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Back in the Days 13.11.2009 - 19:27

Back in the Days - Snaga & Pillath



Schon um die Jahrtausendwende herum schlugen vereinzelt ein paar Rapper eine Richtung ein, die Battlerap durch Wortspiele, Vergleiche und Übertreibungen bereicherte. In Berlin fielen Lines wie „Wenn ich spritze, holen Kinder ihren Schlitten“, aus Hamburg tönte es „Dein Gesicht und mein Arsch könnten gute Freunde sein!“ - doch den wirklichen Startschuss für unzählige von Rappern dieses Schlages gaben erst Snaga & Pillath mit ihrem Mixtape „Die linke und die rechte Hand Gottes“ im Jahr 2005. Über größtenteils Amibeats klopften die beiden Ruhrpottschwergewichte Sprüche am laufenden Band und schlugen damit in das Battlerap-Genre ein wie eine Bombe, so dass es noch heute, ganze vier Jahre später, maßgeblich vom Punchline-Hype geprägt ist.



Nachdem Illmatic und Ercandize bereits auf dem Debüt-Mixtape vertreten waren, kristallisierte sich nun ein Kreis von Rappern heraus, die einen ähnlichen Style fuhren und Spaß daran hatten, gemeinsam Musik zu machen. So stießen auch Kool Savas und Moses Pelham zu der Bande und es entstand die eher lose „Horndogz Mafia“, die sogar mit ihrem eigenen Tanz bedacht wurde.



Ebenfalls mittlerweile als ein Klassiker aus dieser Zeit ist das Battle „Team Selfmade Records vs. Team Ruhrpott“ vom ersten „Feuer über Deutschland“-Teil zu werten, bei dem Pillath zusammen mit den 45ers gegen Favorite und Shiml antrat und somit fernab von Studioaufnahmen auch mal live seine Entertainer-Qualitäten unter Beweis stellen konnte.



Und nachdem das Movement auch regional ausgebaut wurde und Connections zu Manuellsen, SAW, Decino, Camouflage und den 45ers geknüpft waren, folgten Snaga und Pillath Manuellsen auf dem Weg nach Hamburg: Deluxe Records Pott war geboren. Euphorisch ob dieser neuen Labelheimat wurde das Debüt-Album „Aus Liebe zum Spiel“ angekündigt, doch haben die Jungs erst noch das Mixtape „Eine Frage der Ehre“ dazwischen geschoben.



Am 29. Juni 2007 folgte dann das sehnlichst erwartete Album „Aus Liebe zum Spiel“. Featuretechnisch war man mit Cassandra Steen, Samy Deluxe und Sido auf einem noch höheren Level angekommen, doch das Album sollte mehr sein als eine Weiterführung der bisherigen Mixtapes. Neben den üblichen Ansagen und Punchlines haben Snaga und Pillath erstmals über mehrere Tracks hinweg auch ihre nachdenkliche, erschreckend ehrliche Facette präsentiert. So wurde nach dem Representer „R.U.H.R.P.O.T.T.“ mit Manuellsen der Track „Einen Tag“, ebenfalls mit Manuellsen alias Braheem, als zweite Single ausgewählt. Während die eine Hälfte der Fangemeinde diese neue Seite begrüßte, stieß bei der anderen Hälfte die Themenfelderweiterung eher negativ auf. Nicht wenigen Fans kam die Punchline-Schiene, also der ursprüngliche Grund, weshalb man Snaga & Pillath hörte, auf dem Album zu kurz.



Nach dem Album wurde es ruhig um die Beiden. Anfang 2009 überraschte Snaga mit der Fard-Kollabo „Talion“, Pillath ließ, abgesehen von einem 16bars.de-Exclusive, weiterhin wenig von sich hören. Nun steht für den 20. November ein neues Snaga & Pillath-Album auf dem Plan. „II“, so der bescheidene Titel, kommt diesmal komplett ohne Features aus und soll die Sound von „Aus Liebe zum Spiel“ weiter perfektionieren. Und auch hier tun sich wieder zwei Lager in der Community auf: Während die eine Seite der Meinung ist, der Hype der Jungs wäre vorbei und sie wären in Sachen Punchlines aus anderen Lagern überholt worden, freut sich die andere Seite auf lange erwartete, neue Tracks aus dem Ruhrpott. Die ersten zwei Vorboten gibt es bereits:





Geschrieben für MeinRap.de



Back in the Days 24.09.2009 - 19:31

Back in the Days - Kopf hoch

So sehr ich diese Phrasendrescherei wie "Kopf hoch", "Glaub an dich" und "Das Leben ist ne Nutte" auch hasse - die CD hier hab ich gekauft damals.

