Der Korken machte gerade plopp, als ich das Klingeln des Telefons vernahm. Es war ein gewöhnlicher Freitag und es stand nichts weiter an, also beschloss ich mir mit einem Gläschen Wein die Langeweile schönzusaufen. Am Abend vorher hatte mich eine Magen-Darm-Attacke flachgelegt und zu einem siebenstündigen Aufenthalt auf dem Klo gezwungen; eine Audienz der Art, bei der die Entscheidung schwer fällt, ob man der Kloschüssel zuerst mit dem Gesicht oder mit dem Arsch die Ehre erweist. Doch schon am nächsten Tag war alles wieder vorbei.
Relativ gut erholt und in freudiger Erwartung ließ ich also alles stehen und liegen und machte mich auf die Suche nach dem verdammten Telefon. Bei so einem seltenen Ereignis darf man gern mal unruhig werden, denn das Mistding hat sich schon wieder so lange nicht gemeldet, dass ich vergessen hatte, wo es lag.
Ah, hab ich dich!
Doch die Unruhe verwandelte sich augenblicklich in Panik, denn die Displayanzeige meines hypermodernen ISDN-Telefons schmetterte mir einen Namen in Form von blinkenden Großbuchstaben entgegen, den ich mir bis zu diesem Zeitpunkt am liebsten genau so auf meinen Arsch hätte tätowieren lassen.
Verlässlich und gewissenhaft wurde ich auf den sehr speziellen Anrufer vorbereitet und lediglich meine Pflanzen schenkten dem verraucht krächzenden Laut Beachtung, der mir unbemerkt entfuhr.
Mr. X.
Obwohl ich bis zu diesem Moment an einem erneuten Anruf gezweifelt hatte, war ich keineswegs überrascht, als er kam. (Das nächste Mal bin ich es, nebenbei bemerkt.) Nur geschmeichelt. Und nervös.
Locker ans Telefon gehen war natürlich nicht drin. Ein aufgesetztes "Buenas Noches, Señor" brachte ihn zum lächeln. Wie cool ich ans Telefon gehen würde.
"Was heißtn das?"
"Guten Abend der Herr."
"Ah so...weißte denn, wer dran ist?"
"Ja klar, man...ich kanns sehen."
"Verstehe. Was machste morgen? Haste Bock, feiern zu gehen?"
"Biste etwa morgen in Köln? Auf jeden. Wohin denn?"
"Ja...Apollo oder so. Ich war da schon mal."
Apollo geht leider gar nicht. Prolliger kann man in dieser Stadt kaum feiern gehen.
"Nee, Apollo ist voll schlimm, man. Da geh ich nicht hin."
"Ach komm, wir wollen uns doch nur ein bisschen betrinken."
"Nee, lass ma."
"Okay, äh...ich hab da nen Kumpel...ich frag den noch ma, was ansonsten so los ist. Ich ruf dich dann morgen noch ma an."
"Alright. Bis morgen dann."
"Tschö."
Booooaaaaaaaahhhhhhhhhhhh!!!!!!!
Das Grinsen in meinem Gesicht war für mehr als eine Stunde eingefroren. Nicht nur blöde im Hotelzimmer ficken, sondern vorher noch feiern! Mit ihm auf eine Party zu gehen bedeutete, ihm zeigen zu können, was für eine coole Sau ich doch bin. Und wenn er auch eine ist, dann würden wir uns prächtig verstehen und der Abend wäre vielleicht der Anfang einer überschwänglichen, gefährlich-prickelnden Liaison zwischen der cleveren Schönen und dem Monsterfick, der durch Erfolg mit Schönheit glänzt.
Stay tuned..
Fortsetzung folgt!
16:24 |
Kategorie: Der Witz - Das Gespraech - Der Fick |
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Der Fick P.II
Sam1984 | 31.01.2006 - 11:13
Gut und spannend zu lesen!
Aber lass mal nicht so lang warten auf den nächsten ;)
hast das eigenltich selbst geschrieben oder gar selbste erlebt?
Es ist eine zusammenhängende Geschichte, die ich hier Stück für Stück veröffentlichen werde.
Na dann hoff ich mal das du dich von diesem ganzen Negativ Scheiß aus deinem Leben befreien konntest und bin sehr gespannt auf den nächsten Teil!
Kommentar ohne Titel
Sheephunter | 2.02.2006 - 22:12
Ich glaub ich bin bald dein Groupie ;)
nagut bis dahin dauerts noch ein bisschen...
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