hiphop.de | blog.hiphop.de | Blog Verzeichnis
LOG IN

1 Jahr MyVideo Rockt!
MSN Suche

One Nation – Spaß NACH der Schule, ein Traum?

11.09.2007 - 07:39
in der Kategorie
(1) Kommentar/e | kommentieren
HAHA wer hätte es gedacht, nicht 3 Monate sondern dieses Mal sogar 4 Monate brauch ich um einen Artikel zu verfassen, doch wie sagen wir Schwaben so gerne: „Was du heute kannst besorgen, das verschieb’ getrost auf morgen.“ Naja heute ist morgen, daher mein Artikel.



Mein letzter Artikel drehte sich um das Schulsystem und die Fächerwahl, daher möchte ich heute auf die „angenehmeren“ Dinge des Schulalltags zu sprechen kommen. Dass sehr viele Amerikaner übergewichtig sind, ist jedem bekannt, doch dafür muss es auch einen Grund geben, oder etwa nicht? Hauptsächlich beginnt die Verdickung mit der Jugend und wo ist die Jugend die meiste Zeit des Tages? Richtig. In der Schule und dort bekommen sie jeden Mittag ein warmes Essen. An meiner Schule hätte man die Essensausgabe leicht mit der eines Gefängnisses verwechseln können, die Schüler stellen sich an einer Schlange an, nehmen ein Tablett, bekommen ihr Stück Fleisch, ihren Kartoffel-Püree und ihr gedünstetes Gemüse und gehen an einer Kasse vorbei in die sie ihre ID-Nummer eingeben, werden auf mögliche Geldknappheiten im Lunchkonto hingewiesen und hin und wieder wird einem auch das Essen wieder abgenommen, wenn man kein Geld mehr hat. Dann begibt man sich auf seinen angestammten Platz im Essenssaal und beginnt das Essen in sich hinein zu schaufeln. Das alles wäre nicht so schlimm, WENN da nicht die Zeitbeschränkung auf 20 Minuten wäre, so lange ist nämlich die Mittagspause, oder das Essen, das die meiste Zeit nur mit Ketchup genießbar ist und der Fakt, dass das Essen ungesund ist. Es spricht nichts gegen das gedünstete Gemüse, außer vielleicht, dass man es nur mit Ketchup würzen kann, aber ein Stück Fleisch mit Kartoffel-Püree gehört doch eher zur Ausnahme. Normal sind Burger, Pigs-in-a-blaket (s. Abb.) und Sloppy Joes (s. Abb., das ist übrigens Hackfleisch, bitte nicht verwechseln). Dazu erhält dann jeder noch eine kleine Milchtüte und das war’s. Wem das noch nicht genug ist, der muss sich vorstellen, dass man diese Dinge ungefähr alle 10 Tage isst und das ein ganzes Jahr lang. Irgendwann hängt einem das schon zum Hals raus. Figurbewusste Menschen bringen sich etwas von zu Hause mit, aber die Meisten nicht. Und unter uns, auch wenn einem das Essen zum Hals raus hängt, die Amerikaner haben einfach die richtigen Geschmacksstoffe ;-)



Nach der Schule begeben wir Deutschen uns genau wie unsere amerikanischen Mitschüler zu den Bussen. In Deutschland sind die Schulen nach Unterrichtsende verlassen und selbst die Lehrer flüchten meist schon nach kurzer Zeit in die sichere Heimat. In den USA hingegen leben viele Lehrer ein Doppelleben. Nach Schulschluss werden die Lehrer zu anstachelnden und nach dem Sieg strebenden Coaches, die aus einem das allerletzte Fünkchen Energie und Leistung herauskitzeln wollen. In den USA gehören „After School Activities“ zum normalen Alltag und viele Schüler beteiligen sich daran. Abhängig von der Größe der Schule werden entsprechend viele oder aber auch wenige Sportarten angeboten. Zu diesen Sportarten gehören meist American Football (Yeah!!) für echte Kerls, Fußball, Basketball und Leichtathletik für Mann und Frau und meist auch Volleyball für Frauen. Aber nicht selten gibt es auch andere Sportarten wie Jazzdance, Hockey, Schwimmen, Golf, Ringen oder sogar Reiten.



