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15.09.2009 - 13:36

Jay-Z: Blueprint 3:

 

 

 

 

 

11. September 2001: jeder weiß, was an diesem Tag geschehen ist. Für die Welt war es eines der prägendsten Ereignisse, die jemals passiert sind. Für jemanden wie mich, der noch so jung ist, war es auf jeden Fall das bis jetzt größte Thema, das jemals in den Medien behandelt wurde.

An demselben Tag ist auch ein Album erschienen, das die Hip Hop-Szene komplett ändern und eine neue Ära in Sachen Sound einleitete. Es handelte sich um "Blueprint", das 5. Soloalbum des New Yorker MCs Jay-Z. 13 Songs plus 1 Hidden Track und Eminem als einziges Rap-Feature (Bis heute ist ein Großteil immer noch der Meinung, dass Eminem Jay-Z mit seiner Strophe in Grund und Boden gestampft hat). Nicht zu Vergessen der damalige, gleichzeitig verlaufende Beef mit einer anderen New Yorker Raplegende, Nas. Dieser Beef zählt bis heute zu den spannendsten Ereignissen, die jemals im Hip Hop passiert sind und und die mit Rivalitäten zu tun hatten. Mittlerweile haben sich ja beide schon längst vertragen und sogar schon Kollabosongs aufgenommen.

"Blueprint" wird neben seinem Debutalbum "Reasonable doubt" und dem "Black album", mit dem Jay-Z 2003 eigentlich einen Schlussstrich unter seine Karriere ziehen wollte, als waschechter Klassiker und Meilenstein in der Hip Hop-Geschichte gesehen. Die meisten Beats des Albums stammten von 2 neuen Produzenten, die bis dato weigehend unbekannt waren: Just Blaze und Kanye West. Beide wurden danach zu Hitgaranten erklärt und genießen bis heute eine hohe Nachfrage, was ihre Beats angeht. Im Falle von Kanye West kam es sogar dazu, dass dieser als Rapsolokünstler eine sehr erfolgreiche Karriere startete.

Die Beats, die diese beiden produziert hatten, boten ein völlig neues Klangbild, das bis dahin in der New Yorker Szene noch nicht da gewesen ist. Rap aus NY war eigentlich immer hart, düster und ruff: man denke nur an Mobb Deep, den Wu-Tang Clan, Gang Starr oder die gesamte Ruff Ryders-Crew. Die Beats waren hart, teilweise dreckig und oft nach einem minimalistischen Prinzip gebaut, sie waren sogar recht antimainstream, weil die Melodien eben nicht immer einen tanzbaren oder fröhlichen Touch hatten. Doch Jay-Z war nie einer von den Rappern aus NY, die Anhänger dieses Sounds waren. Er war eher jemand wie Notorious B.I.G., eines seiner großen Vorbilder: er mochte es, den smarten Ladykiller und Player zu geben, der es sich leisten kann, zu protzen, einfach weil er verdammt gut rappen kann.

Just Blaze und Kayne knüpften ihm den dafür passenden Songteppich aus diversen, ausgewählten Soul- und R'n'B-Samples, legten satte, aber nicht zu harte Drums inklusive Claps drüber und Jay-Z rappte auf jeden Beat den exakt passenden Text. Die Songs steckten voll musikalischer Schönheit, zum ersten mal öffnete sich Jay-Z auch richtig auf den Songs und erzählte von persönlichen Themen, die nichts mit Frauen, Geld oder dem Leben eines Players zu tun hatten. Um es mit einem Wort zu sagen, das Album war erwachsen. Die restlichen Jahre danach sollte Rap aus NY eine neue Ära durchlaufen, von Bedstuy in Brooklyn bis hin nach Uptown-Harlem rappten MCs nun auf samplebasierten, voll Soul steckenden Samples mit gepitchten Vocals. Es wurde ein Schritt hin zu einer neuen, musikalischen Offenheit gewagt.

Nun, am 11. September 2009, 8 Jahre nach dem ersten Blueprint, erscheint "Blueprint 3". Über den zweiten Teil aus 2002 gibt es nicht viel zu erzählen außer das es viele, belangslose Tracks auf diesem Doppelalbum gab, es somit logischerweise viel zu lang war und das es viel zu viele Features hatte, Es ist also schon vom Aufbau her ganz anders als der erste Teil.

