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O.P.T. - Sex dank Darwin (Frohen Valentingstag!)

14.02.2009 - 16:50
Hallo, Jungs und Mädels. Lang ist es her, dass es den letzten Blog-Eintrag gab., und ich wurde oft gefragt, was los und ob wieder was kommt. Also...das lag daran, dass ich einerseits ne Weile krank im Bett lag, andererseits Schulstress hatte, und dann kommt ganz einfach mal hinzu, dass mir irgendwann auch die Sprüche ausgehen, um die Themen für den Blog entsprechend aufzubereiten. Dennoch habe ich es mir nicht nehmen lassen, euch für den Valentinstag ein paar ganz besondere Erkenntnisse mit auf den Weg zu geben und hoffe, in Zukunft wieder öfter was bloggen zu können.


"Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: 'Was will eine Frau?' "


Sigmund Freud


Tja. Versteh einer die Frauen...Auch wenn Freud mittlerweile seit fast 70 Jahren tot ist: viel mehr als er wissen wir auch nicht. Noch immer rätseln Milliarden von Menschen auf dieser Welt, was eine Frau eigentlich will. Nicht wenige Frauen schließe ich in diese Zahl mit ein. Denn wenn die Frauen es selber wüssten, wie einfach wäre die Welt? Sie könnten ihre Wünsche kommunizieren, der Mann wüsste Bescheid und würde sich dementsprechend verhalten.


Klappt leider nicht, Frauen verstehen sich selber nicht, Männer müssen weiter rätseln.


Nun kommt aber „Der Spiegel“ daher und will für uns freundlicherweise das zwischengeschlechtliche Mysterium mit Hilfe der Evolutionstheorie Darwins entschlüsseln. Diese Theorie, im Volksmund meist auf die Formel „Survival of the fittest“ beschränkt, besagt nicht etwa, dass nur der überlebt, der nen Marathon in einer halben Stunde laufen kann. Klar, der ist extrem fit. Aber überleben wird er das wahrscheinlich nicht. Dennoch ist natürlich auch die Annahme nicht falsch, dass die Teilnehmer bei „The Biggest Loser“ eine tendenziell geringe Lebensdauer haben, weil die eben nicht sonderlich fit sind.

In diesem Fall steht „the fittest“ aber für den, er am besten „passt“, also sich am besten angepasst hat beziehungsweise vielleicht sogar das Glück hatte, von Geburt an am besten angepasst zu sein. Woran angepasst? An das, was die Frau wünscht. Im Klartext: Der, der die Wünsche der Frau am besten befriedigt, der darf sie dann am Ende auch befriedigen. Und der gibt seine Gene weiter, das heißt seine Gene überleben. Noch mehr Klartext: Die Frau nimmt den, den sie am tollsten findet.

Klingt jetzt total logisch, könnte jedes Kleinkind drauf kommen – ist aber von Darwin und deshalb nicht zu unterschätzen. Immerhin hat Darwin damit nämlich etwas ganz beachtliches erwiesen: Das Auswahlverfahren von Sexualpartnern bei Frauen ist am Ende doch irgendwo logisch.


Doch da einem mit dieser Erkenntnis leider nicht ausreichend geholfen ist, gibt es nach dem Tod Darwins ein paar Leute, die in seine Fußstapfen treten und die Welt um ihre Erkenntnisse über Mann und Frau bereichern wollen. So zum Beispiel der Psychologe Geoffrey Miller, der in seiner Heimatstadt Albuquerque Clubs und Bars aufsuchte, um Männern dabei zu zugucken, wie sie sich einen „Lap Dance“ von leicht bekleideten Damen darbieten ließen. Dabei ging es ihm primär nicht um die eigene sexuelle Erregung und das Ausleben seiner voyeuristischen Ader, sondern viel mehr um die Einnahmen der Damen. So stellte sich durch eine Feldstudie nämlich heraus, dass diese während der Menstruation nur durchschnittlich 185 Dollar pro Abend einnahmen, während es in Zeiten des Eisprungs immerhin 335 Dollar waren.

