MySpace - Die moderne Singlebörse MySpace - Die moderne Singlebörse
„Sein oder nicht sein“ - wurden wir nie gefragt. Und ehe uns bewusst wurde, dass wir waren, war es auch schon zu spät, um zu protestieren, weil sich alle schon an uns gewöhnt hatten. Was fängt man also an mit seinem Leben, wann man schonmal da ist? Ganz klar: im Laufe der Jugend wird die Frage einfach abgewandelt. Plötzlich heißt es "WIE sein oder nicht sein?" Antworten zu finden ist auch nicht schwer, es allerdings in die Tat umzusetzen – schon. Doch was tun, wenn man gerne etwas wäre, was man aber nicht ist und vielleicht auch nie werden kann, aber man natürlich trotzdem liebend gerne allen Anderen zumindest vorgaukeln will, man wäre es? Richtig, man wird Rapper, jobbt bei einer Sex-Hotline oder geht zu Oli Geißen. Doch nicht jeder kann Wörter finden, die sich reimen (viele werden trotzdem Rapper), nicht jeder kann sich den TV-Sport auf DSF leisten, und auch nicht jeder Idiot darf zu Oli Geißen, weil da im Casting zumeist das Wort „Vollidiot“ das Höchstmaß an Intelligenz beschreibt, das man bieten darf. Da ist die Frage nach Alternativen groß.
MySpace, das wahrscheinlich bekannteste „Social-Network“, bietet uns schon nach ein paar wenigen Klicks die Möglichkeit, Schritt für Schritt festzulegen, wie die Welt uns ab jetzt zu sehen hat. Wer wir sind, auf welche Schule wir gehen, mit wem wir schlafen, welche Farbe unser Urin heute Morgen hatte – also alles, was man unbedingt wissen muss. Zudem lässt sich MySpace für junge Mädchen ideal als Kontaktbröse missbrauchen. Damit auch DU die Macht von MySpace nutzen kannst, werde ich dir nun mit Rat und Tat zur Seite stehen und dir Tipps und Tricks für dein Profil geben.
Das Profil
Das Motto
Das Motto ist extrem wichtig. Hier kann man seine philosophische Ader auspacken. Da Freundschaftsbücher und Poesiealben der Vergangenheit angehören, ist es wichtig, deren Inhalt in virtueller Form zu konservieren, damit diese Weisheiten, die sich früher schon Grundschüler gegenseitig mit rosa Fineliner in die Heftchen schrieben, nicht verloren gehen. Gerne kannst du auch den Autor und das Buch angeben, die für das Zitat verantwortlich sind – keine Angst, es wird schon keiner vermuten, dass du doch heimlich ein Buch gelesen hast. Wichtig ist letztendlich nur, dass dein Motto klug klingt und vermittelt, dass du in deinen 15 Lebensjahren schon mehr durchgemacht hast als alle Anderen da draußen und deshalb ganz viel darüber weißt, wie das Leben so abläuft und die Welt funktioniert und genau deshalb müssen sich alle mit dir beschäftigen.
Beispiele, versehen mit kleinen Tipps:
Lebe dein Leben, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben! - oder tu zumindest auf deiner MySpace-Seite so, als würdest du es leben.
Menschen machen Fehler in ihrem Leben - deshalb gibt es den Radiergummi hinten am Bleistift! - nur lassen sich Geschlechtskrankheiten nicht wegradieren, also aufpassen.
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen. - wenn sich aber niemand für dich interessiert, gibt es keine Steine und du wirst obdachlos, ebenfalls aufpassen.
Ich blute nach innen, wenn ich außer mir bin. - den Spruch nur eine Woche lang pro Monat nutzen.
Bitte nur den kursiven Teil als Motto verwenden. Die Selbstbeschreibung
oder auch gerne
Filme
Pflicht:
Die fabelhafte Welt der Amelie
PS: Ich liebe Dich
Freiwillig:
Keinohrhasen
Bridget Jones
Fernsehen
Sex and the City Desperate Housewifes Popstars
Musik
Eigentlich alles außer Volksmusik
Kommt gleich nach Traumpartner Eigentlich alles außer Rainer Calmund
Immer den ganz individuellen und eigenen Geschmack unterstreichen!
Bücher
Die ganz coolen Mädels schreiben natürlich „ich kann nicht lesen xD“, weil das ist super lustig und dann lachen die Besucher der MySpace-Seite und vergessen so zu hinterfragen, wieso du nicht wenigstens „PS: Ich liebe dich“ gelesen hast, bevor du dir den Film reinziehst. Verdammt clever!
Ansonsten: PS: Ich liebe dich
Vorbilder
Mama
Hobbys
Hobbys sind besonders wichtig. Hier entscheidet sich, ob du ein geselliger Mensch bist oder als Stubenhockerin abgetan wirst, die nur ein Model-Foto hochgeladen hat. Also lass dir gesagt sein: Selbst WENN du eine Stubenhockerin bist, die nur ein Model-Foto hochgeladen hat, solltest unbedingt ganz tolle Hobbys erfinden, die so wirken, als wärst du eine absolute Abenteurerin. Empfehlenswert ist es daher, nicht irgendwelche allgemeinen Formulierungen zu nehmen, sondern ganz individuelle Tätigkeiten zu wählen, um den Leser wissen zu lassen, dass du da ganz tief in der Materie drin steckst und eine Expertin auf diesem Gebiet bist. Ganz groß sind hierbei demnach „Freunde treffen“ als auch der Geheimtipp „Spaß haben“ als Hobby. Wer gerne noch mehr von seiner Persönlichkeit preisgibt, schreibt ergänzend „Atmen“ und „Blut pumpen“ hinzu. Nicht vergessen, dass ihr euch im realen Leben jetzt auch dementsprechend verhalten müsst, damit niemand merkt, dass ihr bei euren Hobbys gelogen habt. Also immer schön atmen, wenn jemand guckt, und so tun, als würdet ihr Spaß mögen. Wenn ihr also Spaß habt, freut euch ruhig mal dabei.
Einkommen
196.000 € und höher – immer ein Riesengag!
Der Nick
Auch hier legen wir wieder ganz viel Wert auf Individualität. Wenn dir dein eigener Name, beispielsweise Angelika, zu langweilig ist, kannst du so tun, als hätten dir deine Freundinnen einen tollen Spitznamen gegeben: „Angi“. Oder, noch viel viel cooler: „Super-Angi“. Aber der Coolness-Faktor lässt sich natürlich noch weiter steigern, keine Sorge:
(¯`v´¯)____(¯`v´¯) `*.¸.*´ Angi`*.¸.*´
Wenn dir das auch nicht passt, versuch einfach, dich selbst zu beschreiben. Dabei immer schön international bleiben, also lieber „Crazy girl“ als „Verrücktes Mädchen“, klar? Gut. Voll freaky und so.
Na, war das nicht einfach?
Schon hast du ein eigenes Profil, durch das du mit deinen mega individuellen Angaben garantiert zwischen den anderen 180 Millionen Usern heraus stichst. In Teil 2 erkläre ich dir dann, wie du dich ab jetzt auf MySpace zu verhalten hast, damit du nicht unangenehm auffällst und möglichst viel Aufmerksamkeit bekommst. Sei gespannt ;)
Feuchtgebiete 2.0 (Jugendliebe Part 4) Feuchtgebiete 2.0 (Jugendliebe Part 4)
Sex-positive feminism auf dem Vormarsch. Nachdem uns Charlotte Roche schon sämtliche Körperöffnungen und -flüssigkeiten näher gebracht hat (zum Glück nur in Buchform), ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme. Mal abgesehen vom Kampf gegen die gnadenlos vollzogene Hygiene, standen vor allem zwei Dinge noch im Fokus: Gnadenlose Rumvögelei und ebenso gnadenlos Experimentierfreudigkeit. Nicht umsonst wurden viele Leute hellhörig und hatten Bedenken über die Folgen, die dieses Buch auf die aktuelle und natürlich auch auf Nachfolgegenerationen haben würde. Zurecht?
