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Blogports1.de: Max Herre, Tokio Hotel, Herbert Grönemeyer und co. schreiben offen Brief an Angela Merkel

26.04.2008 - 22:45



Max Herre, Tokio Hotel, Herbert Grönemeyer und co. schreiben offen Brief an Angela Merkel



In verschiedenen großen Tageszeitungen Deutschlands erscheint heute ein offener Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel zum "Tag des Geistigen Eigentums". Darin fordern die Unterzeichner die Kanzlerin dazu auf, den "angemessenen Schutz" ihrer Werke "zur Chefsache zu machen".
 

Die Unterzeichner, darunter Musiker wie Herbert Grönemeyer, Max Herre, Udo Lindenberg, Peter Maffay, Reinhard Mey, die Söhne Mannheims und Tokio Hotel, beklagen, allein in Deutschland seien 2007 über 300 Millionen Musikstücke illegal aus dem Internet herunter geladen worden. "Zehnmal mehr, als legal verkauft wurden". Der deutsche Staat schaue dabei unbeteiligt zu, während andere Länder wie England oder Frankreich "mit beispielhaften Initiativen" voran gingen. Solche Untätigkeit schade aber nicht nur den Medienkonzernen, sondern der ganzen Gesellschaft - schließlich sei geistiges Eigentum "das Öl des 21. Jahrhunderts".


Leider versäumen die Autoren, die Herkunft der behaupteten Fakten zu belegen. Die angeblich 300 Millionen illegalen Downloads sind reine Lobbyistenzahlen, ebenso wenig gesichert ist die Behauptung, dass "70 Prozent des Internetverkehrs in Deutschland auf die - leider meist illegale - Tauschbörsennutzung" entfallen. Auch beschränken sich die "beispielhaften Initiativen" in anderen Ländern meist auf die Forderung, Internet-Nutzern bei wiederholten Urheberrechtsverletzungen den Internet-Zugang zu sperren. Die phantasielose Forderung nach strengeren Gesetzen wird allerdings besser verständlich, wenn man weiß, wer wirklich hinter der Aktion und dem offenen Brief steht.


Der "Tag des geistigen Eigentums" ist nämlich eine Erfindung des BDI, den offenen Brief an die Bundeskanzlerin hat der Bundesverband Musikindustrie finanziert. Es geht in ihm also keineswegs um die Zukunft des Standorts Deutschlands und auch nicht um die Existenz junger Künstler, sondern - ganz banal - um die Sicherung von Pfründen.



Quelle: Web.de


Bis auf die Frage, was es denn an einem Brief groß zu finanzieren gibt, lasse ich das Ganze mal unkommentiert...

(CB)

  

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richtig

musiker | 27.04.2008 - 04:14
um offene Briefe drucken zu können muss man Werbefläche in einer möglichst auflagestarken Zeitung buchen. In diesem Fall handelt es sich ja auch gleich um mehrere Zeitungen, das is verdamt teuer... soviel zu deiner Finanzfrage.

Natürlich geht es bei dieser Thematik um die Existens junger Künstler!
Der leicht zünische Beigeschmack gegen Ende des Artikels und vor allem die Kommentare(jetzt speziell bei web.de), dass die super reichen Stars sich mal nicht so haben sollen, kann ich überhaupt nicht nachvolziehen.
Wer soll denn diesbezüglich seine Stimme erheben? Die betroffenen Künstler, die grade durch die scheiß Downloads klein bleiben? Wer würde denen den zuhörn?
Da isses doch mehr als richtig, dass die Erfolgreichen Künstler/Firmen für den Nachwuchs sprechen!
Natürlich verdienen die dann auch wieder ein paar Millionen mehr aber immerhin handelt es sich hier um viel Arbeit, sowohl kreative als auch ganz einfache Scheißarbeit!

Bullshit

Anonymous | 27.04.2008 - 08:58
Ich glaube das reiche wie z. B. Grönemeyer oder Madonna einfach nur noch mehr Kohle scheffeln wollen. Die Frage ist doch die: Würden die 300 Downloads sich automatisch in gekaufte CD`S umwandeln? ich glaube NEIN. Dann soll der Grönemeyer doch seine Tourtickets billiger machen. Aber nein das passiert ja auch nicht.
Früher konnten Musikstücke ja auch auf Tape aufgenommen werden und keiner hat sich beschwert. Ich denke die Künstler sollten Ihre Energie mal lieber in gute Musik stecken, so dass ein Album 13-15 gute Tracks hat anstatt 2 gute und 13 mittelmäßige.

yoo....

Anonymous | 27.04.2008 - 10:47
Bei den CD-Preisen hab ich auch kein Bock mehr mir ne CD zu kaufen. Wenn das Angebot zum Download da is, isses klar, dass das auch genutzt wird.
Aber ich kauf mir die CDs von Künstlern, die mir gefallen und die ich supporten will, so sollte es auch sein.
Für die ganzen "kleinen" Künstler isses natürlich richtig schwierig überhaupt mit der Musik Positives an Finanzen rauszubekomm...
Fazit: Die CDs (die nie so teuer waren und immer teurer werden) sollten billiger werden und nicht die Strafen für Downloads höher! Höhere Strafen bewirken nicht gleich den Kauf einer überteuerten CD!
Aber die Hoffnung, dass CDs tatsächlich günstiger werden, ist sehr gering. Die Finanzgeier sehen ja keinen Grund auf eigenen Profit zu verzichten um Anderen Profit zu überlassen (was aber richtig wäre aufgrund der krassen ungleichen Gewichtung!)

yoo...

Anonymous | 27.04.2008 - 10:50
und nochwas:
Stehen Grönemeyer, Max Herre u.s.w. dafür ein, dass die Musik nicht mehr so leicht downzuloaden is, aber gleichzeitig kommen sie nicht auf die Preise zu sprechen, die steigen, und die Finanzen der Bürger, die sinken!? Wie bereits erwähnt: Ein besserer Schutz vor Downloads bezweckt nicht den Kauf einer überteuerten CD!

...

HerrMerkt | 27.04.2008 - 22:21
Sollen sie eben versuchen, den verbrecherischen Raubkopierern das Internet abzustellen. Mit der ersten Verfassungsklage ist das Thema dann auch wieder vom Tisch.

Was machen zum Beispiel WGs, in denen einer, der keine Urheberrechtsverletzung begeht, das Internet bezahlt und die Mitbewohner fleißig illegal downloaden? Soll dann der Unschuldige bestraft werden und die Schuldigen einfach so davonkommen? Eine ziemlich unausgereifte Forderung.



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