Der dritte Teil ist wieder kürzer und etwas kompakter, es sind 15 Songs drauf und auch recht viele Features, diese beschränken sich jedoch diesmal weitgehend darauf, dass sie lediglich die Hooks des Albums performen. Jay-Z dürfte klar sein, dass er mit diesem Album etwas beweisen muss, den sein unantastbarer Thron als beinahe unfehlbare MC-Legende steht in gewissem Maße auf dem Spiel. Wie eben erwähnt, mit dem "Black album" schuf er einen Meilenstein, der sein letztes Album hätte sein sollen. Jahre später jedoch kam die Meldung, dass er ein neues Album namens "Kingdome come" releasen werde. Und ich bin nicht der einzige, der findet, dass dies das belangloseste und schwächste Jay-Z Album überhaupt ist. Von dem Album blieb auch nach mehrmaligem Hören nichts im Kopf hängen. Stimmen wurden laut, dass er zu alt sei für Rap, dass er den Hunger und den Ehrgeiz verloren habe oder dass er so schwach sei, weil er offen zugebe, Rap nur noch als eine Art Hobby zu betreiben.

Danach folgte "American gangster", ein Album inspiriert von dem gleichnamigen Film mit Denzel Washington, der sich um den Drogendealer Frank Lucas drehte. Jigga meinte, dass der Film ihn an seine Jugend erinnert habe und er dies als Grundlage für sein nächstes Album benutze. Ich finde, dass dieses Album bis heute krass unterschätzt wird, denn es war viel stärker als "Kingdome come". Ein Großteil der Fans und auch der Medien sah dies allerdings anders. Der Schatten des übermächtigen Black Album schien für ihn unüberwindbar zu sein, ein Segen und ein Fluch zugleich, dass er mit diesem Album einen Klassiker schuf.

Wenn Jay-Z sein nächstes Album "Blueprint 3" nennt, dann ist dies eine Ansage: er will den Leuten zeigen, dass er es immer noch kann. Auch wenn er dabei in Interviews gewohnt locker sowie altersweise wirkt und den Eindruck erweckt, keinen Druck zu spüren. Das war schon immer so, er ist für Rap das, was Michael Jordan für seine Chicago Bulls war: eine coole Gallionsfigur, die für jede Situation die passende Antwort parat hat und am Ende immer als Sieger dastand, weil er recht meistens behielt und die richtigen Entscheidungen traf. Nur ist Michael Jordan auch nach einer sehr erfolgreichen Karriere mit mehreren Meisterschaftstiteln auf dem Höhepunkt seiner Karriere zurückgetreten und kam Jahre später wieder zurück. Und auch wenn er für sein Alter sehr gut gespielt hat, für manche bekam das Bild des perfekten Basketballspielers in dem Moment ein paar unschöne Makel, weil sein neues Team nicht mehr um den Titel mitgespielt hat. Genauso ist es bei Jay-Z. Deshalb wird die Hip Hop-Welt diesmal auch wieder genau hinschauen, was er hier macht und sie wird es ihm nicht leicht machen.

Gehen wir einfach mal Schritt für Schritt bei dem neuen Album vor: der erste Song "What we talkin' bout" greift dieses Thema mit den Zweifeln, die viele an ihm haben, in gewissem Maße auf. Jay-Z präsentiert sich auf diesem rapmarschmusik-artigem, nach vorne gehenden und recht pompösen Beat selbstbewusst und wehrt die Vorwürfe an ihm mit cleveren Lines ab, die zeigen sollen, dass er in seinem Glauben an seine Fähigkeiten immer noch stark ist:

"I'm talkin' 'bout real shit, them people playin'/ What is y'all talkin' 'bout? I don't know what y'all sayin'/ people keep talkin' 'bout "Hov, take it back!"/ I'm doin' better than before, why would I do that?"