Die Langzeitwirkung des Romans ist noch nicht auszumachen, kam es doch erst im Februar diesen Jahres heraus. Viel mehr rückt für mich auch die Frage "Kann dieses Buch überhaupt noch eine Veränderung erzielen?" in den Mittelpunkt. Rebecca Martin, eine mittlerweile 18jährige Autorin aus Berlin, veröffentlichte in diesen Tagen ihren Erstling "Frühling und so".
Eigentlich führt Raquel ein recht durchschnittliches Mädchenleben. An ihrem zwölften Geburtstag wird sie zum ersten Mal richtig geküsst. Mit dreizehn hat sie ihren ersten Freund. Mit vierzehn lernt sie den drei Jahre älteren Noa kennen. Doch dann trennen sich die beiden nach zweieinhalb Jahren plötzlich und für Raquel beginnt ein Reigen der sexuellen Abenteuer. Sie verführt den besten Freund ihres Ex und den Freund einer Freundin. In einem Club schleppt sie einen kolumbianischen Musiker ab, der sie zu Tode langweilt. Im Urlaub schläft sie mit einem griechischen Barbesitzer. Sie verliebt sich in Julian, ihren Nachbarn, doch verbirgt erst einmal ihre Gefühle vor ihm. Sie lässt sich von einem 28-Jährigen nach Strich und Faden ausnutzen. Sie sucht sich Männer, von denen sie weiß, dass diese sie nicht lieben werden ... Doch insgeheim denkt Raquel über den Mann ihrer Träume nach: Ob er gerade die Spinnen an der Decke zählt oder wie sie auf dem Balkon sitzt, eine Zigarette nach der anderen raucht und mit überdimensionalen Kopfhörern sentimentale Indie-Musik hört?
Klingt jetzt noch nicht soooo extrem, oder? Großstadtromantik, würde man vielleicht sagen. Identitätssuche. Doch der Roman wird nicht umsonst unter "Erotik" bei Amazon geführt.
„Er hat nur gelächelt und mich geküsst. Dann hat er mich relativ zügig zur Männertoilette gezogen, in eine enge Kabine, und mich an den Spülkasten gedrückt. Sein Atem ging schwer, seine zugekoksten Augen musterten meine weiße Haut. Ich habe seinen Schwanz in den Mund genommen und die fremde Flüssigkeit wortlos geschluckt.“
„‚Ich fick dich nicht ohne Gummi‘. ‚Fick mich, fick mich, fick mich, fick mich...‘ Mir ist sowieso alles egal, ich spiele fick mich. Ich spüre, wie er kurz zögert, dann sagt er wieder: ‚Ich fick dich nicht ohne Gummi‘ und: ‚Also blas mir einen oder in den Arsch‘. ‚Ich wurde noch nie in den Arsch gefickt‘, antworte ich. ‚Warst du heute schon richtig kacken?‘ ‚Was?‘ ‚Blas mir einen, ich bin geil.‘ Ich kann nicht, ich bin rotweinbetrunken und spiele. Sein Handy klingelt zum fünften Mal, seine Freundin. Was will sie von ihm um zwei Uhr nachts? Gefickt werden? Aaron kommt, sein Sperma klebt an seiner Brust, ich will zu ihm, aber er stößt mich von sich[...]"
Auch hinsichtlich des Themas Hygiene finden sich "Feuchtgebiete"- Parallelen:
„Ich rasiere mir die Muschi, weil fast alle Männer das von einem erwarten, obwohl ich es gar nicht schön finde. Dieser Typ, mit dem ich da an diesem Abend geschlafen habe, hatte seine Brust rasiert, seine Achselhaare und um seinen Schwanz rum auch. Davon ist mir richtig übel geworden.“
Das liest sich schon anders, oder?
Was lernen wir daraus? Auch eine 18-Jährige kann in ihren jungen Jahre schon Fantasien haben, die Charlotte Roche erst mit 29 schriftlich festgehalten hat? Faaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaalsch. Im Gegensatz zu der guten Charlotte, die mit ihrem größtenteils doch (hoffentlich!) eher fiktiven Werk alternative Lebenswege aufzeigen wollte, konfrontiert uns Rebecca Martin durch ihre Romanfigur mit einer längst sauber asphaltierten Autobahn. Auf die Frage der Bild, inwiefern denn die Autorin das in dem Buch geschilderte auch wirklich erlebt habe, entgegnet diese "Natürlich nicht alles, aber eigene Erfahrungen sind eingeflossen." Weiterhin sagt sie über sich selbst: "Ich schreibe darüber, wie der Alltag mir entgegenkommt, was passiert, was nicht passiert, und was mir durch den Kopf geht. Ich versuche, die Charaktere und Erlebnisse, die in meinen Tagebüchern niedergeschriebene Realität sind, in eine fiktionale Form zu gießen. [...] Mein Buch ist schärfer als die “Feuchtgebiete” von Charlotte Roche. Weil es ehrlicher, authentischer ist. Ich habe geschrieben, was meine Generation erlebt, fühlt.” sagte sie kürzlich der Bild.
Fazit: Macht "Feuchtgebiete" aus deutschen Kinderzimmern ein neues Sodom und Gomorrha? Mitnichten. Sie sind es wahrscheinlich längst.
Video des Tages: Prinz Pi feat. Biztram - Schädelficken
"Wir treibens nicht mehr miteinander, wir übertreiben es wenn du dich ausziehst"
Ich weiß. Ich bin 2 Tage zu spät. Asche auf mein Haupt und es gibt
nichts, aber auch wirklich gar nichts, das ich zu meiner Entschuldigung
vorbringen könnte. Ich war nur ein bisschen faul. Melancholisch.
Verkatert und vielleicht ein bisschen entrückt. Nebenan stirbt
gerade mein Hamster. Das ist traurig. Nicht so sehr, dass er stirbt,
sondern dass er sich zum Sterben in das Häuschen zurückgezogen hat, das
ihm meine Kinder selbst gezimmert haben. Ansonsten war er nie in diesem
Häuschen. Überhaupt war er höchstens zum Fressen in seinem Käfig. Die
übrige Zeit lebte er unterm Kühlschrank. Jetzt ist er ganz dick
und hat die Augen geschlossen. Ich würde ihn gerne zudecken oder
irgendwas nettes machen. Also drehe ich die Heizung auf und denke
daran, dass ich eine Kolumne schreiben wollte mit dem Titel „Pornos
gucken mit B-Tight“.
Das war eigentlich so geplant und ich
hatte mich, wie ihr wisst ja auch gründlich darauf vorbereitet. B-Tight
allerdings hatte seine Lieblingsfilme vergessen und so blieb das
Gespräch an diesem Punkt relativ einseitig, weil nur ich ihm anhand von
Bildmaterial erklären konnte, was ich an dem kleinen Film „The good
Girl“ besonders hervorragend fand.
Zuvor muss ich allerdings
sagen, dass ich auch noch den schwedischen oder irgendwie
skandinavischen Film „all about Anna“ gesehen habe und der mich mit
diesen ewig weichgezeichneten Bildern und den tiefen Blicken und
streicheln und dies und das eher genervt hat. Vor allem hat mich daran
genervt, dass nie Pink gezeigt wurde und entschuldigen Sie bitte, falls
ich jetzt zu offensiv werde, aber wenn ich einen Porno anschaue, dann
möchte ich schon eine geöffnete Pussy sehen.
Wobei wir schon
bei der Schwierigkeit Nummer 1 sind, wenn wir über Pornographie und
Sexualität sprechen: Wie nennt man die Sachen zwischen unseren Beinen.
