Irgendwann hat mir mal jemand erzählt
das Training mit Gewichten Spaß macht. Nun ja, er hatte recht. Es
macht Spaß, so lange man das nicht mit einer gewissen
Ernsthaftigkeit betreibt. So lang du ins Studio gehst und ein
bisschen mit Gewichten und Maschinen rumhantierst, dann hast du Spaß.
Du kannst lachen, dich freuen, flirten – kurz gesagt: Spaß haben.
Du isst was du willst, trainierst wenn du Lust hast und kannst dir
den Tag so einteilen wie du willst. Allerdings kommt irgendwann der
Punkt an dem du dich entscheiden musst. Spaß haben oder ernsthaft
Muskeln aufbauen. Wenn du Spaß haben willst kannst du weitermachen
wie bisher wenn du ernsthaft aufbauen willst, ändert sich alles.
Du fängst an deinen Tag anders zu
planen. Du kannst dich nicht einfach abends mit Freunden treffen.
Schließlich musst du trainieren. Deine Ernährung ändert sich
radikal. Einfach so mal Burger essen? Nein, das geht nicht. Es sei
denn du willst Masse aufbauen. Dann hörst du nicht auf Fleisch und
Kartoffeln zu essen. Zusätzlich darfst du deine Protein- und
Kohlehydrat-Drinks nicht vergessen. In Verbindung mit Creatin spielt
dein Darm verrückt. Blähungen, Durchfall – das normale Programm.
Nach dem Beintraining kannst du dich nicht bewegen. Nicht vor lauter
Kraft, sondern weil du bei jedem Schritt das Gefühl hast dass deine
Beine explodieren. Deine Gelenke knacken weil du mit schwerem Gewicht
trainierst. Bei jedem Trainingssatz besteht die Gefahr einer schweren
Verletzung. In einem normalen Studio bist du bald als Arschloch
verschrien. Warum? Weil du den Laden bei jedem Satz zusammenbrüllst
und ständig so aussiehst als würdest du die anderen Anwesenden
auffressen wollen. Das liegt allerdings daran dass deine Gesichtszüge
ständig entgleisen. Die Leute nennen dich Freak. Kein Wunder, denn
du trainierst hart. So hart dass du jeden Satz bis zur völligen
Erschöpfung führst. Dein Körper ist übersät mit blauen Flecken
und Hautrissen. Ständige Schmerzen. Du hasst diesen Zustand. Du
hasst deinen Trainingspartner. Er brüllt dich an und zwingt dich
noch schwerere Gewichte zu nehmen. Nachdem du das Gewicht weggelegt
hast, würdest du ihm am liebsten die Nase brechen – allerdings
bist du noch nicht mal in der Lage aufzustehen. Du kannst beim
Training nicht mehr lachen. Die Freude ist weg und flirten ist auch
nicht drin. Der Spaß ist vorbei!
Allerdings verfolgst du ein Ziel. Du
willst die Leute schockieren! Sie sollen tuscheln und Angst vor
deiner brutalen Masse haben. Man soll denken dass du die Sonne
verdunkeln kannst. Du willst dass sie dich Freak nennen. Du weisst
dass der Schmerz dein Freund ist – Schmerz bedeutet Wachstum. Dein
Tag ist genau eingeteilt. Nach dem Aufstehen ein Kohlehydrat haltiges
Frühstück. Ein paar Stunden später einen Drink. Mittags Pute mit
Kartoffeln oder Pasta. Dann einen Drink. Dann zum Training. Danach
wieder einen Drink. Du hoffst dass der Schmerz vorbei geht. Wenn du
Glück hast, bleiben deine Gelenke gesund. Du misst deine
Körperfettwerte, dein Gewicht, den Umfang deiner Brust.
Der Spaß ist vorbei. Der Spaß hat
gerade erst begonnen.
Lange hat man einen Gedanken im
Hinterkopf. So etwas wie: „Boah – eigentlich nervt mich das hier
wahnsinnig...“ oder „Warum soll ich dafür 200 Euro extra
investieren?“ Aber den Wechsel wirklich angehen? Am langen Ende ist
man doch bequem und denkt sich: Ach, nächsten Monat geh ich das mal
an! Bis dann der Tag kommt an dem man sich entscheiden muss. Ein
lautes Piepen aus dem Lautsprecher des Laptops (der bis dato als
Desktopersatz diente) sagt dem geneigten Nutzer: Oha – der ist hin!