Die Erklärung für dieses Phänomen haben die Forscher dann auch gleich parat: Der Kunde will durch sein Geld einen hohen sozialen Status vortäuschen, von dem die Frauen dann wiederum auf gute Erbanlagen schließen sollen, was sie zur Paarung ermuntert - und das eben nur bei Frauen, die auch grad bereit dazu sind, Nachfahren zu zeugen. Ob damit die genetischen oder finanzielle Erbanlagen gemeint sind, geht übrigens nicht aus dem Artikel hervor. Daniel Kruger von der Universität Michigan kann da zwar kein Licht ins Dunkel bringen, hat dafür aber eine Studie durchgeführt, die uns verrät, dass der Moneten-Trick vollkommen aufgeht:


„Jene 25 Prozent, die besonders knauserig waren, hatten in den vergangenen fünf Jahren mit drei Frauen geschlafen.

Dagegen hatte jene 25 Prozent der Männer, die verschwenderisch waren und auch Schulden nicht scheuten, im selben Zeitrum mit doppelt so vielen Partnerinnen Sex gehabt.“


Was schließen wir daraus?

Wer mehr Geld ausgibt, hat öfter Sex mit verschiedenen Partnerinnen. Das kann jetzt einerseits bedeuten, dass der spendable Typ tatsächlich einfach mehr Frauen anzieht und deshalb eine größere Auswahl hat, kann aber andererseits auch bedeuten, dass diese Frauen alle nur Prostituierte sind und den Mann mit den Spendierhosen nur für die Zeit im Bett und nicht auf lange Zeit hin glücklich machen, der Versager also Geld ausgeben muss, um überhaupt mal Sex zu haben.

Aber ist es wirklich nur der pure animalische Trieb nach Fortpflanzung, der täglich dafür sorgt, dass es immer neue Peter-Zwegat-Staffeln geben wird? Kruger zumindest ist davon überzeugt. Schon in der Steinzeit wurden demnach jene Männer bevorzugt, die gute Versorger waren. Heutzutage wäre dieses Prinzip nach wie vor aktuell und wäre lediglich an die Zivilisation angepasst worden:


„Wir zeigen unser Potenzial durch die Produkte, die wir kaufen.“


Und ein Mann mit ner "Extra groß"-Kondompackung macht eben auf den ersten Blick mehr an als der, der die „One Size Fits All“-Packung greift. Laut Millers Buch „Spent. Sex, Evolution and Consumer Behavior“ sind viele Produkte in erster Linie nur Signale und erst sekundär überhaupt Objekte für den eigentlichen Gebrauch gedacht. Wenn also vor euch jetzt son Typ mit den XXL-Kondomen, breitem Grinsen und Sonnenbrille an der Kasse steht, solltet ihr noch lange nicht davon ausgehen, dass er die auch mal benutzen wird – mit großer Wahrscheinlichkeit ist das einfach nur ein Angeber, der die Kassiererin flachlegen will und deshalb gerne auch mal nen Kaugummi mit nem 100€-Schein bezahlt, weil er „es leider nicht kleiner“ hat.


Somit führen die beiden Evolutionspsychologen jegliches menschliches Streben darauf zurück, möglichst viele und hochwertige Nachkommen zeugen zu wollen. Alles, was ein Mann also tut, tut er also für die Frauen. Doch fleißige OPT-Leser wissen natürlich aus früheren Beiträgen, dass Frauen ja gar keinen Mister Niceguy wollen, der alles für sie tut. Der Trick der erfolgreichen Männer besteht nämlich darin, den Frauen nicht zu zeigen, dass am Ende alles nur dazu dient, um möglichst viele Frauen aufzureißen, zu beeindrucken und für sich zu gewinnen. Und so spaziert der XXL-Kondome-Käufer eben aus dem Laden, ohne sich anmerken zu lassen, dass er nur angeben wollte. Klar, so ein Typ kriegt natürlich (und hoffentlich) mit dieser Masche trotzdem keine Frau ab, aber im Grunde wäre es das Sieger-Prinzip. Mit nem BMW hätte es sicherlich besser geklappt.

Laut einer englischen Studie hängt sogar die Orgasmusfähigkeit vom Bankkonto des Mannes ab.

Englische Evolutionspsychologen haben in einer Studie herausgefunden, dass sich ein vermögender oder erfolgreicher Mann im Sexualleben der Frau positiver auswirkt. Die Untersuchung wurde an 5.000 Chinesen durchgeführt und beinhaltete Fragen über ihre Vermögensverhältnisse, Leben und Sexualität.

Lediglich 121 der insgesamt 1.534 sexuell aktiven Frauen hatten beim Sex immer einen Orgasmus. 762 Frauen hatten ihn ab und zu, 408 häufig und 243 fast nie oder selten. Die Vergleiche ergaben, dass die weiblichen Orgasmen mit dem Einkommen und Status der Männer stiegen.