Beim Schwanz ist das relativ einfach, weil darauf kann man sich im
Großen und Ganzen verständigen, das heißt dann einfach Schwanz und
Bezeichnungen wie Rute, Schaft, Lingam, Fotzenhammer, Lustkolben oder
Zauberstab sind eher... ermüdend.
Simone de Beauvoir, Susan Pinker und die Autotheorie Simone de Beauvoir, Susan Pinker und die Autotheorie
OPT: Wir haben 2008. Wisst ihr, was bedeutet? Cooler Typ: OPT wird 2 Jahre alt! Streber: Die Quersumme ist 10! Betrunkener Trottel: Noch 2 Jahre bis zur nächsten WM! Alice Schwarzer: Simone de Beauvoir wurde vor 100 Jahren geboren. Betrunkener Trottel: Wer ist das denn? Streber: Der Name klingt französisch. Cooler Typ: OPT wird uns aufklären. OPT: So ist es.
Fangen wir ganz vorne an. Simone de Beauvoir war eine Schriftstellerin und Philosophin. Was uns aber viel mehr interessiert - sie war Feministin. Als Frau von Sartre propagierte sie zu Lebzeiten ein neues Verständnis der Weiblichkeit und alternative Formen des Zusammen- sowie des Sexuallebens. Jahre später fungierten ihre Schriften als Vorbild für die Feminismus-Riege der 68er-Bewegung und noch später als Vorbild Alice Schwarzers.
De Beauvoir etablierte beispielsweise eine wichtige Grundaussage:
"Man wird nicht als Frau geboren, man wird es".
Eines wird ganz schnell klar bei diesem Zitat - die gute Simone war nunmal keine Biologin.Wer als Frau leugnet, von Natur aus als Frau geboren worden zu sein, hat a) eine Geschlechtsumwandlung hinter sich, b) noch im Alter von 30 keinen BH nötig und nen viel zu großen Kitzler, oder c) einfach mal ne Macke. Dennoch beeinflusste diese Aussage die neue Rolle der Frau maßgeblich - plötzlich gehen Frauen arbeiten, werden Politikerinnen, schlagen naturwissenschaftliche Richtungen ein, spielen Fußball und gehen boxen. Manche pinkeln sogar plötzlich im Stehen! Urinella macht's möglich:
"Man hat der Frau die Rolle eines Parasiten zugewiesen: Jeder Parasit ist notwendigerweise ein Ausbeuter."
Und wer als Parasit überleben will, ist auf einen guten Wirt angewiesen. SnB kennt das vielleicht, wenn er Freitag-Abend wieder anschreiben lassen muss. Jedenfalls bedeutet das kurzum - wer sich nicht zur Frau machen lässt, ist auf keinen Wirt angewiesen und frei. Unabhängig. Emanzipiert. Geile Sache. Nur schlussfolgert Frau de Beauvoir noch weiter - durch Kinder werden Frauen wieder abhängig von Mann, also am besten keine Kinder kriegen. Und wer die Geburtenrate der letzten Jahrzehnte mal so verfolgt, weiß genau: es geht steil bergab. Ausnahmsweise deshalb mal Props an all die Teenager mit den ungewollten Schwangerschaften, weil sie zu dumm zum Verhüten waren - ihr sichert den Nachwuchs, wenn auch sicherlich eher dummen.
Simone de Beauvoir war also eine wichtige Frau für unsere heutige Zeit. Entscheidend prägte sie die holde Weiblichkeit und so schnell wird ihr Einfluss auch nicht mehr abklingen. Doch es gibt auch Menschen auf dieser Welt, die dieses Bild verändern wollen, statt es bereitwillig zu akzeptieren. Einerseits natürlich mich. Sollte eigentlich schon reichen, aber umso lustiger ist es, sich eine Frau zu suchen, die dieses Bild demontiert. Nachdem Eva Herman schon eifrig Rundumschläge verteilen durfte, steigt nun die Entwicklungspsychologin Susan Pinker in den Ring, die sich mit ihrem Buch "Das Geschlechter-Paradox" aufmacht, um der Welt da draußen die Wahrheit zu verkünden. Zugegeben, das hat der Buchtitel der damaligen Bohlen-Biographie auch proklamiert, aber ich halte auf eine Psychologin in Sachen Beweisführung weit mehr als auf einen DSDS-Juroren.
Besagte Beweisführung ist in erster Linie biologisch. Keine Frau wird erst durch die Gesellschaft zum Mann gemacht. Es ist, ob man es glaubt, oder nicht, nämlich eher andersrum - der Mann ist zuerst eine Frau. Erst in der achten Woche werden Hormone ausgeschüttet, die den männlichen Körper zu dem machen, was er ist - cool. Größeres Hirn mit doppelt so großem System für den Sexualtrieb sowie in den meisten Fällen ein größeres genitales Gehänge. Frauen sind also jetzt...sagen wir mal ein VW Käfer. Dann macht es plopp, der Testosteron-Mechaniker (keiner von der Pit-Stop-Werbung, das sind Pheromon-Mechaniker) kommt und baut den anderen VW Käfer in einen Ferrari um. Fertig ist der Mann. Wenn man Pech hat, kann aber auch ein Trabbi daraus werden. Das Spektrum der männlichen Erscheinung ist breit gefächert, die coolsten werden übrigens blau-rote Trucks. Männer markieren also eher die Extreme - positiv als auch negativ -, während Frauen sich meist im Mittelfeld aufhalten. Klingt jetzt langweilig für ne Frau, aber die Vorteile für Männer sind ebenso fragwürdig. Sollten die Frauen neidisch darauf sein, dass mehr Männer als Frauen im Gefängnis sind, und es ihnen gleichtun? Sollten Frauen mit den Todesfallzahlen bei Unfällen als auch bei den Selbstmordraten endlich mal die Statistiken neu auspegeln?Wenn es nach de Beauvoir geht, ja.
"Die Enkelinnen Simone de Beauvoirs […] haben die Kriegserklärung an die traditionelle Frauenrolle tief verinnerlicht, sind getragen von einem grundsätzlichen Misstrauen gegen die Männer, glauben, sich einzig durch Berufstätigkeit einen Selbstwert geben zu können." Eva Herman - „Das Eva-Prinzip“
Nach Pinkers Theorie wiederum haben Frauen ganz andere Qualitäten, als die von maskulinen Werten geprägte Berufswelt verlangt. Gleichberechtigung bedeutet, dass beide Geschlechter gleiche Rechte haben, es bedeutet aber keineswegs, dass der männliche Weg der beste ist und deshalb beschritten werden muss. Ebenso hat der VW Käfer das Recht, es dem Ferrari gleich zu machen und mit 200 km/h über die Autobahn zu brettern. Aber ob es Sinn macht, von diesem Recht unter Qualen für den Motor gebrauch zu machen, ist dann doch eher fragwürdig.
Qualitäten der Frauen liegen demnach, wie überraschend, im sozialen Feld. Erziehung ist das große Stichwort. Und die kommt von ganz allein - obwohl bei einem Experiment verlangt wurde, dass Männer und Frauen zu gleichen Teilen alle Arbeiten verrichten sollten, die in der Gemeinschaft anfielen, betreuten 70 bis 80% der Frauen die Kinder, während die Männer handwerklich zu Gange waren. Andere Studien stützen diese These und besagen, dass Frauen oft auf eine Beförderung verzichten, um soziale Kontakte im Beruf er- bzw. behalten zu können - oftmals auch eine unbewusste Entscheidung. Bedeutet das im Endeffekt also, dass Frauen von Natur aus dazu geboren sind, durch den Drang nach sozialen Kontakten und die unabdingbare Fähigkeiten, Kinder zu gebären und aufzuziehen, immer an Männer gebunden sind, während Männer als Millionäre an der Spitze der Unternehmenshierarchie sitzen? Selbstverständlich nicht. Glücklicherweise ist in der heutigen Gesellschaft Kindesglück mit Unabhängigkeit vereinbar - die Frau ist finanziell nicht zwangsweise an den Erzeuger gebunden, anonyme Samenspenden halten ihr sogar das Problem des stalkenden Ex-Freunds vom Hals, der nur für den Zeugungsakt missbraucht wurde. Letztendlich bleibt dann nur noch die Frage - ist es gut, dass das Kind ohne Vater aufwächst? Zwei Möglichkeiten stehen zur Diskussion:
Alles klappt.
