Am 11. Juni startet die FIFA Weltmeisterschaft 2010
in Südafrika. MeinRap.de liefert Euch jetzt einen
Grund, auch bei den langweiligsten Partien mitzufiebern! Im WM-Tippspiel
könnt Ihr jetzt antreten und Euch mit Bass Sultan
Hengzt, den MeinRap.de-Forum-Usern und
bekannten Bloggern messen.
Außerdem dabei: Montana Max, 7Inch, Basti und Beatmasta von DNP und Olson Rough!
Und als wäre das nicht schon Ansporn genug, gibt es auch noch
ordentlich Gewinne:
Platz 1: Kool Savas – John Bello Story 3 / Pimpulsiv
– Hepatitis P / Hammer & Zirkel – Musik ist unser Leben….
(signiert) / Gimma – Unmensch / Bandit – Zrugg id Zuäkunft / Samurai –
Legendär / Sad – Smalltalk
Platz 2: Maeckes & Celina – Kunst über Vernunft /
Kodimey – Gorilla / Morlockk Dilemma – Der eiserne Besen + Poster /
Bandit – Zrugg id Zuäkunft / Samurai – Legendär
Platz 3: Die Orsons – Das Album / Sandy Solo –
Coming to America (signiert) / Gimma – Unmensch / Sad – Smalltalk
Aufmerksame Leser meines Blogs dürften bei der Themenwahl längst eine eindeutige Tendenz ausgemacht haben. Vermehrt drehte es sich zwar noch um Zwischengeschlechtliches, doch meist ebenso sehr um Medienkritik, insbesondere Fernsehkritik. Mein Gespräch mit Ben und Pasu von Mellowvibes, die für den "Deutschlands Vergessene Kinder"-Sampler verantwortlich sind, hat mich allerdings noch einmal darin bestärkt, dass Medien eine unfassbar große Rolle haben. Nicht umsonst rappte Prinz Pi einst "Sex and the City erzieht euch zu Huren", denn:
Laut einer neuen US-Studie sind Teenager-Schwangerschaften doppelt so wahrscheinlich, wenn Jugendliche im Fernsehen häufig Programme mit sexuellen Inhalten sehen. (Quelle)
Es ist inzwischen über 2 Jahre her, dass ich einen Beitrag darüber geschrieben habe, was für eine schlechte Entwicklung die immer noch als "Wissenssendung" beworbene Pro7-Produktion Galileo zu verzeichnen hat. Schon damals kam eine solche Sendung nicht mehr an der Bestätigung der "Sex sells"-These vorbei und musste sich somit unbedingt dem Geschmack von Sperma widmen. Besser wurde es auch nicht mit dem darauf folgenden Boom von Reality-Serien, die nicht selten vorgaben, das typische Deutschland zu zeigen. Schön, dass unser Land scheinbar nur aus Prostituierten, Problemkindern und Hartz-Vier-Empfängern besteht. Und während Galileo ständig irgendwelche Saunas und Sport-BHs natürlich immer mit rein wissenschaftlichem Blick getestet hat, bot das Realityshow-Format genügend Freiraum, um einfach zu sagen: Ja ok, hier habt ihr jetzt einfach mal Titten. Beispiel gefällig?
"Kleine Brüste, schlechte Mutter" (16.10.2008) "Busen oder Baustelle" (20.10.2008) "Neuer Busen, neues Glück" (24.10.2008) "Meine Schrumpfbrust ruiniert meine Ehe" (27.10.2008) "Ich arbeite im Bordell für größere Brüste" (26.11.2008) "Bauch weg, Busen weg, Job her" (26.11.2008) "Ich bin hässlich und lass mich rundum operieren" (1.12.2008) "Punk, Piercing und Brust-OP" (4.12.2008) (Quelle)
Und seit 2008 hat sich da nicht viel getan. Zugegeben, Galileo ist auf die Themen "Essen" und "Wasserrutschen" umgestiegen, aber ansonsten ist ein Niveau-Anstieg weiterhin kaum zu erkennen. Um Juli dieses Jahres hielt es beispielsweise RTL für notwendig, die erste Intim-Operatorion im Fernsehen übertragen zu müssen. "Der Schnitt im Schritt", wie web.de so schön titelte. Und weil solche Formate schön viel Quote bringen und durch immer weitere Tabubrüche die Extreme weiter verschoben werden, ist es für öffentlich-rechtliche Sender umso einfacher, auch am Geschäft mit der Ausstrahlung von sexuellen Inhalten teilhaben zu können, indem sie sich in dem mittlerweile breit gefächerten Mittelfeld platzieren. Da kann das ZDF dann unter dem Titel "Sommernachtsfantasien" inzwischen ganz einfach tendenziell schlüpfrige Inhalte ins Programm schmuggeln, schließlich bleibt einem immer noch die "Guckt doch mal, was RTL macht, und ihr regt euch über Sommernachtsfantasien auf"-Karte.