Die Aktivitäten beginnen ungefähr eine halbe Stunde nach Schulschluss und gehen dann bis zum frühen Abend. Zum Lernen ist ja dann noch abends Zeit, obwohl man meistens nichts mehr zum Lernen hat, da in der Schule genug Zeit war für alle Hausaufgaben und ansonsten man in der „Study Hall“ am nächsten Tag noch Zeit hat.



Da in den USA die Mannschaften über Schulen laufen, gibt es keine Städtemannschaften, wie in Deutschland. School Spirit wird groß geschrieben und nicht nur die Cheerleader feuern die Mannschaft im Kampf gegen die Nachbarschule an, sondern oft ein Großteil der Schüler selbst finden sich bei Heimspielen ein und bangen für ihr Team. Natürlich wäre es unfair, dass eine Großstadtschule gegen eine Dorfschule spielt und deshalb gibt es in den USA ein System das sicherstellt, dass Schulen der gleichen Größe gegeneinander antreten – Gleichheit für alle. In diesen Gruppen, auch Divisions genannt, kann man bis zu den Staatsmeisterschaften des jeweiligen Staates kommen und dann, so wie ich die Möglichkeit hatte, in einem Stadion spielen. Der Gewinn der Staatsmeisterschaft ist das Höchste für die Schule!

Hoffentlich hat euch dieser kleine Einblick in das Nachmittagsprogramm der High Schools gefallen, wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr mich gerne unter felix.taschner@googlemail.com kontaktieren.

Bis denne irgend wenne

Felix

-------------> Schreib einen Kommentar zu diesem Artikel <-------------


  


One Nation – Spaß in der Schule, ein Traum? (Part 2)

3.04.2007 - 07:38
in der Kategorie
(1) Kommentar/e | kommentieren
Das letzte Mal habe ich euch von den ersten Monaten in der Schule, von den Lehrern erzählt, auch hab ich euch einen groben Überblick über die Fächerwahl gegeben, und genau darauf möchte ich heute noch intensiver eingehen.



Naja, wenn man die Zeit, die das Universum bereits hinter sich gelassen hat betrachtet, ist es noch gar nicht so lange her, dass ich den ersten Teil meines Artikels veröffentlicht habe, nur so ungefähr 3 bis 4 Monate. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich nicht gerade der eifrigste Mensch bin… Aber das alles will ich jetzt mal links liegen lassen und euch den heutigen Artikel präsentieren.



Zuerst möchte ich euch vom Kurswahlsystem erzählen, das an allen amerikanischen Schulen vorherrscht. Von ca. der 8. Klasse ab kann jeder Schüler seinen eigenen Stundenplan und somit auch seinen eigenen Lehrplan entwerfen. Ich wurde vor Beginn des Schuljahres in die Schule bestellt, so dass ich hierzu die Chance hatte. Eingeschüchtert, da es ja mein erster offizieller Auftritt war, ging ich also in die Schule um mich anzumelden und meinen Stundenplan festzulegen. In der Schule angekommen, war diese erst einmal ziemlich überrascht, dass noch ein Austauschschüler zu ihnen kommen würde. Anscheinend hatte meine Organisation versäumt meine Schule über mein Kommen zu unterrichten. Naja trotz des anfänglichen Schocks, wurde ich dann sehr freundlich von unserem Counselor Trish empfangen und sie verhalf mir dann mit viel Geduld zu meinem Stundenplan.



Aber nicht, dass jetzt gleich jeder denkt, man könnte in den USA einfach irgendwelche Fächer belegen, nein so einfach ist es dann doch nicht! Jeder Schüler muss jedes Jahr Englisch sowie Geschichte belegen, außerdem muss man mindestens zwei Jahre irgendwelche naturwissentschaftlichen Fächer belegen. Wenn man für 4 Jahre auf ein College gehen will, muss man zusätzlich 2 Jahre hintereinander die gleiche Fremdsprache belegen und außerdem sollte man sich bemühen, jedes Jahr einen Mathematikkurs zu besuchen. Natürlich gibt es diese Kurse in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Außer all diesen Verpflichtungen gibt es noch einige jahrgangsspezifischen Kurse, die man zusätzlich belegen muss. Das alles ist doch sehr verwirrend.