Das Kind ist bald Mittwochs um 20:15 Uhr auf RTL zu sehen.
Hoffen wir also darauf, dass viele Ferraris und wenige Trabbis dabei herauskommen.
Sex and the City für Männer - Californication Sex and the City für Männer - Californication
Er will immer und wenn nicht, dann will er wenigstens drüber reden, über Stellungen beim Geschlechtsverkehr, über Busengrößen von A – F, über Vaginalrasuren. Mit seinen Freunden und auch mit seinen Frauen debattiert er über das Thema Sex und was alles dazugehört. Das hört sich jetzt an wie in Soft-Porno, ist aber keiner, sondern die neue Serie Californication auf RTL 2, die heute erstmals ausgestrahlt wird.
Weil dies kein Thema für die beste Abendzeit ist, strahlt der Sender die 24-teilige Serie Californication um 22.00 Uhr aus und erhofft sich damit ein großes Publikum. Hauptdarsteller David Duchovny hat für die Darstellung des sexbesessenen Schriftsteller Hank Moody im Februar den Golden Globe erhalten. Weil ihn die Ehefrau nebst Kind verlassen hat, kann er nicht mehr schreiben. Also jagt er Frauen und Mädchen, verheiratet oder nicht, jung oder alt … alle sind ihm willkommen, Schönheit vorausgesetzt. Eine sexuelle Eskapade folgt der nächsten und so sind die 24 Teile zwar immer nach dem gleichen Muster gestrickt, aber interessant ist das trotzdem: Die Serie zur Hypersexualität.
Für amerikanische Verhältnisse ist Californication gar nicht prüde, allein der Titel sagt schon alles. “fornication” bedeutet Unzucht und die wird auch in vollen Zügen ausgebreitet. Wenn in den 1990ern sich die Damen- wie Männerwelt einmal wöchentlich an Sex and the City gütlich getan hat, dann könnte das jetzt auch mit Californication geschehen … nur das Geschlecht der Hauptdarsteller hat gewechselt und alles ist – wie die Welt eben auch – einwenig zynischer und einwenig direkter geworden.
Quelle Da bin ich doch mal gespannt. Heute, 22:15 Uhr, RTL2. Ab jetzt jeden Montag.
So, wer am Samstag den Bericht auf Pro7 verpasst hat und unbedingt Zahlen über die Masturbation in Deutschland braucht, kann das nun online nachholen. Lieblingsstelle ist die, wo der Typ aufzählt, was er bei Pornos so geil findet:
"das Ficken...das Blasen und...naja...und das Arschlecken".
Leidenschaftlicher als man denkt: 139 Mal pro Jahr hat ein Erwachsener hierzulande im Durchschnitt Sex. Und die Deutschen wollen noch mehr: 61 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen wünschen sich häufigeren Geschlechtsverkehr.
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung hat ProSieben die bisher größte Sex-Studie Deutschlands durchgeführt. Wie lieben wir? Wie aufgeklärt sind unsere Teenies? Und wie hat das Internet unsere Sexualität verändert?
Die Ergebnisse zeigt ProSieben ab 20. September in einer 5-teiligen Doku. Oswalt Kolle, Aufklärer und sexueller Revolutionär der 70er-Jahre, kommentiert und steht Pate.
Der "Sexreport 2008" berichtet über die auffälligsten Veränderungen unserer Sexualität durch moderne Einflüsse wie z.B. das Internet (Folge 1 am 20.09.08), das neue sexuelle Selbstbewusstsein der Frau (Folge 2 am 27.09.08), den Rollenwandel des Mannes vom Macho zum einfühlsamen Liebhaber (Folge 3 am 04.10.08), den Aufklärungsnotstand bei Jugendlichen (Folge 4 am 11.10.08) und die Spielarten monogamer und freier Liebe (Folge 5 am 25.10.08).
Präsentiert vom BigBoss Oswald Kolle. Heute auf Pro 7 der erste Teil von fünf, 22 Uhr 15. Einschalten!
Noch was in eigener Sache: Links oben in der Navi oder auch hier finden coole Leute das OPT-Radio. Ist noch in den Anfängen, aber wird sicherlich noch vielseitiger demnächst. Danke an HerrMerkt, bei dem ich die Idee geklaut hab, sowie ein Vermerk auf Courtmasta, der ebenfalls n Radio hat.
Das erste Mal mit 11, Gruppensex mit 14, selbstgedrehte Pornos
mit 16 Jahren: Immer mehr Jugendliche betreiben Sex als Leistungsschau.
"Aber wozu Küssen gut sein soll, wissen sie nicht", sagt Bernd
Siggelkow im Interview mit stern TV. "Denn Küssen kommt im Porno nicht vor."
"Deutschlands sexuelle Tragödie - Wenn Kinder nicht mehr lernen, was
Liebe ist" ist der Titel eines schockierenden Buches. Die Autoren Bernd
Siggelkow und Wolfgang Büscher berichten von emotional verwahrlosten
Jugendlichen, die sich in die Welt der Sexualität flüchten. Immer
jünger, immer häufiger und heftiger gehe es zur Sache: Im Kindergarten
spielt man Gruppensex, 15-jährige verkaufen selbst gedrehte
Privatpornos auf dem Schulhof, und 17-jährige Mädchen sind stolz auf
ihre 50 Liebhaber.
Hier also Teil 2 der Suchmaschinen-Anfragen, mit denen Leute auf meinem Blog gelandet sind. Teilweise fehlen mir dann auch schon echt die Worte. Teil Eins findet ihr hier.
65. galileo kann man von sperma im schwimmbadwasser schwanger werden
Wäre sicher ne gute Ausrede für dich, ne? Geht aber nicht so ohne weiteres.
196. beate use,kuchenbackformen
Ja, und am Ende dann weiße "Zitronenglasur", ne?
269. creme für vagina im schwimmbad
Damit man nicht schwanger wird, ne?
305. dunkle haut am po
Äh...
306. dunkle haut zwischen po
Uh...
354. feuchtgebiete um was geht es
Mehr oder weniger ne wissenschaftliche Abhandlung über die Salzwiesen in Südengland.
417. galileo folge wo es um sex ging
Na da gibt's ja zum Glück nur eine, Galileo hält sich da ja recht bedeckt.
510. ich ficke eine alte dame
Am PC???
511. ich habe eine alte frau gefickt
Oh, und schon fertig. Das ging ja schnell.
514. ich möchte dumme google-user töten und brauche eine geeignete waffe
HAHAHA...
527.
ist eine umarmung fremdgehen
Was ist fremdgehen, wenn nicht eine Umarmung?!
570.
kann man bei oralsex durch eine hose oder bikini schwanger werden
Was ist denn Oralsex durch eine Hose oder Bikini? Naja jedenfalls - nur im Schwimmbad.
571. kann man mit penis stecken gleich schwanger werden
Kommt drauf an, wo er rein gesteckt wird.
633. kopf in vagina
Ich hoffe, es handelt sich hier um das Thema Kreißsaal.
635. können vögel rumvögeln?
Können Grillen grillen?