Kürzlich hat Pro7 dann auch schon totgeglaubte D-Promis reanimiert, um abermals die vollkommen nutzlose und bildungsfreie Sendung "All about Sex - Promis klären auf" ein weiteres Mal ins Programm zu holen. Untertitel übrigens: "Basiswissen für Sie und Ihn". Ich habe zwangweise an diesem Fernseherlebnis teilhaben dürfen, als ich - zu meiner Entschuldigung - auf TV Total gewartet habe. Aber diese 10 Minuten haben auch schon vollkommen gereicht. Dass Lorielle London, ehemals Lorenzo, mit der Abkürzung "GV" nichts anfangen kann - okay. Dass eine mir unbekannte Person etwas von verhakten Piercings von Zunge und Penis erzählt - naaaa gut. Dass der Kommentator dann bei dem Wort "Penis" ganz empört tut, Warnblinkanlagen erscheinen und die Dame nur in einem ironisch inszenierten Sicherheitstrakt weiter erzählen darf - schon nahezu ein Witz. Zeigt uns aber auch dass Pro7 irgendwie schon weiß, dass das nicht ganz in Ordnung ist, was sie da veranstalten. Die Krönung kommt aber erst durch Ruth Moschners Auftritt beim Thema "Sexpannen". Ruth Moschner, übrigens keineswegs begleitet von Signalsirenen, erzählt über das Problem, als Frau mit einer tiefgekühlten Forelle zu masturbieren, weil diese dann mit der Zeit beim Selbstbefriedigungsakt tauen würde und dann die Schuppen zu Widerhaken werden. Schön, dass wir das um viertel vor 12 geklärt haben, Frau Moschner. Das gehört nichtmal nachts um 3 ins Fernsehen.
Doch damit nicht genug. Pro7 hatte auch schon den nächsten Streich für Januar geplant. "50 pro Semester" heißt die Sendung, in der zwei Studenten mit dem Ziel gegeneinander antreten, möglichst schnell mit 50 verschiedenen Frauen zu schlafen. Ein weiterer Tiefpunkt der Niveaulosigkeit. Umgehend wurden Proteste laut.
Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) sagte der Zeitung „Passauer Neue Presse“: „Es ist eine verheerende Botschaft an alle Zuschauer, wenn Frauen und Männer in einer Art moderner Kopfgeldjagd zu Sexobjekten degradiert werden.“ (Quelle)
Die Ankündigung des Formates zog eine der schnellsten Sendetermin-Verschiebungen der Geschichte nach sich. Dennoch: Die Ausstrahlung wurde bisher nur verschoben, keineswegs gestrichen. Und selbst wenn sie gestrichen wird, wird der nächste Tabubruch sicher nicht lange auf sich warten lassen. Ich glaube nicht daran, aber hoffen wir, dass sich die Jungs vom Fernsehen für 2010 ein paar gute Vorsätze gemacht haben.
Vollkommen schockiert habe ich neulich folgende Schlagzeile gelesen:
Frauen weinen viermal so oft wie Männer!
