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Artist Of The Week: Ghostface Killah

28.03.2006 - 08:30
Kategorie:
(10) Kommentar/e | kommentieren
Schon Freddie Foxx aus dem Gangstarr Umfeld rappte 1998: "I save Hip Hop, like Ghost saves the Wu." Für die Oldschooler ist er der Mann mit der Maske. Für viele Newschooler ist er der Retter der Wu-Tang Ära. Ghostface Killah ist Kult. Ghostface Killah ist History. Ghostface Killah is back!



Als Dennis Coles erblickt Ghost das Licht der Ghettowelt in den Stapleton Projects von Staten Island, New York. Seine frühe Kindheit verläuft nicht reibungsfrei, denn Coles leidet unter Diabetes und hat deshalb erhebliche Gewichtsprobleme. Später bekommt er jedoch seine Erkrankung mit Heilpraktiken aus China in den Griff. Den Kontakt zum Wu-Tang Clan nimmt der damals schon ambitionierte Rapper Ende 1993 auf. Der Einstieg in die Truppe, die Hiphop auf ein neues Level hieven soll, fällt nicht besonders schwer, denn Ghostface ist ein Verwandter des RZA und hat somit ein Gründungsmitglied auf seiner Seite. Doch das Vitamin B ist überflüssig, denn Ghost hat ein unverkennbares Talent. Das Energiebündel lässt sich weder on- noch off stage aufhalten, was ihm 1998 zum Verhängnis wird. Wegen eines Raubüberfalls wandert das Geistergesicht für mehrere Monate hinter Gitter.



Ghostface Killah hat zusammen mit seinen Crew Mitgliedern RZA, ODB, Method Man und Raekwon eine ganze Generation Raphörer als auch Musiker geprägt. So wirkt die Tatsache nicht erstaunlich, dass er es war, der auf dem Clan-Debüt "Enter The Wutang" gleich die ersten 16 Bars ins Studiomikro presste: "Ghostface, Catch the blast of a hype verse, My glock bursts, leave in a hearse, I did worse, I come rough, tough like an elephant tusk, Your head rush, fly like Egyptian musk, Aw shit, Wu-Tang Clan spark the wicks an' however, I master the trick just like Nixon, causin' terror, quick damage your whole era, Hardrocks is locked the fuck up, or found shot, P.L.O. style, hazardous cause I wreck this dangerous, I blow sparks like Waco, Texas." Boooom! Instant Classic.



In der dunklen Wu-Tang Zeit um 1998/1999, als U-God, Inspektah Deck oder Cappadonna eher misslungene Scheiben auf den Markt werfen ist es wieder einmal dieser Ghost, der die Ära mit seinem zweiten Album "Supreme Clientele" rettet und somit direkt an sein Erstlingswerk "Ironman", das bereits 2 Monate nach Erscheinen auf den Straßen von New York zum Klassiker ausgerufen wird, anknüpft. 2001 erscheint das dritte und vieler Rapfans nach das bis dato schlechteste Album mit "Bulletproof Wallets". Danach verschwindet der selbsternannte Wally Champ für ganze drei Jahre in der Versenkung und feiert mit "The Pretty Toney Album" seine grandiose Auferstehung. Viel kritisiert wird das bereits vierte Album. In den großen amerikanischen Magazinen wird es zu einem mittelmäßig bis schlechten Werk degradiert und hier in Deutschland wendet sich der ein oder andere eingeschworene Wu-Tang Fan schlagartig vom Clan ab, nachdem dieses Album seine Ohren erreicht. Doch die wahre Schönheit des "Pretty Toney" Albums erkennen die Wenigsten. Ein einziges, renomiertes Mag betitelt das Album wiefolgt: "Marvin Gaye lebt! Oder manifestiert sich zumindest in der Person des Ghostface Killahs". Und trifft damit den Nagel auf den Kopf.



Nun, besser gesagt am 28. März 2006, lebt die Legende des Ghostface Killahs noch einmal auf, mit einem neuen Album. "Fishscale" heißt das neuste Werk und wird unter Jay-Zs Aufsicht über Def Jam Records vertrieben. Feature Gäste wie unter anderem der Wu-Tang Clan, Keyshia Cole und Ne-Yo, der bei der ersten Singleauskopplung "Back Like That" mitwirkte, geben sich die Ehre. Produktionstechnisch tauchen in den Credits von "Fishscale" Namen wie MF Doom, RZA, Pete Rock, J Dilla und Madlib auf. Diesen Artikel möchte ich abschließend mit ein paar Pressestimmen beenden:

"Fishscale ist das beste Album, das der Rapper je gemacht hat und er wird damit neue Hörer gewinnen" - XXL

"Alles Killah, keine Füller. Sonderbar, aufreibend und brilliant." - Blender

"It's pretty fucking great." - The Village Voice



  


MMMMHHH...

geschrieben von C-Storm
am 28.03.2006 um 02:37
Hi!

