereich gibt, doch nein - der Betriebsrat ist gegen einen Einstieg des Autobauers? Ähm... wie bitte? FIAT bringt Erfahrung mit, massig Erfahrung, als einer der wenigen Konzerne hat FIAT bereits Krisen durchgestanden und ist eventuell auch aus diesem Grund mehr als erfahren im Umgang mit wechselnden Situationen. Und was ist die Begründung des Betriebsrates:
"Die Marke würde nicht gestärkt, sondern geschwächt, und die Dominanz über Opel nicht beendet, sondern nur von Detroit nach Turin verlegt" - sagt Armin Schild im Interview mit Focus.de. Hmmm... was aber, wenn Magna einsteigen würde? Glaubt Herr Schild, dass Opel künftig den Magna-Konzern leiten dürfte? Es kommt doch so oder so zu einer Dominanzverschiebung von Detroit nach... nun wohin auch immer. Warum nicht Turin?
Weil Turin in Italien liegt und Italien Fussballweltmeister ist? Man entschuldige mir die Polemik, aber ich habe seitens der Opelaner (Gewerkschafter wohlgemerkt) noch kein nachvollziehbares Argument gehört. Es drängt sich das Gefühl auf, als ob es Ängste sind, von einem Italiener geschluckt zu werden. Es scheint, als ob die Gewerkschafter noch nicht begriffen hätten, in welcher Welt wir leben. Es werden Automobilmarken untergehen. Wer nicht mehr als 6 Millionen Einheiten pro Jahr absetzen kann wird langfristig untergehen. Dies wird von Automobilexperten in Deutschland als allgemeinverbindlich betrachtet. Und wer war der erste, der es ausgesprochen hat? Sergio Marchionne - der Italo-Kanadier. Wie viel Einheiten setzt Opel doch gleich ab? FIAT ist sich bewusst, dass FIAT allein zu wenig absetzt, daher der Clou mit Chrysler. Eine Beteiligung ohne Geld auf den Tisch zu legen? Wow! Das soll man Marchionne mal nachmachen. Wie viele Einheiten würde Opel doch gleich mit Magna absetzen? Magna? Zulieferer? Keine Einheit mehr, also ist das Modell nicht länger tragfähig. Geht GM in die insolvenz, geht doch auch Opel in die Insolvenz - aber ich verliere gerade den Faden.
Das Arbeitsplätze in der Krise abgebaut werden, ist wohl fast unausweichlich. Welcher Automobilhersteller oder Nutzfahrzeughersteller, der nicht das Modell Kurzarbeit nutzt. Dabei ist, wie Experten sagen, die Krise am Arbeitsmarkt noch gar nicht angekommen. Hinzu kommt, dass durch die Abwrackprämie viele Autokäufe antizipiert wurden. Soll heißen, wenn ich mir 2009 ein neues Auto gekauft habe, dass ich eigentlich 2010 kaufen wollte, werde ich das in den nächsten Jahren nicht machen. Dementsprechend dürfte der Absatz mittelfristig zurückgehen. Weniger Autos -> weniger Produktion -> weniger Arbeitsplätze. Dazu muss ich nicht gerade zu den Wirtschaftsweisen gehören, um diese Gleichung aufstellen zu können. Während allerdings die meisten deutschen Hersteller noch in alten Denkweisen verharren und für Lösungen nicht gerade offen sind (Daimler - BWM?), geht FIAT offensiv auf die Krise zu. Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.
In der Diskussion heißt es zudem immer wieder, dass es FIAT so schlecht gehe. Dieses Bewusstsein ist bis zu mir noch nicht vorgedrungen. Nicht, dass wir momentan jubelnd vor Freude durch die Weltwirtschaft marschieren könnten, aber Zahlen sprechen für sich: http://www.autosieger.de/article17403.html
Bei aller Angst wird auch gerne mal übersehen, dass bereits jetzt mehr FIAT in Opel steckt, als manch einer denkt. Wer von den Opelanern fährt einen 1.9l Diesel-Astra? Hmmm... kurze Recherche im Internet, der Motor ist FIAT. Läuft die Kiste jetzt schlechter als noch vor diesem Wissen? Und um noch einen drauf zu setzen: Auch Daimler kauft Motoren bei FIAT.
Um hier mal zu einem Ende zu kommen:
Mich stören bei der ganzen Diskussion einige Dinge 1.) Es wird seitens Politik und Gewerkschaft wenig sachlich diskutiert. Man sollte hier Zahlen und Strategieen sprechen lassen. 2.) Man sollte das Einsparungspotential auf beiden Seiten betrachten, das würde beiden Unternehmen zugute kommen. 3.) Man sollte einsehen, dass es Entlassungen geben wird. Das mag der IG Metal nicht gefallen ist meiner persönlichen Meinung allerdings unausweichlich. Die Frage ist nur: Bei welchem Partner wird es am wenigsten Entlassungen geben. und 4.) Opel muss endlich einsehen, dass sie jetzt Teil eines Konzern sind und auch nach einem Zusammenschluss mit XY Teil eines Konzerns sein werden. Hier geht es nicht darum künftig autonom am Markt agieren zu können.
Diskutiert mit mir - nennt mir SACHLICHE Gründe, warum FIAT nicht bei Opel einsteigen sollte? Wer Opel sonst retten sollte'?
Diesen Eintrag widme ich meiner werten Kollegin Olga. Selbst treue Leserin dieses Blogs - ok - als Chef verdonnere ich sie regelmäßig dazu...aber nach meinem vorletzten Blog , diskutierten wir über denselben. Ich sagte im Blog, dass ich mich geändert habe. Der grundsätzlich philosophische Ansatz meiner Kollegin war der, ob sich Menschen überhaupt ändern können. Das Wesen eines Menschen stehe fest.
Hmmm... ehrlich gesagt kamen wir auf keinen Nenner, trotzdem finde ich die Fragestellung grundsätzlich interessant weswegen ich euch heute damit belästige.
Auf der einen Seite würde diese Aussage bedeuten, dass wir Sklaven unseres Charakters sind, was grundsätzlich dem Grundsatz der "Bestimmung", des "Schicksals" entsprechen würde. Auf der anderen Seite steht die "Freiheit des Geistes". Gott - sofern wir einer Religion zugehörig sind - hat uns das Recht gegeben unser eigenes Leben zu führen. Nicht unter seinen Fittichen zu stehen. Klar, sobald es uns nicht gut geht, schreien wir laut, warum Gott das zulässt, aber wir wollten doch "frei" sein. Freiheit gilt doch in allen Kulturkreisen als eines der höchsten "Güter" oder nicht? Ich persönlich denke, dass wir alle - natürlich auch ich - die Gesamtheit unserer Erfahrungen darstellen. Heißt, alle Erfahrungen in unserem Leben, egal ob gut oder schlecht, haben uns zu Entscheidungen gezwungen, die wiederum unseren Charakter geformt haben. Na mean?
Ja ich weiß - heute geht es ziemlich ins philosophische. Zahlt sich die Begabtenförderung doch noch aus... Der Don labert schon wieder um den heißen Brei und ist laaaaaangw...Whateeeeever
Also hier das Beispiel: Wir wurden von einem Menschen der uns nahestand, enttäuscht oder verraten. Die Erfahrung besteht darin verraten worden zu sein. Die Entscheidung im Umgang mit derselben. Soll heißen, hau ich dem Menschen auf die Nase oder suche ich eine andere Möglichkeit (zB ich breche jeglichen Kontakt ab). Die Summe all dieser Erfahrungen UND Entscheidungen machen aus uns den Menschen, den wir in diesem Augenblick sind.
Ich selbst habe auch genügend schlechte Erfahrungen gemacht, würde aber keine davon rückgängig machen wollen, denn jede schlechte Erfahrung hat das geformt, was ich heute darstelle. Und ganz ehrlich? Es könnte schlimmer sein! Oder wie sagt mein bester Freund Nils: "Wir sind beide Arschlöcher, aber trotzdem noch welche von den Besseren!" Und ja - Nils hat recht. Ich - haha und definitiv auch Nils - sind nicht perfekt. Haben unsere Fehler und können ziemlich anstrengende Menschen sein. Trotzdem - jaja ich weiß ziemlich subjektiv - denke ich, dass wir soooo schlecht gar nicht sind. Im Gegenteil - ich denke sogar, dass wir heute halbwegs "gute" Menschen sind. Aber ich schweife ab...
Nach Lex Olga ;) sind wir verdammt entweder gut oder schlecht zu sein. Nun vertrete ich aber die Ansicht, dass das Leben meißt Grau ist. Also so L.A. Crash-Style - falls wer den Film nicht gesehen hat NACH-HOL.EN! Oft sind wir allesamt nicht besonders gut, aber auch nicht übermäßig böse. So halten mich sicherlich etliche Menschen für ein arrogantes Arschloch, wieder andere für den liebsten Menschen dieser Welt ([und weil das ein HipHOp-Blog ist]ALTA!). Also wäre gut/böse eine Eigenschaft, die jeder aussenstehende Dritte (=Harvey) unabhängig voneinander beurteilen müsste. Also mal überspitzt formuliert: Selbst Hitler, der meiner Meinung nach einer der größten Teufel war, der je das Licht dieses Planeten erblickt hat, wurde von irgendwem geliebt. Das wäre also durch.
Aber können wir uns ändern?
Sind wir "Gefangene" unserer Erfahrungen und vermutlich am Ende der Kausalkette doch Sklaven von irgendwelchen chemischen Botenstoffen?
Ich vertrete die Meinung Ja - jeder Mensch kann sich ändern. Sofern er bereit dazu ist.
Als Beispiel möchte ich die Lebensgeschichte des Tookie Williams anführen. Wie die meisten wissen, war er Gründer der Cribs und selbst sicherlich "nicht ganz" unschuldig. Die Anklagepunkte, für die er schließlich zum Tode verurteilt wurde, sind nicht von der Hand zu weißen. Auf der anderen Seite vollzog Stan Williams im Knast die Wandlung vom Saulus zum Paulus (hat wer den Film gesehen? Taugt der? Bin da bis jetzt skeptisch, wäre aber an Feedack interessiert). Hat viele gute Dinge getan und letztenedlich auch zum "Frieden" zwischen verfeindeten Lagern beigetragen. Von seinen Büchern ganz zu schweigen. Überhaupt gefällt mir der Umstand, dass ein vierfacher Mörder (=böser Mensch für Harvey) zum Kinderbuchautor wird (=Harvey sagt gut) und viele Menschen positiv beeinflusst. Wäre das möglich gewesen, ohne eine Änderung des Geistes? Der Seele? Ich glaube, trotz meiner katholischen Prägung, nicht an göttliche Erleuchtung. Bullshit Private Paula - wir wachen nicht nachts um drei auf und es scheint uns die Sonne aus dem göttlichen Allerwertesten ins Gesicht und wir gewinnen die Erkenntnis, dass jeder unserer Schritte bis jetzt in die falsche Richtung ging. Wunder? Nicht in meinem Kosmos. Vielmehr tun wir an einem Tag im Leben etwas, das uns erkennen lässt, dass unser Handeln schlecht war.
Wir hatten in der Schule eine nicht ganz so schlanke Mitschülerin und natürlich haben wir die "Deutsche Panzer rollen wieder"-Sprüche gerissen. Wir waren ja sooooo waaaaahnsinnig lustig, ja wir fanden das und uns sogar lustig und - achtung wie pervers - wir dachten, sie würde das auch lustig finden. Bis sie eines Tages weinend vor uns gekniet hat und hier war es eben nicht göttliche Erkenntnis, sondern die weinende Mitschülerin, die ich eigentlich sympathisch fand. Klar habe ich mich entschuldigt und fortan keine Sprüche mehr gerissen - aber konnte ich heilen, was ich vorher "kaputt" gemacht habe? Das ist eine Geschichte, für die ich mich heute noch schäme und leider gäbe es noch weitere.
Damit will ich sagen, ich war definitiv nicht immer ein guter Mensch. Bin ich das heute? Das mögen andere beurteilen - allerdings versuche ich jeden Tag ein guter Mensch zu sein. Nicht besser - nicht besser als gestern, sondern ich versuche ein guter Mensch zu sein. Das ist manchmal schon schwer genug - warum sich zu hohe Ziele stecken. Ich bin nicht Mahatma Ghandi und wer meine Familie beleidigt wird sich davon überzeugen können.