Nachdem alle Rettungsversuche vergeblich waren und eine Reparatur
definitiv zu teuer wäre, muss was neues her. Also ein neuer Rechner
und weil's so viel Spaß macht auch gleich ein neues Betriebssystem.
Was steht denn zur Auswahl? Günstig
muss es sein! Also wird (in den Mittagspausen der nächsten Tage)
nach einem Rechner geschaut und ein neues Betriebssystem gesucht.
Günstige Rechner gibt’s wie Sand am Meer. Das Problem nur: die
großen bzw. größeren Hersteller liefern alle ein vorinstalliertes
Windowssystem. Allerdings findet man – Google sei Dank – relativ
schnell ne Menge kleinere Hersteller die Rechner ohne
vorinstalliertes System liefern. Das wäre also erledigt. Bleibt nur
die Frage nach einem passenden Betriebssystem.
Windows XP oder Vista fallen raus. Zu
teuer und zu unsicher. Der große Vorteil von Windows: Es ist das
wohl benutzerfreundlichste System. Allerdings hat sich in den letzten
Jahren viel im Linux-Bereich getan. Bei Benutzerfreundlichkeit liegen
Ubuntu- und SuSe-Distributionen ganz weit vorn. Befragt man Amazon
bekommt man eine Menge Handbücher mit DVDs zum kleinen Preis. Völlig
egal ob SuSe oder Ubuntu. Beim Umstieg hilft so ein Handbuch allemal!
Allerdings sollte man sich, bevor man sich ein Handbuch zulegt, in
den einschlägigen Foren (Google-Suchwort: Linux Foren) schlau machen
welches Handbuch Sinn macht. Ein Profi-Handbuch macht relativ wenig
Sinn. Meine persönliche Empfehlung sind zwei Handbücher. Eins zur
Distribution die man ausgewählt hat, sowie ein
Distributionsunabhängiges Handbuch. Letzteres bietet einen
„großzügigeren“ Einblick in die Linux-Welt.
Hier noch eine Anmerkung zum Rechner:
Solltet ihr in die Linux-Welt
einsteigen wollen, besorgt euch euren Rechner bei einem
Linuxspezialisten. In der Regel dauert es nämlich ein paar Monate
ehe Treiber für neue Hardware entwickelt wurden. Wenn ihr neue
Hardware in einen bestehenden Rechner verbaut, macht euch vorher
schlau ob die Hardware die ihr einbauen wollt von Linux unterstützt
wird. Sollte dies nicht der Fall sein, wartet ein paar Monate. Das
ist gut für euren Geldbeutel und für eure Nerven.
Die Installation ist ähnlich leicht
wie die eines Windowssystems. Mir persönlich kam sie noch etwas
einfacher vor. Wichtig sind Fragen nach Partitionierung. Man sollte
sich zuvor Gedanken machen ob man vielleicht nicht doch nochmal
Windows benötigt. Eine kleine Anmerkung: Wer Linux nur antesten
möchte, kann sich Linux entweder als sog. Live-System ansehen oder
unter Windows installieren. Eine De-Installation ist dann problemlos
via Windows möglich.
Die ersten Schritte können einen
durchaus verwirren. Hält man sich jedoch an ein Handbuch, kann dem
Laien eigentlich nichts bzw. nicht viel passieren. Vor jeder
Systemänderung wird man gewarnt und dazu aufgefordert sein Passwort
einzugeben. Das macht den unbedarften User definitiv wachsamer und
schützt vor Fehlern. Ein Tipp am Rande: Man sollte nicht direkt
versuchen WLAN zu konfigurieren. Insbesondere von WLAN-USB-Sticks
sollte man die Finger lassen. Der Laie wird diese Sticks nicht
konfigurieren können. Es wäre schön wenn die Linux-Gemeinde hier
eine Lösung finden würde, allerdings steht das wohl (zu Recht) auf
vielen Prioritätenlisten ganz unten. Eingebaute WLAN-Karten tun es
nämlich ganz wunderbar. Die „normale“ Netzwerkkonfiguration ist
simpel und funktioniert, in der Regel, sofort. Notiert euch aber die
Adresse des DNS-Servers eures Providers. Sobald das Netzwerk
konfiguriert wurde, wird Linux erstmal sämtliche notwendigen
Erweiterungen runterladen. Das kann dann eine Weile dauern. Lest also
euer Handbuch und trinkt einen Kaffee.
