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Nicht immer sterben die Besten Jung!

6.09.2007 - 07:18

Picture of opera tenor Luciano Pavarotti

Man möge mir vorwerfen, dass ein solcher Eintrag hier nichts zu suchen hätte. Auf der anderen Seite spüre ich einen viel größeren musikalischen Verlust, als wenn uns 50 Cent verlassen hätte. Um ehrlich zu sein, spielt der musikalische Verlust, den ich verspüre in einer Liga mit Pac, dessen (viel zu frühes) dahinscheiden mich seinerzeit durchaus auch bewegt hat. Heute ging eine der großartigsten Stimmen von uns. Eine Stimme, die stets ihresgleichen suchte und vermutlich lange suchen wird. Die Rede ist von Luciano Pavarotti -und von mir aus nennt es "verdammte Itackerscheiße", aber nach Erhalt dieser Nachricht schlug mein italienisches Herz langsamer, schwerer. Ja man kann sagen, dass ich betroffen war, auch wenn ich diesen Menschen nie kennengelernt habe. Seine Musik allerdings gab mir oft Kraft, seine Stimme Mut, seine Taten waren Vorbild. Grund also, mich an dieser Stelle dem am 12.10.1935 in Modena als Sohn einer Bäckerfamilie geborenen Startenor zu widmen. Ich will den werten Leser nicht all zu sehr mit Fakten langweilen. Halten wir es short and simple, wie eine Englischlehrerin stets betonte.                                                            

 

Durch seinen Vater, der selbst lokal bekannter Tenor war, gelangte Pavarotti zur Musik und lernte schnell den Gesang. 1956 beschloss er, sein Talent zum Beruf zu machen und begann mit dem Studium der Sangeskunst, wobei er sich als Versicherungsvertreter sechs Jahre lang über Wasser hielt, um sich so das Studium zu finanzieren. Bereits als er 1961 mit Puccinis "La Boheme" debütierte, waren sich alle ob des Talents des jungen Mannes bewusst. Wie weit er es bringen würde, ahnte damals vermutlich noch niemand (auch wenn heute alle anderes behaupten).  Im Prinzip arbeitete Pavarotti an allen wichtigen Stationen und Häusern mit und avancierte sogar zu einem der wenigen Popstars, die die Klassikszene zu bieten hatte resp. hat und selbst das höhere Alter konnte seiner Stimme nichts anhaben und dementsprechend traurig war die Fanwelt, als er 2005 seinen Rücktritt bekannt gab. Als 2006 Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert wurde war die Bestürzung groß. Eine OP brachte nun offenbar doch nicht die gewünschten Resultate und in den letzten Wochen ging es dem Startenor zusehends schlechter. Zwar war der Tumor entfernt, aber das Immunsystem wohl doch nachhaltig geschwächt. Zuerst wegen einer Lungenentzündung eingeliefert, verstarb die großartigste Stimme Italiens heute gegen 05.00 an Nierenversagen.             

 

Es darf davon ausgegangen werden, dass er glücklich und zufrieden starb. So teilte er zumindest der "La Stampa" nach seiner OP in einem Interview mit::„Ich habe wirklich alles gehabt im Leben. Wenn man mir alles wieder wegnimmt, werden Gott und ich quitt sein. Also ist alles bestens.“

 

RESTA  IN PACE LUCIANO PAVAROTTI - TE RINGRAZIO PER IL DIVERTIMENTO CHE MI HAI DATO

 

Anbei noch einige Stücke, die mir sehr am Herzen liegen, v.a. ersteres, herzzerreißend gesungen und des Dons Lieblingsstück, sowie zweiteres, aus einer Puccini-Oper, solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen. Mir ist wohl bewusst, dass kaum einer hier wirklich diese Art von Musik bevorzugt, aber hört Euch wenigstens das erste Stück an. Zu Ehren Luciano Pavarottis. Weitere Infos finden sich auf der Homepage, des Ausnahmetalents.

 

Caruso

 

Una furtiva Lagrima

 

Nessun Dorma

 

James Brown and Luciano Pavarotti (It's A Man's World)

 

Luciano Pavarotti & Jovanotti - Serenata Rap

 

 

  


Kommentar ohne Titel

Anonymous | 7.09.2007 - 01:44
WORD ! RIP OG PAVAROTTI

Kommentar ohne Titel

chriskm | 7.09.2007 - 11:39
Die "Pavarotti & Friends" Platten gehören wohl zu den einzigartigsten Platten welche die Musikindustrie hervorgebracht hat. Wenn ich mich recht erinnere hat sich Pavarotti auch beständig sozial engagiert. Woran sich etliche sog. Stars ein Beispiel nehmen sollten.



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