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geschrieben am 31/03/2012 um 11:58 in der Kategorie
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20 Uhr in einer gewöhnlichen WG-Küche. Er: Was macht F.R. denn für Musik? Ich: Hm, also eigentlich hat er echt ganz intelligente Texte. Und rappen kann er auch ganz gut. Er: Aha und zu welchem Camp gehört der? Ich: Äh, eigentlich zu keinem. Der macht halt so sein Ding. Vor diesen Erklärungsschwierigkeiten stand ich heute Abend, als ich einem Kumpel erläutern sollte wer dieser Fabian Römer eigentlich ist. Vor einigen Tagen hatte ich beim hiesigen Studentenradio zwei Karten für das F.R. Konzert gewonnen. Da ich von meinem Kumpel wusste, dass er zumindest früher einmal HipHop gehört hat, dachte ich mir, mache ich ihn mal mit den Rappern von heute bekannt. Man kann ja nicht immer nur Torch und Massive Töne hören. Nachdem wir also geklärt hatten wer F.R. ist und was für Musik uns heute Abend zu erwarten hat, ging es ab in die Kantine in Augsburg. Schöner Laden, doch irgendwie war hier nicht viel los und das obwohl die beiden Lokalen Vorgruppen bereits aufgetreten waren. Die wenigen Besucher waren hauptsächlich Schüler. Eigentlich hätte ich ja gedacht, dass F.R. auch was für die HipHop-affinen Studenten der Stadt etwas wäre. Naja egal.
Dann ging es auch schon los und wie es losging. Denn noch bevor die ersten Zeilen gerappt wurden, hatte ich bereits ein fettes Grinsen im Gesicht. Was für ein Sound. Dicke Bässe, klare Melodien und den Rapper verstand man auch noch. Das letzte Mal hatte ich so etwas beim Dynamite Deluxe Konzert erlebt. Und da stand ja Tropf hinter dem Mischpult.
Dass die Beats einen so mitnahmen, lag mit Sicherheit auch daran, dass neben dem DJ noch ein Schlagzeuger auf der Bühne war. Eine tolle Livebesetzung, die einen instrumentell nicht so einschränkt wie eine ganze Band, aber deutlich mehr Präsenz mitbringt als nur ein DJ.
Somit war ich auch gleich dabei. „Einfach mal machen“ brüllte F.R. in sein Mikrophon und die Menge machte einfach mal mit. Und das den ganzen Abend. Egal ob bei ruhigeren Liedern wie „Sie & Ich“ oder bei Zerstörern wie „Exzess All Areas“ F.R. traf stets den richtigen Ton und nahm so sein Publikum mit. Wir sprangen, wir hörten zu und am Ende waren wir einfach nur gut drauf.
Es war sicher nicht das beste Konzert meines Lebens. Dafür war es zu kurz und die ruhigen Parts waren mir persönlich bisschen zu lang. Aber vielleicht war es auch einfach nicht der Abend für ein perfektes Konzert, sondern einfach nur für einen gelungenen Abend. Und das war es absolut.
Und mein Kumpel? Der besorgt sich jetzt erst einmal die letzten Alben von F.R.




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geschrieben am 27/08/2011 um 01:29 in der Kategorie
Kopfmusik Header

Eigentlich ist zu Marteria schon alles gesagt. Er hat eines der besten Deutschrap Alben seit Jahren veröffentlicht. Er hat ein neues Verständnis für HipHop in diesem Land geschaffen. Er war der erste "Neue", der es wieder in ernsthafte TV-Formate geschafft hat und er hat dieses Jahr mit dafür gesorgt, dass es das beste splash! seit Jahren wurde. Ja, es wurde schon alles gesagt.
Nur eins noch. Jetzt könnt ihr den gesamten Auftritt vom Konzert vom 6. Mai in Berlin bei tape.tv anschauen! Mit grandiose Gäste wie Harris, Casper und Jan Delay.