Noch eine Anmerkung zu Hardware die via
USB-Kabel angeschlossen wird. Linux unterstützt so gut wie jede
Hardware die via USB angeschlossen werden kann. Egal ob Drucker,
Kameras, externe Festplatten, Brenner oder oder oder.
Sobald die Installation abgeschlossen
und das Netzwerk konfiguriert wurde, kann der Spaß auch schon
losgehen. Erstmal umschauen und ausprobieren! Man merkt relativ
schnell das sich eigentlich nicht viel ändert. Die Änderungen
beschränken sich auf Bezeichnungen und Begrifflichkeiten. Mit ein
wenig Mut hat man sich schnell eingearbeitet und kommt gut mit dem
neuen Betriebssystem zurecht. Man lernt wie und wo man Änderungen
vornimmt und wie Linux aufgebaut ist. Da ist Windows innerhalb
weniger Tage (beinahe) vergessen.
Fazit: Mit ein wenig Vorbereitung und
etwas „Arsch in der Hose“ gelingt der Umstieg auf Linux selbst
einem IT-Volldeppen wie mir. Wer seinen Rechner „nur“ für sein
Studium oder Hobbies wie Bildbearbeitung nutzt, sollte sich Linux
zumindest einmal ernsthaft ansehen. Durch die Live-Versionen und die
sog. WUBI-Installation unter Windows wird es dem Nutzer wirklich
leicht gemacht.
Seit gestern gibt es den neuen Web-Browser Chrome aus dem Hause Google kostenlos zum Download. Das heißt, jeder der will kann die (noch nicht fehlerfreie) Version testen. Jeder der das nicht will, kann erstmal ein paar Artikel dazu lesen.
Schön das auch du den Weg zum Katschhof gefunden hast. Dem einzig wahren Blog. Dem Blog den die cleveren Kids lesen und der für ein Verbot aller anderen Blogs eintritt. Schließlich hat ein anderer großer Unteroffizier schon die KPD verboten! Da kann man doch auch noch alle anderen Blogs verbieten! Ok - im Anschluss an diesen Beitrag werde ich mir den Mund mit Essigreiniger auswaschen.
Was ist denn in den letzten Wochen alles passiert? Genau! Das Pulverfass am Kaukasus ist mal wieder explodiert. Manchmal frage ich mich wie viel Pulverfässer die da überhaupt haben. Und: warum regnet es nie am Kaukasus? Nasses Dynamit kann bekanntlich nicht explodieren. Na ja, einige wirklich gute Informationen zum Konflikt zwischen Russland, Georgien, der USA, der NATO, der Rolle der EU und wer Abchasen und Osseten überhaupt sind, findet man im Tagesschau-Dossier und bei einem Nachrichtensender.
Heute Abend wird übrigens etwas besonderes passieren. Der wohl umstrittenste Gorilla Deutschlands wird abtreten. Nein, ich hänge die Tastatur nicht an den Nagel. Viel mehr wird einer der vielen berühmten National-Torhüter sein Abschiedsspiel geben. Das ganze wird im Rahmen eines offiziellen Länderspiels stattfinden. Bayern gegen Deutschland. Kahn soll nach 75 Minuten ausgewechselt werden. Mehr zu Oliver Kahn und seinen kurzen Hosen: Hier. Die Übertragung startet übrigens um 19:25 Uhr beim ZDF. Weiss eigentlich einer wer ZDF-Experte für das Spiel ist?
Google arbeitet derweil weiter daran die Weltherrschaft an sich zu reissen. Das war natürlich nur ein Spaß. Google würde das nie tun. Die wollen doch nur spielen. Oder die territoriale Integrität bewahren. Dennoch haben die Jungs und Mädels von Google einen Browser auf den Markt geworfen. Kostenlos! Und Open-Source! Na wenn das mal nicht Chrom ist!