684. marius halt dein maul
Aber echt. Geh am besten n paar Buttons kaufen.
698. meine freundin hat eine penisphobie
Mein Tipp: Waschen.
765. nuttiger lippenstift
Früh übt sich.
778. oralsex trotz scheidenpilz
Aber nur durch die Hose oder den Bikini.
783. orgasmusfähigkeit von eva hermann
Scheint vorhanden, irgendwie muss Kerner ja schwanger geworden sein.
938. sex mit gartenschlauch
Öh...
952. sie sind nicht im selben penis wie der spielleiter
Hahahahaha...Alter...ich kann bald nicht mehr..Aber eventuell sieht das Spiel ja so aus:
975. sprüche für knastbraut
"Du weißt, dass du die Nagelfeile nicht zum Nägel feilen hast?"
1.063. trotz scheidenpilz ins schwimmbad
Ist ja gut, ich sag schon gar nichts mehr...
1.068. unterschied zwischen frau und sandkasten
Bei Frauen musst du den Kies selber mitbringen, bevor du rein darfst.
1.199. wie kommt man an telefonsex ran
Das ist natürlich ne extrem komplizierte Geschichte, das kann ich dir jetzt gar nicht so kurz und bündig erklären. Lernt ihr denn gar nichts mehr in der Schule???
Dank der wunderbaren Erfindung der sogenannten "Google Analytics" kann ich, wenn mir langweilig ist, immer mal gucken, mit welchen Google-Suchanfragen sich die Leute auf meinen Blog verirren. Das reicht von Leuten, die die komplette Blogadresse lieber in Google suchen statt direkt auf meinen Blog zu gehen, über die, die eigentlich gar keine Ahnung haben, was Google überhaupt ist, es aber benutzen, bis zu denen, die lieber gar keinen PC besitzen sollten. Da ich festgestellt habe, dass einige der Anfragen nicht nur extrem gewöhnungsbedürftig sind, sondern auch einer genaueren Untersuchung unterzogen werden müssen, hier ein Auszug aus sämtlichen Keywords. Die Zahl vor der jeweiligen Suchanfrage zeigt dabei den Platz im Ranking an, das über die Häufigkeit der Anfrage zu Stande kommt.
53. kaffee aus katzenkacke
Äh...Prost?
127. slogan herrentag
Mit "Ihr seid doch nur ne Rippe wert" konnte man bisher noch jedes Jahr punkten.
151. wer hat lust mit mir zu ficken mit 14jahren
HIER! Hm obwohl...nee...viel zu alt.
256. barbie mit arschgeweih mattel
Gibt's leider noch nicht, ist aber ne riesige Martklücke. Mega Geschäftsidee!
258. beim masturbieren wird mein körper muskulös
Glückwunsch! Wird er nach der Ejakulation dann wieder umuskulös? Stehen übrigens nur wenige Frauen drauf, wenn nur der eine Arm Muskeln aufweist...abwechseln lautet die Devise. Wie dem auch sei: "Ich trainier jeden Tag mit Gewichten an den Eiern!"
304 . briefmarken bügeln
Ich denke, dir brauch ich nicht helfen, du hast sicher im Blog gefunden, was du gesucht hast.
355. die lust ohne kitzler zu sein
Klingt masochistisch, ist aber durchaus chirurgisch realisierbar, denke ich.
Mein LieblingsMTVmoderator Markus Kavka wird heute bei TRL XXL um 16:30 Uhr die größte lebende Baustelle der Welt, Brigitte Nielsen, empfangen und mit Fragen löchern. Das ganze steht natürlich unter dem Motto "Celebrity Rehab - Stars Am Abgrund" und scheint mir vielversprechend, was den Entertainmentfaktor betrifft.
Außerdem dabei - Die Neuentdeckung von MTV: La Dolce Vegas! Hier zu sehen mit einem megalustigen Kommentar bezüglich Amy Winehouse und Celebrity Rehab.
Wer ansonsten heute irgendwie nichts zu tun hat, sollte unbedingt um 20:15 Uhr RTL gucken, warum, steht hier. Wer dann immer noch zu viel Zeit hat, meldet sich bitte unbedingt beim HIPHOP.DE-Bundesliga-Kicktippspiel an. Tolle Preise wird's da noch geben, versprochen. HIER ANMELDEN!
Die Medienwelt ist falsch. Den ganzen Tag knallt sie uns eine ziemlich künstliche, nachbearbeitete, gecastete, inszenierte, auswendig gelernte, glorifizierte, mit Glitzerpuder überzogene, ja schlichtweg falsche Welt vor - und nennt das dann Reality-Programm. Da wollen die Konsumenten der medialen Schönheitspropaganda natürlich nicht dem Trend entgehen und machen sich sofort auf zum nächsten Chirurgen, damit dieser dafür sorgt, dass er noch lange nicht der letzte war, der die Frau aufgerissen hat, die auf seinem OP-Tisch liegt. Wie es scheint, ein unerschöpflicher Quell des Geldes:
55 Millionen Schönheitsoperationen und damit eine Steigerung um das Vierfache im Vergleich zum Jahr 2005 prognostiziert die Amerikanische Gesellschaft der Plastischen Chirurgen (ASPS) bis zum Jahre 2015. Allein 2005 wurden zehn Milliarden Dollar für die Verschönerung der Körper investiert.
Da haben Nip/Tuck ja genug zu tun. Sheyla Hershey hingegen gehört nicht zu den glücklichen 55 Millionen.
Die geschätzte BH-Größe 75J, das heißt jeweils zwei Liter Silikon pro Brust, reicht ja auch noch nicht, und deshalb möchte Sheyla Hershey aus Texas noch größere Brüste. Leider geht das nicht in den USA, weil sie sonst die gesetzlich zugelassene Größe von Brüsten überschreiten würde - deshalb geht es demnächst nach Brasilien.
Nicht ganz so realitätsfern, aber dennoch wahnsinnig - Brigitte Nielsen. Während ihr Hund auf einem OP-Tisch bei einem so genannten Routine-Eingriff bereits sein Leben gelassen hat, ist Frauchen mutig genug, um sich gleich 6 Operationen zu unterziehen. Gesicht glätten, Oberlidstraffung, Zähne weißen und so weiter, Pigmentveränderungen und Faltenentfernung per Laser, kleinere Implantate und nochmals Haut straffen, mehrere Kilos Fett absaugen - 60.000€, der Spaß. Aber wer's hat, der hat's. Brigitte Nielsen jedenfalls hat das Geld offensichtlich nicht. Daher hat die Dame einen astreinen Deal mit dem Sender RTL ergattert, der die Rundum-Renovierung bezahlt, wenn Nielsen sich im Gegenzug für die "Exklusiv"-Sendung „Aus alt mach neu – Brigitte Nielsen in der Promi-Beautyklinik“ dabei filmen lässt.
Wer die Dame nach der OP mal gesehen hat, weiß, dass Brigitte Nielsen in Sachen Realness einiges von Flavor Flav gelernt haben muss. Endlich lernen die Mädels mal, wie hässlich sie nach der Operation wochenlang in der Schule rumrennen müssten, bevor sie wieder Jemand flachlegen will. Also am besten in den Ferien operieren lassen, klar? Gut. RTL droht übrigens ein Bußgeld von 500.000€, da momentan geprüft wird, ob diese Aufklärungskampagne über Schönheits-Operationen nicht jugendgefährdend und damit viel zu früh ausgestrahlt worden sei.
Ein herber Rückschlag für die Gegner der medialen Glorifizierung. Doch nicht mit Brigitte Nielsen. Wo sie schon in Sachen Realness dem guten alten Flavor Flav folgt, ist auch der Gang zu MTV nicht mehr weit. Die Dame hat nämlich direkt noch eine zweite Sendung in petto, mit der sie unserer Jugend mal aufzeigt, wie scheiße das alles mal laufen kann, nachdem die Schauspielkarriere quasi vorbei ist.