Kopfmusik: Marteria


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geschrieben am 17/07/2011 um 11:56 in der Kategorie
Samy Deluxe

Bereits letztes Wochenende hat ZDF.kultur fleißig vom Splash! berichtet. Diese Woche folgten dann weitere Mitschnitte und dank der ZDF Mediathek kann man sich diese Konzerte nun auch im Internet anschauen. Zusehen gibt es drei Showgrößen. Den Anfang macht Samy Deluxe, der einiges von seinem neuen Album präsentiert.

Samy

Weiter geht es mit dem Meister der Wortakrobatik Dendemann, der schon einige Jahre nicht mehr auf dem Splash! war. Zusammen mit seiner Band rockte er am Freitag Ferropolis.


Dende

Zum Schluss gibt es mit Aloe Blacc noch einen Ami-Act. Zwar mehr Soul als Rap, aber der Herr beweist, dass er noch deutlich mehr zu bieten hat als nur sein Welthit "I need a Dollar".

Aloe Blacc

Viel Spaß mit fast drei Stunden Bild- und Tonmaterial vom Splash!


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geschrieben am 7/03/2011 um 13:46 in der Kategorie
Am 26.02.2011 fand das erste End Of The Weak diesen Jahres im Grünen Salon in Berlin statt. Dieses Event ist fester Bestandteil der Berliner HipHop-Szene und aus dieser auch nicht mehr wegzudenken.Durch den Abend geführt hat Furious, der amtierende Vizeweltmeister des End Of The Weak. Trotz angeschlagener Stimme eröffnete er den Abend gleich mal mit viel guter Laune und der Anweisung, dass Sitzen tabu ist, worauf sich die Leute, die bisher über die zahlreichen Sofas verteilt waren, vor der Bühne versammelten. Den Einstieg bot er mit seinem DJ und ein paar eigenen Tracks, zu denen er sich gleich ein paar Gäste auf die Bühne holte. Nach fünf, sechs Tracks, die genau richtig waren, um die Menge anzuheizen, stand der Abend dann ganz im Zeichen von Spoken View Records. Zuerst kam Marcello auf die Bühne. Nach sehr langer Bühnenabstinenz sein erster Liveauftritt, den er vorwiegend mit Tracks von seinem letzten Album Inner City Kinder bestritt, was von den zahlreichen Fans mit mitgesungenen Hooks gewürdigt wurde.
Dann kam der Stars des Abends, Morlokk Dilemma. Mit circa 30 Minuten Auftritt hatte er den längsten Act und präsentierte viele Tracks aus dem neuen Album, das erst am 28.02. erschien. Abgerundet wurde das Ganze dann von DJ Harris aka DJ Binichnicht, der die gute Stimmung in tanzbare Vibes umwandelte und so zu einer gelungenen Aftershowparty beitrug. Er wurde zu später Stunde von iGadget abgelöst, der den Dancefloor zum Toben brachte. Abgerundet wurde der Abend dann von DJ Beatpete. Allen, die es diesmal verpasst haben, bleibt nur ans Herz zu legen, es das nächste Mal nachzuholen! Am 24.03. steigt das nächste End Of The Weak im Calabash Club mit Livemusik und MC-Battle.


Vielen dank an unsere Gastautorin Anna vor Ort!





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geschrieben am 12/02/2011 um 23:40 in der Kategorie
Zwar etwas verspätet, dafür die Geburt einer neuen Kategorie, mein Bericht über die Brechtnacht in Augsburg. Auch wenn das Event bereits über eine Woche zurück liegt, ist es ja vielleicht doch für den einen oder anderen noch interessant. Ich hoffe in Zukunft folgen aktuellere Berichte von Kopfmusik „live dabei“.