Schnulzige Filme, der Tod der geliebten Katze oder einfach Glück: Für Frauen gibt es viele Gründe zu weinen. Sie lassen im Schnitt alle sechs Tage die Tränen fließen und damit viermal so häufig wie Männer. (Quelle)
Da sagt der Eine jetzt vielleicht "Na klar, meine Frau gehört halt in die Küche und ich esse gerne Zwiebelgerichte, natürlich heult sie dann" -"Son Blödsinn", sagt ein Anderer, "ich geb mir die größte Mühe und meine Freundin heult trotzdem nicht!" Man muss natürlich bedenken: Bei dieser Statistik ist das Ergebnis natürlich ein Mittelwert. Einerseits gibt es also Frauen, die nicht nur nah am Wasser gebaut sind, sondern quasi schon Atlantis repräsentieren, und andererseits Frauen, die den Lady Gaga-Hit "Pokerface" zur neuen Nationalhymne erklärt haben und aus Angst vor Tränen sicherheitshalber einmal pro Woche zum Dehydrieren gehen, weil bei dem kleinsten Anzeichen von Tränensäcken der Modelvertrag gekündigt wird. Zudem will man als Frau ja auch nicht mehr als das "schwache Geschlecht" angesehen werden. Im Kapitalismus wird schließlich auf Emotionen geschissen und knallhart an der Karriere geschraubt, bis Eva Herman beim Zusehen Selbstmord begeht.
Und wo wir schon bei Models und Schönheitsidealen sind:
Evolution macht Frauen dicker und kleiner
US-Forscher haben eine Antwort auf die Frage gefunden, wohin sich die Menschheit entwickelt – zumindest für die weibliche Hälfte: Frauen werden in Zukunft dicker und kleiner sein als heute, dafür aber ein gesünderes Herz-Kreislauf-System besitzen. Das erste Kind bekommen sie wahrscheinlich früher. (Quelle)
Mal abgesehen davon, dass Frauen, die ein Kind bekommen, meistens etwas dicker sind, sind das verdammt neue Erkenntnisse. Und wenn man das in Verbindung mit der ersten Studie sieht, kann das fatale Ausmaße (Wortspiel!) haben. Dicke und kleine Frauen entsprechen nämlich nicht dem modernen Schönheitsideal, haben also weniger Chancen darauf, von Männern begehrt zu werden. Unbegehrte Frauen sind unglücklich und - na? - genau, sie fangen an zu heulen. Umso mehr Frauen dick und klein sind, umso mehr Frauen heulen also. Und wenn die schlanke, großen Frauen dann noch Hertha-Fans werden, flennen ALLE Frauen.
Doch so muss es nicht zwingend kommen. Natürlich gibt es die Möglichkeit, dass schlanke, dünne Frauen zu den Ölreserven der Partnerwahl mutieren und sich alle Kerle um die wenigen Frauen prügeln, um dort nach Öl bohren zu dürfen. Die Schönheit wird monopolisiert. Schöne Frauen werden immer seltener, bis am Ende nur noch eine Frau übrig ist, die dann alle Zeitschriftencover ziert. Also in etwa wie die aktuelle Situation um Megan Fox.
Viel wahrscheinlicher hingegen ist eine ganz andere Variante. Wenn wir nämlich weiterhin auf große und schlanke Frauen stehen und es aber gar keine mehr gibt, die dieses Ideal erfüllen, ist das ja auch dumm. Dann paaren wir uns nicht mehr und sterben aus. Es könnte also durchaus sein, dass wir als Männer uns umstellen und plötzlich auf kleine, dicke Frauen stehen - von denen sind ja dann genügend da. Und auch Paare, die eigentlich gar keine Nachkommen wollen, zeugen plötzlich ein paar Kinder, denn wenn Dicksein erstmal in Mode ist, werden nicht wenige Männer ihre Frau noch durch eine Schwangerschaft verschönern wollen. In Zukunft trägt ein Schnheitschirurg also keinen Arztkittel mehr, sondern eine Uniform von McDonald's, und der Playboy erscheint in DIN A2. Und wenn Gott als Strafe mal wieder eine große Dürre schickt, hätten nicht nur die Bauern lieber ein kleine Dicke.