Ich denke wir haben es jeden Tag aufs neue in der Hand ein guter Mensch zu sein. Selbst wenn wir gestern ein Arschloch waren, sind wir in der Lage heute dieser Welt mit einem Lächeln zu begegnen und sie - auch wenn das jetzt übertrieben ekelhaft und kitschig klingt - zu umarmen. Oft müssen wir natürlich erst lernen uns selbst zu lieben. Wer mit sich selbst nicht im reinen ist, dem dürfte es natürlich auch schwer fallen, positiv auf andere Menschen zuzugehen. Dies allerdings ist eine andere Geschichte.
Nun ja - wie so oft würde ich mich freuen, wenn ich hier das Feedback der Leser erhalten würde. In der Regel erhalten aber "Hassbeiträge" und Beefgeschichten, darum Danke an alle, die hier regelmäßig bis zum Ende durchhalten.
Mir scheint eh die Sonne aus dem göttlichen allerwertesten und aus diesem Grund
Tja mein Freund der Radical - Radical ist Schweizer und aus diesem Grund per definition en "geile Siech". Ich könnte jetzt viel Schreiben über Weedkonsum in der Schweiz - ich verurteile Drogen natürlich - über seine humorvolle und vor allem Gastfreundschaftliche Art. Über Rivella oder über die Rechtschreibfehler im letzten Satz. FAkt ist - ich habe keinen Bock zu schreiben. Fakt ist auch, dass Radical ein cooles Album am Start hat und Fakt ist leider auch, dass Radical keine Kohle für teure Videos hat. Aus diesem Grund ist er der "No Budget Video Guy" wie auch das Video mit einem seltsamen DJ Don Corleone beweist.
whatever
Genießt:
Radical - Zwüsched Himmel und Höll
Und schwelgt in Erinnerung bei
Und weil ich gerade dabei bin:
Killerlied - nicht von Radical aber in seiner YouTube-Playlist
Grüße an die Generation Hateration, die schon den nächsten Comment zücken will "Warst Scheiße? Du bist es immer noch" Muahahaa - und 5€ in die "Wortspiel des Tages"-Kasse ihr Spaßvögel. [Wetten, dass sich trotzdem einer "traut" :) - Wetten, dass das sogar einer ist, der mich persönlich kennt! :o)]
Nein, ich bin die Tage im Internet mal wieder über die leidige "Sellout"-Diskussion gestoßen und das Schlimme ist, ich kann es nachvollziehen, weil ich - als ich jünger war - ähnlich mitgeschimpft habe.
Als ich im Alter (shit - ich schreibe neuerdings immer so altklug) der meisten Leser war, war HipHop in Deutschland etwas Exklusives.
Etwas, dass der Mainstream noch nicht für sich entdeckt hatte. Etwas, für das man von seinen Klassenkameraden auch gerne mal ausgegrenzt wurde. Aber diese Strapazen nahm man gerne auf sich, denn dieses "Ding" war mein "Ding" und ich wollte nicht, dass die anderen Schmocks das für sich entdeckten, weil diese Schmocks eben Opfer waren. Die hatten allesamt keinen Plan und sollten schön artig auf ihre Depeche Mode und hast de nicht gesehen Parties gehen (Mal abgesehen davon, dass ich DeMo auch gut fand, das zu zeigen wäre aber gänzlich uncool gewesen - heute bin ich klüger). Damals wollte man noch keinen seiner Klassenkameraden auf einer Jam sehen. Auf GAR KEINEN Fall. Damals wollte man nur mit den "Eingeweihten" über die Fab 5 Freddy und Yo MTV-Raps philosophieren. Das war UNSER Ding. Meins - Meins - Meins - wie diese behinderten Möwen bei Nemo - genau so waren wir - war ich.
Tja - und dann kam der Casus "Fanta 4" und der Casus "Fettes Brot". Ich hatte die Fantas in Reutlingen im alterwürdigen Mustang gesehen, das war kurz bevor es mit "Die Da" steil ging. Live fand ich die damals ziemlich gut, obwohl das Mustang weder für seine Coolness, noch für seine HipHop-Ausrichtung bekannt war. Es war ein "normaler" Club im Herzen Reutlingens und es lief - wie es damals üblich war - hauptsächlich ekelhafter Eurodance. Also 2 Unlimited und dieser Kram, zu dem ich heute erst ab einem gewissen Pegel in das romantisch verklärte "Good ol Times-Feeling" komme, dass es mir erlaubt auf diese Mucke abzufeiern. Das war damals schon strange, dass in einem Club sowas gespielt wird. Egal - man nimmt es mit. Das "Problem" war allerdings, dass danach die Hälfte meiner Klasse HipHop für sich entdeckte und nicht verstehen wollte, dass es sich hier um MEIN Eigentum handelte und überhaupt hatten die die 4 Elemente gar nicht gecheckt, sondern sofort auf Rap gestürzt, die fortan von den Fantas personifiziert ins deutsche Fernsehen getragen wurden. Es folgten auch die Brote ("Jain") - dasselbe Bild.
Da HipHop sich also entschloss nicht mehr "mein Schatz" (nennt mich Don Gollum) sein zu wollen, fand ich die Fantas und auch die Brote per se Scheiße! Punkt! Fertig! Isch abe fertig! Schön, dass genau hier auch schon RHP auf mich warteten und mich freundlich in ihre Arme schlossen. Nun ihr seht schon, diese Spirale ließe sich auf ewig so weiterdrehen, außer, dass mich die RHP Alben weitaus nachhaltiger beeinflust haben als es die Fantas vermochten. Wer die Dinger nicht hat, bitte direkt nachordern und inklusive der ersten Moses-Solo hoch und runter hören.
Baddabing.
Heute bin ich natürlich viel klüger *gääääähn*
Heute bin ich reifer (und das ist gut so), heute habe ich die Fähigkeit erlangt über mich selbst zu lachen (hmmm Emotionen im HipHop? Checkt doch bitte meinen letzten Entry) und heute sehe ich vieles anders. Grundsätzlich haben wir uns damals erhofft, dass "unsere Stars" erfolgreich sein sollten. Ja sie müssten sogar erfolgreich sein. In meinem Fall beinhaltete das vor allem Advanced Chemistry, die mir mit Toni L (der ja eigentlich nicht viel älter ist) eine Identifikationsfigur gab. Aber auch Anarchist Academy (die ich wegen ihrer Radikalität so feierte - hmm wobei "Rap über die Liebe" schon miserabel gerappt war - aber die Zeit war noch nicht reif für Style :)). Fakt ist aber auch, dass der Reiz des "geheimen" verloren gegangen wäre, hätten es o.g. Herrschaften zu Ruhm & Ehre in der breiten Masse geschafft. Und heute denke ich mir: Das war doch total egoistisch. Weil ich diese Bands so sehr schätzte, sollte es "mein Schatz" bleiben? Wie bescheuert! Gerade aus diesem Grund, sollten die Jungs doch eigentlich Millionen verdienen. Ich meine heute gönne ich es z.B. keinem mehr als Savas und Sido cash zu machen. Egal mit was. Die Jungs müssen ihre Miete bezahlen, also verdammt nochmal, wenn Oma Annegret Savas pumpt wäre das doch eigentlich cool. Wenn Sido acht #1 Album in Folge droppt - KILLER. Wenn Tua von 0 auf 1 geht und "Grau" den (verdienten) deutschen Musikpreis aka Echo erhält - BOMBE.
Worauf ich eigentlich hinaus will?
Ich verfolge die "Sellout"-Diskussion eher nebenbei. Es belustigt mich. Ich weiß heute, dass die Kids, die groß Sellout schreien, in einigen Jahren umdenken werden. Toleranter in Bezug auf den Erfolg "ihres" Künstlers werden. Ihm auch Experimente verzeihen werden (nicht Tua - Tua würde ich nie verzeihen, wenn er KEINE Experimente mehr eingeht). Auf der anderen Seite werden diese Kids aber auch lernen zu erkennen, welcher Rapper ein Künstler ist, und wer FDP-like sein musikalisches Fähnchen in den Wind hängt. Also akzeptiere ich die Sicht dieser Kids eben, weil noch ist es eben "ihr" Schatz, doch eines Tages werden auch diese Gollums (Plural von Gollum? Gollume? Klingt doch auch nach nichts) aus ihrer Höhle ins Licht laufen und die Toleranz für sich entdecken.
Hmmm... wenn ich das richtig sehe, schreibe ich in letzter Zeit nur noch für Toleranz und Nächstenliebe.
Demnächst werde ich noch im KAAS-Blog gefeatured und als "nettester Mensch 2009" gekürt. Aber es ist eben so. In diesem Sinne...Euer Don Dizzo
Eigentlich gar nicht nur im Rapgame. Ich meine Gefühle zeigen? Jungs seid doch mal ehrlich - das geht nicht. So wurden wir
erzogen. "Big Boys don't cry". The Cure brachten es auf den Punkt. Die Hand auf der Kreissäge abgelegt? "Ach das ist doch nur ne
Fleischwunde.". Von einer Frau verletzt? "Ach mit der Bitch wollte ich eh Schluss machen." Oma gestorben? "Ja klar fehlt mir, aber
sie war doch schon so alt". I
Ich komme darauf, weil ich bei den Recherchen zu meinem UGK-Artikel mal wieder das Bun B Interview
(siehe dort) angehört habe. Da ist also dieser Rapper, der in seinen Texten auch gerne mal den harten Hustler raushängt, dem eh
keiner was kann. Und dann weint der im Radio? GEIL! Und ich meine das nicht auf eine belustigende oder RTL II sensationsgeile
Art, sondern ich finde das richtig geil. Das ist aufrichtig! Lasst es raus - es tut doch so verdammt weh.
Leider ist das die Ausnahme. Da gehe ich auch von mir selbst aus. Es ist im Berufsleben nichts anderes. Du hast eine persönliche
Krise und alles läuft Scheiße? Du hast "professionell" reagiert, wenn du es niemanden hast merken lassen. Ich kenne sogar eine
junge Dame, die mächtig Pech mit ihrem Freund hatte, die -nachdem alles "durch" war - dafür auch von ihrer Chefin gelobt wurde,
dass man es ihr zu keinem Zeitpunkt angemerkt habe. Hmmmm.... ich selbst bin da wie gesagt nicht besser. Auch ich ziehe Grenzen
wo ich sage: "Das hat auf Arbeit nichts verloren - das geht meine Kollegen nichts an." "Wie gehts dir?" "Geil - alles bestens -
danke". Hmmmm... Okay - zur Zeit geht es mir wirklich blendend. Aber es gibt auch andere Zeiten. "Ich bin Maurermeister - komm mir nicht zu nah" - Tua bringt es für mich auf den Punkt. Er beschreibt uns alle! "Du bist Maurermeister!"
Warum haben wir "erwachsenen" Menschen so ein Problem mit Emotionalität? Ich werde das hier nicht aufklären können, aber es
ist wahr und wir alle sind in diesem Klischee gefangen. Es geht sogar noch weiter. Würde ein Mann (Frauen dürfen ja heulen) die
Schulter eines anderen vollheulen, wären beide sofort als schwul abgestempelt. Außer beim Fussball - da ist alles erlaubt.
Im HipHop bzw. im "Rapgame" ist das Ganze noch schlimmer. Juice durchgeblättert, Backspin durchgeblättert, Hiphop.de abgesurft.
Alle schauen böse drein, drauf bedacht ihr Image als harte Jungs zu zementieren, denen selbst die Abnahme beider Beine ohne
Betäubung etwas ausmachen würde. Das ist doch absurd!
Ich meine hat Massiv keine Schmerzen gespürt als er angeschossen
wurde? Klar hat er das und er hat sich sicherlich nicht zur Seite gedreht "Ah ne Schusswunde - nice - ich glaube ich geh dann mal
zu meinem Doc und lass das desinfizieren" gesagt. Ich war nicht dabei, aber er wird - egal in welcher Sprache - "Scheiße -
Verdammter Dreck das sind Schmerzen - dieser [Beleidigung deiner Wahl einfügen]" geschrien haben.
