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1 Jahr MyVideo Rockt!
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Das letzte Mal, dass Jay-Z Deutschland einen Auftritt schenkte, war im Jahre 2003. Damals war der Rap-Superstar auf Promotionfeldzug für sein "The Blueprint 2" Album. Wenig später, am 14. November 2003 erschien dann das Album, welches die Hiphop-Welt einerseits zu Tränen rührte, andererseits das mutmaßliche Ende einer außergewöhnlichen Musikkarriere darstellte: "If you can't respect that your whole perspective is wack / Maybe you'll love me when i fade to black" hieß es da in "December 4th" und der Jiggaman brachte es so glaubwürdig rüber, dass kein Fan und kein Hater daran zweifelte, live und in Farbe mitzuerleben, wie eine große Ära zu Ende geht.



I got 5 lifes - what do you bring to the table?

2006 ist alles anders gekommen. Gott, und den nicht enden wollenden Jay-Z Rufen sei dank. Das Licht geht an, auf der rießigen Breitbild-Leinwand erscheint eine überdimensionale Box aus der immerzu der Satz "Are you not entertained" erklingt. Tausende Roc-A-Fella Diamanten ranken in die Höhe und wippen energiegeladen auf und ab, als der Beat von "What more can I say" ertönt. Und auf einmal steht er da, eingehüllt in einen weißen Hoodie und schwarze Jeans. Seine Augen werden von einer Porno-Sonnenbrille sorgsam bedenkt, er trägt keine 500.000 Dollar Kette um den Hals, keinen Diamantenring um den Finger. Im Gegensatz zu den Hochglanzbildern, die man im amerikanischen TV und im Internet zu Gesicht bekommt, wirkt Jay-Z überwältigend schlicht, als ob er gerade eine morgendliche Jogging-Tour durch Brooklyn unternommen hätte und sich, um eine Erkältung zu vermeiden, kurz den weißen Kaputzensweater übergezogen hätte.



This is just one of my names...

Dann spielt er mit seinem Publikum. "Let me reintroduce myself: My Name ist Hova - H to the O - V." und das Mannheimer Publikum, das by the way wohl größtenteils nicht aus Mannheim stammt, ist aus dem Häusschen. Bereits nach drei Minuten Show hat man den Eindruck, die Stimmung sei kurz vor dem Siedepunkt. "Some people call me Hova, I got more names". So führt Mr. S dot Carter durch die nächsten Songs, darunter "Jigga That Nigga", "Izzo" und "Hovi Baby". Mittlerweile legt sich die euphorische Stimmung ein wenig, die deutschen Fans scheinen wohl nicht die textgewandesten Anhänger zu sein. Jigga dagegen ist ein einziges Phänomen. An diesem Abend rappt er ca. 90 % aller Stücke komplett selbst, verliert niemals den Anschluss und harmoniert mit seinem langjährigen Freund und Rap-Kollegen Memphis Bleek hervorragend. In der Zwischenzeit fliegt der weiße Hoodie samt Handtuch und Wasserflasche ins kreischende Publikum und von Hovas Brust strahlt ein iced-out Totenkopf von seinem schwarzen T-Shirt herunter.



Touch the untouchable, break the unbreakable

Akzente setzt der heutige Def Jam CEO mit dem Banger "99 Problems" - im noch rockigeren Rockremix, dem bouncenden "Dirt Off Your Shoulder" und dem Mitgröhl-Stück "Jigga What, Jigga Who", bei dem es Jay gelingt, das Publikum in der Mitte zu spalten und eine Art Akkustikbattle zu veranstalten. Trotz der, wie oben schon erwähnt, stellenweise mangelnden Textkenntnis der Konzertbesucher gelingt es dem Jiggaman stets, die Stimmung auf einem guten Niveau zu halten und trotzdem eine exzellente Mischung aus deepem Streetshit und Clubbangern zu finden. Ein Blick durch die schwitzende Meute beweist: Jay-Z vereint Hiphop Deutschland. Da steht der Hardcore-Backpacker kopfnickend zur zweiten Strophe von "Deja Vu" neben dem triple-XL tragenden Player, dem die Tränen beim wunderbar gefühlvollen "Song Cry" in den Augen stehen. Tausende Feuerzeuge und Handylichter begleiten den unvergesslichen Chorus: "I can't see'em coming down my eyes / so I gotta make the song cry". Gänsehaut-Feeling pur.