Und wo wir schon beim sexuellen Akt dicker Frauen sind, noch eine letzte Studie:
Füllige Frauen sind laut britischer Umfrage besser im Bett
89 Prozent der Briten mögen im Bett lieber Frauen mit Kurven und nicht schlanke Damen. Dies ergab eine Umfrage eines britischen Bettenherstellers. Die Männer meinen, dass die etwas fülligeren Frauen sich beim Sex mehr anstrengen und deshalb die besseren Liebhaber sind. (Quelle)
Heißt das nun, dass wir alle besseren Sex haben werden? Ich denke nicht. Dicke Frauen strengen sich mehr an, um das Defizit der fehlenden Schönheit gegenüber den schlanken Frauen auszugleichen. Wenn dicke Frauen als schön gelten, ist das nicht mehr von Nöten. Bedeutet für uns Männer im Klartext: Die Frauen, die wir schön und sexy finden, sind gar nicht so gut im Bett. Auch wenn der ein oder andere Megan Fox als "Sexsymbol" bezeichnen würde, sollte er sich lieber Tine Wittler krallen. Und wenn sich das dann erst einmal rumgesprochen hat, dass die unschöne Minderheit gut im Bett ist, tun sich zwei Lager auf: Die einen sagen "Lieber ne schöne Frau, die schlecht im Bett ist", das andere Lager will eine Frau, die gut im Bett ist, die kann auch hässlich sein. Mit Briten ist da man da immer an einer gute Adresse, denn:
Die Briten sind die hässlichsten Menschen der Welt (Quelle)
Und deshalb ist letztendlich egal, wen wir schön finden, solange sich rumspricht, dass die Hässlichen besser im Bett sind. So lösen sich Schönheitsideale letztendlich im Nichts auf, da Schönheit nicht mehr bestimmend dafür ist, wer einen Partner bekommt. Auch die unschönen Frauen werden so von gewissen Menschen begehrt, auch die Briten bekommen schon irgendwen ab und deshalb muss niemand mehr traurig sein und weinen. Außer Hertha-Fans.
Der Focus widmet sich in der aktuellen Ausgabe
der Frage, ob das Streben nach Gleichberechtigung von Mann und Frau
überhaupt noch Gleichberechtigung als Ziel
hat.
Titelthema
Gesellschaft:
Wie gut gemeinte Frauenförderung immer mehr in Männerbenachteiligung
umschlägt
Sorgerecht: Das Schicksal der abservierten
Väter
Häusliche
Gewalt: Frauen sind keineswegs nur Opfer, sondern auch
Täterinnen
Interview: Familienministerin Ursula von der Leyen erklärt,
was ihre Behörde für Männer tun kann
Sie ist jung, sie ist prominent und sie ist supersexy. Doch den richtigen Partner fürs Leben hat Giulia Siegel bislang noch nicht gefunden. In Giulia in Love?! will sie nun endlich den Mann ihres Herzens finden. (Quelle)
Ein Unterfangen, dass ich als anspruchsvoller Fernsehzuschauer natürlich mit entsprechenden Quoten unterstützen möchte. Giulia Siegel, zurecht berühmt für ein Dasein als Tochter eines berühmten Vaters, überlässt in Sachen Partnersuche also nichts mehr dem Zufall. Keine zufälligen Bekanntschaften, die zu Liebschaften werden – ein knallhartes Casting steht an, um die mittlerweile 34-jährige DJane nun endlich auch ihren Romeo finden zu lassen. Und wie der sein soll, da hat Frau Siegel ganz klare Vorstellungen:
"Ich habe in der Vergangenheit immer unterschiedliche Typen gehabt. Vom Automechaniker bis zum Unternehmensberater. Vom Arbeitslosen bis zum Filmproduzenten. Mir ist wurscht, wie ein Mann aussieht oder was er beruflich macht. Er soll einfach nett zu mir sein. Das ist wichtiger als das, was er nach außen darstellt. Ich brauche keinen Playboy oder Sunnyboy neben mir. Ein Mann muss ein Mann sein!" (Quelle)
Eines wird sofort klar – Giulia ist wenig auf Geld und Aussehen fixiert – viel wichtiger ist die Männlichkeit bei einem Mann. Und damit er diese auch vollkommen ausleben kann, muss die Frau dem Mann natürlich entsprechend den Raum dazu bieten – und so ist die Küche im Haus eindeutig Frauenzone:
"Der Mann soll von der Arbeit nach Hause kommen und sich ins Wohnzimmer setzen. Erst einmal den Anzug ausziehen, relaxen und sich dann bedienen lassen …" (Quelle)
Halten wir also fest: Aussehen und was der Mann beruflich so macht, sind egal, aber er soll bitte im Anzug von der Arbeit nach Hause kommen. Kein Wunder, dass der Arbeitslose und Automechaniker schon an dieser Aufgabe gnadenlos gescheitert sind. Doch nachdem die Eigenschaften der Zielperson eindeutig abgesteckt wurden, kann ja auch endlich die Rasterfandung beginnen.
