Es war nicht auszuschließen, dass Herr Popstar einen kleinen Triumph verspürte, als ich seinen Joint zwischen meine Lippen führte und gierig daran zog. Ich für meinen Teil zumindest war nach drei Zügen so breit wie nur in den Anfangstagen meiner Kifferkarriere und die Komödie, die da im Fernseher lief, machte richtig Spaß. Ich lachte so laut und herzlich, dass mir die Tränen aus den Augen gossen wie der O-Saft in den Wodka aus der Minibar. Ich hätte mir gewünscht, dass er da gewesen wäre, denn wenn wir schon kein vernünftiges Gespräch teilen konnten, dann doch wenigstens einen ordentlichen Lachflash.
Der war jedoch vorbei, als die zwei das Zimmer wieder betraten und Mr. X mir eine (von meinen vier Euro bezahlte) Packung Lucky Strike in die Hand drückte, oder besser gesagt, genau wie Hansi vorhin auf das Bett schmiss. Hey, sah ich aus wie ein Basketballkorb? Ja, vielleicht ja das Bett und wer weiß, auf welchem Film sich die zwei befanden.
Sie nahmen Platz und Hansi drehte noch einen Joint. Ich weiß nicht, warum ich Mr. X während der ganzen drei Mal, die wir uns gesehen haben, nie eine Tüte hatte drehen sehen, aber vielleicht kann er es ja gar nicht. Ich fing an, sie mit dummen Zeug wie meinem rasenden Puls oder meinem Lachflash von eben zuzuquatschen, doch als ich das merkte, streckte ich meine Hand schnell nach dem Joint aus und hoffte, dass mich ein paar weitere Züge zum Schweigen bringen würden. Hansi war soweit und packte bereits seine Sachen, um wenig später ohne Jacke das Hotelzimmer zu verlassen.
Nun saßen wir da. Mr. X war beschäftigt mit dem Handy und ich nach wie vor sehr engagiert meinem Film gegenüber. Da klopfte es an der Tür. Mr. X hob seinen Kopf, drehte ihn in meine Richtung und guckte mich an. Er guckte mich an. Und guckte.
"Alter! Du kannst doch wohl selbst zur Tür gehen...ist sowieso für dich."
"Ja...aber du sitzt viel näher."
Falsch. Er saß ungefähr dreißig Zentimeter näher an der Tür. Während mir ein leises "...tzzzz" entfuhr und er mir einen flüchtigen Hundeblick entgegenschmetterte, raffte er sich auf um seinen goldenen Arsch selbst zur Tür zu bewegen. Der Typ von vorhin hatte wohl irgendetwas vergessen. Ich schätze, die Kaisernummer zieht bei den restlichen Groupies, bei denen ich mich hiermit herzlich bedanke.
Wieder auf dem Bett angekommen und sich gähnend dem Film zuwendend bekam Monsieur Lust auf Cola. Ich saß neben ihm auf der Matratze und somit auch direkt neben dem Multisaft, der auf dem Boden stand.
"Holste mir ne Cola?"
"Nee, aber hier ist der Multisaft."
"Ich hab aber Lust auf ne Cola."
"Ey, ich hol dir auf gar keinen Fall ne Cola aus der Minibar. Hier, der Multisaft grinst dich schon voll an und hat richtig Bock, von dir getrunken zu werden. Und der is auch noch viel gesünder."
"Nee...ich hab aber Bock auf ne Cola."
"Okay, pass auf...du nimmst nen Schluck vom Multisaft und wenn du dann immer noch Bock auf ne Cola hast, dann hol ich dir ne verdammte Cola!"
"Nee...ich hab aber keinen Bock auf Multisaft."
"Na gut..." Wenigstens negierte er wieder anständig.
Ich erhob also meinen goldenen Arsch und noch in der Bewegung zeigte Mr. X wieder, was für ein Clown doch in ihm steckt:
"He he, verarscht. Bleib hier."
Langsam fing der Film an, zu langweilen, denn meiner war vorbei. Mr. X gähnte nun zum zweiten Mal. Ich sprach das Konzert am darauf folgenden Tag an, auf das ich mich so sehr gefreut hatte.
"Du trittst also morgen in Dortmund auf. Ich hätte auch voll Bock zu kommen."
"Ja, hab ich mir gedacht. Aber weißt du, ich glaub, es ist besser, wenn du nicht kommst...ich bin da auf nem Auftritt und ich kann dann nicht nett zu dir sein. Weißt du, ich will ja nett zu euch sein, also...besonders zu dir...und ich kann es da nicht."
"Au man, ich kenn dein Image und ich hab kein Problem damit, dass du dann den Assi raushängen lässt. Ich bild mir hier nix drauf ein und geb nen Scheiß auf dein Gelaber bei nem Auftritt."
Während ich sprach, wurde das Grinsen in seinem Gesicht immer breiter und er sagte lächelnd:
"Na gut...dann komm."