"Celebrity Rehab" heißt der Spaß, der heute online auf MTV startet und ab 1. August in acht Folgen auch das deutsche Fernsehen unsicher macht.
MTV setzt in Sachen Reality neue Maßstäbe: Neun amerikanische Prominente, unter ihnen Schauspielerin Brigitte Nielsen, Schauspieler Daniel Baldwin, Sänger Seth "Shifty" Binzer und Pornosternchen Mary Carey, gehen freiwillig in eine Entzugsklinik um sich mit der Hilfe von Dr. Drew Pinsky zu entgiften, wieder nüchtern zu werden und den Sprung in ein normales Leben zu schaffen.
Ob mit "normales Leben" das Leben gemeint ist, das die Jungs und Mädels vor der Abhängigkeit geführt haben, weiß ich nicht. Im Fall von Mary Carey würde dann die Aufklärung hier fehlschlagen, man würde das falsche Bild der Jugendliche nur verlagern, aber noch können wir ja hoffen, dass sich alles zum Guten wendet. Ich persönlich hoffe auf eine zweite Staffel mit Britney Spears. vielleicht auch noch Peter Doherty und Amy Winehouse dazu.Die sollen ja angeblich zusammen sein, hab ich gehört. Endlich mal ne Beziehung mit Substanz! Da stimmt die Chemie einfach. Und ganz gleich, ob sie nun einen Drogentod sterben oder erfolgreich den Entzug schaffen - in beiden Fällen geben sie ja den Löffel ab. Naja. Hier erstmal die Online-Premiere:
Und wo wir quasi schon beim Onkel Doktor sind - ich hab noch nen super Blog-Eintrag der Rap.de-Redaktion geschickt bekommen. Das Zitat "Deine Alte sammelt jedes Wochenende Pilze..." sagt euch was und ihr könnt es erfolgreich vollenden? Gut.
Wichtiges Thema, keine Frage. Ist auch immer angenehm, sowas auf ner öffentlichen Toilette zu lesen. Mehr dazu gibt's hier. Wer von euch also nen Scheidenpilz hat, sollte unbedingt mal auf Scheidenpilz.com (die Domain klingt wie ein medizinisch nur bedingt vertretbarer Imperativ) gehen und sich dort umschauen. Dort könnt ihr euch im Forum anonym über "pilz seit 10jahren-ich bin nicht normal" und andere Themen unterhalten. Und Scheidenpilz ist schließlich ein Thema, das alle was angeht:
Also auch Jungs können da ne Menge Spaß mit dem Scheidenpilz haben. Demnächst folgt die Möglichkeit des eigenen Videoblogs und Charlotte Roche plant schon das Scheidenpilz-Diary für Viva mit einem passenden Maggi-Produkt als Sponsor. Ob angesichts des Bildes Chupa Chups seine Finger auch mit im Spiel hat, bleibt abzuwarten.
Song des Tages: The BPA ft David Byrne & Dizzee Rascal - ToeJam
"Rehab" hätte sicher besser gepasst, aber das hier hat n cooles Video.
Connichiwa, Bitches. Nachdem euer Lieblingsblogger gleich zwei PCs geschrottet hat und sich nun mit einem Laptop begnügen muss, gibt es ne neue Kategorie. Tippt sich hier nämlich so schon scheiße genug, da will ich nicht auch noch Lesezeichen an fremden Rechnern horten. Daher also jetzt mal ne Buchempfehlung.
"Apples" heißt der Erstling des 1984 geborenen Briten Richard Milward, der in diesen Tagen in deutscher Übersetzung im Blumenbar Verlag erscheint. Aufgewachsen in Middlesbrough, verlagert der Autor die Handlung des Buches in eben diese Stadt und gibt dem Leser einen unbeschönigten Eindruck davon, wie es ist, dort seine Jugend zu verbringen. Partys, Drogenexzesse und Sex dominieren das Leben der Teenager.
Nicht ohne Grund wurden die Hauptfiguren von "Apples" auf die Namen Adam und Eve getauft. Die Rollenverteilung steht der in der Bibel in nichts nach - Adam ist der nette Typ von nebenan, Eve hingegen wird von der Sünde nahezu angezogen. Während Adam von seinem Vater beim Wichsen auf dem Dachboden erwischt wird, ist Eve schon längst zu der Erkenntnis gekommen, dass Jungs einen eher lecken, wenn man den Intimbereich rasiert hat - gegensätzlicher könnte es kaum sein. So weit, so gut. Wünschenswert wäre es natürlich, wenn Adam seinen Schwarm Eve aus dieser Welt rausholen könnte, doch da das Leben kein Ponyhof ist, ist genau das Gegenteil der Fall - langsam, aber sicher erhält Adam Einzug in die Partywelt. Ob er dadurch an Eve heran kommt, verrate ich nicht, nur so viel: Ein Walt-Disney-Happy-End sieht jedenfalls anders aus.
Während OPT-Leser sich hoffentlich eher mit Adam identifizieren, sei noch gesagt - das Buch ist aus wechselnden Perspektiven geschrieben. Meist informieren Eve und Adam aus der Ich-Perspektive über das Geschehen - wobei sich schon deutliche Unterschiede ausmachen lassen - aber auch anwesende Schmetterlinge, Straßenlaternen und Mitschüler kommen ab und zu zu Wort. Das ist natürlich insofern interessant, als dass man auch mal sehen kann, wie die Anderen so denken, statt nur in seiner eigenen Gedankenwelt zu verharren. Warum will Claire mit dem Typen zusammen sein, der sie auf der Party, während sie ohnmächtig war, vergewaltigt hat? Weiß sie das denn nicht, dass er das war? Doch, sie weiß es. Aber aus der Perspektive des Mädchens macht es plötzlich Sinn.
Diese Woche waren Ferien [...] und der einzige Junge, der sich blicken ließ, war Clinton; [...] er hatte die Angewohnheit, einen zu vergewaltigen, aber er war meine einzige Chance auf eine ernsthafte Beziehung.
Na, da sieht man das doch gleich mit ganz anderen Augen und findet die Entscheidung nachvollziebar, oder? Auch Eve hat ihre ganz eigene Sicht der Dinge, was Jungs angeht.
Jungs waren wie Hunde. Alle wollten sie ihre dicken, triefenden Schwänze in einen reinstecken, einen danach nie wiedersehen und es dann bei der Nächsten versuchen. Mädchen waren dagegen viel anspruchsvoller und reifer, also liefen Debbie und ich Arm in Arm los, um uns weiter zu besaufen.
Weibliche Logik ist eigentlich vollkommen simpel, oder? Hat auch einige Schwänze gedauert, bis Eve das rausgefunden hat. Andererseits ist es ihr dann aber auch nicht recht, wenn er am nächsten Morgen noch was von ihr wissen will.
Sein Schwanz war schlaff von den Poppers. Wir blieben bis acht oder neun im Bett, uns dröhnten die Köpfe als hätte jemand einen Eimer drübergestülpt. Ich zog meine Calvin-Klein-Unterhose an und ging ins Bad. Er wollte natürlich, dass ich zurück ins Bett kam, aber ich war zu fertig, und morgens fand ich Anfassen immer eher unangenehm. Mein Hirn war wie weggeblasen. Ich macht mich kurz frisch, dann brachte er mich zur Bushaltestelle, und ich musste ihm einen Abschiedskuss geben, aber es war mir egal, ob er mich anrufen würde. Unser Atem roch süßlich wie ein Müllwagen.