Ganze 21 Kandidaten haben es in die engere Auswahl geschafft. So zum Beispiel Hartmut, der lockerflockig direkt die erste Ansage startet: „Ich steh auf Frauen, die mich mit ihren Augen ficken können.“ Was damit gemeint ist? „Wenn du das nicht weißt, dann kannst du es nicht.“ Aha. Mindestes genauso locker antwortet ein Herr im gelben T-Shirt: „Ich glaub, ich hab nen größeren Penis“ - echte Männer sind also schonmal am Start.
Auch die anderen Kandidaten legen sich mächtig ins Zeug, um bei Giulia und der Jury punkten zu können. Allessandro, 30, Medienberater, muss von einem Tag auf den anderen tanzen lernen.
„Tanzen kann ja auch Rückschlüsse auf andere Bewegungsabläufe in horizontaler Lage zulassen“, meint Giulia. Da sind die Prioritäten früh bekannt. Ein anderer Kandidat wurde von seiner Freundin vor die Wahl gestellt - „Ich oder Giulia“ - und so kam es zur Trennung und Teilnahme an der Show. Bedauerlich, dass er es bei so viel Einsatz nicht einmal die Vorrunde passieren kann.
Peter ist Musiker und diese sind bekanntlich sehr kreativ (wenn es sich nicht um Rapper handelt). Und weil Peter der Musiker sehr kreativ ist, hat er auch eine extrem kreative und einfallsreiche Idee: er musiziert! Im feinsten Dritte-Klasse-Englisch freestylet er „I love you...and i love you, too...and i love your feed, i love your shoes“ über seine Gitarrenklänge. Auch das folgende Gespräch verläuft mehr als viel versprechend:
„Was war deine längste Beziehung?“
„6-7 Jahre...ick weißet leider nich mehr so jenau, weil ick schau immer lieber nach vorne.“
„Bist du auch beim Sex so lustig?“
„Ähm...wenn ick nur die Hälfte der Gene meines Vater habe, werd ick wohl als Triebtäter in den Knast kommen.“
Überraschenderweise schafft auch Peter es nicht unter die Top 21.
Philipp, Oberfeldwebel, gibt gerne die Kommandos vor.
„Gilt das auch für's Bett?“
„Ich geb schon gerne die Richtung an, auch in dieser Beziehung.“
„Find ich gut. Ein Mann muss anpacken können, der muss mir das Gefühl geben, Frau sein zu können...der muss mich verführen, der muss...“ - im Anzug nach Hause kommen?
Mein persönlicher Favorit aber war Mike. Mike hat es zwar auch nicht unter die 21 geschafft, bewies aber ungeheuren Mut, um Giulia auch zu beeindrucken. Zielsicher spazierte er in den Raum vor die Jury, um kurzerhand einfach die Hosen runterzulassen und seinen Penis auszupacken. Giulia ist alles andere als begeistert, doch lässt Gnade walten
„Willst du nochmal neu anfangen?“
„Das ist doch jetzt doof irgendwie.“
Achwas.
„Wie war denn dein erstes Mal?"
„Joa war ok...und wir waren zu dritt.“
„Was?!"