Auf der anderen Seite könnte man auch meinen, dass die Rapper [weltweit] keine Freude im Leben haben. Da sind alle derart mit
ihrem "Hustle" beschäftigt, da bleibt keine Zeit für Freude im Leben. Ja aber Leute - ich war nicht dabei - aber als Azad und/oder
Samys Kinder zur Welt kamen, glaubt ihr nicht, dass die Jungs da Tränen in den Augen hatten und in diesem Moment die
stolzesten Menschen auf dieser Erde waren? Na bitte!
Wenn es um die Promo geht verfallen diese Menschen, dann wieder in "Künstler" und "Künstler" dürfen, zumindest wenn sie Rapkünstler sind, ja kein Lächeln zeigen. Wer lacht verliert? Und kommt mir jetzt nicht mit Amerika - klar sind die Amis keinen Deut besser, aber dann ersetzt halt obige Namen durch Cube oder sonst so einen "Fiesdreinblicker". Ich bin gerade im Geiste die letzten Juiceausgaben durchgegangen. Der Einzige, der sowas wie Freude und Positivät ausgedrückt hat war Nosliw - merkt ihr was? Der ist "weg vom Game" (also beim "fröhlichen" Dancehall angekommen)! Okay - Harris predigt seit Jahren den G.B.Z. Lifestyle und auch immer dieses geile Grinsen drauf, bei dem er happy und fies zugleich aussieht. Aber sonst? Wer fällt euch ein? Dabei reden alle davon, dass sie "für HipHop leben"
- warum sehen die Jungs dann auf Fotos alle aus, als ob sie gerade von ihrem 9/5-Job kommen, auf den sie eigentlich gar keinen
Bock haben?
HipHop ist über weite Strecken erwachsen geworden. Die Images, die vor allem bei Rappern wir Labels im Hinterkopf festhängen,
hängen noch zu sehr in "klassischen Strukturen". Man mag hier jetzt einwerfen, dass KAAS genau dies predigt. "Habt euch lieb
Raps" - das finde ich mindestens genauso geil, wie einen gestandenen Mann im Radio heulen zu hören [und bevor ein anderer
Eindruck entsteht, ich war auch beim erneuten Hören immer noch tief bewegt].
Ich würde gerne mehr Rapper sehen, die Gefühl zeigen und vor allem, denen es hinterher nicht als Schwäche ausgelegt wird. Denn nicht nur die Rapper sind in ihren eigenen Grenzen gefangen, offensichtlich auch "wir" Fans. Das wurde für mich deutlich, nachdem ich meinen "Offenen Brief" verfasst hatte (nein ich will gar nicht auf dieses Thema eingehen). Ich strecke quasi die Hand aus und sage "Hey - du hast deine Sicht - ich hab
meine Sicht - die sind unterschiedlich aber theoretisch könnten wir Bier trinkend an einem Tisch sitzen und über den Biggiefilm
diskutieren" und die meisten kommen mit Antworten ala "Du bist weich im Kopp". Immerhin hat es einer gerafft und
dementsprechend gibt es Hoffnung für die Menschheit.
Auf der anderen Seite habe auch ich gemerkt, dass ich noch nicht gänzlich abgestumpft bin. Da war zum einen das Erdbeben in Italien und eine Freundin von mir kommt aus den Abruzzen - also ihre Familie, die ich nicht kenne. Sofort, nachdem ich die News gelesen hatte, habe ich ihr gemailt, um zu fragen wie es ihrer Familie geht. Die Bilder, die ich anschließend im TV sah, haben mich ebenfalls sehr bewegt. Oder ein "Internetkollege", der mir schrieb, dass seine Schwester einen Unfall hatte. Ich meine faktisch kenne ich den Kerl nicht, trotzdem tat er und vor allem seine Schwester (die ich de facto noch weniger kenne) unheimlich leid und ich hoffe, es geht ihr besser. Ich will sagen, macht mich das weich? Eher nicht - es macht mich menschlich! Und auch Rap sollte "menschlich" sein. Ich meine selbst ein Auftragskiller im Autrag ihrer Majestät blablablubb nimmt doch Abends sein Kind in den Arm und hat es lieb. Selbst Dr. Eisenfaust lächelt (auch wenn das nach einem Kampf nicht so schön aussehen kann) und nimmt seine Frau in den Arm...
Also liebe (Nachwuchs-)Rapper, liebe Fans, liebe Menschheit: Ich will Gefühl sehen.
Echte Emotionen! Ich will Tracks hören, die mich zu tränen rühren, die mich bewegen, zum lachen bringen.
Ich will Trauer - ich will Glück und ich will das von Euch.
JETZT!
Dann stehe ich auch gerne als Weichei da, weil ich sage "Wow der hat mich jetzt richtig bewegt".
Für eine bessere Welt - für Liebe Euer MagicDonsen
Lieber Gregor, ich nenne dich mal beim Vornamen, schließlich hast dich ja auch schon auf so kumpelhafte Art bei mir eingehakt. Kein Problem - wäre ja auch lächerlich, wenn wir in HipHop-Kreisen anfangen würden uns zu siezen [bitte hier keine Ironie interpretieren].
Normalerweise reagiere ich nicht auf getroffene Hunde, die mit ihrer Rezension nicht klarkommen, sondern lasse diese bellen. Für dich Gregor mache ich aber gerne eine Ausnahme, schließlich bin ich ja dein "best friend" [ja hier ist doch ein wenig Ironie, aber augenzwinkernd, nicht beleidigend].
Nachdem das erledigt ist, muss ich zu einigen Dingen Stellung nehmen, die entweder unwahr, verzerrt oder einfach dem, wie ich vermuten muss, verletzten Egos Gregors entspringen.
Wieder zurück zu dir Gregor.
Du schreibst in "deinem" Blog (ich bleib bei deinem, auch wenn es der deines Labels ist - du wirst mir das verzeihen hoffe ich), dass du die Umschreibung "magischer Gregor mit der Pfeife" doch ein wenig provokativ & unangebracht sei. Nun meine Frage: Nennst du dich auf deinem Album nicht selbst "Greg mit der Pfeife"? Was soll also an deinen eigenen Worten provokant & unangebracht sein?
Des Weiteren beschwerst du dich über mein Alter. Hmmm... kann ich nicht verstehen. Ich bin nicht viel älter als Samy und Savas - haben die aufgrund ihres Alters ihren HipHop-Führerschein abgeben müssen? Ich komme zugegebenermaßen aus einer anderen Generation. Für mich war "Fremd im eigenen Land" eine Offenbarung, ich habe "Rabenschwarze Nacht" gefeiert und bin lachend auf dem Boden gelegen, als ich "LMS" zum ersten mal auf meinen Decks liegen hatte (wofür mich meine damalige Freundin gehasst hat die ich aber alles andere als hässlich fand und viel wichtiger, zu der ich eine aufrichtig emotionale Beziehung hatte).
Da ich aus einer anderen Generation komme, heißt es für mich auch "Each one, Teach One" und wer aufmerksam zuhört, kann sogar von einem HipHop-Opa wie mir etwas lernen. Unglaublich! Natürlich kann ich auch von den "Jungen" (wie mir meine "Homes" aus Reutlingen, Stuttgart oder eben der von dir gescholtene Choosen immer wieder zeigen) etwas lernen. Aber das würde in der Erläuterung zu lang gehen. Komm doch mal auf ein Bier vorbei, dann können wir gerne darüber reden.
Das mit der New Era muss ich allerdings verneinen. Klar habe ich auf meinem MySpace-Profil eine New Era an. Warum auch nicht - ist kleidsam, auf der anderen Seite trage ich unter der Woche Anzug und Schlips und mein MySpace-Profil versteht sich nicht als Werbeplattform, sondern ist ein Medium, mit dem ich Kontakt zu Künstlern & Freunden halte. Dementsprechend wird die Seite nicht wirklich aktualisiert und entspricht auch keinem "künstlerischen" Anspruch (hmmm wollte mir nichtmal wer die MySpace-Seite pimpen? Steffen? Thai?) +
So sehen diese Vögel übrigens aus:
Ist etwas aktueller als das Foto auf meiner MySpace-Seite und hat auch ein besserer = professioneller Fotograf gemacht. [Big Up Masel - wir müssen demnächst mal neue machen]
Deine Interpretation hinsichtlich meiner Einleitung ist falsch, da - wie auch die restliche Reveiw - nicht beleidigend, sondern - zumindest im persönlichen Verhältnis zu dir - neutral gemeint ist. Außerdem soll die darin enthaltene Kritik dich nicht zu Deutschaufsätzen animieren, sondern dazu, beim nächsten Release die Dinge besser zu machen. Von Speichelleckern wirst du nichts lernen, von Kritikern dagegen, sofern du bereit bist die Kritik anzunehmen, sehr wohl.
Warum sollte ich dich hassen Gregor? Ich meine ich kenne dich nicht, wir haben uns nie (bewusst) getroffen, haben noch nicht einmal miteinander gesprochen oder ein Bierchen getrunken. Du existiert in meinem privaten Kosmos nicht, wie ich in deinem nicht existiere. Dass ich jetzt eine Review über dich bzw. dich als Künstler schreiben musste ist dem Zufall geschuldet und nicht der weltweiten Illuminatenverschwörung.
Weiter unterstellst du mir mangelndes intelektuelles Auffassungsvermögen. Nun, ich habe das Cover nicht verstanden. Schreibe in meiner Review, dass ich es nicht verstehe und beschreibe das Bild jeweils mit einem Fragezeichen versehen. Du interpretierst den Sachverhalt allerdings mit dem sogenannten "Gefühlsohr" und nicht auf der "Sachebene" (siehe hierzu Kommunikationsmodell von Watzlawik), weswegen du hier wieder beleidigende Inhalte vermutest.
Da du deine Interpretation des Covers auf gut einer halben Din A4-Seite aufs virtuelle Papier bringst, muss mir doch die Aussage gestattet sein, dass wohl die meisten in Rapdeutschland hierzu nicht in der Lage gewesen wären. Eventuell unterschätze ich aber Rap-Deutschland. Meine Aussage war allerdings nicht dem Umstand geschuldet, dass ich lieber HipHop-typische (was bitte wäre das? Zu "meiner Zeit" hatte man noch keine Baggyklamotten Gregor und ich bin doch schon sooooo methusalemisch alt - das soll übrigens ein Scherz sein) Covergestaltung hätte. Und wie ich nun sehe und auch schon vorher vermutet habe, hast du dir wirklich Gedanken gemacht. Tja - Picasso wurde auch lange Zeit nicht verstanden [keine Ironie!]. Das ist das Los eines Künstlers - das Risiko nicht oder missverstanden zu werden. Danke übrigens für die ausführliche Antwort hierzu - ich denke hier werden auch einige deiner Fans dankbar zu sein, ohne hier irgendeinem deiner Fans "geistige Umnachtung" vorwerfen zu wollen.
Anschließend wirfst du mir doch einige Dinge vor, die ich so nicht unkommentiert stehen lassen möchte. Auf die Review deiner Review möchte ich gar nicht eingehen. Wir haben unterschiedliche Standpunkte und ich kann verstehen, dass du als Mensch, der sicherlich viel Arbeit in das Album gesteckt hat, meinen Standpunkt nicht verstehen möchtest. Das ist menschlich und du bist jung und wirst lernen, mit Kritik umzugehen. Es sei nur eines gesagt: Dies ist dein erstes Album und du bist nicht Nas! Auch nicht Jay Z oder Snoop Dogg aka die Helden meiner "Jugend". Wie viel "Kronen" hättest du deinem Album aufgesetzt?