"I don't run rap no more, I run the map/ a small part of the reason the president is black/ I told him I got him when he hit me on the jack/ talkin' 'bout progress, I ain't lookin' back"

Der Opener des Albums ist jedenfalls sehr stark und es geht auch wirklich stark weiter. "Thank you" hat mir mit der dritten Strophe ein Grinsen ins Gesicht gezaubert, weil ich immer wieder verwundert bin, woher dieser Mann diese krassen Ideen für seine Texte herholt:

"I was gonna kill a couple rappers, but they did it to themselves/ I was gon' do it with the flow, but they did it with their sales/ I was gon' 9/11 them. but they didn't need the help/ And they did a good job, them boys is talented as hell/ 'cause not only did they brick, they put a building up as well/ They ran a plane into that building an when the building fell/ ran to the crash site with no masks and inhaled/ toxins deep inside their lungs until both of them was filled/ Blew a cloud out like an L into a jar and took a smell/ 'cause they heard that second hand smoke kills/ niggers thought they was ill, found out they was ill/ and it's like you knew exactly how I wanted you to feel"

Hier zeigt sich eben mal wieder, was für lyrische Fertigkeiten der Mann besitzt und wie er andere Rapper zerfetzen kann wie eine nasse Zeitung, Wahnsinn!

Die beiden ersten Songs wurden von Kanye West produziert, der auch noch mehr auf diesem Album gemacht hat und bis hierhin fühlt sich das Album schon sehr gut an, es klingt vom Sound her ähnlich wie das erste Blueprint, ohne es zu kopieren.

Der dritte Song namens "D.O.A. (Death of Autotune) war die erste Single- sowie Videoauskopplung des Albums und sorgte für eine Menge Gesprächsstoff. In diesem Song erklärt er den Autotune-Effekt, der im Black Music Bereich zuerst durch R'n'B-Sänger wie Akon, T-Pain oder Sean Kingston aufgegriffen und später auch von Rappern wie Kanye West oder Lil Wayne benutzt wurde, offiziell für tot. Mittlerweile hat ja wirklich jeder inklusive dein bester Kumpel, der ja auch rappt, diesen Effekt benutzt und leider hört es sich in den meisten Fällen irgendwie scheiße an. Gestandene True School-Hip Hopper mit Wu-Wear-Hoody oder Anhänger von unnkommerziellem Straßensound haben ja von Anfang an kotzen müssen, als sie merkten, dass dieser Soundeffekt für die Stimme Einzug im Hip Hop hielt. Für viele wurden diverse Hip Hop-Songs somit zur Popmusik mit Bezug zur elektronischen Tanzmucke.

Ich mag diesen Song sehr. Wenn Jay-Z auf einem schweren Gerüst aus rotzigen Gitarrenriffs, schleppenden Drums und schrillem Flötengequietsche den Jungspunden zeigt, wo der Hammer hängt, ohne dabei oberlehrermäßig mit strengem Blick über die Hornbrille den Zeigefinger auszustrecken, kann man das nur mögen. Er wirkt dabei nicht nur sehr charismatisch, sondern besitzt dabei auch noch eine Menge Swagger, wie viele, junge Rapper heute sagen würden.

"This is anti-autotune, death of the ringtone/ this ain't for itunes, this ain't for sing-alongs/ this is Sinatra at the opera, bring an blonde/ preferably with a fat ass who can sing a song/.../ I know we facin' a recession, but the music y'all makin' gon' make it the great depression/.../This is death of autotune, moment of silence"

Hier wird auch ein wenig das musikalische Verständnis von Hova geklärt: er sieht sich nicht in einer Liga mit Leuten, die Musik in erster Linie für die Charts macht, die ja weitgehend vom jüngeren Publikum bestimmt werden. Er sieht sich weit über diesen Leuten. Das hat wohl auch mit Jay-Zs Alter zu tun, er hat einfach nicht das Bedürfnis, mit Leuten Spielchen zu treiben, für die er zu alt ist. Deswegen hat Präsident Barack Obama auch den ein oder anderen Jay-Z Song auf seinem I-Pod. Er macht eben Musik für Champions und welche, die es werden wollen. Musik für junge Hüpfer mit türkis-lilaner New Era-Cap, die sich im von den Eltern geliehenen Wagen cool fühlen. Musik für angehende Geschäftsmänner, die um die 40 Jahre sind und einen Burberry-Hut tragen. Deswegen wird Jay-Z bis heute immer noch von jung und alt gefeiert, jedes seiner Alben ging ja auch direkt auf Platz 1. Ob sich das diesmal wiederholt, wird man sehen, aber wenn er den Mund aufmacht, hören ihm die Leute zu und Jay-Z weiß das.