Allerdings habe ich mit dem letzten Absatz vermutlich nicht nur Verwirrung gestiftet, sondern auch Zweifel an dem doch so tollen System aufkommen lassen. Dazu muss ich sagen, dass manche Kurse nur ein Halbjahr lang gehen und man trotz der Pflichtfächer noch mindestens 2 Stunden zur freien Verteilung hat. Für diese Stunden werden dann Kurse wie Farming, Psychologie, Chor, Big Band, Kochen und eines meiner persönlichen Lieblingsfächer, Study Hall, angeboten. Study Hall ist ein Fach, das fast jeder Schüler belegt und man nie benotet wird. Study Hall ist eine Art Lernstunde, die man zum Hausaufgaben machen nutzen kann oder so wie viele zum Schlafen. Daher ist es oft der Fall, dass man eigentlich nur 6 Stunden hat, und wenn man in der Abschlussklasse ist, dann ist Schule sowieso nur noch ein Pflichtzeitvertreib darstellt, sofern man nichts Großes, wie den Besuch eines Colleges nach Ende des Schuljahres, vorhat. Ein Kumpel von mir zum Beispiel hatte effektiv 3 Stunden am Tag. Er belegte 2 Computerklassen in denen er spielte, dann hatte er noch eine Study Hall und einen Businesskurs, welchen er auch im Computerraum verbrachte, natürlich um einen Business Plan zu entwerfen...



Jetzt möchte ich noch kurz ein eher trockenes, aber wissenswertes Thema ansprechen. Das amerikanische Schulsystem funktioniert über ein Punktesystem. Für jeden Kurs den man besteht, erhält man eine bestimmte Punktezahl. Wenn man am Ende der Schulzeit nicht genügend Punkte erhalten hat, kann man seinen Abschluss vergessen. Allerdings muss man nicht ganz normal im Kopf sein um das nicht zu schaffen, da man ja aus verschiedenen Schwierigkeitsstufen auswählen kann und sich so ein für seine Leistungsstärke entsprechendes Kursprogramm zusammenstellen und so mit nur sehr kleinem Aufwand auch gut durch über die Runden kommen kann. Natürlich wird von Universitäten genau auf die belegten Klassen geachtet, da dies ja auch viel über die Lernbereitschaft und die Intelligenz eines Schülers aussagt. Aber nicht nur die Kurse, die belegt wurden sind wichtig, sondern auch ein Test, den man höchstens 2 Mal machen kann. Der ACT ist vergleichbar mit einem IQ-Test über schulischen Stoff. In ihm muss man Aufgaben zum Thema Mathematik, Geschichte und Englisch beantworten. Der Test ist deshalb so wichtig, weil er in den ganzen USA angeboten wird und er so ein USA-weites Bewertungssystem der Schüler ermöglicht. Also alle Schüler die sich für ein College bewerben, haben diesen Test gemacht und die Universitäten können sich die Besten heraussuchen.



Genug zum Thema Schule/Kurssystem. Die ebenfalls attraktiven Themen Schulessen und Schoolactivities werden vermutlich den Inhalt meines nächsten Artikels bilden, der hoffentlich nicht wieder 3 Monate auf sich warten lässt!!

Bis denne irgend wenne

Felix

-------------> Schreib einen Kommentar zu diesem Artikel <-------------



250x250 6 EUR Gutschein

  


One Nation - Super Bowl XLI: Das Spiel der Premieren

12.02.2007 - 07:34
in der Kategorie
(0) Kommentar/e | kommentieren
Für alle Football-Nerds gibt es heute einen kurzen Rückblick auf das vergangene Super Bowl Wochenende mit geschichtlichen Infos und interessanten Hintergründen. Der beliebteste Sport der USA feierte sich also wieder einmal selbst, was ich euch nicht vorenthalten will. Zieht euch die Schoner an und legt die Kriegsbemalung auf. Jetzt gibt’s auf die Mütze!