Aber zurück zu den Vorwürfen, die ich so nicht stehen lassen möchte:
1.) Du machst dich regelmäßig über meinen Spitznamen "Don" lustig. Das ist okay, das bin ich von Künstlern, die sich attackiert fühlen gewohnt. Allerdings ist "Don" - wie du als Spanier sicherlich weißt - ein Ehrentitel, der unter der spanischen Herrschaft auf Sizilien auch in "unseren" Sprachgebrauch Einzug hielt. Den Spitznahmen Don Corleone erhielt ich bereits vor meiner "DJ-Karriere" (ich verdiene damit kein Geld, sondern mache das aus Spaß und Liebe zur Musik, ich würde es eher als Hobby bezeichnen). Er stammt daher, dass meine Kumpels (so nannte man das bevor Homes in Deutschland Einzug hielt) und ich im pubertären Alter einen Videoabend (das Medium vor DVD) durchgezogen haben, wo wir alle drei Patenteile nacheinander angeschaut haben. Ein Marathon sonder gleichen, wie du dir sicherlich vorstellen kannst. Der Einzige, der diese Nacht mit offenen Augen gebannt vor dem Fernseher verbrachte, war meine Wenigkeit, weswegen meine Kumpels mich ab diesem Tag so nannten. Als ich auf den ersten Parties auflegte (lange bevor Gangsterrap in Deutschland so richtig cool wurde) legte also Don oder Corleone oder auch Don Corleone auf. Als sich das mit dem auflegen irgendwann einmal etwas konkretisierte, lag es nahe für mich meinen Spitznamen auch weiterhin als DJ-Namen zu führen, da es meine Wurzeln repräsentiert und weniger dem Gangster- oder Mafialifestyle geschuldet ist (btw: es heißt MafiosO im Singular analog der spanischen Gramatik wenn ich mich nicht täusche).
2.) Menschliche Abgründe Ich schreibe das genau so, weil ich eben diese menschlichen Abgründe kenne. Ich weiß nicht, ob du selbst von dieser Krankheit betroffen ist bzw. wenn ja, von welcher Form. Fakt ist, ist habe mich aufgrund persönlicher Umstände intensiv mit dieser Krankheit befassen müssen und habe sie - als nicht selbst Erkrankter - bis heute nicht verstanden. Ich habe dieses dunkle Nichts nie selbst gesehen und bin froh darum. Wohl kenne ich aber Leute, die in dieser Dunkelheit gefangen sind. Also sei bitte so gut und interpretiere meine Zeile nicht über. Auch kannst du sicherlich verstehen, dass ich hier nicht tiefer eingehen wollte. Wenn ich "menschliche Abgründe" schreibe, beschreibt dies meines Erachtens die Krankheit, die du in einem Track berappst, sehr gut oder siehst du das anders? (Sorry übrigens für Vega - kenne leider nicht die komplette italienischstämmige Erdbevölkerung und hatte ihn bis jetzt mit Spanien assoziiert. Wie du siehst bin ich auch nicht perfekt - was ich allerdings auch nie behauptet habe).
3.) Slangbang Du kritisierst mich für meine Slangbangreihe (Achtung auch hier ein Wortspiel), dessen Intention es war, Raps in Mundart auf Mixtapelänge zu präsentieren. Neben dem von dir so gescholtenen "Nägel mit Chöpf" von Radical (wenn man den Text versteht ist der gar nicht so weit von Antidepressivum entfernt und aus diesem Grund für mich ein Song der mich bewegt hat), befinden sich auf dem dritten Teil der Reihe auch Exclusivtracks von Nico (K.I.Z), den K-Rings feat. Toni-L, ZM Jay, dem Italiener Zako (von Def Cut produziert), Dezmond Dez (Optik Schweiz) oder auch E.K.R. (=Schweizer Raplegende). Allesamt gestande und erfahrene Künstler, die seit langem "im Game" (wie ich diese Bezeichnung hasse) sind. Du dagegen spielst auf der selben Stufe wie der von dir gescholtene Radical, der sich in der Schweiz ebenfalls auf diversen Veranstaltungen einen Namen machen konnte und ein erstes (über weite Strecken gutes) Debütalbum vorgelegt hat. Ich meine wer in Deutschland hat schon groß Fame? Ganz objektiv: Frag auf der Straße einer beliebigen Stadt die nicht deine Hometown ist nach Gregpipe. Danach frag nach Samy, Sido, Savas oder von mir aus Bushido. Sorry Gregor, aber "leider" sind das immer noch die Namen, die man kennt. Also komm doch mal runter von diesem "Ich bin ach so wichtig"-Film. Du bist doch nicht auf den Kopf gefallen - du bist doch auch "nur" ein ganz normaler Junge, der seine Liebe zur Musik auslebt. Oder willst du damit eines Tages deine Miete bezahlen? [Ehrliche Frage - nicht böse gemeint oder beleidigend].
Warum aber bitte machst du dich über ein Mixtape lustig, dass einem künstlerischen Konzept folgt und mit dem Wissen produziert wurde, dass es als "Kunstwerk" nicht Mainstreamverkaufszahlen erreichen wird. Gerne schicke ich dir eine Kopie zu, dann weißt du wenigstens wovon wir sprechen und kannst anschließend über ein Produkt reden, welches du zuminest gehört hast. Btw: Ich habe auf Fast Food auch mit den BQ-Jungs, den Chimps usw zusammengearbeitet, falls diese Künstler in deinen Augen "kredibiler" sind.
4.) Choosen & Beatnerdz Warum bitte greifst du Choosen an? Weil er in meiner Crew ist? Das ist doch etwas lächerlich oder? Wer Choosen kennenlernen möchte, dem steht es frei seine "Deutschland ist nicht sicher"-EP downzuloaden (genau HIER)oder sich das letzte FüD anzuschauen. Aber bitte keine Angriffe gegen Unbeteiligte. Zumal ich weder dich noch dein Umfeld persönlich attackiert habe. Am Rande bemerkt hat Thaison auch schon für deinen Featurepartner Eko produziert, ergo: Nur weil man jemanden nicht kennt, muss man ihn deswegen nicht diskreditieren oder willst du bewusst einen Rapper involvieren um doch noch einen Pseudobeef zu starten? Das hast du doch nicht wirklich nötig!?!
5.) Widersprüche & Staiger Erstens sehe ich da keinen Widerspruch. Ich konstatiere deinem Album, dass es über weite Strecken battle- und swaggerdominiert ist. Das schließt vereinzelte Inhalte nicht aus. Aus diesem Grund gehe ich auch auf diese "Ausnahmen" ein. Das aber nur am Rande.
Du unterstellst mir Staiger hätte mich angewiesen schlecht zu schreiben. Sorry, da muss ich vehement wiedersprechen. Ich kenne die Jungs deines Labels und bin mit denen persönlich auch cool. Ich habe kein Problem mit Out 4 Fame und habe deren Veranstaltungen auch bereits mehrfach als Juror unterstützt (hmm offensichtlich vertraut dein Label meinem Urteil). Dass Staiger angeblich Stress mit denen hat, interessiert mich nicht mehr, als wenn einem Bandarbeiter bei Daimler eine Schraube aus der Hand fällt. Theoretisch könnte mir Staiger eine Manuellsen CD schicken und ich würde den selben Maßstab ansetzen wie bei jeder anderen Veröffentlichung auch. (Zur "Objektivität" von Reviews bitte den anderen Post in meinem Blog checken)
Dass zeitgleich zwei Releases deines Labels negativ gewertet wurden, hängt damit zusammen, dass ich beide Releases nicht optimal fand. Kritikpunkte ebenda! Da ich seit über zehn Jahren sowohl für Hiphop.de und seit kurzem auch für Rap.de schreibe, halte ich mich durchaus in der Lage Releases einzuschätzen. Stichwort Erfahrung - auch Lebenserfahrung. Hinsichtlich dieses Punktes wäre es erwachsen, wenn du auf deinem obigen Blog eine Gegendarstellung abdrucken würdest, da es sich hier nachprüfbar um eine Lüge handelt.
Außerdem zolle ich auf diese Weise (die Rede ist hier von der aus deiner Sicht überzogenen Kritik) - das mag für dich jetzt erstmal unverständlich klingen - meinen Respekt. Warum? Zum einen könnte ich Staiger sagen "Staiger - was schickst du mir für einen Dreck, das ist es noch nicht einmal wert darüber zu schreiben" um eben das zu tun. Immerhin habe ich deinem Release Aufmerksamkeit und meine Zeit geschenkt (ohne angeben zu wollen, aber mein Bruttoeinkommen dürfte weit über dem des normalen Rappers liegen - klassische Ausbildung sei dank). Auf der anderen Seite ist eines meiner Grundprinzipien, dass Ehrlichkeit die höchste Form von Respekt ist, dei man einem anderen Menschen entgegenbringen kann. Das macht für mich einen uomo d'onore aus und nicht Koks und Weed an der nächsten Straßenecke ticken.
Diesen Respekt habe ich dir entgegengebracht -Nicht mehr und nicht weniger. Du dagegen dankst es mir mit persönlichen Beleidigungen? Wie alt warst du doch gleich?
In deiner "Bottom Line" schreibst du [und dann bin ich durch]: "Wer also anständige/faire Reviews lesen will, sollte Rap.de meiden & nach anderen Plattformen Ausschau halten."
Das formuliere ich anders: Wer kritische Reviews ohne übertriebene Lobhudelei lesen will, sollte u.a. die Reviews meiner Person lesen. (u.a. deshalb, weil ich hier keinen Alleinstellungsanspruch haben möchte.)
Da ich es gerne etwas stilvoller halte, verzichte ich auf die F-Bomb und verbleibe mit besten Grüßen ins hoffentlich sonnige FFM Marco
P.S. Köstlich gelacht habe ich übrigens über den Doubletime-Walter Benjamin & das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit-Vorschlag. Sehr geiler Spruch (ja ich bin Mann genug auch meinem vermeintlichen "Feind" Respekt zu zollen). Darf ich das "Angebot" annehmen? :)
P.P.S. Der Satz den du zu "Augenblick" kritisierst ist durch die Kontrollinstanz gerutscht. Soll eigentlich nicht passieren aber richtig hätte er lauten sollen: Neben "Antidepressivum" dürfen auch die Greg'schen Solotunes "Augenblick" und das unterhaltsame "Zähl die Scheine" zu den Positivmomenten gewertet werden. Letzteres allein schon wegen der Aufklärung, dass jeder ein Hustler ist, egal ob Student, egal ob Gangster, Checker, Müllmann oder Bänker. Augenzwinkerrap eben. Hier haben sowohl Rap.de als auch ich nicht aufgepasst aka geschlafen.
Meinungen sind was schönes, denn jeder darf eine Meinung haben. Es geht sogar noch weiter, man darf nicht nur eine Meinung haben, man darf sie sogar pflegen oder ändern und das Leben geht trotzdem weiter. Oder wie es in einem Comment hieß: "jeder hat nen Arsch und ne Meinung" Word! Meinungen sind aber auch etwas schlimmes - nämlich immer dann, wenn die eigene Meinung mit der eines anderen kollidiert.
Ich liebe den Dialog, darum liebe ich es auch, über Dinge zu diskutieren (außer in Situationen, in denen nicht diskutiert werden KANN - stellt euch mal vor, bei der Feuerwehr würde vor dem brennenden Haus diskutiert werden, welche Feuerwehrmann nun welche Aufgabe zu erfüllen hat...). Oft lernt man dabei etwas und sehr oft lernt man dabei nur, dass unsere Welt nicht nur Schwarz und Weiß kennt, sondern auch viele bunte Farben und/oder Schattierungen.
Das Problem mit den "konkurrierenden" Meinungen ist in unserer Kultur (und ich spreche hier speziell von der HipHop-Kultur) ein Problem. Während eine Säule dieser Kultur hauptsächlich auf die Sprache setzt (wir sprechen von Rap) und sich Künstler die kompliziertesten und vertracktesten Reime, Pattern und Vergleiche ausdenken, wird "in unseren Reihen" in aller Regel wie folgt diskutiert: "Du bist Scheiße" PUNKT
Okay ich übertreibe, denn es wird hier und da auch sachlich argmentiert, aaaaaaber: haben wir verlernt eigene Argumente zu bringen? Noch schlimmer: Eigene Schlüsse zu ziehen? Beten wir nach, was uns irgendwer vorgebetet hat? Generation Lemminge?