Am Donnerstag Abend trifft ein Pöbel-Rapper auf einen Pöbel-Moderator. Sido und Friedmann. Bei n24. Erst im TV später im Internet. Dann aber ständig verfügbar. Toll!
Apropos "Toll!" Meine persönliche youtube.com Empfehlung der Woche:
Es gibt Dinge auf Gottes schöner
Erde, die sind möglich und es gibt Dinge die sind unmöglich.
Es ist zum Beispiel ohne weiteres möglich von einem Land ins
nächste zu reisen oder sich ne ganze Menge Alkohol durch die
Blutbahn zu schießen. Letzteres ist zumindest im Osten
Deutschlands ein überaus beliebtes Hobby – also, neben Zonen
national zu befreien. Eine Unmöglichkeit ist es dagegen Hirn zu
verteilen. Die Unmöglichkeit ist in § 275 BGB geregelt. Da
heißt es z.B. „Der Anspruch auf Leistung ist ausgeschlossen,
soweit diese für den Schuldner oder für jedermann unmöglich
ist.“ Im nächsten Absatz steht dass der Schuldner die Leistung
verweigert werden kann, soweit diese einen Aufwand erfordert der im
groben Missverhältnis zum Interesse des Gläubigers stehen.
Im Umkehrschluss bedeutet dies wohl dass man sich an Dummheit
gewöhnen muss. Wenn es nicht so schwer fallen würde!
Neulich hat mich zum Beispiel eine
Freundin angerufen. „Du muss unbedingt Pro7 gucken!“ Bei den
Worten „unbedingt Pro7“ ist mir die Kotze schon hochgekommen.
Eigentlich hatte ich nicht vor spontan zu verdummen. Aber da sie
attraktiv ist – und ich mal gern mit ihr yabbadabaduen würde –
hab ich ihr den Gefallen getan. Was sich im nachhinein als Fehler
herausstellte. „Ist das nicht süüüüß?!?“
Ein quengelndes schreiendes absolut nervtötendes Kind im
Tigerkostüm.... „Ist das nicht
süüüüüüüüüüüüüüüüühüüüüüüüüüüß?!“
Den Brechreiz unterdrückend antwortete ich: „Och.“ Ok, den
meisten von euch – die ihr aus bildungsfremden Schichten stammt –
wissen jetzt schon was ich meine. Dem Rest kommt's dann später.
„Aber dafür dass die schon Mami ist, ist die doch ganz schön
hot – oder, oder, oder?“ Ja, klar – natürlich. „Ich find
die super! Die kümmert sich ja noch um ihre Kiddies! Und die
Familie!“ Zeit aufzulegen.
Eine bulemische Blondine die Geld dafür
bekommt teure Klamotten im Privatfernsehen vorzuführen. Klaus
Kinski hätte diese ... Person ... früher zerrissen. Etwa
sowas wie „Was bildest du Hure dir eigentlich ein? Du kommst
hierher, hast ein großes Maul und wirst danach von diesen
Medienbossen gevögelt! Jesus hätte dir mit einer Peitsche
in die Fresse geschlagen!!!“
Hallo
Mein Name ist Anna und meine Kontaktdaten adderss: (xxx): jetzt ein schönes junges Mädchen mit voller Liebe und
carely, und ich sah Ihr Profil www.hiphop.de
und ich liebe es, ich glaube, wir können zusammen klicken. Bitte ich
werde Sie gerne Kontakt mit mir auf meine E-Mails durch diesen adderss
damit wenden Sie sich bitte an mich mit meiner E-Mail-adderss ich werde
Ihnen zeigen, wie meine Foto-und desame Zeit werden Sie wissen mehr
über me.once wieder wenden Sie sich bitte an meine E-Mail-Adresse
stimmt mich adderss.dont senden Sie es an die Seite, wird nicht
zulassen, dass die Mich zum Lesen Ihrer Antwort auf dou i dont haben
Zugriff auf ihre E-Mail-Adresse, so wenden Sie sich bitte mit meiner
Adresse.
Vielen Dank für Ihr Verständnis
Anna
Dank E-Mail an meine id xxx
Liebe Inder, wenn ihr schon Kohle mit schlechtem Dreckszeug verdienen wollt, dann nehmt doch zum Verfassen der Nachrichten jemanden der der deutschen Sprache mächtig ist.