Abschließend noch ein paar Worte vom Autor:
Als ich 15 Jahre alt war, schien das ein wirklich seltsames Alter zu sein, in dem Mädchen plötzlich zu Frauen heranreiften, während Jungs immer noch eher zuhause blieben und Computer oder Fußball spielten, ein gewaltiger Abstand also. Die einzige Chance für mich, auszugehen und zu trinken war damals also, mit Mädchen unterwegs zu sein. Ich glaube, es ist generell ein Albtraum, auf der ganzen Welt, aber besonders in Nordengland, wie extrem Mädchen von Jungs belästigt werden, und damals habe ich wirklich eine starke Empathie entwickelt, ich habe großen Respekt vor Mädchen bekommen, und ich konnte die Dinge viel mehr aus ihrer Perspektive sehen, anstatt einfach nur zu versuchen, sie ins Bett zu kriegen. Deshalb habe ich, glaub ich, das Buch geschrieben.
So, der weiße Jay-Z und Stuttgarts Stefan Kretzschmar haben sich ans Mikrofon begeben, um dem maskulinsten Blog der Welt einen astreinen OPT-Exclusive-Track abzuliefern. Schönes Storytelling über eine sicherlich dem Ein oder Anderen bekannte Männer-Spezies, die sich gerne mal in Diskotheken anabolikageschwängert unters Volk mischt.
Wer denkt, dass er es besser kann, einfach nur Frauen anpöbeln möchte oder sonst keine Plattform findet, also ebenfalls ein Exclusive beisteuern möchte, kann sich unter OptimusPrimeTime@web.de bewerben.
Bald ist es wieder so weit. Millionen von fußballverrückten Menschen sitzen vor der Glotze, fachsimpeln, kreischen, gröhlen, heulen, flennen, sterben und werden durch den Ausgleich wiederbelebt. Bier wird rar im ganzen Land und zur anerkannten Währung im Wert von 1000€ pro Liter erklärt (Milch...dass ich nicht lache!), betrunkene Männer geben sich sogar freizügiger als die Damen der Schöpfung (ob das auch schöner ist, sei mal dahin gestellt). Die Europameisterschaft bei Ötzi und Bobo steht ins Haus, meine Freunde. Das ist wie Weihnachten, Geburtstag und Scheidung zusammen. Doch wo die Männer auf ihre Kosten kommen, kommen Frauen leider viel zu kurz. Laut einer in 18 europäischen Ländern durchgeführten Online-Befragung des britischen "Social Issues Research Centre" unter 2.000 Fußballfans bevorzugen 64 Prozent der deutschen Fußballfans in der EM-Zeit eher den Sport als die Frau.
Dabei sollte man meinen, dass gerade zur EM-Zeit die geheimsten Träume der Frauen erfüllt werden - knackige, schwitzende Jungs in kurzen Shorts stundenlang anschauen zu können, ohne dass der bierbäuchige Freund wieder was dagegen hat - wie könnten Frauenträume anders aussehen? Jetzt mal davon abgesehen, live dabei sein zu wollen. Doch auch dazu kommt es ja ab und an. Erst kürzlich stürmten zwei Frauen den Trainingsplatz der Italienischen Nationalmannschaft und legten einen astreinen Striptease hin. Eine von ihnen enthüllte sich sogar bis auf den Bikini. Verrückt, könnte man meinen, aber angesichts der Tatsache, wie schnell die Italiener immer auf dem Rücken liegen, könnte man das als Frau ja schon irgendwo als Angebot gesehen haben. Sowas spricht sich natürlich rum. Nicht selten sind italienische Fans aufgrund ihrer sexuellen Fanrituale gezwungen, pro Person drei ganze Plätze zu reservieren:
Auch anderen Fußballer haben mit sexuellen Offensiven zu kämpfen. Kürzlich erst geriet der Brasilianer Ronaldo in den Verdacht, Geschlechtsverkehr mit prostituierten Transvestiten gehabt zu haben, was sich jedoch als Lüge herausstellte. Ronaldo versicherte zudem, dass er trotz des Transvestiten-Skandals nicht homosexuell sei und seine aktuelle Knieverletzung auch keinerlei sexuelle Praktiken zur Ursache habe. Und auch die Fetischausflüge unseres Titans Oliver Kahn unter der Herrendusche sind längst vergessen. Da will man auch nicht weiter mutmaßen, was tatsächlich dahinter steckt, wenn Fans ihn stets mit Bananen bewarfen. Dennoch lassen sich Fußball und Sex einfach nicht trennen, wie die folgenden Bilder beweisen:
Da sind die Männer schön unter sich, da kann man mal neue Praktiken ausprobieren, da müssen die Frauen nunmal zurück stecken, wenn der Freund sich im Fernsehen für die nächtlichen Liebesspielen inspirieren lässt. Nun sind es aber gerade die Frauen, die auf diese Warterei gar keinen Bock haben und einfach auf den Fußball-Zug mit aufspringen, zumindest, wenn dieser nicht gerade die betrunkenen Fans zurück nach Hause fährt. Nachdem Deutschland bereits Papst und Bundeskanzlerin wurde und auch DU schon Deutschland warst, war es auch kein Wunder mehr, dass Deutschland Welmeisterin werden konnte.
Und wenn die Frauen erst einmal auf dem Fußball-Trip sind, heißt es auch dort ganz schnell: "Das Spiel hat neunzig Minuten, warum soll ich mich mit den fünf zufrieden geben, die mein Mann schafft?" - und plötzlich steht der Mann im Abseits.
Und das ist ja bei weitem nicht der einzige Vorteil des Sports. Immerhin ist die Latte stolze 7,32 Meter lang. Zudem muss die Frau die Pille nicht schlucken, ja die soll sie ja geradezu mit den Füßen treten. Doch gerade weil die Pille nicht geschluckt wurde, ist die Abwehr geschwächt und die Torwärtin hat Angst vor einem Treffer. Das ist bekannt, das ist beim Sex nicht anders.
Immerhin: Jede dritte deutsche Frau teilt die Begeisterung für den Männersport Nummer Eins in Deutschland.
Und auch die Frauen, die weniger direkt am runden Leder interessiert sind, können sich nützlich machen und Spaß an der bevorstehenden EM bekommen. Nicht nur, dass sie im Assauer-Style das Bier holen dürfen, nein, vielmehr unterstützen sie den Mann sowohl seelisch als auch körperlich. Schon zur WM 2006 erkannte Beate Uhse die Parallelen zwischen Sex und Fußball und begann sofort, die Marktlücke zu schließen.
Ich persönlich empfehle übrigens dieses wunderbare Kleidungsstück:
Achja: Miss EM 2008 kommt aus Tschechien und heißt Dominika Huzvarova. Glückwunsch!
Schon etwas länger sind wir am Jahr 1968 vorbei. Die sexuelle Freiheit des 21. Jahrhunderts wurde hart erkämpft, doch ob das nun schon genug ist, ist nicht eindeutig zu klären. Während einige Menschen schon jetzt vollkommen zufrieden sind und ihre selbst gedrehten Filme stolz bei youporn hochladen, sind andere wiederum der Meinung, man wäre vielleicht etwas über das eigentliche Ziel hinausgeschossen, und wieder andere sind letztendlich sogar der Meinung, es wäre noch viel zu wenig erreicht worden. Sex polarisiert nach wie vor. Nachdem der Mann die Frau lange genug unterdrückt und seine Sexualpraktiken glorifiziert hat, sind nun die weiblichen Vertreter der Menschheit an der Reihe, um gleichzuziehen, ja sogar ein gesamtes Gebiet des Lebens für das eigene Geschlecht zu erobern.
Auch in der Partnerschaft ließen Frauen sich immer noch zu sehr davon leiten, was andere über sie denken. "Die Folge ist, dass so viel Energie in die Performance fließt, dass Frauen die eigene Lust vergessen", so Ariadne von Schirach. "Deswegen müssen wir den Sex zurück erobern! Das ist etwas, was uns gehört!"