Nachdem ich die letzten beiden Reviews verfasst habe und im letzten Blog eigentlich allgemein über Objektivität und Reviews geschrieben habe, durfte ich wieder Zeuge werden, wie in unseren Kreisen diskutiert wird:
"bitte verfasse nie wieder eine review...du bist einfach nur taub oder blöd, wahrscheinlich beides!" "Es ist offensichtlich, das hier jemand am Werk war, der persönlich etwas gegen XY hat." "und der autor der review soweit das hir nit gelöscht wird ist einer der wahrscheinlich selber sowas nit zusatande bekäme, wie alle kritiker...nichtskönner!!" "Album wird grundlos zerrissen, von einem möchtegern " "Miese Review. Selten son Mist gelesen. .. zeugt nicht von grosser Kompetenz" and so on
Interessanterweise lassen sich die Bubenz zu solchen Comments hinreißen, BEVOR das Album erschienen ist und sie sich einen Gesamteindruck machen konnten. Soll heißen ich als Autor habe einen Informationsvorsprung und kann meine Aussagen aufgrund von nachvollziehbaren Fakten treffen. Die Leser können dies zu entsprechendem Zeitpunkt noch nicht, erwecken aber den Anschein, als ob sie bereits mehr wüssten. Das bedeutet, dass Argumente mit Behauptungen widerlegt werden wollen. Watt?
Wäre man anderer Meinung sollte man auf mein Argument "Die Rapper verstricken sich in Widersprüche siehe ebenda" erwiedern "Das mit den Widersprüchen interpretiere ich anders als der Schreiberling, denn wenn man ebendort hört, hört man ...". Versteht jemand worauf ich hinaus will? So wird eine Konversation und eine Diskussion daraus. So etwas ist konstruktiv für alle Beteiligten. "Wir" HipHops bevorzugen aber - eventuell geprägt vom missverstandenen Battlecharakter unserer Kultur - zerstörerische Argumentation, die Konversation beendet, anstatt sie zu pflegen (siehe hierzu das erste Zitat).
Ein weiterer Punkt (und gleich sind wir wieder bei unterschiedlichen Meinungen und "Lemmingen") ist: "Die Anderen [nennen wir sie mal für die weniger Abstraktionsfähigen ab jetzt "Falk"] haben das Album aber viel besser bewertet!"
Das mag sein und das Schöne ist: "Falk" kann auch recht haben, weil auch dieser nicht den "Objektivitätsanspruch" haben kann. Auch "Falk" gibt nur seine Interpretation des Sachverhaltes ab. Und das Tolle ist: Jeder darf anderer Meinung sein - muss es aber nicht. Oder ich kann in Sachen "bester Pizzadienst" anderer Meinung sein als "Falk" und in den Fragen "Bestes Bier" derselben. Deswegen muss ich "Falk" nicht mehr oder weniger mögen.
Es ist sogar noch besser. Angenommen "Falk" und ich wären Nachbarn oder WG-Kollegen. Dann könnten wir stundenlang darüber diskutieren. Ich könnte ihm meine Sicht erläutern, er mir seine - eventuell würden wir uns annähern, eventuell auch nicht. Aber wir könnten trotzdem weiter über Fäkalhumor lachen und unser Bier trinken. Es ist dasselbe, wie wenn ich mit Sucuk Ufuk Fussball schaue. Sagen wir Türkei gg. Italien. Ich wäre 90 Minuten lang eine Missgeburt, er wäre 90 Minuten lang eine Missgeburt. Aber bin ich als Fan besser, habe ich recht, nur weil Italien die Türkei 10:0 vernichtet? [Hey Uffs, das ist mein Blog, logisch das wir euch da vernichten :-p]
Würde ich eine Diskussion mit den Worten "Selten so n Mist gehört" beginnen, gäbe es kein Bier. Na mean? Gut, beim Fussball will ich keine Diskussion, da will ich meinen Spaß und meine Unterhaltung, aber ich denke es wird deutlich, worauf ich hinaus möchte.
Ich bin ja inzwischen im Berufsleben angekommen (untertrieben formuliert) und es gibt Dinge, die mich in diesem Zusammenhang im Berufsalltag RICHTIG ärgern. Wenn ich Kollegen frage, warum sie die Dinge, die sie tun tun wie sie sie tun, bekomme ich oft diese "worst case" Antworten:
Ich habe das von meinem Vorgänger so übernommen. Das war schon immer so. Das geht nicht anders.
Ich interpretiere alle drei Antworten (i.d.R.) folgendermaßen:
Ich habe eigentlich keine Idee was ich genau mache und auch nicht das Interesse das herauszufinden.
Da man aber den Leuten nicht vor den Kopf stoßen möchte, fallen die echten Antworten meißt etwas diplomatischer aus (außer bei "Das war schon immer so" - da gibt es nur "Dann war es ja unter Umständen schon immer falsch oder?") Und ich gestehe, dass auch ich schon geantwortet habe "Das haben wir so übernommen", dem folgt aber "ich habe das aber auch bis heute nicht so richtig verstanden". Damit mache ich deutlich, dass ich mich damit auseinandergesetzt habe, aber keine "andere" oder "bessere" Lösung gefunden habe.
In Zeiten in denen know how in meinem Bereich zum wichtigsten Kapital wird, sind solche Einstellungen fatal. Ich übernehme Dinge und frage nie "Warum ist das so?".
Haben wir die Neugier in der Kindheit vergessen? Noch schlimmer: Ich folge anderen, ohne auch mal zu hinterfragen warum ich das tue! Bequemlichkeit? Dummheit? Ich will das nicht beantworten, Fakt ist aber, dass es in Deutschland auch Zeiten gab, in denen ein Großteil der Bevölkerung folgte ohne zu hinterfragen.
Lebt doch nicht stupide das Leben anderer! Entwickelt eigene Gedanken! Zieht die Option in Betracht, dass es kein "Good" and "Evil" gibt. Will man die lyrischen Fähigkeiten eines Maeckes mit Massiv vergleichen? Logisch, dass Massiv da den Kürzeren zieht. Aber eventuell gibt Massiv seinen Fans ein gutes Gefühl. Das ist toll - trotzdem würde ich eine Massivscheibe nicht gut bewerten, wenn ich dieses Gefühl nicht teile. Können Gefühle objektiv sein? Hat "Falk" mehr Ahnung, höhere Fachkompetenz oder einfach nur "recht", wenn er dieses Gefühl teilt, ein anderer aber nicht? Sehr gut finde ich hier ja das Konzept der Juice dieselbe Platte einmal positiv einmal negativ zu rezensieren. Ich lese mir beide Reviews durch. Ich höre mir u.U. auch das Album an und anschließend kann ich sagen, welcher Meinung ich tendenziell eher zustimme.
Also, nicht in den Abgrund folgen, sondern auch mal nach links und rechts schauen und vor allem - aka das Wort zum Sonntag - Toleranz gegen anderen Meinungen zeigen. Auch wenn das die Haterationkultur nachhaltig schädigen könnte.
Wir lesen uns nächste Woche wieder. Am Wochenende muss ich ein paar Artikel fertig machen... brakka und rock on Don
P.S. Es ist Frühling, weil wenn der Don das erste Eis des Jahres schlabbert ist per Lex Don Frühling. Also Mütter, nehmt eure Töchter von der Straße...
P.P.S. Ich suche noch nach einem Namen für eine Kategorie dieser Beiträge. Mir fällt nichts ein. Thank god it's friday...
Nachdem ich meinen Blog in letzten ... Jahr(?) etwas vernachlässigt habe, habe ich grundsätzlich wieder meine Freude am Schreiben gefunden. Hatte ich sie verloren? Ich weiß nicht - prinzipiell nicht, aber aufgrund beruflicher Veränderungen aka Karriere, habe ich meine Passion doch etwas hinten angestellt. Nachdem ich in den vergangenen Wochen hier und da ziemlich unstrukturierte Beiträge verfasst habe, kam mir die Idee, dass ich auf der Suche nach einem Konzept für meinen Blog eventuell die Suche nach keinem Konzept zum Konzept machen sollte. Ergo: Schreibe ich aktuell über Dinge, die mich just in diesem Moment in irgendeiner Weise bewegen.
Aktuell ist dies die Tatsache, dass ich wieder vermehrt schreibe, was u.a. der Tatsache geschuldet ist, dass ich auf der HipHop-Page #1 aka youknowwho aka been there, done that (hiphop.de) wieder mehr schreibe (auch weil ich wieder etwas mehr Zeit habe - die positiven Aspekte der Finanzkrise) und zum anderen, weil mein langjähriger Bekannter Staiger mich gefragt hat, ob ich nicht auch für die Konkurrenz schreiben möchte. Da ich grundsätzlich seit gefühlten Jahrhunderten mit hiphop.de verbunden bin, war das erstmal eine grundsätzliche Überlegung aber ohne hier groß die Einzelheiten für ein für und wieder aufzuzählen, Fakt ist, ist bin Doppelagent und es erscheinen künftig auch Reviews des Dons bei der "Konkurrenz".
Ich lese grundsätzlich sehr gerne die Comments, zum einen weil der Comedyfaktor mitunter recht hoch ist, zum anderen, weil hier und da wirklich konstruktive Kritik fällt (Danke hierzu an die Kritik in der Resident Evil-Review auf hiphop.de) und last but not least, weil man so einen gewissen Meinungsquerschnitt bekommt.
Eines, was mir in all den Jahren des "kritisierens" immer wieder unterkommt ist die Forderung nach "Objektivität". Ist diese Forderung gerechtfertigt? Nun your favorites Kritikers favorites Nachschlagewerk wikipedia definiert eine Rezension wie folgt:
Eine Rezension (von lateinisch recensio: Musterung) oder auch Besprechung (...) ist die schriftlich niedergelegte und veröffentlichte Form eines Diskussionsbeitrages über einen bestimmten Gegenstand (...). Meist handelt es sich um eine knapp erörternde Inhaltsbeschreibung und kritische Bewertung von kulturellen oder wissenschaftlichen Schöpfungen wie Büchern, Filmen, Kunstwerken, Konzerten, Bild- und Tonträgern sowie mittlerweile auch von Computerspielen oder Software. Außerdem kann eine Rezension einen Eindruck von der sprachlichen Qualität des Textes geben.
Na holla die Waldfee! Da steht nichts von "Objektiv".
Musikkritiker ist die Berufsbezeichnung für eine Person, die Rezensionen und Besprechungen z. B. über (...) Rock, Pop oder Jazz und andere verwandte Stilrichtungen verfasst. Diese können in einem Fachorgan gleichermaßen wie in Tageszeitungen oder Wochenzeitungen, aber auch(...) im Internet veröffentlicht sein.
In den vergangenen Jahrhunderten waren Musikkritiker nicht speziell für diesen Beruf ausgebildet. In der Regel handelte es sich um Komponisten oder Musiker, die neben sehr viel Erfahrung in der Kompositionstechnik und der zeitgenössischen Musik ein entsprechendes schriftstellerisches Talent mitbrachten.
Soweit zu Wiki.
Ich habe für mich persönlich noch weitere Kriterien, denen ich folge:
1.) Rezensionen verstehe ich als Plattenkritiken Hierunter ist definitiv das Wort "Kritik" hervorzuheben.
Kritik, sofern sie nicht gänzlich plump, unbegründet oder beleidigend ist, hilft zum einen dem Künstler (potentiell, sofern er bereit ist dieselbe anzunehmen) sich weiterzuentwickeln, hilft aber auch dem Schreibenden (er bekommt ja ebenfalls "Feedback") sich in seiner Schreibe weiterzuentwickeln. Im besten Fall entsteht sogar (ich weiß Utopie, kam aber alles schon vor) ein Dialog.
Entwickeln kann sich der Schreibende vor allem hinsichtlich der Interpretation des Geschriebenem für Aussenstehende. Schließlich ist die Aussenwahrnehmung oft eine ganz andere als die Intention des Verfassers (Konotat / Denotat - geil was meinem Deutsch-LK nach über zehn Jahren noch am Start ist - latentes Wissen meine Freunde). Natürlich darf ich nicht alles schlecht machen in einer Rezension, allerdings muss ich - ähnlich einer Eröterung - good and bad hervorheben. Je nachdem wo der Schreibende (also nicht nur ich sondern allgemein) die Stärken und / oder Schwächen sieht, wird die Review aka Rezension positiver oder negativer ausfallen. Jeder der schonmal eine Eröterung schreiben durfte, dürfte jetzt klar werden, dass Objektivität hier per definition nie gänzlich gegeben ist oder sein kann.
2.) Verbraucherschutz Klingt erstmal wichtig, aber hier ist nicht von verschnittenem Weed die Rede (Ja ich habe gestern Akte geschaut, ich gestehe).