Übrigens: Italien.... MUAHAHAHAHA! Können die Italiener den Weltmeisterpokal bitte zurückgeben? Die Leistungen sind eines Weltmeisters unwürdig.
Übrigens Nr. 2: Am Montag wird Wien wieder eingemeindet.
Es gibt Situationen im Leben in denen
man einsehen muss, dass man das Spiel nicht versteht. In etwa so als
könne man perfekt Texas Hold'em spielen, ist aber bei Seven
Cards Stud total überfordert. Oder so als ob alle Welt „Mensch
ärger dich nicht“ spielt, man selbst spielt aber nur
„Mau-Mau“.
In den letzten Jahren bin ich vielen
Menschen begegnet die sich um Praktika und Auslandsaufenthalte
gerissen haben. Echte emotionale Hohlfrüchte bewerben sich heute
auf Jobs auf die sich eigentlich Nobelpreisträger bewerben
sollten. Und warum? Weil es „da draussen“ ein Rattenrennen gibt.
Das „Und was machst du so?“ wird auf ein 40-Stunden-5-Tage dasein
reduziert. Es geht nicht mehr darum wer man ist und warum man so
geworden ist, oder sogar warum etwas so gelaufen ist.
Es geht darum das man identifiziert
wird. Identifiziert über Noten und Briefe auf denen ein großer
Firmenname steht. Es geht darum dass man ein 5.1 Leben vorzeigen
kann. Ungestört von Erschütterungen. Turbo-Abi und Bachelor
mit Bestnote. Am liebsten mit Auslandsaufenthalt. Aber wehe es läuft
nicht wie es im Optimum gedacht wird. Dann bist du raus. Ein
gebrochener Lebenslauf war mal eine Chance für einen Neuanfang.
Heute bist du jemand der auf Transferleistungen angewiesen ist.
Bestenfalls.
Ich gönne jedem seinen Abschluss
mit Bestnote. Ich gönne jedem den Aufenthalt in Australien. Aber
was wenn du dich nicht an diesem Rattenrennen beteiligen willst? Was
wenn dein Lebensentwurf sich vom definierten Optimum abweicht? Was
wenn du zufriefen sein willst mit dem was du hast? Sind Fachabi und
abgeschlossene Ausbildung nicht mehr genug für ein gutes Leben?
Wenn du auf einer Party bist, wird
nicht mehr nach Hobbies gefragt. Es folgt ein Schwanzvergleich. Ein
Schwanzvergleich mit Aus- und Weiterbildungen. Und wenn das nicht
hilft, ein Schwanzvergleich mit Kontoauszügen. Wer traut sich
denn noch von seinen Hobbies zu erzählen? Oder ein Gespräch
zu eröffnen indem er sagt: „Jimmi Hendrix war der verfickt
nochmal beste Gitarrist den Gottes schöne Sonne je gesehen hat!“
oder „Ich weiß nicht wie's euch geht, aber ich find ALG II
echt wenig Geld zum Leben.“ Nein, das funktioniert nicht. Keine
Zustimmung, nur entsetzen in Gesichtern. Ein Fingerzeig von Fremdem,
der nichts anderes sagen will als „Iehhh! Guck mal, ein
Sozialschmarotzer!“
Das man bis dato geackert hat und ein
Jahr seines Lebens dem Vaterlande opferte, interessiert dabei einen
Scheiß. Die Gefühlslage ist ohnehin egal. Gefühle
darfst du dir nicht gönnen. Du musst schließlich etwas
erreichen. Sonst wird dein Wert nicht geschätzt.
Mich stört dieses „alle
profitieren vom Aufschwung“ und „Leistung lohnt sich“.
Blödsinn. Beides. Wenn du nicht verkaufst was dir gehört,
kannst du nicht leisten was als Leistung definiert wird. Wenn du
nicht verkaufst was dir gehört, kannst du nicht vom sogenannten
Aufschwung profitieren. Du musst dazugehören.
