28.11.2010 - JL Reingehört: Statik Selektah & Termanology - 1982

Eigentlich sind beide Künstler prädestiniert dafür, einen kleinen, modernen underground Klassiker zu schaffen. Termanology gehört sicher zu einem der talentiertesten MCs der neueren Hip-Hop Generation und kaum einer versteht es so gut, den klassichen Boom Bap an den modernen Sound anzupassen wie Kollabo-Partner Statik Selektah. Qualität vorprogrammiert? Jein. Die Skills der beiden haben sich in den letzten Jahren sicher nicht verschlechtert, doch früh hat sich bei beiden etwas eingeschlichen, was für jeden Musiker tödlich sein kein: Monotonie. Was bei den ersten Releases noch wie ein kühles Blondes an einem heißen Sommertag wirkte, hatte schnell den Charakter von Kaffee und Kuchen bei Oma, an einem Sonntagnachmittag. Und so wurde die Ankündigung eines Kollabo-Albums zwar freudig registriert, doch ein Hype, wie es bei Termonology's Debüt-Album Politic As Usual geschah, wurde nicht ausgelöst. Zurecht, wie sich schnell herausstellt. Dabei gibt es nach dem ersten hören gar nicht so viel auszusetzen. Ganz im Gegenteil, schnell kristallisieren sich drei, vier Tracks heraus, die bei mir auch Wochen nach dem Release regelmäßig laufen. „The Radio“ bietet straighten Boom Bap, samt wunderbaren Scratches, auf „Help“ hört man Termaonolgy auf einen für die beide ungewöhnlichen, aber starken, futuristischen Instrumental und „You Should Go Home“ ist zwar nicht unbedingt das was ich von Term und Statik hören will, aber der freshe Beat und die von Masspike Miles gesungene Hook transportieren ein gute-Laune-Feeling, welches selbst den stursten Street-Rap Fan mitreißen sollte. Der weitere Albumverlauf unterscheidet sich jedoch kaum von den vorherigen Releases. Fließband Produktionen vom Bostener Beatschmied, variationsloser Flow von Term und mit Dauergästen wie M.O.P, Reks oder Saigon kann man, trotz aller Qualität, den geneigten Statik/Term Hörer auch nicht mehr vom Hocker hauen. Fazit: Ganz nett, mehr jedoch nicht. So talentiert Termanology und Statik Selektah auch sind, so selten schaffen sie es ihre Qualitäten auf Albumlänge unter Beweis zustellen. 1982 hat sicher einige Perlen zu bieten, doch als Gesamtwerk, insbesondere an den Fähigkeiten gemessen, ist der Longplayer eine Enttäuschung.
Bewertung:

|