
On the next one. Jay-Z scheint nicht aufzuhalten. Und wenn, dann nur kurz. Die New Jersey Nets ziehen nun endlich nach Brooklyn, NY. In der Saison 2012/13 soll es soweit sein. Der Grundstein für die neue Arena, das 18.000 Zuschauer fassende Barclays Center, wurde am Freitag gelegt. Jay-Z war als Investor des Teams natürlich auch dabei, als Michael Bloomberg, Bürgermeister von New York, sowie etliche andere Geld- und Würdenträger, zum ersten medienwirksamen Spatenstich riefen.
Lange hat es gedauert, denn die Rechtsstreitigkeiten mit den Gegnern des Baus zogen sich über Jahre hin. Laut rap.de ging es darum, dass die Regierung privates Land zum Bau der Arena für sich beanspruchte. Schaut man sich an, was zu der nebenbei bemerkt ultrastylishen Halle noch alles an Wohnungen und Bürogebäuden gebaut werden soll, kann man sich die Beschwerden durchaus vorstellen. Das Gegenargument ist jedoch auch nicht von der Hand zu weisen. Die Halle soll sowohl während des Baus, als auch wenn sie in Betrieb genommen wird, viele Arbeitsplätze nach Brooklyn bringen und dem Viertel wirtschaftlich wieder auf die Beine helfen.
Wie dem auch sei, der Bau hat begonnen und Jiggas Investion fängt an, Früchte zu tragen. Man muss sich nur einmal vorstellen welch genialer finanzieller Schachzug ihm da gelungen ist. Brooklyn, eine der für HipHop bedeutendsten Ecken auf diesem Globus, bekommt ein eigenes NBA-Basketball-Team, hinter dem der bedeutendste Rapper unserer Zeit als Geldgeber, Initiator und nicht zuletzt auch Repräsenant steht. Nicht nur, dass Basketball die unter HipHop-Anhänger weitverbreitete Lieblingssportart ist (in Deutschland natürlich neben Fußball…), nein, sie bekommt auch noch ein HipHop-Gesicht, mit from-rags-to-riches-Attitüde, mächtig American-Dream-Flavour und einer gehörigen Portion Straßenstaub an den Sneakern.
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der artikel ist gut geschrieben, ich kann deine euphorie aber nicht im geringsten nachvollziehen. nicht dass ich es brooklyn nicht gönne (nach allem was es für mich getan hat;) ), aber das zeigt doch nur wieder die armseligkeit dieses amerikanischen sport systems. wenn man nur genug geld hat wechselt ein sportclub mal eben die stadt.
da müsste mal als fan ja im boden versinken vor scham. gut dass das in deutschland zumindest was fussball angeht anders ist.