Und wehe du findest nicht gut was
Massenmeinung ist. Wie? Du findest Mario Barth abgenudelt und
interessierst dich nicht für Popstars und Topmodels? Verpiss
dich von unserer Spaßgaleere? Worüber unterhält man
sich? Kochen, Reisen, Mothers-Little-Helpers und den Beruf. Und von
hinten ruft einer: „Jetzt rudert ihr Schweine!“
Ich will da nicht mitspielen. Ich will
meinen Platz haben. Den Platz auf dem ich sein kann wie ich bin, wer
ich bin. Ohne das Spiel, ohne Mühen für nichts oder der
hoffnungslosen Entscheidung zwischen Eigenheim oder Einbauküche.
Ich bin wer ich bin. Ich bin was ich
bin. Und zum Abschied ein leises: „Fickt euch alle.“
Der Katechismus
ist seit dem Beginn der Neuzeit ein Handbuch der Unterweisung in den
Grundfragen des christlichen Glaubens. Das Verb heißt in seiner
Urbedeutung „von oben herab antönen, umtönen, ergötzen,
bezaubern“. Gebraucht wird dieses Zeitwort im Sinne von
„unterrichten“.
Wuppertal ist die größte
Stadt des Bergischen Landes und versteht sich als Hauptstadt,
Wirtschafts-, Industrie- und Kulturzentrum dieser Region. Die
„Großstadt im Grünen“ liegt südlich des
Ruhrgebiets etwa in der geographischen Mitte der Metropolregion
Rhein-Ruhr, zirka 30 Kilometer östlich von Düsseldorf, etwa
40 Kilometer nordöstlich von Köln und zirka 23 Kilometer
südöstlich von Essen.
Das Wort Whisky, erstmalig 1736
erwähnt, leitet sich aus dem Schottisch-Gälischen bzw.
Irischen ab und bedeutet Lebenswasser. Im 5. Jahrhundert begannen
christliche Mönche, allen voran der irische Nationalheilige St.
Patrick, das Land der Kelten zu missionieren und brachten technische
Geräte sowie das Wissen um die Herstellung von Arzneien und
Parfum nach Irland und Schottland. Einer Legende nach waren sie die
ersten, die eine wasserklare Flüssigkeit destillierten – das
Lebenswasser. Das hierzu nötige Wissen verbreitete sich in den
folgenden Jahrhunderten wohl durch das Aufkommen der Klöster,
die damals das Zentrum vieler Ansiedlungen waren und eigene
Gasthäuser betrieben. Whisky – als eine besondere Form der
Spirituose – wird in der Regel zum Genuss getrunken. Hierzu tragen
vor allem die enthaltenen Geruchs- und Geschmacksstoffe bei. Insofern
können verschiedene Methoden dazu beitragen, den Genuss von
Whisky zu erhöhen, indem sie die Freisetzung der Geruchs- und
Geschmacksstoffe verstärken.
Der Tatra Prezident ist der Prototyp
eines Pkw der Oberklasse von Tatra. Er wurde 1994 als Ableitung des
Tatra 613-4 Mi lang vorgestellt. Er besaß dessen Motor mit
3.496 cm³ Hubraum und 201 PS (148 kW), aber eine modernisierte
Karosserie mit luxuriöser Ausstattung.
Erstaunlich was solche Fakten alles
aussagen können. Oder weiß irgendwer noch nicht was los
ist? Der kleine Katechismus kommt. In maximal zwei Wochen wird er für
jeden erhältlich sein. Ihr könnt also warten und euch
überraschen lassen, oder mit Hilfe der folgenden Buchstaben
einen ersten Eindruck gewinnen.
Nach "Musik zum aus dem Fenster
spring'", "Vom Mann in Reno" und "Verdammt nah am
Unaussprechlichen" kommt mit "Kleiner Katechismus" die vierte
Veröffentlichung vom Mann aus Wuppertal. Ich will eigentlich
keine echte Review schreiben. Ein Fazit in dem man aus
fadenscheinigen Gründen 2 von 5 Punkten vergibt (nein, das ist
keine Wertung) wird dieser Platte einfach nicht gerecht. Natürlich
könnte man Rapstyle, -technik und die Beats bewerten. Aber
ehrlich gesagt bin ich da befangen und nicht objektiv. So viel sei
gesagt: Was immer du erwartest, du wirst überrascht sein.