Das ließe aber nicht den Schluss zu, dass reiche Männer besser im Bett wären, sondern die Frauen den Sex subjektiv intensiver empfinden. Die Forscher vermuten eine Verschiebung der evolutionären Selektionskriterien. Früher ging es um Gesundheit und Kraft, heute um Geld und Macht.

http://www.shortnews.de/start.cfm?id=746565


Außerdem erklärt sich hier, worin der Konflikt zwischen beiden  Geschlechtern letztendlich besteht. Beide haben das Ziel, möglichst viele, hochwertige Nachfahren zu zeugen und zu bekommen. Das ist für die Frau ein Prozess von mindestens 9 Monaten, während der Mann – je nach individuellem Rekord – mit zwei oder drei Minuten schon ganz gut auskommen und zur nächsten Frau weiter ziehen kann. Die Frau muss ihren Mann also sorgfältig auswählen, während der Mann die relativ hohe Chance hat, irgendwo in seinen Bettgeschichten auch mal eine Frau mit sehr guten Erbanlagen zu erwischen. Männer suchen demnach Masse, Frauen dagegen Klasse.


„Früher, wär so einer wie ich peinlich gewesen, früher hätte man gesagt "auuu, gottlchen äh so’n Mann in den besten Jahren macht sich zum Affen wegen so ner jungen Frau" - da ist unsere Gesellschaft aber heute nen ganzes Stück weiter. Heute kannst du dich locker zum Affen machen ..äh...beziehungsweise sogar im Gegenteil. Heute isses ja wie äh.. äh.. beim King Kong. Heute kriegt der größte Affe die geilste Schnalle.“


Stromberg


Doch es gibt Zweifel an dieser Theorie.

Zugegebenermaßen fand die biologische Entwicklung des Menschen zu 99% in der Zeit der Jäger und Sammler statt und bis heute hat sich da wenig verändert. Emile Durkheim ist jedoch der Meinung, dass der soziale Faktor die menschliche Natur formt und wandelt und somit zwar der Körper immer noch dem eines Affen ähnelt, Frauen aber längst nicht mehr den besten Versorger zum Mann wählen, weil die Auswahlkriterien sich längst von denen der uns Verwandten Primaten unterscheiden. So halten Kritiker die Rückführung allen menschlichen Strebens auf den Wunsch nach Sex für überinterpretiert.


„Wer ein Instrument beherrschen will, der muss viel Zeit und Energie investieren. Folglich spielen Männer nur deshalb Gitarre, um den lauschenden Weibchen ihre genetische Fitness zu präsentieren.“


Klingt für mich jetzt gar nicht so weit hergeholt, aber gut.

Außerdem schätzen Frauen in einer Studie zwar Millers Worten entsprechend einen Porsche-Fahrer grundsätzlich als attraktiver ein als einen Honda-Fahrer, „allerdings nur für den schnellen Sex, nicht als langjährigen Partner in einer Ehe.“ Das bedeutet im Klartext, dass der Porsche-Fahrer zwar gute Gene impliziert, allerdings nicht für Aufzucht der daraus resultierenden Kinder erwünscht sei. Frauen unterteilen die Männer in ihrem Leben also in Be- und Versorger.

Und so haben wir mit Darwins Hilfe zumindest das Mysterium um Seitensprünge und Kuckuckskinder entschlüsselt. Alles andere, das ihr aus dem Artikel mitnehmt, ist eure Sache. Mein Tipp: Seid heute spendabel und gebt ruhig mal einen aus. Und kauft verdammtnochmal Kondome, die euch auch passen, das ist einfach nicht cool.


Frohen Valentinstag wünsch ich Euch allen! <3


Lieder des Tages:

Olli Banjo feat. Lisi - Nur für euch


Mobb Deep - Survival Of The Fittest




Quellen:

 



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Kommentar ohne Titel

interessant wäre hierbei auch die studie, dass die orgasmusfähigkeit der frau vom konto des mannes abhängt :D
14.02.2009 - 16:25
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Kommentar ohne Titel

Ich wusste, ich hab ne Quelle vergessen mit einzubeziehen...ist editiert, danke :)
14.02.2009 - 16:34
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gut

be- und versorger. herzlich gelacht. ;)
14.02.2009 - 17:34
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dummkopf

Anonymous
schwachsinn hoch 10
14.02.2009 - 20:51
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