Vielmehr stelle ich mir, nachdem (!!!) ich mich intensiv mit dem vorliegenden Produkt (Musik / Game / whatever) beschäftigt habe, die Frage, ob ich mir als Verbraucher dieses Produkt kaufen (!!!) würde.
Hier kommen oft noch andere Gesichtspunkte zum tragen. Stichwort: Value 4 money (siehe hier wieder Talion). Was bringt mir z.B. ein Game, das mich absolut rockt, bei dem es aber nach 3h Spielzeit keinen weiteren Anreiz zum Zocken gibt. Will ich für 3 Stunden Unterhaltung 60€ löhnen? Finde ich im Jahr 2009 eine Laufzeit von 45 Minuten bei einem Verkaufspreis von 13€ angemessen? Als CDs neu waren und wir die Laufzeit von LPs gewohnt waren, war das selbstverständlich - aber die Welt hat sich seit den 80ern weitergedreht.
Klar, diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten, aber hier erlaube ich mir - meist im Fazit - eine zugebenermaßen äußerst kritische Würdigung solcher Fakten.
Natürlich muss der Künstler leben (dies ist z.B. ein Punkt, den ich aus den Comment gerne aufgreifen möchte). Aber die Produktionskosten (Booklet, Verpackung, Marketing) werden ja von der Laufzeit der CD nicht immanent beeinflusst.
Der Effekt auf die o.g. Kosten ist doch kein anderer, ob ich 12 Tracks "verkaufe" oder 22!? Und ich habe selbst schon CDs veröffentlicht und habe noch nie ein Angebot gesehen, bei dem Stand "Laufzeit 45 Minuten = Preis XY / Laufzeit 65 Minuten = ZZ" - Überlängen nehme ich hier bewusst aus.
Sprich, verkauft mir ein Künstler wenig Laufzeit, war er prinzipiell faul und verlangt - gemessen an der Konkurrenz aka den anderen Rappern - für weniger Arbeit gleichviel Cash. Als Fan würde ich mich hier verarscht fühlen, weil der Künstler ja weiß, dass die die hard Fans jeden Dreck kaufen (übertrieben formuliert).
Das schöne am Internet (neben vielen hässlichen Dingen) ist, dass jeder seine Meinung haben kann und diese vertreten kann. Dies führt mich zu meinem nächsten Blogentry:
Meinungsvielfalt im deutschen Rapgame --coming sooner--
Anschließend - hier muss noch etwas recherchiert werden - möchte ich über Big Cash in Little Germany aka was verdienen Rapper referieren. Ein spannendes Thema, nach dem der ein oder andere vermutlich freiwillig eine klassische Bänkerlehre anfangen wird.
--coming soon--
Und aktuell überlege ich noch, ob ich der jungen Generation erklären soll, wie man zu einem Redaktionskürzel "DON" kommt.
Am 9. April erscheint das CunninLynguists Album “Strange Journey Volume One”, das bisher unveröffentlichte Remixe, hochkarätige Kollaborationen sowie einige komplett neue Songs enthält. Zu den Gästen zählen sich Slug (Atmosphere), Killer Mike, Khujo (Goodie Mob), Looptroop Rockers, Hilltop Hoods, Mac Lethal, Skinny DeVille & Sishscales (Nappy Roots) und Tonedeff.
Ich liebe das Leben - eigentlich ist das Leben eine tolle Sache. Allerdings hat der liebe Herrgott, dem ich übrigens die größten Props für sein Lebenswerk ausspreche und eigentlich sollte er ja jedes Jahr einen Oskar bekommen, aber zurück zur Tatsache, dass das Leben schön ist. Ich meine der Frühling lässt auf sich warten und auch sonst gibt es etliches, worüber man jammern könnte und trotzdem bin ich zufrieden. Sowas gibt es noch. Trotzdem kocht es mal wieder in mir, weil der liebe Herrgott in seiner großen Weisheiten offensichtlich einen Fehler gemacht hat. Ich meine er so in diesem ganzen Schöpfungskonzept mein unstillbares Verlangen nach Mobilität geschaffen, was an sich gut ist. Warum allerdings torpediert er es regelmäßig? Und nein, ich rede jetzt nicht von der Unzuverlässigkeit meines aus dem FIAT Konzern entstammenden Fahrzeuges. Überhaupt nicht - mein treuer 156 ALFA ist mehr als treu und blubbert anstandlos über jede Land,-Bundes- Kreis- oder Dorfstraße und verrichtet seinen Dienst. Diesel ist auch wieder günstiger - wow - die Tage echt für 95 CENT getankt - und überhaupt kann ich mein Auto nur wärmstens ans Herz legen. FIAT rockt - logisch!
Aber zurück zur göttliche Schöpfung:
An welchem Tag bitte ist denn unserem Schöpfer der Mustelidae aus dem Arsch gekrochen?
Was ein Mustelidae ist?
Ich meine es klingt doch bereits nach Pusteln und ähnlichen Schöpfungserrungenschaften. Ein Mustelidae ist eine Missgeburt und da bereits der erste Mustelidae eine Missgeburt war, gehe ich davon aus, dass alle seine Nachkommen per Definition Missgeburten sind. Aus der Art der Mustelpustel ist dann auch der Martes foina hervorgegangen und zu 100% ist ein Abkömmling auch auf den Mustelidae UND Martes-Strich gegangen, was jeden Mustelidae nebst Martes zu einem... ach ja... ich bin hier in einem HipHop Blog aber muss ich hier gleich die H-Bomb droppen? Ja - ich rede hier von Mardern und diese Missgeburten der Schöpfungsgeschichte lieben meinen Turboschlauch. Alfa auch - denn das Teil kostet 160€ - MATERIAL!
Grüße an dem Fall an meine hochgeschätzt Teilkasko, die hier mal wieder einspringen darf, aber darum geht es nicht.
Es geht um diese dreckigen Schöpfungsfehltritte auch als Steinmarder bekannt und erschießen darf man so Tiere nichtmal, da sie dem Jagdrecht unterliegen. Aber was bitte, liebe Jäger, ist gegen einen Unfall einzuwenden, bei dem ich den armen Marder ausversehen überfahren habe? Hmm Mitten im Acker könnte diese Argumentation vor dem Richter löchrig wirken oder?
Ob dieser Blog einen Sinn hat? Nein - ich wollte nur mal wieder meinen Blog füttern und etwas sinnloses von mir lassen.
Oh Mann, ich hab ja schon ewig nicht mehr gebloggt und das, obwohl mir eigentlich ständig viel durch den Kopf geht. Aber heute habe ich keinen Bock euch an meinem Leben teilhaben zu lassen. Vielmehr freue ich mich über Snoop Doggs Father Hood Vol. 2, welches sich in Form von zwei YouTube Videos ankündigt. Wer noch nicht genug von Reality-Promi-TV hat: baddabing
Deutscher Hiphop ist am Arsch! Wie sehr am Arsch beweist Bahar. Kennt ihr nicht? WIE IHR ERINNERT EUCH NICHT?
Ist ja egal, weil Bahar kennt die Deutschrapsociety! Als da wären (natürlich) Bushido, Sentence, Kid Kobra,
Die gute Frau will ein Album machen. Die gute Frau hat aber kein Cash auf Tash und bittet darum DICH zu spenden. Bereits vorab als Dankeschön gibt es Gossip en masse. Ich sag mal nichts dazu, sondern lasse Bahar sprechen.
Jetzt sind wir schlauer und ich weiß einmal mehr, warum Burger King und McDonalds Jobs anbieten. Dort kann man sich nämlich auch ein wenig zusammensparen, um eine 1000er Pressung zu realisieren. Aber nein, statt dessen stecken manche "Künstler" ihre Energie in "Gossip TV" auf YouTube.
Hier der "verlorene" Blog, den ich euch bereits vor ein paar Wochen kredenzen wollte, allerdings ist die entsprechende Seite immer noch nicht wiede sauber verlinkt und das Album, welches ich euch kredenzen wollte, immer noch nicht wieder verfügbar. Egal - hier der verlorene Blog - die Tage gehts weiter mit dem 01. Mai-blog und weiteren tollen Neuigkeiten....
Erstmal für diejwenigen, die meckern, dass mein Blog zu spät kommt. Eine entscheidende, also für diesen, heutigen Blog, Seite wurde von einem testa di cazzo gecrackt und so hättet ihr euch das Geschenk der Woche vom Freund der Woche nicht laden können. Fertig war ich rechtzeitig, aber das sind ja wohl höhere Umstände die ICH nicht zu vertreten hab. Also - los gehts mit dem Blog:
Oh Mann... die Welt ist verrückt. Mein Leben auch und was Höhen und Tiefen angeht, kann ich ein Lied singen? Eines? Mehrere, aber ich will hier kein Moses-P Intro biten. Ich will auch nicht jammern, anderen gehts auch scheiße und heute hatte ich ein - für meine Sicht - zufriedenstellendes Meeting auf dem ich meine erste Präsentation auf Italienisch gehalten habe. Fachchinesisch auf Italienisch ist eben doch was anderes wie "Gib mir mal das Brot rüber" oder "Halt die Klappe du Penner". Na mean? Komisch dass mir jeder vorher gesagt hat, ich würde ja so gut italienisch sprechen und war dann doch so nervös, dass ich böse gestammelt habe. Nur gut, dass mich meine Chefin regelmäßig gerettet hat. Tja und überhaupt war mein Dad dieses WE wieder mal mit frischen Canoli da - frische Canoli - maddonnaa.... aber was wisst ihr schon.
Aber gut, genug Schwenks aus meinem Leben - let's get down with business und ich habe natürlich auch diese Woche einen
Freund der Woche
ZAKO
Zako ist - passend zur Einleitung - Italiener - sofern man Neapolitaner als Italiener bezeichnen möchte. Eigentlich, v.a. wegen ihres Dialekts (?) sollte man ihnen eine eigene Nationalität zusprechen. Hmmm... als Sizilianiscer Schwabe jetzt besser mal die Fresse halten, sonst kommen Nord-Italiener und Karlsruher gleichermaßen, um mich wegen meines Dialekts anzulallen. STOPPIT zurück zu Zako. Zako ist ein reinrassiger Oldschooler. Nein, er trägt keinen Rucksack - er schlägt dir vielleicht deinen mit Cans gefüllten Backpack um die Ohren, wenn du ihm krumm kommst. Dabei ist er ja eigentlich liebenswürdig. Woher ich das weiß? Keinen Plan, hab ihn leider noch nicht persönlich kennengelernt, aber Luke sagt, er sei cool und Luke hat immer recht. Außerdem hat Zako einen exklusiven Track für mein Slangbang 3 beigesteuert und der war mal dope. Wenn du ihn cool fandest bist du cool, wenn nicht, bist du ein... ach so...ich bite K.I.Z.? Du bist dann trotzdem ein Bastard. Wenn du dagegen nie gehört hast, hast du Slangbang 3 nicht, und das macht dich zum Ignoraten. AUSSERDEM kann jemand, der "L'italiano" von Toto Cotugno samplet (checkt den Track auf seiner MySpace-Playlist - inklusive einem DERBEN Ausflug in die neapolitanische Slangecke) kein schlechter Mensch sein, dass hat Zako nämlich auf der DJ ACE -LP gemacht. Wenn du DJ ACE kennst bist du cool, wenn nicht... naja seht oben nochmal nach.
Vor geraumer Zeit hat Zako nun also ein komplettes über sich Album ins Netz gestellt. "Su di me" und diejenigen die italienisch sprechen, dürfen wieder mal 5 € für ein billiges Wortspiel in die Wortspielkasse von mir einfordern. "Su di me" sollte eigentlich auf hiphop.de gefeatured werden, dummerweise ging das mit dem Relaunch etwas unter und aus diesem Grund muss ich die Möglichkeit nutzen, über meinen Blog etwas Welle zu machen. Z A K O - Basel - Stadt am Rhii (oder so) und überhaupt, guter Rap, gute Beats, natürlich von DJ Def Cut, und schon etwas für die Boombap - Kopfnickerfraktion. Und auf italenisch! Ma tu capici come va? No? Mavaaaaa! Überhaupt sollte ich auf hiphop.de endlich mal was über italenischen Rap machen - ist auch schon in der Pipeline, aber da ich die Tage noch Onkel werde und im Job auch etwas Vollgas geben muss, bin ich redaktionell momentan eher "faul". Ma tu capisci come va? No? Maaavaaaa. Also jetzt hört doch auf mit dem Lesen meines geistigen Unrats - steigt auf den Funky Train, schmeißt Euch ordentlich funky dopamina, legt das Ohr nicht auf die Schiene der Geschichte, denn da hört man il suono della strada nicht aber nehmt auf jeden Fall Ausfahrt Def Cut, der leitet euch über den Transit direkt zu Zako - "Su di me" - also eigentlich "Su di lui", aber das klingt ja nicht so persönlich.
