Hachja, das waren noch Zeiten in denen man total igno- und intolerant alles und jeden als Punker bezeichnet hat, was nicht Rap war. Selbst wenn man lange vor der Rap-Tunnelblick-Zeit mit Skateboard und The Offspring & Co. im Ohr durch's Dorf gezogen ist. Aber wie sagt man so schön: Zeiten ändern sich und man erweitert glücklicherweise seinen Horizont. Und es ist ja sowieso zum Trend geworden sich so weit wie möglich von Rap zu distanzieren und in Interviews zu staten privat nur noch Electro zu pumpen. Nun wäre das zu weit gegriffen oder um es mit den Worten Sentinos zu sagen: Ich bin deutscher HipHop. Dennoch gibt es Phasen in denen mir Rap schlichtweg auf den Sack geht und ich mich gerne mal anderweitig umsehe.
Der Sinn dieser neuen Rubrik ist es also (jaja ich weiß: "Dieser Spast mit seinen Rubriken...MESSERSTICH!") Euch den ein oder anderen Leckerbissen aus fremden Gefilden vorzusetzen und im besten Fall auch schmackhaft zu machen. Hate it or love it. Oder: Leckt meine Eier.
AOS - History Repeats Itself
Das Sample dürfte vom "Rap Art War" Album bekannt sein, ebenso aus "Natural Born Killers" - total entspannend, gleichzeitig aber auch auf unangenehme Art und Weise bedrückend. Großartig.
Enter Shikari - Sorry, You're Not A Winner
Enter Shikari - Labyrinth
Enter Shikari - No Sssweat
Stinknormalen Hardcore gibt es zu Genüge, wie hebt man sich also von der Masse ab? Enter Shikari wissen es: Man nehme eine Handvoll Trance-Elemente und werfe sie in den großen Kreativitäs-Topf. Voilà: Der neue Musikstil Trancecore ist geboren. Man könnte den Großteil der Songs auch "Der ständige Kampf zwischen Melodik und stumpfem Geschreie" nennen, aber dat ist man von (Post-)Hardcore ja gewohnt. Das Debütalbum "Take To The Skies" kann ich Euch nur ans Herz legen. Im Mai soll der Nachfolger "Common Dreads" erscheinen.
Chase & Status feat. Plan B - Pieces
Hatte ich ja schon einmal gebloggt und ich finde nachwievor: Großartiger Song und ein noch viel großartigeres (oder sollte ich sagen "mieseres"?) Video. Die Übergänge von der Gitarre zu den Drum'n'Bass-Abfahrten (und wie sich beides am Ende vermischt) spiegeln die Atmosphäre des Videos perfekt wider. Und um es ein für allemal klarzustellen: Hierbei handelt es sich nicht um den guten Plinch. Sein Namensvetter stammt aus London und hat mit "Who Needs Actions When You Got Words" im Jahre 2006 ein überaus ordentliches Album abgeliefert - heißer Tipp für jeden Grime-Fan.
Placebo - Meds
Placebo - Blind
Vor gut fünf Jahren wäre Placebo an der Stelle hier noch unvorstellbar gewesen, da ich die Stimme von Brian Molko zu jener Zeit noch unausstehlich fand. Mittlerweile hab ich mich damit angefreundet und ein gutes Stück Musik für mich entdeckt. Die "homophoben Schwuchteln" seien gewarnt: Herr Molko ist bisexuell.
Frank Sinatra - It Was A Very Good Year
Sopranos, zweite Staffel, Episode 1: Tony leert vor den Augen seiner Crew eine, mit einem Batzen Geld gefüllte, Tasche auf einem Tisch im Hinterzimmer des 'Bing aus. Ein breites Grinsen ziert Tonys Gesicht, in der Hand hält er eine Zigarre - für einen Moment herrscht bei dem Mafiaoberhaupt der peace of mind. Nächste Szene: Eine Prostituierte hat ihre Beine um den sichtlich konzentrierten Paulie geschlungen. Der Capo tobt sich aus (natürlich ohne, dass seine Frisur zersaust). Dazu läuft Sinatras "It Was A Very Good Year" - besser kann man eine neue Staffel nicht beginnen.
Razorlight - Wire To Wire
Razorlight - Hostage Of Love
Indie-Rock trifft Britpop und dazu trällert Johnny Borrell das übliche Liebesgesäusel. Sauber, aber auch nicht auf Dauer.
The Prodigy - No Good (Start The Dance)
The Prodigy - Invaders Must Die
The Prodigy - Warrior's Dance
The Prodigy - muss man nicht mehr zu sagen, oder? Der Begriff "Electropunk" trifft den Nagel wohl auf den Kopf. Ihr neues Album "Invaders Must Die" geht mal wieder bösartig nach vorne. Damit im Ohr bleib ich gerne drei Tage wach. Ende der Durchsage.