Textlich gehört Prezident ohnehin
schon zu den Besten die ich kenne. Ich dachte eigentlich dass es da
nicht mehr viel Luft nach oben gibt. Nachdem ich die Platte zum
ersten mal gehört hatte, hatte ich das Gefühl das mein Hirn
einmal durch den Waschzuber gehetzt worden ist. Was zur Hölle?! Oder wurde etwas das Hirn
von Prezident in die Mangel genommen? Während man Prezident zuhört,
gewinnt man mehr und mehr den Eindruck in seinem Kopf zu Gast zu
sein. Allerdings ist man nicht wirklich willkommen.
Wie sonst könnte
es sein das immer wieder auf's neue surreale Bilder und Geschichten
aufgebaut werden die entweder Angst machen oder einen einfach
verwirrt zurücklassen? Kaum sind die Bilder aufgebaut, meint man eine Kurzgeschichte von Bukowski zu sein. Oder man gewinnt
den Eindruck das es überall nach Whiskey riecht und man hört das Eis im Glas knacken. Eins ist
sicher: Solltet ihr auf psychodelische Drogen stehen, dann kombiniert
sie nicht mit "Kleiner Katechismus". Ich wage zu bezweifeln das
euch das gut tun würde! Obwohl... Probiert's einfach aus und schreibt mir wenn ihr es überlebt habt.
Prezident erzählt aus dem Leben.
Und das Leben ist in erster eins: schrecklich real. Allein deshalb
sollte man der Platte mindestens eine Chance geben. Rap über
Alkohol, die kleine Nachbarin die man gern ficken würde, Frauen,
das Leben auf die Reihe bekommen, die Dummheit der Menschen,
Gespräche mit Gott. Oder um es mit Prez zu sagen: "Kein Mensch
auf der Welt hat sein Leben im Griff."
Zum Ende jeder Review muss man ein
Fazit ziehen und Fakten nennen. Fakt ist das Prezident sich mit jeder
Veröffentlichung gesteigert hat. Auch an dieser gibt es nichts
auszusetzen. Auch "Kleiner Katechismus" ist wieder ein Schritt nach vorn. Vielleicht hätte man „Was lange gärt“ als
Opener nehmen können, aber das ist Ansichtssache. Die Platte ist
in sich stimmig. Texte und Beats haben sich gesucht und gefunden. Ich
persönlich finde mich an etlichen Stellen der Platte wieder. Ob
das ein Qualitätsmerkmal ist sollen andere beurteilen. Der
Katechismus ist Musik die man hört bevor man aus dem Fenster
springt. Oder wenn man die dritte Flasche Whiskey öffnet. Oder
wenn man nach Hause fährt. Freut euch, es dauert nicht mehr
lang.
Heute hab ich ner Bekannten beim
streichen ihrer Wohnung geholfen. Als mir nach knapp vier Stunden vom
Farbgeruch übel wurde, hab ich festgestellt das meine
Writer-Tage schon ne ganze Ecke vorbei sind. Als ich kurz davor war
in die Badewanne zu brechen, fand ich den Gedanken daran dass ich den
Geruch frischer Farbe mal geliebt habe schon etwas absonderlich. Ist
wohl ein Zeichen dafür das ich langsam alt werde.
Als ich zu Hause war, hab ich mir
erstmal nen Kaffee gemacht. Sehr sinnvoll wenn man kurz vorher fast
gekotzt hätte. Nach der zweiten Tasse Kaffee hätte ich dann
ein zweites mal fast gekotzt. Kein Wunder. Mir war immer noch übel
vom Farbgeruch und außer Kaffee und zwei Bier hatte ich noch
nix getrunken. Gegessen hatte ich natürlich auch nichts. Also ab
ins Bett und ne Flasche Wasser trinken. Supersache für nen DVD
Tag. Ich hab dann 300 geguckt. Zwei mal. Einmal auf Deutsch, einmal
auf Englisch. Ich wollte den Text vergleichen. Auch das ist ein
deutliches Zeichen dafür das ich wohl alt werde.
Nachdem ich also vier Stunden
rumgelegen hab, bin ich aufgestanden. Und was passiert?
Rückenschmerzen! Scheiß die Wand an, ich werd alt!
Ich werde im Laufe der Woche mal die
Kosten für ein Hospiz eroieren. Man soll ja für die Zukunft
planen.
Übrigens:
Wer GEZ-Mitarbeiter werden will, darf
früher nicht bei der Stasi gearbeitet haben. Eigentlich ziemlich
idiotisch, grade die alten Stasi Mitarbeiter sind doch bestens
qualifiziert für den Job!