Mit der langen Brechtnacht startete das diesjährige Brechtfestival in Augsburg. Ein Festival, mit dem nicht nur dem 113. Geburtstag des Schriftstellers Berthold Brecht gedachte werden soll, sondern vor allem die bisher vernachlässigten Seiten des Künstlers Brecht mehr in den Vordergrund rücken sollen. Brecht verfasst nämlich nicht nur 2300 Gedichte und 200 Erzählungen, er komponierte und sang auch gern mal Lieder. Und so ist es kein Wunder, dass Musik ein bedeutender Teil des Brechtfestivals ist.
So kam es auch, dass Kitty Kat, Flip, von Texta aus Linz und Fiva aus München, in Augsburg die Bude rocken durften. Eine Frage, die sich mir bereits vor dem Abend stellte und zwar, was Kitty Kat mit hoher Lyrik, guter Musik oder Brecht zu tun hatte, lies sich leider über den Abend hin nicht klären. Vielleicht lag das aber auch gar nicht so sehr an ihr.  Denn Mühe gab sie sich ja schon und die Beats der Ex-Aggro-Göre drückten auch ziemlich, wenn sie mal liefen. Denn hier hatten wir schon das erste Problem. Anscheinend hatte das Budget nicht für einen eigenen DJ gereicht, so dass der Soundmann diesen Job übernehmen musste. Das funktionierte ähnlich gut, wie wenn Money Boy versucht ein Text für Curse zu schreiben. Ständige Soundpatzer, verpasste Einsätze und falsche Beats waren die Folge. Da hätte die gute doch mal lieber am Backup-Rapper gespart. Dieser, übrigens der Produzent von Frau Kat, passte nämlich nicht nur stimmlich überhaupt nicht, sondern hampelte auch noch die ganze Zeit wie ein Vogel auf der Bühne rum. Schade, doch wegen ihr hatte ich mir sowieso keine Karte gekauft. Vielleicht war ich auch einfach schon zu negativ eingestellt, um die wahre Klasse dieser Mörderpuppe zu erkennen. Wer weiß?
Jedenfalls war ich froh, als sie endlich verschwand und sich Flip von Texta bereit machte. Dieser hatte dann sogar einen DJ dabei, der direkt, auch ohne seinen Rapper loscuttete und bisschen Party machte. Bei so viel geballtem HipHop war die verpatzte Show von Kitty Kat schnell vergessen. Als Flip dann schließlich auch selbst die Bühne betrat, war nicht nur bei mir die ausgelassene Stimmung wieder zurück gekehrt. Obwohl man den Österreicher nicht immer perfekt verstand, was wohl zum einen an seinem Dialekt, zum anderen am nicht perfekten Mischer lag, brannte der Club. Es ist doch immer wieder schön zu sehen, wenn ein Publikum, hier bestand es überraschenderweise sogar aus mindestens 50% Frauen, mal richtig auf HipHop Party macht.
Auch Flips alte Bekannte, Fiva, die der HipHop-Hauptact des Abends war, tat der Stimmung keinen Abbruch, sondern legte vielmehr noch eine Schippe drauf. Wer schon mal eine Show der Münchnerin gesehen hat, weiß mit welcher Freude die Dame auf der Bühne steht.  Es macht einfach Spaß jemand zu zusehen, dem man ansieht, wie sehr er seine Musik und die Liveauftritte liebt. Und das tut man bei Fiva auf jeden Fall. Ein solches glückliches Grinsen habe ich noch bei keinem anderen Künstler gesehen, und das die ganze Show durch. Doch nicht nur die Performance war genial, sondern auch die Livepräsenz, die Lieder, der einzigartige Flow… Und dank der Tatsache, dass die meisten Lieder von Fiva sehr zeitlos sind, machte es auch nichts, dass das alle Lieder schon mindestens zwei Jahre alt sind. Die nötige Aktualität versprühte sie mühelos mit ihren Freestyles. Solche Frauen braucht das Land. Und solche Abende braucht HipHop. Zumindest mit den letzten beiden Künstler.

Leider habe ich kein Video vom Abend gefunden, aber ich möchte euch trotzdem ein kleinen Eindruck von einer Fiva Show zukommen lassen. Also lehnt euch zurück und bewundert eine der besten weiblichen MCs in Deutschland.





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