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23.03.2006; Personal freakshow

 

Hier in meinem Viertel...


...oder auch Block kraucht so einiges umher, ist es doch Kölns beliebtestes Biertrink- und Rumbrüllviertel bei den Studenten. Billig Alkohol und billig Döner und die Uni ist auch gleich noch nebenan. Dumm nur, dass bei den vielen Kneipen auf wenig Raum auch eine überdurchschnittlich große Anzahl von Freaks im Viertel strandet, die durch Alkoholgenuss und Fressen von Straßenstaub einst eventuell verfügbare Kapazitäten verpulvert haben. Jetzt treiben sie hier Tag und Nacht ihr Unwesen, ziel- und anspruchslos, immer auf der Jagd nach dem nächsten Streich.

Seit vier Jahren lebe ich genau hier. Meine Wohnung und mein Kneipenjob (was sonst?) grenzen das Gelage quasi ein, tja und so verbringe ich eine Menge Zeit in meinem Viertel und habe unzählige Menschen gesehen. Folgende sind mir dabei am meisten auf den Sack gegangen:

 

 

Mutterficken in Spanien

 

Ein ganz besonderes Naturell und unglaublich asozial ist die alte Frau mit der geballten Faust. Traut man sich nah an sie heran, kann man sehen, dass sie noch relativ gepflegt aussieht - jedenfalls nicht wie frisch aus der Mülltonne. Doch wehe du bist ihr nächstes Opfer - dann darfst du wahrscheinlich auch mal an ihr riechen.

Das erste Mal, dass ich von ihr wirklich Notiz nahm, war an der Haltestelle. Aus dem Nichts tauchte ein Knäuel Lumpen mit Mütze auf, das auch gleich begann, wildes Gekrächze über vergilbte Stimmbänder zu transpotieren: "Fotze mit der roten Lederjacke! Do Nutte stehst schon den ganzen Tach an deinem Platz...hau endlich ab do! Blöde Nutte...kann ja wohl nich wahr sein. Do dreckiche Hure, do!" Die Fotze mit der roten Lederjacke war natürlich ich. Zwei Männer im Anzug grinsten sich neben mir einen ab. Sie waren Fremde im Viertel und haben wahrscheinlich gehofft, ich stehe, wenn es dunkel ist, immer noch da...

Weniger glimpflich erging es dem Mädel, was sich zwischen den zwei Jungs auf dem Weg zur Uni gewiss in Sicherheit wog. Von der anderen Straßenseite aus beobachtete ich, wie die aggressive Alte sich von hinten anpirschte und drauflos kloppte. Und zwar nur auf das Mädel.

Einmal, es war ein Sonntagmorgen so gegen acht in der Bahn, da stieg die alte Frau ein. Die Bahn war leer, die Frau war voll. Entschieden bewegte sie sich auf das weibliche Wesen zu, was da allein auf dem Vierer vor sich hin träumte. Sie bückte sich zu ihr herunter und hielt erst fünf Zentimeter vor dem erschrockenen Gesicht inne. Was muss die Arme wohl gerochen haben, als das Monster tief Luft holte und ihr als Gutenmorgengruß "Na? Mutterficken in Spanien oder was?" entgegenhauchte.

Manchmal sehe ich sie monatelang nicht und frage mich, ob sie wohl endlich jemand eingewiesen hat, dem sie mal an einem sonnigen Tag derbe eins übergebraten hat. Doch mein Wunsch erfüllt sich einfach nicht und die fixe Idee, sie mal auf ihre Verkorkstheit anzusprechen, habe ich mir selbst ausgeredet.  

Bald wird sie uns wieder brüllend und schreiend durch den Frühling begleiten...und alles mit Titten jagen, was nicht aufgeschreckt durch die lautstarke Aneinanderreihung des Wortes Fotze das Weite gesucht hat.

 

...erfahrt demnächst mehr über Rolf mit dem Jutebeutel oder den aggressiven alten MANN...hier!

 

  


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Anonymous | 23.03.2006 - 18:17
AnonymousTittenjagd? Ja, was, wer? Hat wer gerufen? Ich dachte nur ...

Lol

Breaze | 23.03.2006 - 19:57
<a href='http://blog.hiphop.de/Breaze/profile/'>Breaze</a>Das erinnert mich an die "Dame" die ich öfter in der 9 von Kalk bis Neumarkt gesehen habe. Manchmal sagt sie garnichts, aber meistens fängt sie an die Leute zu beschimpfen, die das Pech haben in ihrer Reichweite zu sitzen. Und das in einer Lautstärke in der es der ganze Wagen hört. Sie fängt meist harmlos an und bringt merkwürdige Kommentare wie "Jaja, so wie sie angezogen sind wählen sie natürlich SPD, kennt man ja. Und dann hinterher beschweren, das ist jawohl das letzte." Das steigert sich dann oft noch, bis sie wirklich beleidigend wird, manchmal bleibt es auch auf dem Niveau. Mir hat sie auf diese Art und Weise schon so manche Bahnfahrt verkürzt und manchmal bringt sie richtige Brüller.

Am Zülpicher hat mich mal eine andere angeschrien und fing an irgendetwas von Deutschlands "totalitären Nazi-Schulen" zu erzählen auf denen ich wohl gewesen wäre. Auf das von mir vorgeschlagene Valium zum Entspannen ist sie leider nicht eingegangen, stattdessen fing sie an einen irakischen Kollegen von mir als Nazi zu beschimpfen. Danach ist sie mit ihrem schrottreifen Drahtesel leider weitergefahren und sich somit der spannenden Frage, wie sie ihre wirren Thesen begründet, entzogen. Mutterficken in Spanien setzt dem allerdings die Krone auf, ich hätt mich glaub ich nicht mehr eingekriegt.

Hm, nicht zu vergessen den Penner am Zülpicher, der mir seine 45er Magnum zeigen wollte, deren Existenz ich leicht angezweifelt habe. "Ja, glaubst du mir nicht du Arschloch? Ich war beim Bund."
Somit wäre auch die Frage der Alternative für Berufssoldaten zum Ehrentod für Deutschland geklärt.

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Anonymous | 24.03.2006 - 10:59
Anonymousich will gehirnlaufzeit von dir, du bist toll
MSN ultimate.thoughts@gmx.net

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Sheephunter | 24.03.2006 - 13:39
<a href='http://blog.hiphop.de/Sheephunter/profile/'>Sheephunter</a>Ja so Leute gibt es öfters, spontan fällt mir nur noch ein Betrunkener im Bus in Berlin ein, der darübert sinierte das wir uns beim Anfahren des Buses in einer Aorta und beim Bremsen in einer Vene befinden...

Ich freu mich schon auf Rolf mit dem Jutsack!!!

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Anonymous | 24.03.2006 - 21:25
Anonymousknaller ;)

hey

Anonymous | 21.05.2006 - 14:26
Anonymouskennst du 1038?
www.tenthirtyeight.de
die sind voll die tollen rappers ohne scheiss



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