Einen Tipp hab ich noch für
diejenigen unter euch die auch langsam alt werden:
Ich hab gehört Beleidigungen sind in Hiphop-Kreisen angesagt, darum dachte ich mir ich sag euch mal Bescheid. Ich will ja auch angesagt sein. Nein, Spaß beiseite. Mir ist aufgefallen das ich echt lang nix mehr geschrieben hab. Und bevor ich einen Nachruf lesen muss, schreib ich euch wieder was, da ich weiß dass ihr mich vermisst. Kann ich ja auch verstehen.
Also wo fang ich an? Ok, erstmal die persönliche Schiene. Verbindung zum Leser aufbauen und so. Seit ein paar Monaten hab ich nen neuen Job, den ich in ein paar Monaten nicht mehr hab. Wie das funktioniert? Zeitarbeit, Baby! Qualifizierte Arbeit, niedriger Lohn (noch nicht mal der Mindestlohn den der DGB fordert) – Bodensatz der Gesellschaft, Baby! Der am schnellsten wachsende Wirtschaftszweig, Baby! Manchmal bewundere ich den ollen Fu (Grüße an dieser Stelle, was macht eigentlich Terra Prata? Alles wächst und gedeiht hoff ich mal!). Zur Zeit mach ich nen Job den ich nie machen wollte und Ende Mai läuft mein Vertrag aus. Immerhin werd ich mir nächsten Monat meine Canon EOS 400D mit zusätzlichem Objektiv kaufen können. Wenigstens etwas. Ansonsten nützt es mir auch wenig dass ich 110kg Bankdrücke und Kreuzheben mit eigenem Körpergewicht absolvieren kann (90kg). So viel zum sportlichen Teil. Ach ja, falls einer Knorpel für mein Knie übrig hat - ich stell euch auch ne Spendenquittung aus - immer her damit!
Jetzt zum Teil der jedem hier aufgefallen sein sollte, hiphop.de hat ein neues Design. Wenn ich mich richtig erinner ist es der dritte Relaunch der Seite. Insgesamt nenn ich das ne Erfolgsgeschichte. Vom einfachen Forensystem zum Magazin mit Forum und nun zur sozialen Plattform. Hut ab! Und: Weiter so!
Was gibt’s sonst noch zu sagen? Ich fass es mal in Stichpunkten zusammen:
Musik: Inferno79. Saugt euch „Seelenkrieg“ bei allesreal.de! Prezident. Ich freu mich auf die neue Platte. Whiskeyrap und so. Kettcar. Neue Platte Ende April. Popmusik von Erwachsenen für Erwachsene. Johnny Cash. Wer zur Hölle ist nochmal dieser Elvis?
Literatur: Kinski – Ich brauche Liebe. Viel krankes Zeug. Aber das Leben dieses Genies ist beneidenswert. Kempowski – Sirius. Eigentlich ein Tagebuch. Daher vermutlich sowas wie ne Autobiographie. Lesenswert! Bukowski – Der Mann mit der Ledertasche. Andere schreiben vom Leben, Bukowski schreibt vom Überleben.
Filme: Layer Cake. Von den Machern von Snatch und Bube, Dame, König, Gras. Sehr sehenswert. Daniel Craig. Coole Schnitte, schöne Bilder, vertrackte Story. Eyes Wide Shut. Der letzte Kubrick. Warum man den sehen muss? Es ist ein Kubrick.
Sport: Neue These zu Profisportlern. Die sind eh alle auf Anabol.
Willkommen in Deutschland wo's den ganzen Tag regnet. Sozialer Frieden. Soziale Marktwirtschaft. Friedliches Miteinander. Christliche Wertegemeinschaft. Kein Neid. Kein Hass. Ausländerfreundlichkeit. Demokratie. Verständnis und Fairness. Gastfreundschaft. Bürokratieabbau. Von all dem möchte ich heute nicht reden. Wär eh zu viel.
Eigentlich will ich jemand anderen sprechen lassen. Beeindruckende Stimme. Beeindruckende Tiefe. Seelenkrieg. Inferno79. Allesreal. Zuhören. Was gibt’s noch zu sagen?