Gleich danach folgt die Großkollabo namens "Run this town" feat. Kanye West und Rihanna, die 2. Single. Auch dieser Song ist ganz großes Kino. Ich finde zwar, dass Rihanna weder besonders talentiert ist noch dass sie große Risiken eingeht, was ihre Gesangstechnik betrifft, aber zu dieser Hook kann man sich ruhig wie ein Sieger fühlen, ohne sich schämen zu müssen:

"Life's a game, but it's not fair/ I break the rules, so I don't care/ So I keep doing my own thing/ Walking tall against the rain/ Victory's within the mile/ Almost there, don't give up now/ Only thing that's on my mind/ is who is gonna run this town tonight"

Kanye West steuert diesem Song ebenfalls eine seiner stärkeren Strophen bei und schließt den Song mit 2 mehr als würdigen Lines ab:

"You trippin' when you ain't sippin', have a refill/ You feel like runnin', huh? now you know how we feel"

Danach kommt "Empire state of mind" feat. Alicia Keys, der meiner Meinung nach beste Song des Albums. Soweit ich weiß, wird dies auch die nächste Single und ich will dazu ein geiles Video haben! Denn in dem Song geht es um New York und auch wenn ich viele der Orte, die Jay-Z auf dieser musikalischen Sightseeingtour aufzählt, nicht kenne. kann ich spüren, wie eindrucksvoll das aussehen mag. Alicia Keys steuert eine unglaubliche, gesungene Hook bei und in diesem Song steckt so viel Herzblut, dass man merkt, welche faszinierenden Seiten diese Stadt zu bieten scheint. Das schöne, warme Soundbild passt perfekt dazu

"New York, concrete jungle, where we dreams are made of/ There's nothing you can't do/ Now you're in New York, the streets will make you feel brand new/ the lights will inspire you/ let's hear it for New York"

Der nachfolgende Song "Real as it gets" feat. Young Jeezy geht auch klar, aber ich persönlich finde, dass der Song eher auf eines der Alben von Young Jeezy gepasst hätte.

Danach kommen einige Songs, die eher dort gespielt werden, wo die Frauen schön, die Drinks teuer und die Toiletten oft überschwemmt sind: im Club. Timbaland hat hier teilweise die Zügel in die Hand genommen und liefert einen recht guten Job ab, auch wenn er keine neuen Akzente setzt. Doch zuerst kommt "On to the next one", produziert von Swizz Beatz. Der ist ja bis heute einer der verrücktesten Produzenten, die Hip Hop zu bieten hat, auch wenn er eigentlich jeden Beat mehr oder weniger nach demselben Prinzip baut. Dieser Beat ist mit einem verückten Vocalsample versehen und klingt eigentlich recht Jay-Z-untypisch, aber vom Text her packt Jay-Z wieder die Eier aus ("No, I'm not a virgin, I use my cojones"):

"I don't know why they worried 'bout my pockets/ Meanwhile I had Oprah chillin' in the projects/ Had her out in Bedstuy chillin' on the steps/ drinkin' quarter waters, I gotta be the best/ MJ at the summer jam, Obama on the next/ Y'all should be afraid of what I'm goin' to do next"

Danach folgt mit "Off that", produziert von Timbaland, auf dem der kanadische Nachwuchsrapper Drake gefeaturet ist, der ja von vielen als DIE Zukunft des Hip Hop angesehen wird. Der Song geht auch gut ins Ort, auch wenn er relativ schnell ist. Ebenfalls von Timbaland produziert wurde "Venus versus Mars", eine Nummer, in der es um gewisse Schweinereien geht, aber die Jay-Z in eine devot-mysteriöse Sprache verpackt, wodurch das ganze nicht zu anzüglich wirkt. Mir gefällt diese kühle und zugleich spannende Atmosphäre, die der Song hat. Für private Striptease-Sessions im eigenen Schlafzimmer eignet sich der Song auf jeden Fall, auch wenn Jay-Z Songs solcher Machart in den letzten Jahren eher selten gemacht hat. Ich wünsche ihn und seiner (Freundin? Verlobten? Ehefrau?) Beyoncé jedenfalls viel Spaß damit.