Azad feat. Jonesman Kopf Hoch




Keine Ahnung, was der Weiberarsch bei 2:45 min. mit dem Lied zu tun hat.



Back in the Days 12.08.2009 - 23:07

Back in the Days - H.A.Doppel R.I.S.



(m)



Corleone 28.05.2009 - 06:57

Don der Baumeister

Leute - mal ganz ehrlich. Ich liebe meinen Job! Gibt es einen besseren Job? Den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen, mit dem Kopf zu arbeiten mit einer genialen Kollegin an meiner Seite? Nun gut, das mit der genialen Kollegin an meiner Seite ist Geschichte, aber es geht hier ums Prinzip. Ich bin nicht für harte körperliche Arbeit geschaffen. Woher ich das weiß? Ich renoviere! Schlimm! Ich habe Blasen an den Händen, mein Kreuz glüht - und inzwischen auch schon beim Aufstehen - ich brauche demnächst Urlaub vom Urlaub, weil Urlaub hat für mich was mit Chillen zu tun. Gleichzeitig muss ich meinen tiefempfundenen Respekt für alle Handwerker aussprechen. Wir Sesselpupser haben eventuell Kopfschmerzen vom vielen "denken", aber - wow. Also ne - ich bin am Sack und wen mir Bob der Baumeister verkommt, stelle ich ihm mal Don den Haumeister vor. Ich ramm ihm diese Scheiß Hilti dahin, wo keine Sonne scheint und rasier ihn mit dieser monströsen Flex, mit der ich heute Granit zerbröselt habe. Ich sehne mich zurück an meinen Arbeitsplatz und mein Klassenlehrer meinte bereits 1995, dass ich eines Tages Steine klopfen würde. Wie Recht er haben sollte. Respekt für diese hellseherische Vorraussage Herr H.P. Schnitzler.

 

 

Das führt mich zu dem glücklichen Umstand, dass wir heute bereits früh Feierabend gemacht haben. Ich also Zeit zum Knochen gerade biegen hatte und mich vor allem noch mit Lukas getroffen habe, der mich zu diesem Blog inspiriert. Wir saßen bei mir im Auto und haben ein wenig gechillt und gequascht. Klar - zuerst über Hiphop und wie am Arsch die Industrie ist und dass man heute mit 2000 Einheiten ja schon gut dabei ist und so. Also typisches Musiknerdgequatsche. Nachdem das Musiknerdgequatsche zu Ende war, hat er mich auf den Dokumentarfilm "The King of Kong" hingewiesen. In dieser Doku geht es um Videogamesverrückte. Also weitere Nerds. Nerds quatschen über Nerds. Was hier aber mein Punkt ist, rein nach Faktenlage geht es in der Doku um zwei Typen, die sich bei King Kong batteln. Jeder will der beste sein und es gibt Verlierer. Was die Doku so gut macht, man fühlt regelrecht mit. Aber erstmal der Trailer - baddabing:

 


Und es ist doch verrückt, mag sich jemand denken, der Videospiele nicht ganz so frenetisch und fanatisch verfolgt. Wie nur kann man seine ganze Freizeit mit so einem behinderten Spiel wie "King Kong" verdaddeln? Aber hat nicht jeder von uns sein "Donkey Kong"? Für mich z.B. ist es Musik, eine Nebensächlichkeit (Gemessen an der Unendlichkeit des Universums und so weiter), für andere ist es Fussball (hmm für mich eigentlich doch auch...egal), andere sammeln Briefmarken und würden für eine blaue Maurizius ihr Leben geben, während wieder andere mit Tesa Gläser und andere Gegenstände kleben (hab ich die Tage in einer Galileo"reportage" gesehen), während wieder andere bei Sexshoperöffnungen die Digicam drauf halten (hat wer nach dem Champions League Finale den Fernseher laufen lassen? Ufuk, Marcel, Lukas und ich haben GEFEIERT - aber ich schweife ab).