Der Super Bowl wurde zum ersten Mal 1967, damals noch als AFL-NFL Championships bekannt, zwischen den Green Bay Packers und den Kansas City Chiefs ausgetragen. Diesen gewannen damals die Packers mit 35-10. Seit 1971 gibt es ihn offiziell, den Super Bowl und er ist seitdem auch nicht mehr aus der NFL (National Football League) wegzudenken. Jedes Jahr ziehen die besten NFL-Teams aus ihrer Region in die Playoffs ein und entscheiden unter sich, wer die beste Mannschaft des Landes hat. Dieses Jahr haben es die Chicago Bears und die Indianapolis Colts geschafft und haben dies am vergangenen Montag Morgen 0.00 Uhr deutscher Zeit live auf der ARD zwischen sich austragen. Traditionell wird der Super Bowl am 1. Sonntag im Februar abgehalten, doch durch die Zeitverschiebung wird er erst Montag Morgen übertragen. Da ein Footballspiel ja nicht nur aus Action besteht sondern zu 60% aus herumstehen und Spielzüge ansagen, gibt es jede Menge Arbeit für die Marketingexperten der großen Firmen in den USA. Pepsi und Co. lassen auch dieses Jahr wieder astronomische Summen von 2.500.000 $ für 30 Sekunden Werbung springen, doch meist kostet die Produktion dieser Spots mindestens genauso viel, zum Einen da sie wirkliche Meisterwerke mit viel Witz sind und zweitens, da sie die durchschnittlich 90 Millionen Bürger vor dem Fernseher auch von ihren Artikeln überzeugen müssen. Dieses Jahr wird, nach einer eher schwachen Show der Rowling Stones letztes Jahr, Prince die Halbzeitunterhaltung übernehmen und mit seinen international bekannten Hits, wie „Purple Rain“ oder „Kiss“, die Leute bei Laune halten. Oh dabei fällt mir gerade auf, dass ich schon die ganze Zeit einen Fehler begehe, der Super Bowl heißt gar nicht Super Bowl, sondern, seit Pepsi der Hauptsponsor ist, Pepsi Super Bowl.



Aber nun zu den Premieren des PEPSI Super Bowls XLI:

Der von mir jetzt kurz genannte PSB beherbergt dieses Jahr zum ersten Mal die Indianapolis Colts und gibt ihnen damit die Chance die heiß begehrte Vince-Lombardy-Trophy zu ergattern. Auch die Bears sind erst zum zweiten Mal beim PSB dabei, sie gewannen 1986 das letzte Mal. Auch stehen zum ersten Mal zwei afroamerikanische Headcoaches an der Seitenlinie und bestimmen die Taktik ihrer Mannschaft.



Das waren zwar nur 2 Premieren, die aber sehr schwer wiegen! Da beide Teams eigentlich eher unerwartet gut in die Saison gestartet sind und dadurch ihre Leistung konstant hielten, gab es dieses Jahr beinahe einen SPB der Außenseiter, aber wer weiß, wie sich dieses unerwarteten Finalisten in der Zukunft entwickeln.



Die Indianapolis Colts setzten auf ihre starke Offense, die dieses Jahr auf dem zweiten Rang in Statistiken geführt wird. Doch sie wird es nicht leicht haben, denn sie trifft auf die fünftbeste Defense des Landes. Es war auf jeden Fall ein spannendes Duell das ich mir als selber spielender Fan auf keinen Fall entgehen lassen konnte und schließlich Zeuge wurde, wie die Indianapolis Colts das Rennen machten. Congrats!.

bis denne irgend wenne

Felix

-------------> Schreib einen Kommentar zu diesem Artikel <-------------



http://www.myvideo.de

  


One Nation – Spaß in der Schule, ein Traum?

28.11.2006 - 08:25
in der Kategorie
(3) Kommentar/e | kommentieren
Wie ihr schon aus der Überschrift herauslesen könnt, geht es dieses Mal doch nicht um Politik. Entschuldigen möchte ich mich daher bei allen USA-Politik-Interessierten, aber lasst den Kopf nicht hängen, der Artikel kommt mit 100%tiger Sicherheit noch! Außerdem werden die aktuellen Mid-Term Wahlen sowieso erst am 27. November bestätigt und dann wird auch erst über mögliche Neu-Auszählungen entschieden. Deshalb habt noch ein bisschen Geduld und ich bedanke mich bis dahin für das Verständnis.



So jetzt aber zum heutigen Thema: Schule. Das Schulsystem kann, wie so vieles andere in den USA, nicht verallgemeinert werden, da jede Schule ein anderes Angebot an Kursen, Sportarten und auch Lehrplänen hat. Deshalb muss ich wieder auf die Erfahrungen zurückgreifen, die andere Austauschschüler gemacht haben und die ich selbst in der Plainview High-School erfahren habe.
Die Schule in den USA ist ein Ort für Freunde, Freuden, und Football, zumindest war sie das für mich. Ein grundlegender Unterschied von amerikanischen zu deutschen Schulen ist, dass man nicht in die Schule geht, seine Zeit absitzt und wieder heim geht. In den USA werden mit der Schule z.B. automatisch auch die verschiedenen Sportarten verbunden, die nach Unterrichtende angeboten werden, doch dazu später mehr.