"We were co-MVPs like Kobe and Shaq/ left me for the heat, we were winnin' back to back"

Mit "Already home" feat. Kid Cudi und "Haters" feat. Kanye West kommen zwei Songs, die nicht weiter stören, aber auch keine Begeisterungsstürme auslösen. "Haters" hat zwar einen sehr interessanten Beat mit hohem Ohrwurmcharakter und Jigga sowie Kanye flowen geil darauf, aber das Thema des Songs ist ja schon arg ausgelutscht. Mit Reminder folgt nochmal eine clubbige Timbalandproduktion, die zwar eine flashige Hook auffährt, aber im Großen und Ganzen hätte man diesen Song auch auslassen können. Insgesamt geht der aber immer noch klar.

Die letzten 2 Songs "So ambitious" feat. Pharrell Williams sowie "Young forever" feat. Mr, Hudson hingegen sind total unspektakulär, der letzte Song ist sogar für mich unhörbar! Mit den Neptunes hat Jay-Z schon spektakuläreres Material aufgenommen und der letzte Song, produziert von Kayne West, löst in mir Brechreiz aus. Für den Beat wurde "Forever young" von Alphaville verwurstet, das war in den 80er ein großer Hit. Nebenbei gesagt wurde dieser Song auch für die Bushido-Single "Für immer jung" feat. Karel Gott gecovert, doch das konnte man sich wenigstens anhören. Hier hingegen nervt das extrem, der Song ist so was von schnulzig und zuckersüß, dass mir schlecht wird und die Hook ist zum Wegrennen. Das ganze klingt wie ein Überbleibsel vom letzten Kayne West-Album "808s & Heartbreak", das besser nicht das Licht der Welt hätte erblicken sollen. Schade, denn der Text is gar nicht mal so schlecht.

Wie man sehen kann, sind einige starke Songs auf Blueprint 3, einige mittelmäßige und einige schwache. Das Album fängt sehr gut an und verliert dann gegen Ende an Fahrt. Auch wenn das Album mir insgesamt gefällt, glaube ich nicht, dass der Szene all das reichen wird, um wieder vollen Respekt vor Jay-Z zu haben. Ich finde, dass er definitiv immer noch das Recht hat, im Rapgame mitzumischen, da er immer noch einer der versiertesten MCs ist, die es momentan gibt. Ich finde es auch respektabel, dass er sich nicht dem aktuellen Trend anpasst, durch den diverse "Hipster"-Rapper in bunten Outfits über Klamotten sowie Videospiele rappen oder irgendwelche Trapster auf hölzerne Art vom Grinden und Hustlen erzählen. Jay-Zs Visionen vom Hip Hop-Sound sind längst recht erwachsen geworden und damit hat er bei einigen immer noch ein Stein im Brett. Aber er ist eben auch nicht unfehlbar und man muss sagen, dass er seit dem "Black Album" doch ein wenig an Drive verloren hat. Seine Leistungen sind nicht mehr so konstant wie früher. Ich als Fan würde daraus allerdings kein großes Drama machen, sondern mich an den guten Songs erfreuen. Als Fan bin ich auch enttäuscht darüber, dass Just Blaze mit keinem Beat auf dem Album vertreten ist, da er eigentlich so was wie der Haus- und Hofproduzent von Hova ist. Immerhin ist Blueprint 3 besser als der zweite Teil, der erste Teil wird hingegen für immer unnerreicht bleiben.

 

 

WERTUNG: 4 von 6 Punkten!




starke review !
Anonymous | 19.09.2009 - 16:14
daumen hoch für deine review.. kann ich dir nur zustimmen!! auch wenn sie so lang ausgefallen ist.. man kann sie sehr gut lesen! du hast aber einen track vergessen oder ich hab ihn überlessen - a star is born. ansonsten 10 von 10 pkt.