Um es also auf den Punkt zu bringen:
Jeder von uns hat seinen Mikrokosmos, mit dem er aus der Realität entflieht und der ihm ÜBERtrieben wichtig ist. Das muss nicht von jedem verstanden werden, aber das wollen wir auch nicht. Genau das macht uns als Menschen aus - es gibt Dinge, die uns persönlich wichtig sind, die Aussenstehende aber nicht nachvollziehen können. Sind wir dann alle Nerds? Alle ein wenig Verrückt, nach dem ein oder anderen?

 

Was ist es bei dir?

Hast du dich schonmal gefragt, wo deine irrationale Leidenschaft, nennen wir es Passion, liegt? Und kommt mir jetzt nicht mit Sex - das zählt nicht, weil es hier nicht um Grundbedürfnisse geht. Es geht um Nebensächlichkeiten, die eines Tages eine große Bedeutung einnimmt.
Warum stehen wir dann nicht dazu, dass wir verrückt sind? Einen Dachschaden haben? - einen partiellen natürlich.

Wir sollten also Dinge, die wir persönlich nur schwer nachvollziehen können, nicht sofort verurteilen. Wir müssen es ja nicht verstehen, aber zumindest Verständnis zeigen. Es gibt so viele Situationen im Leben, in denen wir das sollten. Beziehungen! Deiner Frau ist etwas total wichtig, was du nicht nachvollziehen kannst also gibst du einen Fick "So wichtig kann DAS ja nicht sein" (oder andersherum und z.B. mit dem Bundesligafinale) und ruck zuck hat man Streit. Wegen nichts. Eigentlich, denkt man, aber eigentlich ist ja eigentlich nicht nichts, weil es nur einem nichts bedeutet! Noch dabei? Mit etwas Verständnis ließe sich viel Stress sparen. Ich bin sicherlich nicht der Größte Mensch in Sachen Einfühlungsvermögen - ich bin eher die oben erwähnte Hilti - also predige ich mal wieder Dinge, die ich auch nicht besser mache. Aber einmal mehr können wir versuchen unser Leben besser zu machen - mit einer Kleinigkeit: Verständnis! Auch wenn wir die Sache nicht verstehen.

 

Verdammt - ich bin heute wieder philosophisch.

Hmmm... die Tage will ich mal weniger "esoterisches" verfassen. Das wird aber wohl erst nach irgendeinem Festival an irgendeinem Ort welches ich kommenden Sonntag besuche, sein. Bis dahin wünsche ich gute Gesundheit, gutes Wetter und so Zeug.

 

Und falls Ihr Bob den Baumeister trefft:
Hilti! Direkt in die Fresse. Hämmert diesem debil dreinschauenden Klops sein grenzdebiles Grinsen aus dem Rundschädel. Tut es für alle Büromenschen und klopft danach hart arbeitenden echten Bauarbeitern auf die Schulter und esst ein Bernd das Brot.

Danke

Euer
Don Diggedy



Back in the Days 24.05.2009 - 20:39

Back in the Days - Ich lebe für Hiphop



(m)



Back in the Days 18.05.2009 - 10:06

Back in the Days - Westberlin



(m)



Back in the Days 17.05.2009 - 22:13

Back in the Days - 1,2,3 Rhymes Galore



(m)



Back in the Days 13.05.2009 - 13:34

Back in the Days - Bitch




(m)



Back in the Days 11.05.2009 - 15:21

Back in the Days - Malaria


(m)



Back in the Days 11.05.2009 - 10:34

Back in the Days - Nutten



(m)



Back in the Days 10.05.2009 - 12:01

Back in the Days - Komm schon



(m)



Back in the Days 9.05.2009 - 15:23

Back in the Days - Da Draußen



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Back in the Days 8.05.2009 - 10:38