Jetzt aber erst einmal der Reihe nach, von morgens bis abends. Die Schule wird schon sehr früh aufgeschlossen – gegen 6.30 Uhr – und komischerweise findet man auch immer irgendjemand, der um diese Uhrzeit, mehr oder weniger, anwesend ist. Ob Lehrer, die sich auf den Unterricht vorbereiten, Schüler, die noch Hausaufgaben zu erledigen haben, allerdings daheim nicht dem Reiz des Bettes widerstehen konnten oder Sekretärinnen, die sich auch auf den Tag vorbereiten. Dann so zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr beginnen vermutlich die meisten Schulen mit ihrem Unterricht. Je nach Schule werden dann auch nach Unterrichtsbeginn erst einmal die täglichen News über Lautsprecher vorgelesen (z.B.: „Today Varsity Footballmatch PEM Bulldogs vs. Caledonia in Elgin tonight at 7“, Infos über Veranstaltungen, mehr oder weniger wichtige Durchsagen des Schulleiters, wie z.B. das doch bitte aufgehört werden soll, seinen Müll im Gang liegen zu lassen, aber auch Glückwünsche an siegreiche Teams).



Nach dieser, oft sehr chaotischen Zeit im Klassenzimmer, kehrt in der ganzen Schule Ruhe ein denn es ist Zeit den Eid auf die Flagge, die sich in jedem Klassenzimmer wiederfindet, abzulegen und bei manchen Schulen auch noch die National-Hymne zu singen. Also alle aufgestanden, Richtung Flagge gedreht, Hand aufs Herz und runterbeten: „I pledge allegiance to the Flag of the United States of America and to the Republic for which it stands: one Nation under God, indivisible, with Liberty and Justice for all.” Nach diesem doch meist sehr ernsten Moment kann endlich der Unterricht beginnen.



Die Lehrer in den USA sind meistens sehr locker drauf und zwischen 25 und 40 Jahre alt, allerdings wie bei allem, mit wenigen Ausnahmen. Der sehr niedrige Altersdurchschnitt wird durch die Entlassung in die Rente nach 20 Dienstjahren und meistens eines neuen Jobs nach dieser Zeit begründet. Die Ausnahmen sind dann die Lehrer, die sich dazu berufen fühlen, alle Schüler durch harten Unterricht, noch härtere Strenge und ständige unangekündigte Tests das Leben zur Hölle zu machen - sprich so ähnlich wie deutsche Lehrer. Eine andere Ausnahme sind Lehrer, die ihre Bestimmung gefunden haben und dann auch noch im „hohen“ Alter von 60 Jahren unterrichten.



Da man pro Halbjahr nur 7 Fächer hat und diese auch noch jeden Tag zur selben Zeit, stehen die Lehrer absolut nicht unter Druck und können sich alle Zeit der Welt lassen um den Stoff in aller Ruhe den Schülern einzuflößen und wieder und wieder zu erklären. Durch die wenigeren Fächer und der vielen Unterrichtszeit, die jedes Fach hat, ist es möglich, dass das Wissen, das man vermittelt bekommt, sich sehr gut festigt und nicht nur bis zur nächsten Klausur gelernt wird, sondern auch noch in 20 Jahren vorhanden ist. Für mich ein klarer Vorteil zu Deutschland, wo die meisten Lehrer kurz vor der Rente stehen, das Wissen in die Köpfe nur reingeknallt wird und man das meiste nie wieder braucht.



Naja, das Schulsystem in den USA ist, meiner Meinung nach, von Vorteilen nur so überhäuft und doch hat es sicher auch seine Nachteile. Diese werde ich das nächste Mal beschreiben, außerdem erzähle ich euch von leckerem Schulessen, 100 verschiedenen Kursauswahlmöglichkeiten und was nach der Schule noch so kommt. Also dann verabschiede ich mich bis zum nächsten Mal, das vermutlich nicht so lange auf sich warten lässt.

Bis denne irgend wenne

Felix

-------------> Schreib einen Kommentar zu diesem Artikel <-------------



GIF BuyVIP 6 DE 468x60

  


Der „American Way of Life“, Präsident Bush, Irak Krieg, die NBA und Fast Food sind vermutlich die ersten Dinge, die einem zu den USA einfallen. Doch obwohl es einem so vorkommt, bestehen die USA nicht nur aus Vergnügen, Essen und Sport. Dass man im  mächtigsten Staat der Erde auch auf Kleinstädte, wunderschöne Natur und figurbewusste Menschen trifft, wird meist verdrängt und doch sind diese „Phänomene“ wahr. Das und noch viele weitere interessante Dinge werde ich aus eigener Erfahrung berichten und bezeugen!



