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HAHA wer hätte es gedacht, nicht 3 Monate sondern dieses Mal sogar 4 Monate brauch ich um einen Artikel zu verfassen, doch wie sagen wir Schwaben so gerne: „Was du heute kannst besorgen, das verschieb’ getrost auf morgen.“ Naja heute ist morgen, daher mein Artikel.



Mein letzter Artikel drehte sich um das Schulsystem und die Fächerwahl, daher möchte ich heute auf die „angenehmeren“ Dinge des Schulalltags zu sprechen kommen. Dass sehr viele Amerikaner übergewichtig sind, ist jedem bekannt, doch dafür muss es auch einen Grund geben, oder etwa nicht? Hauptsächlich beginnt die Verdickung mit der Jugend und wo ist die Jugend die meiste Zeit des Tages? Richtig. In der Schule und dort bekommen sie jeden Mittag ein warmes Essen. An meiner Schule hätte man die Essensausgabe leicht mit der eines Gefängnisses verwechseln können, die Schüler stellen sich an einer Schlange an, nehmen ein Tablett, bekommen ihr Stück Fleisch, ihren Kartoffel-Püree und ihr gedünstetes Gemüse und gehen an einer Kasse vorbei in die sie ihre ID-Nummer eingeben, werden auf mögliche Geldknappheiten im Lunchkonto hingewiesen und hin und wieder wird einem auch das Essen wieder abgenommen, wenn man kein Geld mehr hat. Dann begibt man sich auf seinen angestammten Platz im Essenssaal und beginnt das Essen in sich hinein zu schaufeln. Das alles wäre nicht so schlimm, WENN da nicht die Zeitbeschränkung auf 20 Minuten wäre, so lange ist nämlich die Mittagspause, oder das Essen, das die meiste Zeit nur mit Ketchup genießbar ist und der Fakt, dass das Essen ungesund ist. Es spricht nichts gegen das gedünstete Gemüse, außer vielleicht, dass man es nur mit Ketchup würzen kann, aber ein Stück Fleisch mit Kartoffel-Püree gehört doch eher zur Ausnahme. Normal sind Burger, Pigs-in-a-blaket (s. Abb.) und Sloppy Joes (s. Abb., das ist übrigens Hackfleisch, bitte nicht verwechseln). Dazu erhält dann jeder noch eine kleine Milchtüte und das war’s. Wem das noch nicht genug ist, der muss sich vorstellen, dass man diese Dinge ungefähr alle 10 Tage isst und das ein ganzes Jahr lang. Irgendwann hängt einem das schon zum Hals raus. Figurbewusste Menschen bringen sich etwas von zu Hause mit, aber die Meisten nicht. Und unter uns, auch wenn einem das Essen zum Hals raus hängt, die Amerikaner haben einfach die richtigen Geschmacksstoffe ;-)



Nach der Schule begeben wir Deutschen uns genau wie unsere amerikanischen Mitschüler zu den Bussen. In Deutschland sind die Schulen nach Unterrichtsende verlassen und selbst die Lehrer flüchten meist schon nach kurzer Zeit in die sichere Heimat. In den USA hingegen leben viele Lehrer ein Doppelleben. Nach Schulschluss werden die Lehrer zu anstachelnden und nach dem Sieg strebenden Coaches, die aus einem das allerletzte Fünkchen Energie und Leistung herauskitzeln wollen. In den USA gehören „After School Activities“ zum normalen Alltag und viele Schüler beteiligen sich daran. Abhängig von der Größe der Schule werden entsprechend viele oder aber auch wenige Sportarten angeboten. Zu diesen Sportarten gehören meist American Football (Yeah!!) für echte Kerls, Fußball, Basketball und Leichtathletik für Mann und Frau und meist auch Volleyball für Frauen. Aber nicht selten gibt es auch andere Sportarten wie Jazzdance, Hockey, Schwimmen, Golf, Ringen oder sogar Reiten.



Die Aktivitäten beginnen ungefähr eine halbe Stunde nach Schulschluss und gehen dann bis zum frühen Abend. Zum Lernen ist ja dann noch abends Zeit, obwohl man meistens nichts mehr zum Lernen hat, da in der Schule genug Zeit war für alle Hausaufgaben und ansonsten man in der „Study Hall“ am nächsten Tag noch Zeit hat.



Da in den USA die Mannschaften über Schulen laufen, gibt es keine Städtemannschaften, wie in Deutschland. School Spirit wird groß geschrieben und nicht nur die Cheerleader feuern die Mannschaft im Kampf gegen die Nachbarschule an, sondern oft ein Großteil der Schüler selbst finden sich bei Heimspielen ein und bangen für ihr Team. Natürlich wäre es unfair, dass eine Großstadtschule gegen eine Dorfschule spielt und deshalb gibt es in den USA ein System das sicherstellt, dass Schulen der gleichen Größe gegeneinander antreten – Gleichheit für alle. In diesen Gruppen, auch Divisions genannt, kann man bis zu den Staatsmeisterschaften des jeweiligen Staates kommen und dann, so wie ich die Möglichkeit hatte, in einem Stadion spielen. Der Gewinn der Staatsmeisterschaft ist das Höchste für die Schule!

Hoffentlich hat euch dieser kleine Einblick in das Nachmittagsprogramm der High Schools gefallen, wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr mich gerne unter felix.taschner@googlemail.com kontaktieren.

Bis denne irgend wenne

Felix

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Kommentar ohne Titel

geschrieben von Anonymous
am 14.12.2009 um 07:24
hatte auch das glueck, dass ich football im stadion spielen durfte muaha war das geil :D

aber leider knapp verloren, weil einer den ball ins gesicht bekommen hat und seine nase gebrochen hat, bis dahin haben wir gefuehrt :*

Re:

geschrieben von Sharon32Bradshaw
am 1.01.2012 um 01:30
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Re:

geschrieben von NICOLE35TUCKER
am 1.01.2012 um 01:52
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