8.02.2010 - Sentino im Interview - Teil 1

In Kooperation mit dem inoffiziellen Sentino Blog und dem Diggedidope Blog gibt es hier auf dem badaboombadabang Blog nach langer Funkstille ein erstes Lebenszeichen von Sentino. Nach der Ankündigung eines neuen Albums im Dezember, spricht der Berliner Weiße mit Schuss in einem exklusiven Interview nun erstmals über seine anstehenden Projekte. Den ersten Teil des Interviews von dreien gibt es ab sofort hier zu lesen:
Was ist Deine musikalische Planung für die Zukunft? Erscheint 2010 dein neues Soloalbum? Wenn ja, über welches Label? Produziert von wem?
Sentino: Dieses Jahr erscheinen neben einem neuen Mixtape in Zusammenarbeit mit Phlatline Records noch ein Solo- und ein Kollabo-Album. Der Terminkalender ist somit voll. Ob es eine Tour gibt, steht noch in den Sternen, auf jeden Fall wird die Schreibmaschine reaktiviert. Label für Kollabo- und Soloalbum steht noch nicht fest, Mixtape, wie gesagt, über Phlatline. produziert unter anderem von DJ Shusta, Monroe und so weiter.
Wird es, wenn es eins wird, ein mehrsprachiges Album oder rein deutsch?
Sentino: Rein deutsch. auf internationale Projekte werd ich mich konzentrieren, wenn der Arbeitsplan abgearbeitet ist.
Was sind Deine Erwartungen ans Album?
Sentino: Hohe Qualität, mein Niveau halten und gleichzeitig mich selbst als Künstler neu definieren und positionieren ist das Ziel.
Wirst Du eventuell bei GD gesignt oder ist das wieder im Sand verlaufen?
Sentino: Nein, da steht noch nichts fest. Mit Eko herrscht aber Kontakt.
Planst Du noch einen richtig guten, high-quality Comeback Freetrack rauszubringen?
Sentino: High Quality sicher nicht, da ich zuhause recorde, hier zwar Top-Möglichkeiten in Sachen Equipment habe, ich aber auch Engineer spielen muss. Von daher: Geduld.
Was hat dich letztendlich für ein Comeback motivieren können? Wer/Was hat dich dazu gebracht? Hat Dich die Top20 Rapper Wertung der Juice motiviert, wo Du knapp dran vorbei auf dem 22. Platz gelandet bist?
Sentino: Nein. ich halte von dieser Wertung nichts. Schön, dass die Leute an mich denken, aber ich sehe mich als mehrsprachigen Künstler, somit passe ich gar nicht in diese Kategorie. Motivation war nicht mehr trinken und abhängen zu wollen, es ist sehr nett hier in Polen, die Leute haben mich ins Herz geschlossen und man leidet quasi zusammen. Nur habe ich nun mal eine Option im Leben, und die heißt HipHop. Also wär es ungerecht auch meinen Freunden hier gegenüber, die wirklich um jeden Cent kämpfen, diese Chance nicht wahrzunehmen, und dem wacken Schrott der released wird, Vortritt zu lassen.
War Monroe's Movement eine Art Testbalon? Hast Du wieder Spaß an deutschem Hip-Hop?
Sentino: Spaß habe ich immer dran gehabt. Nur wenn man durch Warschau fährt und an jeder Ecke Blumensträuße sieht, welche in Gedenken an die Opfer des Krieges hinterlegt wurden, hat man nicht so Bock vor den Menschen hier deutsch zu rappen. das finden die dann nicht so gut. Von daher: es hat Spaß gemacht was Neues zu probieren. Das deutsche ist ja im Endeffekt drin einfach. das Endresultat zu hören war aber schon cool. Vor allem über Separates und Maliks Parts war ich erfreut.
Dank einiger unveröffentlichter Tracks die in den letzten Jahren erschienen sind, bist Du zum Glück nie in Vergessenheit geraten. Hast Du schon mit dem Gedanken gespielt, eine Art Lost Tapes rauszubringen und die Dutzenden unveröffentlichten Songs an den Fan zu bringen? Songs mit Amil, Savas, Lumidee, Jonesmann sind ja nur die Spitze des Eisberges.
Sentino: Naja, das wird sich wohl noch zeigen. Ich hoffe eher in Zukunft genug neues Material zu releasen, auf welches die Leute genauso abfeiern können.
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