Back in the Days - 4 Fists (Part 2)



(m)



Back in the Days 7.05.2009 - 11:48

Back in the Days - Deutschlands Eins




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Corleone 6.05.2009 - 02:12

Da brat mir einen nen Hasen

Ich liebe diese verrückten Hasen

 

 



Back in the Days 5.05.2009 - 13:12

Back in the Days - Report vom Straßenstrich




(m)



Corleone 5.05.2009 - 11:28

Opel + Fiat = Hoffnung

Ich sitze krank zu Hause und sterbe vor Langeweile. Also warum nicht mal ein paar Zeilen in meinem Blog verfassen und da ich selbst im Automobilsektor arbeite und das auch noch beim "bösen italienischen Automobilhersteller" will ich mich an dieser Stelle mal der Opel + Fiat-Geschichte widmen.

 

Kurz zu mir: Ich BIN FIAT.
Ich bin seit einigen Jahren im Konzern und bin sicherlich nicht mit allem einverstanden. Trotzdem ist FIAT ein Traditionsunternehmen mit Strategie - etwas, dass den meisten anderen momentan zu fehlen scheint. Auch sehe ich FIAT als bestens gewappnet für die aktuelle Krise, denn wir haben Marchionne. Nicht, dass der Erfolg von FIAT eine One Man-Show wäre, aber Marchionne ist definitiv Stratege und dass er nicht im maßgeschneiderten Anzug in den Meetings sitzt, macht ihn für mich nur sympathischer. Das ZDF hatte heute im Morgenmagazin der Verdacht Marchionne wolle lediglich das "Ich bin einer von Euch"-Gefühl auf Seiten der Opelaner stärken - Schwachsinn! Das ZDF hat mal wieder schnell geredet anstatt sich vorher zu informieren. Na gut.

 

 

                                                

 

Bereits bei der ersten Verlautbarung, dass FIAT bei Opel einsteigen könnte, überschlug sich der Betriebsrat. Man sollte meinen, dass sich der Betriebsrat freuen würde, dass es mehr als einen Interessenten aus dem Automobilbereich gibt, doch nein - der Betriebsrat ist gegen einen Einstieg des Autobauers? Ähm... wie bitte? FIAT bringt Erfahrung mit, massig Erfahrung, als einer der wenigen Konzerne hat FIAT bereits Krisen durchgestanden und ist eventuell auch aus diesem Grund mehr als erfahren im Umgang mit wechselnden Situationen. Und was ist die Begründung des Betriebsrates:

"Die Marke würde nicht gestärkt, sondern geschwächt, und die Dominanz über Opel nicht beendet, sondern nur von Detroit nach Turin verlegt" - sagt Armin Schild im Interview mit Focus.de. Hmmm... was aber, wenn Magna einsteigen würde? Glaubt Herr Schild, dass Opel künftig den Magna-Konzern leiten dürfte? Es kommt doch so oder so zu einer Dominanzverschiebung von Detroit nach... nun wohin auch immer. Warum nicht Turin?

 

Weil Turin in Italien liegt und Italien Fussballweltmeister ist? Man entschuldige mir die Polemik, aber ich habe seitens der Opelaner (Gewerkschafter wohlgemerkt) noch kein nachvollziehbares Argument gehört. Es drängt sich das Gefühl auf, als ob es Ängste sind, von einem Italiener geschluckt zu werden. Es scheint, als ob die Gewerkschafter noch nicht begriffen hätten, in welcher Welt wir leben. Es werden Automobilmarken untergehen. Wer nicht mehr als 6 Millionen Einheiten pro Jahr absetzen kann wird langfristig untergehen. Dies wird von Automobilexperten in Deutschland als allgemeinverbindlich betrachtet. Und wer war der erste, der es ausgesprochen hat? Sergio Marchionne - der Italo-Kanadier. Wie viel Einheiten setzt Opel doch gleich ab? FIAT ist sich bewusst, dass FIAT allein zu wenig absetzt, daher der Clou mit Chrysler. Eine Beteiligung ohne Geld auf den Tisch zu legen? Wow! Das soll man Marchionne mal nachmachen. Wie viele Einheiten würde Opel doch gleich mit Magna absetzen? Magna? Zulieferer? Keine Einheit mehr, also ist das Modell nicht länger tragfähig. Geht GM in die insolvenz, geht doch auch Opel in die Insolvenz - aber ich verliere gerade den Faden.