Ich dachte, hiermit wäre das Thema erledigt. Ich legte meinen Kopf auf seine Brust und in diesem Moment überkam mich dieser Drang, einfach einzupennen. Auf jede weitere Bewegung verzichtete ich und wartete erst mal ab, denn unseligerweise verharrte mein schlechtes Gewissen gleich neben der Traumtür, um mich daran zu erinnern, dass es hier jemanden gab, der sich vielleicht auf mich verließ. Hoffentlich war er genauso träge nach der ganzen Kifferei wie ich. Ich kuschelte mich an seine traute Seite in dem engen Einzelbettchen, schloss die Augen, lauschte dem rhythmischen Herzschlag und spürte seinen Atem auf meinem Arm, der ihn unlösbar umschlang. Mit liebevoller Hand begann er, meinen Rücken zu streicheln und meine Stirn zu küssen und erweckte damit in mir ein irrsinniges Verlangen, mich diesem Mann ein weiteres Mal hinzugeben.
Nie war es derart gewesen, dass er sich plump verhalten hatte und unschicklich mit der Tür ins Haus fiel. Vielmehr gab er mir jedes Mal aufs Neue das Gefühl, dass alles offen stand und die Dinge ihren Lauf nehmen konnten, ganz egal, wohin sie führten. Ich stand zu keinem Zeitpunkt unter einem inneren oder äußeren Druck, es ihm irgendwie besorgen zu müssen. In dieser Hinsicht hatte er also sein gutes Benehmen behalten und somit konnte ich auch trotz des Verlaufs der vergangenen Stunden den Respekt vor mir bewahren, als ich mich im nächsten Augenblick in seinem atemberaubenden Kuss verlor.
Eigenartigerweise kam es in dieser Nacht nicht zum eigentlichen Akt, aber dafür zu einer ausgesprochen leidenschaftlichen Fummelei, so dass ich mich erst wieder fand, als er nach einer knappen Stunde mit mir fertig und ich fast völlig am Ende war. Mein Herz bebte und voller glücklicher Entzückung staunte ich innerlich über die Hingabe und die Geduld, mit der er für meine Zufriedenheit sorgen wollte und gesorgt hatte. Erschöpft und außer Atem verließ mich leider das hitzige Verlangen und so musste er unfairerweise mit wenig Herzlichkeit und meinem spärlichem Engagement vorlieb nehmen und aufgrund meines infolge der Kifferei ausgetrockneten Mundes vermochte ich ihm lediglich mit Fingerspitzengefühl auszuhelfen. Nach weiteren zehn Minuten waren wir zum Ende gekommen....
Fortsetzung folgt!
27.03.2006; Fummelei mit ausgetrocknetem Mund (dw.dg.df.pt7)
16:49 |
Kategorie: Der Witz - Das Gespraech - Der Fick |
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Der Witz - Das Gespraech - Der Fick
Michel aus e | 27.03.2006 - 17:51
hahahaha
Inspectah | 27.03.2006 - 18:21
..wie geil..der arme....hoffentlich hast du dir wenigstens die hände eingecremt....
wasn deal..ne stunde das mädel bearbeiten und dann gibt es nicht mal nen blow job...alice schwarzer wäre stolz auf dich...
aber nett geschrieben...bist ne gute...
Kommentar ohne Titel
carlhartt | 27.03.2006 - 19:46
Kommentar ohne Titel
Anonymous | 27.03.2006 - 22:10
-54-
irgendwie...
Anonymous | 28.03.2006 - 17:39
"Groupie-Nutte" :-D
scnr... ;-D
keine grouppie nutty!
el don | 28.03.2006 - 21:07
4 real!
nice...
H.P.LovecraftV23 | 28.03.2006 - 23:30
Kannst dir gerne meine erste Kolumne durchlesen, falls du auf Perversion stehst.
http://blog.hiphop.de/H.P.LovecraftV23/
Liebe Grüße
h.p.
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Anonymous | 29.03.2006 - 13:54
gut
Sheephunter | 29.03.2006 - 14:12
AAAALSOOOOOOO
Anonymous | 30.03.2006 - 00:05
ein buch schreiben???
Anonymous | 30.03.2006 - 15:19
oh mann.
Anonymous | 30.03.2006 - 16:25
Hoffe dir is das nicht wirklich passiert,sonst wärs sogar noch peinlich.
Wie kann man sich nur dazu bewegen so etwas belangloses aufzuschreiben?
Damit kannst du wirklich nur die Hiphop.de Kiddies beeindrucken.
Schäbige Story.
Kommentar ohne Titel
Anonymous | 30.03.2006 - 19:29
Bin mir ziemlich sicher
man
Anonymous | 30.03.2006 - 23:57
jujuuuuuaaaaaaaaa
el don | 31.03.2006 - 14:05
zwei tage noch mary, bin gleich wieder da!
Kommentar ohne Titel
blastah | 31.03.2006 - 17:28
Wobei ich Eißfeldt grundsätzlich top finde...aber das muss ja auch nich ausdiskutiert werden.
Zu Mary:
Ich mag dich. Bitte stell jetzt endlich mal den Rest der Story hier ein, das hier is echt ne quälende Methode Interesse künstlich zu strecken :-)
Und dass du den Typ ...*lach*
Was ein Verlierer.
"Weißt du, ich will ja nett zu euch sein"
Zu geil.
Hm, suche noch nach einem passenden Zitat.
Vielleicht "It´s dark outside and hell is hot"?
Jo, das is eh universell :-)
Whatever. Bye.
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