
Aber erst einmal zu meiner Person. Letztes Jahr verbrachte ich ein Jahr in den USA, um genauer zu sein in Minnesota. Bei den meisten Lesern wird es jetzt heißen: „Ahh Minnesota, das ist doch der Staat, da irgendwo im mittleren Teil von Amerika, mit ganz viel Landwirtschaft und solchen langweiligen Dingen. Irgendwo im Nirgendwo.“ Aber da rate ich zur Vorsicht, denn auch wenn es auf den ersten Blick so scheint muss ich klarstellen, dass diese Aussagen absolut nicht zutreffen!

Folgender Fakt allein sollte die meisten verblüffen: Minnesota hat das größte Einkaufszentrum in den USA, die „Mall of America“ (MoA). Und mit dem Wort „groß“ ist in den USA nicht zu scherzen. Die MoA ist das meistbesuchte Einkaufzentrum auf der ganzen Welt und hat neben einer Unterwasserwelt, einem Kino mit 14 Sälen, einem Dinosauriermuseum und einem Vergnügungspark mit Achterbahn im Herzen der Anlage, auch noch etwas mehr als 500 weitere Geschäfte und Diskotheken. Nachdem ich 4 Stunden laufend in dem mehrstöckigen Kaufhaus verbracht hatte, wurde mir klar, dass ich die restlichen 75% der Anlage unmöglich noch sehen werde. Also habe ich mir anstelle dessen ein Paar Nikeschuhe gekauft und mich mit chinesischem Fertigessen vollgestopft.

Aber damit nicht genug. Minnesota beherbergt auch die Hauptsitze von großen (s.o. Def.: groß) international tätigen Firmen, wie der „3M“ (Minnesota Mining and Manufacturing), die Aktie dieser Firma beeinflusst den Dow Jones sehr stark, der „Northwest Airlines“, die älteste Fluggesellschaft der USA und dem Unternehmen „Medtronic“, das ca. 30.000 Menschen beschäftigt und mehr als die Hälfte aller Herzschrittmacher in der Welt fabriziert hat. Auch nicht zu verachten ist die überschaubare Stadt Rochester mit knapp 100.000 Einwohnern und dem Hauptsitz der Mayo-Klinik, die zu den größten und besten Kliniken der Welt gehört.

So, nach dieser kleinen Exkursion ins „verträumte“ Minnesota sollte ich zu Beginn meiner Kolumne über die USA klarstellen, dass diese sehr durch die Eindrücke geprägt wird, die ich in Minnesota sammeln konnte.
Wenn man von den USA redet, darf man nicht im Allgemeinen von Dingen reden, sondern muss immer auf eine spezielle ethische Gruppe oder ein spezielles geographisches Gebiet eingehen. Die USA sind eine eigene Welt in sich selbst. Es ist einem möglich von Asien nach Afrika, vom Skifahren zum Strandurlaub zu gelangen ohne das Land zu verlassen. Die amerikanische Kultur ist vermutlich die Kultur, in der die meisten Kulturen zu einer neuen vermischt worden sind. Wer hätte das gedacht? An erster Stelle der Liste mit 15 Ländern, deren Menschen einst in die USA kamen, steht Deutschland mit 15%. Das sind immerhin 42,8 Millionen Menschen! An zweiter Stelle stehen übrigens die Iren mit 10,8 % und an dritter die African-Americans mit 8,8%.

So langsam neigt sich dann der erste Teil meiner Kolumne dem Ende entgegen. Falls irgendwer Fragen zu den USA hat, kann er/sie sich sehr gerne bei mir melden und ich gebe mein Bestes diese Fragen zu beantworten. Das nächste Mal werde ich mich vermutlich ein wenig auf die Politik und damit zusammenhängend, die kürzlich stattgefundenen „Mid-Term elections“ stürzen.
Bis denne irgend wenne
Felix
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Kommentar ohne Titel
geschrieben von Anonymousam 10.11.2006 um 11:19
Die USA interssiert mich auch sehr! Und das mit der Mal of America wußte ich noch garnicht! Wer ich gleich mal nach Googlen :)
Ich fänd es sehr intressant etwas über den "American Way of Life" zu erfahren oder einfach nur das Gesellschaftliche Leben in den USA!
Gruß
Simon