Aber erst einmal zu meiner Person. Letztes Jahr verbrachte ich ein Jahr in den USA, um genauer zu sein in Minnesota. Bei den meisten Lesern wird es jetzt heißen: „Ahh Minnesota, das ist doch der Staat, da irgendwo im mittleren Teil von Amerika, mit ganz viel Landwirtschaft und solchen langweiligen Dingen. Irgendwo im Nirgendwo.“ Aber da rate ich zur Vorsicht, denn auch wenn es auf den ersten Blick so scheint muss ich klarstellen, dass diese Aussagen absolut nicht zutreffen!



Folgender Fakt allein sollte die meisten verblüffen: Minnesota hat das größte Einkaufszentrum in den USA, die „Mall of America“ (MoA). Und mit dem Wort „groß“ ist in den USA nicht zu scherzen. Die MoA ist das meistbesuchte Einkaufzentrum auf der ganzen Welt und hat neben einer Unterwasserwelt, einem Kino mit 14 Sälen, einem Dinosauriermuseum und einem Vergnügungspark mit Achterbahn im Herzen der Anlage, auch noch etwas mehr als 500 weitere Geschäfte und Diskotheken. Nachdem ich 4 Stunden laufend in dem mehrstöckigen Kaufhaus verbracht hatte, wurde mir klar, dass ich die restlichen 75% der Anlage unmöglich noch sehen werde. Also habe ich mir anstelle dessen ein Paar Nikeschuhe gekauft und mich mit chinesischem Fertigessen vollgestopft.



Aber damit nicht genug. Minnesota beherbergt auch die Hauptsitze von großen (s.o. Def.: groß) international tätigen Firmen, wie der „3M“ (Minnesota Mining and Manufacturing), die Aktie dieser Firma beeinflusst den Dow Jones sehr stark, der „Northwest Airlines“, die älteste Fluggesellschaft der USA und dem Unternehmen „Medtronic“, das ca. 30.000 Menschen beschäftigt und mehr als die Hälfte aller Herzschrittmacher in der Welt fabriziert hat. Auch nicht zu verachten ist die überschaubare Stadt Rochester mit knapp 100.000 Einwohnern und dem Hauptsitz der Mayo-Klinik, die zu den größten und besten Kliniken der Welt gehört.



So, nach dieser kleinen Exkursion ins „verträumte“ Minnesota sollte ich zu Beginn meiner Kolumne über die USA klarstellen, dass diese sehr durch die Eindrücke geprägt wird, die ich in Minnesota sammeln konnte.
Wenn man von den USA redet, darf man nicht im Allgemeinen von Dingen reden, sondern muss immer auf eine spezielle ethische Gruppe oder ein spezielles geographisches Gebiet eingehen. Die USA sind eine eigene Welt in sich selbst. Es ist einem möglich von Asien nach Afrika, vom Skifahren zum Strandurlaub zu gelangen ohne das Land zu verlassen. Die amerikanische Kultur ist vermutlich die Kultur, in der die meisten Kulturen zu einer neuen vermischt worden sind. Wer hätte das gedacht? An erster Stelle der Liste mit 15 Ländern, deren Menschen einst in die USA kamen, steht Deutschland mit 15%. Das sind immerhin 42,8 Millionen Menschen! An zweiter Stelle stehen übrigens die Iren mit 10,8 % und an dritter die African-Americans mit 8,8%.



So langsam neigt sich dann der erste Teil meiner Kolumne dem Ende entgegen. Falls irgendwer Fragen zu den USA hat, kann er/sie sich sehr gerne bei mir melden und ich gebe mein Bestes diese Fragen zu beantworten. Das nächste Mal werde ich mich vermutlich ein wenig auf die Politik und damit zusammenhängend, die kürzlich stattgefundenen „Mid-Term elections“ stürzen.

Bis denne irgend wenne

Felix

-------------> Schreib einen Kommentar zu diesem Artikel <-------------



Lycos iQ - Dein Wissen zählt


  




« Letzte Seite | Seite 1 von 18 | Nächste Seite »