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Die Koolumne: Jay-Z: Fade to Black - really?

12.12.2005 - 08:15
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Was war das für ein Abend im Madison Square Garten, NYC? Historisch für Hiphop, historisch für die Black Community. Zwei Jahre ist es nun schon her, seitdem Jay-Z das legendäre Konzert gab. Bereits im April 2005 kam die DVD mit dem Konzertmitschnitt auf den amerikanischen Markt. Bei uns ließ man sich mit dem Release Date, wie so oft, ein bisschen Zeit. Seit 1. Dezember steht das Live-Spektakel nun auch bei uns in den Läden und ist jedem Black Music Fan wärmstens zu empfehlen. Die DVD besteht jedoch nicht ausschließlich aus einem Konzertmitschnitt, das Genie Jigga hat sich etwas besonderes für den Film einfallen lassen. So sind dokumentarische Elemente mit Live Ausschnitten gemischt worden, was im großen und ganzen sehr gelungen wirkt, da man nicht weiß, welche Parts man gerner sehen möchte. Sieht man gerade Szenen aus dem Entstehungsprozess des "Black Albums", ist man schon im Hinterkopf gespannt darauf, das nächste Live-Stück vom Jiggaman auf die Ohren und Augen zu bekommen. Ist man an dem Punkt angekommen, kann man es gar nicht erwarten, bis Mr. S. Carter wieder seine Erfolgsstrategie und Arbeitshaltung preisgibt. Im Grunde kann man die DVD als ein einziges Meisterwerk bezeichnen, bei dem keine Haut glatt bleibt und kein Grübchen unentdeckt. Historisch kann man durchaus die Tatsache nennen, dass Jay-Z es als erster Rapper in den vielleicht bekanntesten Konzertsaal der Welt geschafft hat, den Madison Square Garden. Zusammen mit einigen der größten Künstlern der modernen Black Music Szene wie z.B. Mary J. Blige, Missy Elliot, Ghostface oder Beyoncé, zelebriert er ein Rapspektakel, das er höchstens mit dem Friedensschluss mit Nas ausgleichen konnte. Doch wenn man recht hin sieht, wirkt selbst die Versöhnung der zwei Rapschwergerwichte dagegen wie ein kleiner Move.
Was Jay-Z mit seinem Black Album und dem dazugehörigen Auftritt im Madison Square Garten vollbracht hat, ist nahezu unbeschreibbar. Und genau hier kommt man an einen höchst strittigen Punkt an. So sehr es schmerzt einen solch genialen Künstler ins Dunkel rücken zu sehen, so sehr Freude bereitet er seinen Hörern mit diesem Schritt. Denn durch seinen Rückzug hat Jay-Z erreicht, was Biggie und Pac nur durch ihren Tot bekamen: Die Unsterblichkeit seiner Musik.
Leider ist der Meister selbst momentan drauf und dran, sich genau diesen Status wieder zu zerstören, indem er duzende Collabos auf aktuellen Alben hat (gibt es überhaupt noch ein Album eines großen Black Music Künstlern, ohne Jay-Z Feature?) und neue Hoffnung auf ein weiteres Album z.B. durch die Versöhnung mit Nas, aufkeimen lässt. Meines Erachtens ist das ein Schritt in die falsche Richtung, denn am Ende gilt der Spruch "wer einmal lügt, der verliert seine Glaubwürdigkeit". Sollte er wirklich mit einem neuen Album zurück kommen, so wird man bald Musikliebhaber sagen hören: "Please MTV....." moment, falsche Sendung, ich meine  natürlich "Please , Jay-Z, Fade To Black!"



  


Dir wollte ich schon lange mal meine MEINUNG pfeifen !

geschrieben von Serial-Chilla
am 19.12.2005 um 04:27
So siehst du also die Zukunft des deutschen Hip Hops...hehehe...ich habe schon immer vermutet das du komisch bist, aber jetzt weiss ich es 100 pro !


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