„Naja, der Typ hat geschlafen, keine große Sache.“
Doch auch die Top 21 haben keineswegs eine gesicherte Position. Mit ausgefeilter Technik, unglaublich trickreicher List und den modernen Waffen der Frau will Giulia falsche Schlangen unter den Jungs aufspüren – ab an den Lügendetektor. Und tadaaa, Stefan wurde ertappt: „Ja, ich bin hier wegen dem Fernsehen.“ - Giulia fühlt sich zutiefst verletzt und ausgenutzt, dabei hatte Stefan doch mit dem Spruch „Du bist jetzt nicht so ganz mein Beuteschema, aber ich will auch mal neues kennen lernen“ durch Ehrlichkeit punkten wollen – schade.
Für den Rest der Truppe, der zweifelsohne an der Komponistinnen-tochter interessiert zu sein schien, ging es mit dem Flieger in Richtung Mallorca. Nachdem der etwas beleibtere Tobias sich in Contest Nummer Eins glücklicherweise zu einem Einzeldate durchmogeln konnte, stand nach guten zwei Stunden für Frau Siegel fest: „Das war einer der schönsten Tage seines Lebens“ - Feingefühl und Bescheidenheit in Personalunion.
Doch leider auch in gewisser Hinsicht eine Realistin – kurze Zeit später steht fest: Tobias hat sich verliebt, Giulia bittet ihn daraufhin zum Einzelgespräch. Natürlich verliebt sich Tobias nicht immer so schnell, aber bei Giulia ist das irgendwie anders – hach. Er ist keineswegs der stürmische Typ, auch wenn er seine erste Scheidung im Alter von 21 Jahren hatte.
Nächste Competition
Die Jungs müssen Möbeldienst spielen, die Kinderzimmer von Giulias Kindern entrümpeln. Denn Giulia Siegel hat 3 Kinder, war von 2000 bis 2008 mit dem Wirtschaftswissenschaftler und Fachbuchautor Hans Wehrmann verheiratet, welcher auch der Vater ihrer Zwillinge ist, nicht aber der ihres ersten Sohnes – da muss der nächste Kerl ja schließlich mit Kindern umgehen können...und mit deren Möbeln. Das Zimmer von Sohn Marlon (14) wird zudem noch ein wenig aufgehübscht. Mit ungewisser Miene kommt dieser dann auch schon im Hause Siegel an: „Ich hoff halt, dass es nicht gelb ist oder so, schaun wa mal“ - und da steht er auch schon im knallgelben Zimmer. Auch die blauen Handabdrücke und Farbspritzer an den Wänden werden begeistert aufgenommen: „Gehört das so?“ Ebenso begeistert ist Mama Siegel vom neuen Schlafzimmer: „Wer will in so einem Schlafzimmer Spaß haben mit blau und beige?“
Nach dieser Challenge gehen alle Männer zurück ins Haus, nur Allessandro darf nicht. Dahinter steckt natürlich eine ganz gewiefte Taktik von Giulia: „Ich wollt eigentlich die Männer verarschen: Allessandro fliegt jetzt raus - und Allessandro verarschen: ey du fliegst jetzt raus“ - mega Trick. Doch Allessandro bekommt eine letzte Chance: Er muss die Zimmer umstreichen und darf als Belohnung im Hause Siegel übernachten – allerdings nur auf der Couch. Ob Giulia auch auf der Couch übernachtet hat, ist nicht überliefert, andernfalls kann ich aber irgendwie die Belohnung nicht entdecken. Doch auch so sorgte Allessandros Aufenhalt bei Giulia für heftige Reaktionen. Während sich Benjamin bereits darüber freute, dass Allessandro wohl rausgeflogen sei, wollte sich Tobias erst gar nicht vorstellen, was da vor sich ging, weil dann sein Blut in Wallung kommt – und das ist ja so schon genug in Wallung.
So sicherlich auch bei der folgenden Aufgabe: ein mehrgängiges Menü zu sich nehmen. Allerdings nicht irgendwie, sondern unter den Augen einer zweiköpfigen Expertenjury in Sachen Manieren, die im geheimen Kämmerchen jeden Fauxpas der Kandidaten für Frau Siegel kommentierten. Selbstsicher kehrt Giulia damit ihre faire Seite nach außen, bei der die Männer wissen müssen, wie man den Hummer richtig isst, sie sich aber selber dabei durch Experten beraten lassen muss, um die Fehler der Männer aufzudecken.