 

Das Arbeitsplätze in der Krise abgebaut werden, ist wohl fast unausweichlich. Welcher Automobilhersteller oder Nutzfahrzeughersteller, der nicht das Modell Kurzarbeit nutzt. Dabei ist, wie Experten sagen, die Krise am Arbeitsmarkt noch gar nicht angekommen. Hinzu kommt, dass durch die Abwrackprämie viele Autokäufe antizipiert wurden. Soll heißen, wenn ich mir 2009 ein neues Auto gekauft habe, dass ich eigentlich 2010 kaufen wollte, werde ich das in den nächsten Jahren nicht machen. Dementsprechend dürfte der Absatz mittelfristig zurückgehen. Weniger Autos -> weniger Produktion -> weniger Arbeitsplätze. Dazu muss ich nicht gerade zu den Wirtschaftsweisen gehören, um diese Gleichung aufstellen zu können. Während allerdings die meisten deutschen Hersteller noch in alten Denkweisen verharren und für Lösungen nicht gerade offen sind (Daimler - BWM?), geht FIAT offensiv auf die Krise zu. Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.

In der Diskussion heißt es zudem immer wieder, dass es FIAT so schlecht gehe. Dieses Bewusstsein ist bis zu mir noch nicht vorgedrungen. Nicht, dass wir momentan jubelnd vor Freude durch die Weltwirtschaft marschieren könnten, aber Zahlen sprechen für sich:
http://www.autosieger.de/article17403.html

 

 

Bei aller Angst wird auch gerne mal übersehen, dass bereits jetzt mehr FIAT in Opel steckt, als manch einer denkt. Wer von den Opelanern fährt einen 1.9l Diesel-Astra? Hmmm... kurze Recherche im Internet, der Motor ist FIAT. Läuft die Kiste jetzt schlechter als noch vor diesem Wissen? Und um noch einen drauf zu setzen: Auch Daimler kauft Motoren bei FIAT.

Um hier mal zu einem Ende zu kommen:


Mich stören bei der ganzen Diskussion einige Dinge
1.) Es wird seitens Politik und Gewerkschaft wenig sachlich diskutiert. Man sollte hier Zahlen und Strategieen sprechen lassen.
2.) Man sollte das Einsparungspotential auf beiden Seiten betrachten, das würde beiden Unternehmen zugute kommen.
3.) Man sollte einsehen, dass es Entlassungen geben wird. Das mag der IG Metal nicht gefallen ist meiner persönlichen Meinung allerdings unausweichlich. Die Frage ist nur: Bei welchem Partner wird es am wenigsten Entlassungen geben.
und
4.) Opel muss endlich einsehen, dass sie jetzt Teil eines Konzern sind und auch nach einem Zusammenschluss mit XY Teil eines Konzerns sein werden. Hier geht es nicht darum künftig autonom am Markt agieren zu können.

 

Diskutiert mit mir - nennt mir SACHLICHE Gründe, warum FIAT nicht bei Opel einsteigen sollte? Wer Opel sonst retten sollte'?


Anbei noch ein paar Interessante Links
Wie sieht die FIAT-Belegschaft die Opelübernahme
Handelsblatt 04.05.2009
Ergebnismeldung FIAT 2007
Rekordergebnis FIAT 2008

Struktur und Geschichte FIAT

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/opelmarchionne100.html

 



Back in the Days 4.05.2009 - 19:29

Back in The Days - Susanne zur Freiheit



(m)



Back in the Days 4.05.2009 - 09:15

Back in the Days - Wir waren mal Stars



(m)



Corleone 1.05.2009 - 09:40

Change! (Wenn möglich?)

