Wenn altbackene minimalistische Beats und ein Verzicht auf komplizierte
Reimschemata vom absoluten "Geht nicht" zum neuesten Scheiß und
innovativen Stilmittel mutieren, dann sprechen der durchschnittliche
deutsche HipHop-Kopf und wohlwollende Reviewer dieser Tage
unausweichlich vom Retrogott Kurt Hustle und Hulk Hodn aka Huss &
Hodn.
Selten wurde ein Act, der derart konsequent Pfade neben den gängigen
HipHop-Standards abarbeitet so wohlwollend rezipiert wie diese beiden
Kölner. So ist es nur wenig verwunderlich, dass selbst in Zeiten
rückläufiger CD-Abverkäufe die erste Auflage des Langspielers "Jetzt
schämst du dich" restlos vergriffen ist und dieser Tage eine Neuauflage
mit 6 neuen Tracks erscheint, um die Nachfrage zu befriedigen. Als
Besitzer eines Exemplares der ersten Auflage muss ich mich jedoch in
meinen Ausführungen auf die Tracks der Erstauflage beschränken.
Und diese haben es immer noch in sich. So wird zwischen "Intro" und
"Outro" Battlerap geboten, der den Geist der späten Neunziger aus jeder
einzelnen Pore ausschwitzt. Dabei entsteht bei Tracks wie
"Pornofilmkäse", "Gangsterberuf" oder "Nicht so schwuu" eine
Atmosphäre, die schon für immer verloren geglaubt war. Nicht zuletzt
aufgrund der aberwitzigen Wortspiele und Vergleiche ein absoluter
Pflichtkauf!
Ich räume ein, den Kommentar gelöscht zu haben, in dem ich zu Unrecht als Internet-Download-Opfer beschimpft wurde.
Ich habe es als ehrlicher CD-Käufer nicht nötig, mich von irgendwelchen anonymen Analphabeten verunglimpfen zu lassen, die nicht einmal genügend Männlichkeit besitzen, um einen Namen anzugeben! Ficken Sie sich!