Das wäre nun das dritte Mal, dass wir uns treffen.
Es war länger als ein halbes Jahr her, dass wir uns auf einem seiner Konzerte zum ersten Mal begegnet waren. Ich hatte ihn zuvor bereits auf seiner Platte über Weiber, Groupies und Ficken im Allgemeinen rappen hören und damals dämmerte mir, dass es wohl nicht allzu schwer sein konnte, sich von dem Typen durchvögeln zu lassen. Zwischen dem, was er rappt und dem, was er bringt, konnten keine klaffenden Unterschiede existieren.
Und wenn doch, dann war doch seine Musik allemal einen Konzertbesuch wert.
Indes ereignete sich direkt im Anschluss an seinen Auftritt tatsächlich das, was ich vorher fast schon großspurig prophezeit hatte. Er quatschte mich an, schleppte mich in den VIP-Raum, haute mir aus Versehen mit dem Ellenbogen eine mordsmäßige Beule über das linke Auge, lachte sich mit mir darüber schlapp und letztendlich landeten wir an jenem Ort, auf den ich es abgesehen hatte: Im Bett.
Erhobenen Hauptes empfing ich später die Anerkennung meines Kollegen, als er das Erlebte zutreffend deutete und zu mir sagte: "Respekt! Der ging raus mit Ankündigung."
Im Großen und Ganzen war ich von unserer ersten Begegnung positiv überrascht. Mr. X hatte sich völlig anders verhalten, als ich erwartet hatte. Alles an dem Treffen entsprach meinem Geschmack:
Der Witz, das Gespräch, der Fick.
Wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte ich mich nicht auf ein zweites Date mit ihm eingelassen, als er vier Wochen später anrief und sich erneut mit mir treffen wollte.
Denn Promis ficken ist verdammt noch mal das Gleiche wie mit Ole oder Basti von der Hip Hop Party. Mit denen trifft man sich auch nur wieder, wenn die Physik vor und besonders nach heißer Fummelei persönliches Interesse weckte.
Ich bin übrigens volljährig, für den Fall, dass jetzt jemand denkt, man muss minderbemittelt und/oder in der Entwicklung stecken geblieben sein, um als Frau solche Musik zu mögen...und den Typ auch noch ficken zu wollen. Ich bin stolz auf einen persönlich unbeteiligten Humor und kann ein Ego vorzeigen, dass selbst von gutem Kolumbianischen nicht viel höher gepusht werden kann.
Vier Wochen nach dem Monsterfick des Jahres 2004 klingelte also das Telefon und die Stimme meiner Lieblingsplatte fragte an, ob ich nach Düsseldorf kommen wolle; er nahm dort gerade etwas im Studio auf. Dumm nur, dass ich ausgerechnet an diesem Abend dem Group Home Konzert in meiner Stadt meine Teilnahme versprochen hatte und nicht kommen konnte. Jedenfalls nicht nach Düsseldorf. Das sollte ihn allerdings nicht davon abhalten, mich sehen zu wollen. Da er außerdem nicht bei mir pennen konnte, wurde flugs ein Hotel gebucht und Mr. X quer durch die Nacht in meine Stadt chauffiert...
Besser als Kolumbianisches.
Den Sommer verbrachte ich fern ab von Europa. Ich reiste durch ein fremdes Land und vergaß so langsam Zeile für Zeile meiner Lieblingslieder. Während dieser Zeit meldete er sich einmal bei mir zu Hause. Als ich endlich wiederkam, investierte ich mehr Zeit in Partys und Arbeit als in ein häusliches Leben und war praktisch nie zu erreichen. Infolgedessen verpasste ich seinen vierten, fünften und sechsten Anruf...
Sehr viel besser als Kolumbianisches.
Fortsetzung folgt!
12.02.2006; Das Erste Mal (dw.dg.df.pt3)
16:49 |
Kategorie: Der Witz - Das Gespraech - Der Fick |
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Naja auf der andern Seite muss ich aber auch sag das du ein Mega Talent in Sachen Texte schreiben hast!
find ich gut!
kriegn wir am ende der Story noch den Namen von Mr.X ?
schon fertig?
Sheephunter | 15.02.2006 - 13:47
Kommentar ohne Titel
MaryFunk | 15.02.2006 - 16:28
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Sam1984 | 16.02.2006 - 11:06
Solche Frauen braucht das Land !!!
Anonymous | 19.02.2006 - 23:07
Bah!
Anonymous | 21.02.2006 - 12:13
Kommentar ohne Titel
Anonymous | 26.02.2006 - 21:04
die geschichte ist sehr interessant geschrieben.respekt
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