Bevor wir uns in die harte Realität des neuen Potts werfen, wollen wir erstmal wieder in der Abteilung freundliche Grinsekatzenmoderatoren und solche, dies werden wollen wildern: Craig Cohen ist auf der Suche nach musikalischen Talenten in good ol Germany. Also herzlich willkommen bei Music Watch und er braucht eure Hilfe. Also helft ihm, ich weiß zwar nicht, was das soll, denn immerhin gibt es ja bereits den Don, der MySpace nach Talenten durchforsten, aber schick uns oiar media - und das now und so. Hmmm hab ich echt schon ein derart mieses Niveau erreicht, dass ich mich über die Aussprache von Amis lustig machen muss? Ich meinte das natürlich gar nicht als lustigmachen, sondern wollte lediglich wortgetreu zitieren ihr Halbaffen.
Ehrlich gesagt weiß ich ja nicht, ob ich das funny oder so finden soll. Auf jeden Fall macht der liebe Craig auf seinem Profil ordentlich den Hampelmann und evt. gibt es ja auch bald ne Sendung, in der er mit seiner funny Ausstrahlung ganz moderat über Artists in Deutschland talken. We will see...
Außerdem ist es laut Roy Black prinzipiell schön auf der Welt zu sein. Was Roy allerdings geraucht hat um ne Biene mit nem Stachelschwein reden zu hören, ist unbekannt. Hoffentlich übersetzt auch niemand Snoop den Text, weil sonst lässt er künftig sein Chronic in CA und raucht nur noch deutsche Butterblume oder so. Egal - ist zwar Werbung, aber cool gemacht, also Snoop Black aka Roy Dogg und it's crazy odr nüüt?
Apropos Anglizismen. Das - Leute jetzt kommt die Überleitung des Jahres - haben ja S&P auch ganz gut im Griff und S&P als Flagschiff des neuen Potts, sind ja in der Oberliga nicht erst gestern angekommen. Noch nicht ganz Oberliga, aber zumindest in meiner Friendlist angekommen (na hab ich zu viel versprochen) ist der aktuelle Freund der Woche.
Ich geb ja zu: der neue Pott ist so neu auch nicht. Da ich allerdings nie so 100%ig auf den alten Pott geflasht habe, begrüße ich aber den neuen Pott. Ganz ehrlich und ich weiß es wird gleich mit Steinen auf mich geworfen, aber Too Strong habe ich nie gefeiert. Ok "Rabenschwarze Nacht" war der Knaller, aber ich glaube das lag halt am Stormtroopers-Theme - darüber hinaus konnte ich mich für die Jungs irgendwie nicht so recht erwärmen. Und sonst? ABS? War nice, RAG, war auch ok, aber um ehrlich zu sein, haben es in der "guten, alten Zeit" gerade mal Creutzfeld & Jakob geschafft, mich richtig auf Flashabfahrt zu schicken. Nun gibt es aber den neuen Pott und dem kann man sich so oder so nicht entziehen.
Aus diesem Grund verneige ich mich in dieser Woche vor dem neuen Pott - oder um es mit anderen Worten zu sagen:
Freund der Woche ist
Koosh45
Koosh ist an sich kein gänzlich unbeschriebenes Blatt. Zwar schafft er es nicht, eine brauchbare Bio auf seiner Seite unterzubringen, dafür gibts eine Disographie und Tatsache, man hat Koosh auf Erc's "Ear 2 the Street", gemeinsam mit den 45ers auf Manuellsen "Hoodalbum", auf den beiden Feuern über Deutschland und jüngst auf dem 45 Sampler von "GE bis an den Broadway" Vol. 2 gehört. Letzteres sollte man sich definitiv angeln, denn die drei Tunes, die davon auf dem MySpace-Profil gelandet sind, rocken.
Da wäre das nachdenkliche "Heimat", dass einen etwas abwechslungsreicheren Beat hätte vertragen können, die "Süden bis zum Pott" auf dem die Hookmaschine Kaas neben einem Part dieselbige droppt, wenn der Süden im Haus ist, dann oh mein Gott und überhaupt K Doppel flowt wie üblich krank im positiven Sinne und Koosh Streetraps passen wie die Currywurst zum Pott oder Frauenhass zu Sucuk Ufuk. Btw: Sucuk Ufuk rollt auch vom "Süden bis zum Pott" - checken und feiern. Last but not least gibt es noch den "Kansas City Shuffle" mit den neuen Südenbubenz Ali A$ & Pretty Mo.
Weitere Features warten in Form von Taichi, Casper, Decino, dem Karlsruher R-Bil, Decino sowie den KielCity FlyGuys - alles in allem 14 Tracks, bei denen sich zumindest die ersten Hörbeispiele ihr Geld wert sind.
So irgendwie war das jetzt doch alles viel Werbung heute. Naja dafür ist heute erster Mai und ich immer noch ziemlich kaputt von gestern. Was gestern ging, erzähle ich euch aber im nächsten Blog.
Nachdem ich ja die Tage schon nen Blog veröffentlicht habe, versuche ich meinen Fauxpax mit den ausgelassenen Wochen wieder gut zu machen, und droppe die Freunde der Woche jetzt halt in schnellerer Abfolge. Ich bin einfach ein toller Typ oder? Fangen wir aber erstmal mit den Geheimnissen des Lebens an. Also zuerst wäre da Straw, eifrigen Hiphop.de-Community-Members bestens bekannt. da war ich nach EWIGKEITEN mal wieder auf meinem Profil und musste feststellen, dass mir Straw ein Video hinerlassen hat. Nein, kein Privatvideo von ihm und einer seiner Ollen. Das will doch kein Mensch nicht sehen. Ein Video von Shawn Desman aka Wayne Desman aka Shawn Wayne, weil Shawns, ich darf doch Shawn sagen?, "Red Hair" so mit der übelste Pop-R'n'b ist, der mir in letzter Zeit untergekommen ist. "Ja Don, jetzt sei halt mal nicht so", doch. Straw das war mal RICHTIG crap und richte Shawn aus, er möge das nächste Mal beim Frisör darauf bestehen, dass der seinen Job auch durchzieht. Grausam, was manche für die Karriere mit ihrem Kopp so anstellen. So ne Behaarung will doch ein normaler Mensch nichtmal am Poppes haben.
Also Straw - ab in die Ecke schämen - alle anderen Video checken und FREMDSCHÄMEN
Shawn Wackelstimme Desman mit rotem Haar-Song für die Schmerzfreien
Whatever und weitah gehts:
Ich hab noch ne nette Post bekommen. Diesmal aber myspace, wo ich ein Freundschaftsangebot von "ma" und mamma mia, da lachen aber einen auch zwei Augen an. Also noch mal reingeschaut und die "ma" aus DEKALB Illinois ist ja ne ganz ne [T]olle. "I have to admit I'm very sexual with a lot of passion ready to share it with a sexy, intelligent man. SWF chesty 5'6" brown hair with highlights, 36C. So if you are ready to exchange a couple of emails, let's do it... check my cam and pics here pseudo daBomba", schreibt sie in ihrem Profil. Ist nicht viel, aber gut. Ihre "Freundinnen" haben allesamt auch recht viel zu bieten und ein ähnlich intellektuelles Betätigungsfeld. Obwohl mich die leichtbekleidete Grinsekatze mit "Puck die Stubenfliege"-Sonnenbrille freundlich angelächelt hat, hab ich bei diesem Angebot trotzdem mal freundlich abgelehnt. Bekommt man jetzt XXX-Angebote auch noch bei MySpace? Reichen die Penis-Enlargement & Blaue Pillen-Mails nicht aus? Ich hasse Spam.
Aber gut, dann machen wir mal weiter. Wer wird diese Woche Freund der Woche? Schon wieder? jaja, siehe oben - Klappe halten.
Knapp gescheitert ist der Kreuzberger Luxuz, den ich an dieser Stelle eigentlich als ersten Vertreter der Streetrapgilde nennen wollte und der mit seinem Bushido-Style-Rap durchaus punkten konnte. Aus diesem Grund checkt doch der Fairness halber: http://www.myspace.com/luxuz36
Wer ist dann Freund der Woche? Schon wieder so n Müslirapper, der die Welt verbessern möchte? Nein, viel schlimmer! Ein Italiener!!!! Außerdem höre ich auch gerne Dancehall und Reggae und aus diesem Grund ist
FREUND DER WOCHE DJ Tubet
Ich gebe ja zu, der Junge aus Udine hat einen ausbaufähigen Flow, aber die rauchige Stimme passt nach meinem persönlichen Gusto recht gut auf die Riddims die er so für sich pickt. Mich verwundert etwas, dass der Junge straight edge ist (hallo? Reggae, Dancehall und kein Weed? Ist ja wie ne Polizeikontrolle bei der sie sich dafür entschuldigen, der Zeit der Leute zu verschwenden.). Außerdem ist er, und das ist für einen Italiener noch schlimmer: Vegetarier. Hallo? Pasta Bolognese? Eine schön gegrillte Salsica? Madonna - ich müsste mich erschießen, aber ich muss ja auch nicht mit Tubet das Leben tauschen. Weiter mit Tubet: Er ist Teil der hierzulande extrem unbekannten DHL Posse und ist bereits seit 2002 in diesen musikalischen Gefilden unterwegs. Leider fehlt mir bei einigen Tunes so ein bischen der Feinschliff und vermutlich wird Tubet meine Ausführugen nicht bis ins letzte Detail nachvollziehen können.
Weiter gehts mit den Videos, wobei mir "Princess" mit seiner freakigen Optik sehr gut gefällt. - allerdings bin ich danach noch verstörter. Wie kommt der Typ auf so ein Video ohne Ganja? Okay, ich mein ich hab mit dem Zeug ja auch nichts am Hut, aber ich drehe ja auch nicht solche Videos:
Dj Tubet - Princess
Unterhaltsam, aber ehrlich gesagt ZERO verständlich ist der kurze Freestyle
Gänzlich apacella, aber eben vor malerischem Hintergrund dagegen der folgende Tune, der wohl auch aus Tubets Album stammt:
Das war es mal wieder von mir. Bleibt sauber, bleibt gesund, trinkt nicht so viel Alkohol und lasst die Finger von Drogen und verendeten Tieren in der Innenstadt.
Und nun dürfen die Hater schreien, ich hätte meinen Wochenschnitt nicht gehalten. Wohl wahr. Ich hatte Anfang April Woche einen Blog verfasst, der war sogar halbwegs lesenswert, aber dann musste ich feststellen, dass das Album, dass ich euch schenken wollte, nicht verfügbar ist, weil die Seite von einem Hacker geknackt wurde. Inzwischen steht die Seite wieder, allerdings ist das entsprechende Album nicht mehr richtig verlinkt. Shit happens.