Diesen Eintrag widme ich meiner werten Kollegin Olga. Selbst treue Leserin dieses Blogs - ok - als Chef verdonnere ich sie regelmäßig dazu...aber nach meinem vorletzten Blog , diskutierten wir über denselben. Ich sagte im Blog, dass ich  mich geändert habe. Der grundsätzlich philosophische Ansatz meiner Kollegin war der, ob sich Menschen überhaupt ändern können. Das Wesen eines Menschen stehe fest.

 

Hmmm... ehrlich gesagt kamen wir auf keinen Nenner, trotzdem finde ich die Fragestellung grundsätzlich interessant weswegen ich euch heute damit belästige.

 

Auf der einen Seite würde diese Aussage bedeuten, dass wir Sklaven unseres Charakters sind, was grundsätzlich dem Grundsatz der "Bestimmung", des "Schicksals" entsprechen würde. Auf der anderen Seite steht die "Freiheit des Geistes". Gott - sofern wir einer Religion zugehörig sind - hat uns das Recht gegeben unser eigenes Leben zu führen. Nicht unter seinen Fittichen zu stehen. Klar, sobald es uns nicht gut geht, schreien wir laut, warum Gott das zulässt, aber wir wollten doch "frei" sein. Freiheit gilt doch in allen Kulturkreisen als eines der höchsten "Güter" oder nicht? Ich persönlich denke, dass wir alle - natürlich auch ich - die Gesamtheit unserer Erfahrungen darstellen. Heißt, alle Erfahrungen in unserem Leben, egal ob gut oder schlecht, haben uns zu Entscheidungen gezwungen, die wiederum unseren Charakter geformt haben. Na mean?

 

Ja ich weiß - heute geht es ziemlich ins philosophische. Zahlt sich die Begabtenförderung doch noch aus...
Der Don labert schon wieder um den heißen Brei und ist laaaaaangw...Whateeeeever

 

Also hier das Beispiel:
Wir wurden von einem Menschen der uns nahestand, enttäuscht oder verraten. Die Erfahrung besteht darin verraten worden zu sein. Die Entscheidung im Umgang mit derselben. Soll heißen, hau ich dem Menschen auf die Nase oder suche ich eine andere Möglichkeit (zB ich breche jeglichen Kontakt ab). Die Summe all dieser Erfahrungen UND Entscheidungen machen aus uns den Menschen, den wir in diesem Augenblick sind.

 

Ich selbst habe auch genügend schlechte Erfahrungen gemacht, würde aber keine davon rückgängig machen wollen, denn jede schlechte Erfahrung hat das geformt, was ich heute darstelle. Und ganz ehrlich? Es könnte schlimmer sein! Oder wie sagt mein bester Freund Nils: "Wir sind beide Arschlöcher, aber trotzdem noch welche von den Besseren!" Und ja - Nils hat recht. Ich - haha und definitiv auch Nils - sind nicht perfekt. Haben unsere Fehler und können ziemlich anstrengende Menschen sein. Trotzdem - jaja ich weiß ziemlich subjektiv - denke ich, dass wir soooo schlecht gar nicht sind. Im Gegenteil - ich denke sogar, dass wir heute halbwegs "gute" Menschen sind. Aber ich schweife ab...

 

 

Nach Lex Olga ;) sind wir verdammt entweder gut oder schlecht zu sein. Nun vertrete ich aber die Ansicht, dass das Leben meißt Grau ist. Also so L.A. Crash-Style - falls wer den Film nicht gesehen hat NACH-HOL.EN! Oft sind wir allesamt nicht besonders gut, aber auch nicht übermäßig böse. So halten mich sicherlich etliche Menschen für ein arrogantes Arschloch, wieder andere für den liebsten Menschen dieser Welt ([und weil das ein HipHOp-Blog ist]ALTA!). Also wäre gut/böse eine Eigenschaft, die jeder aussenstehende Dritte (=Harvey) unabhängig voneinander beurteilen müsste. Also mal überspitzt formuliert: Selbst Hitler, der meiner Meinung nach einer der größten Teufel war, der je das Licht dieses Planeten erblickt hat, wurde von irgendwem geliebt. Das wäre also durch.

 

Aber können wir uns ändern?