Erstmal muß ich sagen, daß ich es sehr gut und richtig finde, daß du Ghostface lobhudelst, denn der ist nun mal herausragend. Auch das Bumpy Knuckles Zitat ist sehr treffend und gut recherchiert (war das 98...ich glaube ich werde langsam alt).

Habe den Artikel erstmal nur überflogen und der ist wie ich glaube auch fast durchgehend gut belegt, aber gleich am Anfang hast du nen groben Schnitzer drin. Wenn ghostface erst 94 zum clan gekommen wäre, wäre er ja gar nicht auf 36 chambers drauf gewesen(oder habe ich da was falsch verstanden). Na ja genug rumgenerdet und kluggeschissen, es scheint auf jedenfall, daß du einen guten Musikgeschmack hast, geht man nach den Leuten, die du hier supportest.
Weiter so

Peace Storm

PS.: check mal www.freezebeatz-produktion.de und die "Explizit Lyrisch" LP, könnte dir gefallen

Re: MMMMHHH...

geschrieben von Florian.Mueller
am 28.03.2006 um 03:38
Erstmal danke für die lobenden Worte. Bei Gelegenheit werd ich mal auf der angegebenen Website vorbei schauen und mir eventuell mal die LP anhören.

Ich denke da hast du was vertauscht. 36 Chambers kam 94 raus, genauer gesagt am 25. April 1994...

:)

Hab ich's doch gewusst!

geschrieben von C-Storm
am 28.03.2006 um 04:16
Ich war mir hundertprozentig sicher, daß 36 Chambers von 1993 war.

Hier noch ein kleiner Klugscheisser wikipedia link, sonst müsste ich das backcover von meiner Scheibe photographieren....;) - schön aber, daß es hier noch Leute gibt, die sich überhaupt für die History interessieren. See ya

http://en.wikipedia.org/wiki/Enter_the_Wu-Tang_(36_Chambers)

Re: Hab ich's doch gewusst!

geschrieben von Florian.Mueller
am 28.03.2006 um 05:17
Ok, du hast gewonnen ;)

Um das ganze jetzt mal aufzuklären: In den USA erschien die Scheibe am 9. November 1993. In Deutschland wurde "36 Chambers" jedoch erst am 25. April 1994 released, daher das Missverständnis.

Du hast damit also vollkommen recht mit der 93er Angabe, ich werde das umändern. Thx für den Hinweis.

Wow...

geschrieben von Dennis_Isiklar
am 29.03.2006 um 12:41
als ein fanatiker des wu-tang clans bin ich sehr erfreut über diesen beitrag, der auch sehr gut geschrieben ist. es gibt kaum noch leute, die sich für den clan interessieren, über ihre geschichte und der geschichte, die sie geschrieben haben, bescheid wissen!

allerdings eine sache: cousins waren/sind ODB, GZA & RZA!!! der ghostface ist mit keinem von diesen verwandt!!! ;-)

Re: Wow...

geschrieben von Florian.Mueller
am 29.03.2006 um 02:10
Da muss ich dich leider korrigieren. Ghostface ist tatsächlich ein Verwandter vom RZA, wie ich eben nachgesehen habe. Er ist allerings nicht sein Cousin, wie ich im Artikel geschrieben (und sofort verbessert) habe...

Thx für die Props

Kommentar ohne Titel

geschrieben von Dennis_Isiklar
am 29.03.2006 um 07:50
kannst du mir den link dazu schicken???

ist net so, daß ich jetzt hier rumzicken will, aber ich habe... ja, sozusagen wu-tang "studiert"... *g* gehöre wohl auch zu den wenigen, die das "wu-tang manual" (autor rza persönlich!) daheim haben, worin nichts dazu steht während die verwandtschaft der anderen 3 öfter erwähnt wird. ghostface ist sogar der eizige von den 9, der nicht aus brooklyn, park hill etc. kommt... (was ja net viel heißen muss) ;-)

wie gesagt, wäre für den link dankbar...

Kommentar ohne Titel

geschrieben von Jiggy J
am 22.04.2006 um 11:09
Ghostface ist ein Rapmonster. Das Album hat auch nur Monster. einfach Killerzeug ;)

Achso...

geschrieben von Anonymous
am 22.04.2006 um 11:11
und soweit ich das in erinnerung habe sind alle clanmember in irgendeiner weise verwandt. bis auf 2 oder 3 ausnahmen (?)

Kommentar ohne Titel

geschrieben von Foley
am 30.06.2006 um 02:23
Ghostface ist ein guter Rapper, siene letzten Alben waren dick. Ghostface Sound mit den Ochester und Streichern find ich einfach genia, man muss auch mal zurück zu den wurzeln, nicht imemr diese ekligen Dancehall Techno Töne. Aber zurück zu Ghostface. Das Album Fishscale war cool mir gefiel besonders "Jellyfish", "Underwater", und "9 Mil. Bros"...


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