Dear Summer, I know you gonna miss me...

Nach einer Stunde und 25 Minuten scheint alles vorbei zu sein, abgesehen von den nicht enden wollenden Hova-Rufen. Und tatsächlich erfüllen Sie Ihren Zweck. Jay-Z schenkt Deutschland, Mannheim und der Maimarkthalle zwei weitere Songs. Zurück kommt er sozusagen mit der Playerhymne schlechthin. "We doin...big pimpin, we spendin' cheese / Big pimpin, on B.L.A.D.'s" rappen Jigga und sein Homie Memphis Bleek ins Mikrofon, im Hintergrund sieht man unfassbare Frauen aus unfassbar blauem Wasser auf unfassbar teure Jachten steigen. Dann folgt der traurigste Moment des Konzerts: Die ersten Trompetentakte des eventuell letzten in Deutschland live vorgetragenen Stücks von Jay-Z ertönen. Es klingt wie eine Aufforderung und eine rhetorische Frage zugleich. "Do you want an encore / do you want more". Der riesige Mund des Jiggaman formt sich zu einem breiten Grinsen, spricht Bände, und dennoch ist ihm ein letzter Zweifel ins Gesicht geschrieben. "Soll ich's wirklich machen, soll ich wirklich zurück kommen, der Welt nochmal das beweisen, was ich schon vor 3 Jahren eindrucksvoll bewiesen habe", hört man ihn denken. Dann wird es schwarz im Saal. Und in einer türkisen Schrift leuchtet die klare Antwort auf alle Fragen, alle Zweifel und alle Hoffnung von der Leinwand in Richtung Zuschauer: 14. November. Was für eine Ansage.

(flo)


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Ja, das war was...

geschrieben von Anonymous
am 27.10.2006 um 04:37
Der Abend war super! Obwohl der Preis mit 50 Euro die Karte natürlich etwas übertrieben war. Aber hat sich gelohnt. Jigga is king.

Kommentar ohne Titel

geschrieben von Anonymous
am 27.10.2006 um 04:48
war ein geiles konzert,aber ich denke nich das die stimmung sich gelegt hat in der mitte des kionzerts,ich fand die stimmung immer pevers

Routiniert gut...

geschrieben von Florian.Mueller
am 27.10.2006 um 06:05
Ich würde die ganze Stimmung irgendwie als "routiniert gut" bezeichnen. Man merkt Jay-Z einfach an, dass er schon auf allen Bühnen dieser Welt stand und die Ruhe weg hat. Und trotzdem rappt er noch 95 % komplett ohne Backup. Hammer. Und die Nummer mit dem Micro bei dem Tribute Teil war ja auch mal krass. hehe.

Der Reviewnator.

Kommentar ohne Titel

geschrieben von N4p
am 27.10.2006 um 08:18
ahahahhaa.
ich weiss warum ich nich da war.
50 tacken für nich mal 1 1/2 sunden is ja sowas von lächerlich... :-D

100%Textsicherre Fans

geschrieben von Anonymous
am 29.10.2006 um 08:14
War ein HAMMER-Konzert war auch schon in München dabei,aber zu dem Konzert in Mannheim kein vergleich es war 100x besser in Mannheim und die Stimmung der Fans war stehts sehr sehr gut.
Ich hab nix von Text unsicherten bei den Fans gespürt!!!!!!!!

häää

geschrieben von Anonymous
am 17.01.2007 um 05:39
ich versteh das irgendwie voll nicht...
ich bin schülerin und muss was über malcolm-x suchn >.<
un hier kommt son kack was soll das -.-''


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