Na dann fangt mal an. Los geht es mit Mia Ming. Die Berliner Jungautorin hat kürzlich das Buch "Schlechter Sex" veröffentlicht, in dem 33 Frauen von eben diesem erzählen. Schon im Vorwort ist der Schuldige sofort ausgemacht: "Die Männer sind schuld!" Nicht etwa die Frauen, die bisher immer Orgasmen vorgetäuscht haben und erst jetzt per Buch mit der Sprache rauskommen, dass Männer im Bett überhaupt was falschen machen - und vor allem WAS. So erklärt sich auch, dass das geplante Nachfolge-Buch den Spieß umdreht und Männer sich mal über Frauen auskotzen dürfen - obwohl ja die Männer schuld sind. Das ist dann nur mit weiblicher Logik zu erklären. Oder damit, dass das zweite Buch in der Witzbuch-Sparte geführt werden wird - man wird sehen.
Doch auch der Erstling weist durchaus viele ironische Züge auf. So steht der Inhalt paradoxerweise dem Vorwort weitestgehend gegenüber, denn im Buch kommen auch die erzählenden Frauen nicht gut weg. Die Grundschullehrerin aus Mainz wundert sich beispielsweise darüber, sich bei einem Liebesabenteuer die Filzläuse des Sexualpartners eingefangen zu haben. Da sie anonym bleibt, kann sie das natürlich in einem Buch erzählen, aber sonst hat sie mit niemandem darüber gesprochen.Da beschwert sich die angelernte Bäckereifachverkäuferin und nebenberufliche Pornodarstellerin darüber, täglich schlechten Sex zu haben. Ach? Die Pornodarsteller sind gar nicht die mega tollen Stecher, wie man beim Gucken der Filme immer denkt? Überraschung! Wie, der Typ, der beim ersten Date den Blowjob im Kino wollte, geht mit der Frau nicht gerade zimperlich um? Wieso das denn? Und warum schwört der Animateur ihr nach dem Sex nicht die große Liebe? Lernen am Ende die Frauen mehr aus dem Buch als die Männer? Wäre vielleicht zu hoffen.
Gar kein Problem mit den Filzläusen und der ausführlichen Analyse dieser Tierchen sowie ihrer Wirkung auf die Intimgegend hätte wohl Charlotte Roche. "Feuchtgebiete" heißt der allgegenwärtige Bestseller und 219-Seiten lange Exkurs durchs Pipi-Kaka-Land. Bereits vor Erscheinen dieser literarischen Ergüsse leistete Charlotte Roche wichtige Arbeit in Sachen Aufklärung. Im Jahr 2005 tourte sie mit Christoph Maria Herbst durch halb Deutschland, um aus der berühmten Doktorarbeit mit dem Titel "Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern" vorzulesen, um Männer darüber zu informieren, dass sie Geräte der Firma Kobold besser meiden sollten.
Nachdem die Wichser nun unbehelligt ihr Werk fortsetzen können, hat sich die Charlotte also den Frauen gewidmet. Dabei wird ihr selbst oft moderner Feminismus unterstellt. Modern insofern, als dass die allseits bekannte Alice Schwarzer eine "PorNO!"-Kampagne startet, während Charlotte Roche selber einen drehen will und solche Filme verteidigt. Auch ist es für Alice Schwarzer immer noch nicht vorstellbar, dass Frauen freiwillig Sex mit mehreren Männern haben wollen, während das Mädchen in "Feuchtgebiete" gerne Pizza essen möchte, auf die fünf verschiedene Kerle ejakuliert haben.* Doch es wäre falsch, Helen, die Protagonistin des Buches, mit der Autorin gleichzusetzen. Wäre auch ziemlich weit hergeholt. Zwar will Charlotte nicht, dass ihre Eltern das Buch lesen, aber das hat einen ganz anderen Grund. Mit Eltern redet man, wenn es um Sex geht, nur über Biologie und nicht über Fantasien und Techniken. Und wenn der Vater dann im Buch lesen würde, wie Helen sich des Vaters Holzgrillzange einführt und sie ungereinigt wieder in die Schublade packt - dann wissen wir natürlich ganz genau, dass Helen und Charlotte nicht gleichzusetzen sind, weshalb der Vater das Buch ja trotzdem nicht lesen soll. Vielleicht würde er sich an Grillabend erinnern, an dem das Steak so nach Fisch gerochen hat, ist aber nur meine persönliche Vermutung.
Nicht zuletzt reiht sich hier auch Lady Bitch Ray ein, mit dem Unterschied, dass Charlotte Roche im Gegensatz zu ihr eher die Öko-Schiene fährt, wenn man der Rapperin glauben darf. Lady Bitch Ray ist für einen ästhetischen, hygienischen Körper, während Charlotte gerne möchte, dass man ihre Vagina durch die Hose riecht. Quasi ne Pussy, die Pussycats anlockt. Wenn man das also zusammenfasst, kann man sagen, es geht nicht darum, wie der Sex zu sein hat - wichtig ist, dass alle drüber reden.
Dem ganzen Spaß liegt der so genannte "Sex-positive feminism" zu Grunde, der am Anfang der Achtziger Jahre in den USA seinen Eispru...entschuldigung, Ursprung hat. Hierbei wäre zum Beispiel Annie Sprinkle zu nennen, deren Ziel es war, den weiblichen Körper zu entmystifizieren und ihn als etwas vollkommen normales den Männern näher zu bringen. Das geht zum Beispiel damit, ihnen den freien Blick auf den eigenen Gebärmutterhals zu gewähren. Hoffentlich ist das "Objektiv" filzlausfrei. Doch im Kern habe auch diese sexuell-plakative Bewegung laut Stern viel gemeinsam mit dem konventionellen Feminismus. Die Themen seien die gleichen, nur die Form und Sprache habe sich geändert - direkt, unakademisch, kindlich, subjektiv. Im Grunde ginge es eher um Selbstfindung als um gesellschaftliche Veränderungen. Das beherzigt auch Charlotte Roches Helen, wenn sie mal wieder tief in sich geht.
Und zurecht fragt der Spiegel die Männer: Wann fangt ihr an, euch von euren Rollenklischees zu emanzipieren? Eine mehr als berechtigte Frage. Wikipedia definiert das Wort "Emanzipation" so:
"Emanzipation stammt von dem lateinischen emancipare: einen „Sklaven oder erwachsenen Sohn“ aus dem mancipium, der „feierlichen Eigentumserwerbung durch Handauflegen“, in die Eigenständigkeit zu entlassen."
Wenn jetzt also Ariadne von Schirach davon spricht, dass Frauen den Sex erobern sollen, so dass er ihnen gehört - also weibliches Eigentum ist - wo bleibt die Emanzipation? Sollte Sex nicht eher in die Eigenständigkeit entlassen werden? Und wird dem Mann nicht ein kleines Stück weit (oder ein größeres Stück weit) die Freiheit genommen? Müssen wir dieser Frauenbewegung entgegen wirken und den Sex befreien, ja, den Sex emanzipieren, um uns selbst zu emanzipieren? Ich denke schon. Und ich wäre nicht der Autor des maskulinsten Blogs der Welt, wenn ich nicht auch diese Gegenbewegung anzetteln, wenn nicht sogar anführen würde, um den Sex für uns Männer zurück zu erobern. Wir bekämpfen Charlotte und Co mit ihre eigenen Waffen - der Literatur. "Stalagmiten" heißt der designierte Bestseller aus dem Hause OPT. Vorab hier die Leseprobe, das überaus männliche Pendant zur "Feuchtgebiete"-Leseprobe, die ihr hier findet.
Stalagmiten - Das literarische Phallus-Symbol des 21. Jahrhunderts