Der australische Dokumentarfilmer Steve Irwin ist am 4. September 2006 bei Dreharbeiten im Great Barrier Reef vor der Australischen Küste durch den tödlichen Stich eines Stachelrochens umgekommen.

Steve Irwin half seinen Eltern schon im Kindesalter im eigens errichteten Park, der damals noch „Reptile & Fauna Park“ hieß und übernahm diesen 1991. Er taufte ihn auf den allgemein bekannten Namen „Australia Zoo“ und fügte unter anderem ein Aufzuchtprogramm für bedrohte Tierarten und ein Rettungsteam hinzu. So können sich von Reptilien bedrohte Anwohner melden, die Helfer fangen die Tiere ein und setzten sie in unbesiedelten Gebieten wieder aus. Durch seine jahrelange Erfahrung mit dem Fang und der Umsiedlung von Reptilien wurde er als führender Experte angesehen. Doch nicht nur Krokodile gehörten zu seinem Spezialgebiet, auch und besonders von Schlangen war Irwin fasziniert. Trotz seines täglichen Umgangs mit ihnen wurde er nie gebissen. Ebenso wenig wollte er von der Schuld eines Tieres das ihn verletzt hatte hören, da, wie er selbst sagte, ihm stets bewusst war, auf was er sich eingelassen hatte.

Der Schutz von Tieren war die Priorität in seinem Leben und zu diesem Zweck gründete er auch die gemeinnützige Organisation „Wildlife Warriors Worldwide“. Die Hauptaufgabe dieser bestand darin, bedrohte Tierarten und ihre Umgebung zu schützen, sowie die Welt auf diese aufmerksam zu machen. Doch seine Ziele auf den Punkt zu bringen verstand er selbst am besten, deshalb nachfolgend ein Ausschnitt aus einer an seine Fans und Unterstützer gerichtete Botschaft:
„My heart beats for wildlife and wilderness conservation - it's my mission in life. Terri [Irwins Frau Anm. d. Verf.] and I are determined to make sure we do everything we can to safeguard Australia's - and the world's - wild animals and their habitats. That's why we have set up Wildlife Warriors. We want to do our bit for the environment. We have been called Wildlife Warriors and I reckon that pretty much sums us up. We're fighting to make a massive difference to wildlife and wilderness conservation, and we want to make people aware all over the world about the environment and just how precious it is - all of it! Terri and I have been lucky to meet a lot of people in our travels and I come across people all the time who are concerned about what's happening to our planet. So I'm hoping through Wildlife Warriors people can get involved, support our wildlife work and share in our dream.”

Die Serie „Crocodile Hunter“ und die Vielzahl an beeindruckenden Episoden verschaffte ihm und seinem Umweltschutz Weltruhm. Über 500 Millionen Menschen verfolgten seine Abenteuer in 137 Ländern und ganz wie Steve Irwin war, nutzte er die Einnahmen um Tierschutzorganisationen zu unterstützten und so weiteren Tieren das Leben zu retten.

Sein Tod ist ein tragischer Unfall, denn der Stich eines Stachelrochens geht höchst selten tödlich aus. Der Stachelrochen stach ihm direkt ins Herz und Irwin war sofort tot. Die Stiche eines Rochens sind normalerweise nicht lebensbedrohlich und betreffen meistens Extremitäten. Der Rochen hatte sich vielleicht angegriffen gefühlt als Irwin, während den Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm über das „Great Barrier Reef“, über das Tier schwamm.

Steve Irwin war ein 100%-Mensch, ob bei Kindergeburtstagen des eigenen Nachwuchses oder dem Schutz der Natur. Er war immer voller Elan und verbreitete stets gute Laune. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder, sowie eine Welt, die ihn immer als einen freudigen und naturliebenden Abenteurer im Gedächtnis behalten wird.
(felix)
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Erstmal...
geschrieben von Anonymousam 20.10.2006 um 08:31
Vielen Dank fuer den Nachruf auf Steve. Ich persoenlich, wie so viele dieser Welt, liebte Steve Irwin und verfolgte nicht nur seine vielen Abenteuer mit am TV Screen klebenden Augen, sondern auch sein ganzes Leben und seine unglaublich wichtige Mission. Terri, Bindi und Bob - das steht wohl ausser Frage - haben ihre Aufgaben fuer's Leben bekommen. Mich wuerde interessieren warum es mit deinem Australia Zoo Job jetzt nicht klappt. Ich wuerde annehmen, sie braeuchten jetzt vielleicht jede Hilfe die sie kriegen koennen.
Jeannine