Das gilt übrigens auch für den VfB Stuttgart, der dank eines französischen Nationalspielers böse abgeloost hat heute. VER**** SCHEISSE nochmal - das waren wichtige drei Punkte und bis zur 70. Minute hätte man ja auch n Unentschieden verdient gehabt. Aber wir reden hier von Fußball und nicht von Gerechtigkeit. Fußball ist verrückt und das gilt übrigens auch für das Leben. Hab ich erwähnt, dass ich Single bin? Nein, keine Sorge, jetzt kommt kein Gejammer von wegen ich will ne Beziehung oder so n Quatsch. Im Gegenteil. Ich bin sowas von froh, dass ich momentan keine habe. Irgendwie jammert mich jeder aus meinem Bekanntenkreis momentan voll, dass es wahlweise nicht läuft oder dass mein Freund / meine Freundin Schluss gemacht hat. Tja, wie hat es Sucuk Ufuk gesagt? Was ist eine Frau? Richtig. Und was machst du, wenn sie dir auf den Senkel geht? How di Ho! Auf der anderen Seite scheinen es die Ladys auch etwas schwer mit uns Kerls zu haben. Okay ich drück mir mal kurz die Träne weg für all die emotional geschickten und kümmer mich doch mal ums wesentliche:
Ich war gestern - als meine Fußballwelt noch in Ordnung war - mit meinem Homes Thaison in der Jury des Play Live Vorentscheides in Reutlingen. Ich sag ja Weltstadt, aber eine der Band meinte, Reutlingen liege übelst in der Pampa. Naja, die Crew kam aus Stuttgart. Kennt wieder kein Sch... darum zur näheren geographischen Eingrenzung: Stuttgart bei Reutlingen. Stuttgart hat halt das Problem, dass es nicht in das S-Bahn-Netz von Reutlingen eingebunden ist, aber was will man machen. Zurück zu Play Live. Das ist ein sehr cooler Nachwuchswettbewerb der den Crews auch die Möglichkeit gibt von einer fachkundigen Jury Feedback zu bekommen. Ich mache sowas ja sehr gerne. Thai verleiht mir irgendwann mal noch den Newcomer-Tipgeber-Nobelpreis des HipHops. Im Halbfinale trafen einige Bands aufeinander, die sowohl musikalisch als auch stilistisch extrem weit auseinander lagen. Und da ich heute gleich mal von einer der Crews geadded wurde, muss ich nicht lange überlegen, wer diese Woche Freund der Woche wird.
Also setzt euch und baddabing baddabon FREUNDE DER WOCHE sind
"So & So"
Live waren So & So an dem Abend So & So. Heißt im Endeffekt, dass sich die Jungs nachher von mir einiges an Kritik einfangen mussten, wobei das auch für die anderen Crews galt. Das liegt sicherlich auch an meinem Ansatz, das Lob niemanden wirklich weiter bringt. An der Kritik kann man wachsen, am Lob nicht. Komisch oder? Ist aber so. Auf jeden Fall habe ich mir das Snippet ihrer aktuellen LP "Von Aussen" angehört und das obwohl die Jungs aus Kaaaalsruh sind. Naja, kann jedem passieren. Aber ich muss sagen, dass ich Live jetzt nicht sooooo geflasht war, mir das Snippet aber erstaunlich gut gefällt. Coole Raps, nette Geschichten und hier und da fähiger Gesang. Mag den harten Street-Ghettokids etwas zu cheesy klingen, aber So & So wollen vermutlich auch nicht mit Bushido & Co auf Tour gehen. Klar klingen die beiden hin und wieder ausbaufähig und evt. auch hier und da zu brav, aber die Richtung stimmt. Na mean?
Gemastered hat das Teil übrigens Busy. Das sage ich nur deshalb, weil Thaison es ja eigentlich unnötig findet, wenn man einem so bekannten Mastertypen Geld in den Rachen wirft, wobei ich sagen muss, dass Busy seinen Job, zumindest was den Sound des Snippets angeht, gut gemacht hat. Ob es das Geld wert war? Ja fragt halt Thaison. So & So scheinen happy damit zu sein und laut eigener Aussage auch was dabei gelernt zu haben. Die Typen sind übrigens auch wirklich so und so und ich hab denen ja auch den Tipp gegeben sich optisch, also die beiden Rapper, weil den Dritten im Bunde nimmt man irgendwie so richtig nicht wahr, auch als So & So zu präsentieren (Klasse Satzbau - mein Deutsch-LK-Lehrer wäre stolz und würde mich wieder in die Unterprima stecken). Ich bin halt doch der Dieter Bohlen des Rapgames. Was ich genommen habe? Sonne! Heute massig Sonne getankt und evt. nen kleinen Sonnenstich, weil der Blog hetue wirklich zusammenhangslos ist. Egal, während der eine Kollege eher so wie der typische HipHop-Kid artig mit Hoodie daherkommt, macht der andere der beiden einen auf Schwiegermamas Liebling. Da sich die beiden auch stimmlich sehr unterscheiden bietet sich ja ein "Black/White"-image irgendwie an. Zumal es ja fast schon kein Imageding wäre, sondern auch den beiden passt. Versteht hier eigentlich wer, worauf ich hinaus will? Nicht? Damn. Na gut - ich lass es gut sein für heute. Checkt die MySpace-Seite mit einer langen Bio, die laut den Jungs ja eh kein Mensch zu Ende liest. Tja Parka, tja J.K - ich bin halt ein Übermensch und hab es bis zum Ende geschafft.
Leute - was für eine Woche und ich weiß, dass der "Freund der "Woche" mal wieder einen Tag zu spät ausgerufen wurde. Aber nachdem ich mir vergangenen Donnerstag diverse Lichtchen ausgeblasen hatte, nur um nach ein paar Drinks und einem abschließendem Zombi als selbiger durch die Altstadt Ulms zu torkeln und zudem Tags darauf nichts besseres zu tun hatte, als mich bei einer "gemütlichen" Poker runde mit einer gepflegten Flasche Martini nebst Wodka-Mische erneut ins Delirium zu zocken, muss ich mir irgendwas eingefangen haben. Über die Konsistenz meines Abgangs will ich mich an dieser Stelle gar nicht weiter auslassen, zumal v.a. die weiblichen Leser hier sofort mit einem "UHHHHH Don - du bist ja sooooo eklig" abziehen würden. Aber Ladys, wenn ein Kerl sich nicht traut (wohlgemerkt allein in seinen vier Wänden ohne weiblichen Besuch) ordentlich einen fahren zu lassen, dann stimmt irgendwas nicht. Dann ist definitiv etwas faul im Staate Dänemark - in diesem Fall eher in meinem Verdauungstrakt aber - und LEUUUTE jetzt kommt die Überleitung des Jahres - ein aktuelles Freundesangebot aus der MySpace-Ecke hat mal rein gar nichts mit Scheiße zu tun (Na? Hab ich bezüglich der Überleitung zu viel versprochen?)
Aus diesem Grund ist:
FREUND DER WOCHE: EL MATADOR
Um ehrlich zu sein, hat mich ja das Label des Matadors geaddet und nicht der Matador selbst. Das Label hört auf den passenden Namen "Bodensee Records" und stellt sich mit den etwas treudoofen Satz: "Was ist der Bodensee?" vor. Süß! Die Frage wird übrigens beantwortet mit "Zunächst ein 395 Meter über dem Meer gelegenes und mit 48,4 Kubikkilometer Wasser gefülltes Becken, dessen von einem 265 Kilometer langen Ufersaum umgebene Oberfläche 539 Quadratkilometer misst und Deutschland, Österreich und die Schweiz verbindet." Wow! Gabs einen unter euch, der jetzt was neues gelernt hat? Nicht? Das hat "Bodensee Records" auch erkannt und fährt fort: "Das sind dürre, statistische Zahlen von vergleichsweise unwichtigem Aussagewert. Denn der Bodensee ist mehr."
Danach wird es allerdings etwas zu metapyhsisch, wenn man versucht dem See, wie er von seinen Anwohnern liebevoll genannt wird, ein eigenes Bewusstsein zuzusprechen. Derartiges weibische Gefasel kann ich nicht gut heißen. Die Jungs bräuchten definitiv jemanden, der ihnen nen anständigen Pressetext schreibt. De-Fi-Ni-Tiv. Warum ich so viele Worte über das Label an statt über den Freund der Woche verliere? Tja, der taube Siech ist Franzose und ich nicht. Die Bio des französischen Rappers ist Französisch und wisst ihr, was ich nicht kann? Russisch... und Französisch! [haha und wieder 5 € un die schlechte Wortspielkasse]. Na gut, ich will mal nicht so sein:
El Matador stammt aus Marseille und veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem französischen Label Bombattak sein Debüt über Bodensee Records. In Frankreich released der Junge über Warner und da fragt man sich, warum der Mann in Frankreich Majorsupport hat, während er in Deutschland auf ein derartig bekanntes Label wie Bodensee Records zurückgreifen muss? El Matador hatte zudem seinen ersten öffentlichen "Auftritt" auf dem Soundtrack zu "Taxi 4", einer Filmreihe die wohl nur von Franzosen gefeiert werden kann. Ich fand die ersten beiden Teile nämlich nicht nur scheiße, sondern eher... naja checkt mal oben, was ich zum Thema Konsistenz geschrieben habe. Na Mean? Darüber hinaus hat El Matador die hierzulande unbekannte Single "A Arme Eagles" zur französischen Version des Kinoblockbuster 300 geschrieben. Am 10.09.2007 erschien sein Debütalbum, das auf den Titel "Partie de Rien" heißt. Was das heißt? Ja was weiß ich denn! Und sonst? Ja reicht das nicht ihr undankbaren Schweine?!
Das reicht immer noch nicht? Na gut - anbei noch ein paar Videos von dem youtube - Bodensee Records bietet nämlich kein Snippet an und ich bin zu faul mich zu Bombattak zu klicken, um zu checken wie weit ich dort ohne Franzkenntnisse kenne.
EL MATADOR "GENERATION WESH WESH"(der Taxi4-Track)
El Matador - Evasion
Clip El Matador feat Brasco - Tapage nocturne
El Matador - 13 NRV
Haha und wenn man bei dem youtube "El Matador" eingibt, bekommt man den folgenden Treffer: KANN ich euch nicht vorenthalten:
Europop der 90er trifft Reggeaton?
Und darum schließe ich heute mit einem "No Comment"
Ach Kara - jetzt heul doch nicht wieder. Dieses Depri-Getue ist doch nichts. Was? "Depressive Surferboy"? Fuck you! Sei ein Mann und nimm die Sachen selbst in die Hand! Tust du? Altaaaa... ich rede jetzt nicht vom Wixen. Tust du auch? Ja gut, wissen wir - wer nicht. Aber bitte doch nicht in der Öffentlichkeit. Du hast einen Track darüber geschrieben? Na gut! Du hast auch ein komplettes Album zum Download bereit stehen und keinen interessiert es? Keinen? Djunge - nun heul nicht schon wieder. MICH interessiert es. Ja und ich mir das Ding auch angehört und finde es nice, nur öffentlich zugeben will ich das nicht. Nachher behauptet noch wer, ich könne dich sympathisch finden. Nachher steh ich mal wieder in einer Jury eines Freestylebattles und muss dich loben - das in Reutlingen damals war definitiv zu viel. Also das war definitiv grenzwertig.
Und bevor jetzt wieder alle "Homiebusiness" schreien: Ich kenne Kara schon seit ein paar Jahren ohne dass uns jetzt eine tiefe Freundschaft verbinden würde. Trotzdem kann man down sein, trotzdem kann man feiern und natürlich respektieren wir uns. Wobei das mit dem Respekt so eine "Süden-Variante" des Respekts ist, der sich oft im gegenseitigen Disrespektieren ausdrückt. Versteht ihr nicht? Djunngggss - Süden halt!
Aus diesem Grund habe ich vor einigen Jahren auch "Karanoia" in der Demosektion von Hiphop.de vorgestellt. Es folgten annehmbare Bewertungen für die "Mündliche Prüfung" der Niederen Beweggründe und jüngst eine Review zum Motell Music Sampler "Guter Name" und nun geht Kara eben solo an den Start da er sich trotz meiner zahlreichen Versuche nicht vom Rappen abringen lassen wollte. Auch dass ich molotowwerfend einige Konzerte von Kara und seinen Jungs (checkt Niedere Beweggründe, checkt Motell-Music) besucht habe, konnte nicht verhindern, dass ich mir besagtes Album anhören musste. Um ehrlich zu sein, war da wohl eher seine großbusige, blonde Promofrau schuld. Aber wie auch immer Kara hat es geschnallt: Wenn man nicht rappen kann, dann muss man seinen Shit eben mit Sex und Bestechungsgeldern an den Mann bringen.
Also ladet Euch "Depressed Surferboy" herunter, damit ich endlich den beschissenen Maybach von Kara bekomme. Ich hätte behauptet Kara könne nicht rappen? Ja und? Ich habe auch behauptet er sieht scheiße aus!