Sind wir "Gefangene" unserer Erfahrungen und vermutlich am Ende der Kausalkette doch Sklaven von irgendwelchen chemischen Botenstoffen?

Ich vertrete die Meinung Ja - jeder Mensch kann sich ändern. Sofern er bereit dazu ist.

Als Beispiel möchte ich die Lebensgeschichte des Tookie Williams anführen. Wie die meisten wissen, war er Gründer der Cribs und selbst sicherlich "nicht ganz" unschuldig. Die Anklagepunkte, für die er schließlich zum Tode verurteilt wurde, sind nicht von der Hand zu weißen. Auf der anderen Seite vollzog Stan Williams im Knast die Wandlung vom Saulus zum Paulus (hat wer den Film gesehen? Taugt der? Bin da bis jetzt skeptisch, wäre aber an Feedack interessiert). Hat viele gute Dinge getan und letztenedlich auch zum "Frieden" zwischen verfeindeten Lagern beigetragen. Von seinen Büchern ganz zu schweigen. Überhaupt gefällt mir der Umstand, dass ein vierfacher Mörder (=böser Mensch für Harvey) zum Kinderbuchautor wird (=Harvey sagt gut) und viele Menschen positiv beeinflusst. Wäre das möglich gewesen, ohne eine Änderung des Geistes? Der Seele? Ich glaube, trotz meiner katholischen Prägung, nicht an göttliche Erleuchtung. Bullshit Private Paula - wir wachen nicht nachts um drei auf und es scheint uns die Sonne aus dem göttlichen Allerwertesten ins Gesicht und wir gewinnen die Erkenntnis, dass jeder unserer Schritte bis jetzt in die falsche Richtung ging. Wunder? Nicht in meinem Kosmos. Vielmehr tun wir an einem Tag im Leben etwas, das uns erkennen lässt, dass unser Handeln schlecht war.

 

 

 

Wir hatten in der Schule eine nicht ganz so schlanke Mitschülerin und natürlich haben wir die "Deutsche Panzer rollen wieder"-Sprüche gerissen. Wir waren ja sooooo waaaaahnsinnig lustig, ja wir fanden das und uns sogar lustig und - achtung wie pervers - wir dachten, sie würde das auch lustig finden. Bis sie eines Tages weinend vor uns gekniet hat und hier war es eben nicht göttliche Erkenntnis, sondern die weinende Mitschülerin, die ich eigentlich sympathisch fand. Klar habe ich mich entschuldigt und fortan keine Sprüche mehr gerissen - aber konnte ich heilen, was ich vorher "kaputt" gemacht habe? Das ist eine Geschichte, für die ich  mich heute noch schäme und leider gäbe es noch weitere.

Damit will ich sagen, ich war definitiv nicht immer ein guter Mensch. Bin ich das heute? Das mögen andere beurteilen - allerdings versuche ich jeden Tag ein guter Mensch zu sein. Nicht besser - nicht besser als gestern, sondern ich versuche ein guter Mensch zu sein. Das ist manchmal schon schwer genug - warum sich zu hohe Ziele stecken. Ich bin nicht Mahatma Ghandi und wer meine Familie beleidigt wird sich davon überzeugen können.

 

Ich denke wir haben es jeden Tag aufs neue in der Hand ein guter Mensch zu sein. Selbst wenn wir gestern ein Arschloch waren, sind wir in der Lage heute dieser Welt mit einem Lächeln zu begegnen und sie - auch wenn das jetzt übertrieben ekelhaft und kitschig klingt - zu umarmen. Oft müssen wir natürlich erst lernen uns selbst zu lieben. Wer mit sich selbst nicht im reinen ist, dem dürfte es natürlich auch schwer fallen, positiv auf andere Menschen zuzugehen. Dies allerdings ist eine andere Geschichte.

 

Nun ja - wie so oft würde ich mich freuen, wenn ich hier das Feedback der Leser erhalten würde. In der Regel erhalten aber "Hassbeiträge" und Beefgeschichten, darum Danke an alle, die hier regelmäßig bis zum Ende durchhalten.

Mir scheint eh die Sonne aus dem göttlichen allerwertesten und aus diesem Grund


baddabing
badda
DON