Am Abend fliegt dann Manfred raus, weil er keine körperliche Nähe gesucht und nicht geflirtet habe. Manfred betont, er habe keine Anzeichen gesehen, dass beiden schon so weit wären, aber Giulia ist leider da sehr konservativ und da muss leider der Mann den ersten Schritt machen. Böse Zungen mögen argumentieren, der erste Schritt sei die Interessenbekundung an der Dame, und mit der Teilnahme an der Show plus das Bestehen des Lügendetektortests bereits getätigt worden – aber hier macht Frau Siegel die Regeln.
Nachdem auch Benjamin sich mit der Äußerung „Wenn ich hier rausfliege, haue ich Giulia um!“ seinen Rauswurf – ohne Joe-Rilla-Selfmade-Actionszene – besiegelt (Wortspiel!) hatte, schrumpfte die Kandidatenzahl immer weiter, bis schließlich nur noch der Herren fünf zur Auswahl standen.
Das Finale
Im Finale kommt es schließlich auch zum letzten Einzeldate-Kandidaten: Hartmut. Dieser gibt sich siegessicher und betont, wie langweilig es doch als Kämpfer wäre, noch gegen Opfer antreten zu müssen – das wäre ja so gar nicht sein Stil.
„Allessandro beispielsweise schminkt sich. Das ist doch kein echter Mann, sein Badezimmer sieht aus wie bei ner Frau. Und der hat auch angeblich ne Freundin. Ich meine klar: ich selber ficke manchmal auch noch mit meiner Ex-Freundin, wenn ich Bock habe, aber ich bin da wenigstens ehrlich. Deshalb langweile ich mich hier auch, weil hier Keiner die Eier hat, mal was zu sagen.“
Ein klärendes Gespräch mit allen Männern folgt. Allessandro betont, er habe „ab und an Geschlechtsverkehr, aber keine Gefühle, keine Beziehung“ - und das findet Giulia okay, jeder Mann hat Bedürfnisse. Hartmut sieht sich als Lügner gebrandmarkt und dementiert: „Hab ich ja gar nicht sooo gesagt, Freundin und so...“ - doch Giulia hat ihre Mittel und Wege. Nein, nicht der Lügendetektor - der Videobeweis bricht Hartmut schließlich das Genick.
„Mir ist hier das Niveau zu affig, das sind ja Bild-Reporter-Methoden“ - Hartmut steht auf und packt umgehend seinen Koffer, von Pro7 passend untermalt von „She fucking hates me“. Und natürlich konnte bei einer so seriös aufgezogenen Sendung eines Privatsenders niemand damit rechnen, dass das Niveau da nicht Reich-Ranicki-Ansprüchen entspricht. Und Bild-Reporter sind für ihre stichhaltigen Videobeweise bekannt, ebenfalls richtig.
Auf diesen Schock geht Giulia erst einmal Eis essen und feiert am Abend eine Kostüm-Party mit den Jungs – und plötzlich kommt es zum Showdown!
Giulia wurde nämlich ein Zettel mit der Aufschrift „Wenn ich dich nicht heute küssen kann, dann dreh ich durch“ zugesteckt! Giulia ist sichtlich angetan, fühlt sich nach eigener Aussage wie 14 und schildert sofort das Problem: Sie weiß nicht, wer ihr den Zettel zugesteckt hat. Sie hat ihn zwar vorne aus ihrer Hose geholt (und ich meine keineswegs die Hosentaschen), aber deshalb muss sie ja noch lange nicht mitbekommen haben, wer den da reingesteckt hat. Also wenn sie sich bei solchen Szenarien wieder wie 14 fühlt, scheint das ja ne super Kindheit gewesen zu sein. Da kann man von Glück reden, dass sie bisher nur 3 Kinder hat.
Am nächsten Tag gewinnt Tobias abermals ein Einzeldate mit Giulia. Beiden segeln gemeinsam und haben ausreichend Zeit, sich ein wenig über Werte in einer Beziehung auszutauschen.
Giulia: „80% einer Beziehung sind für mich Sex.“
Tobias: „Wieso rammeln wir dann nicht schon längst?“
Giulia: „Weil ich erstmal das Vertrauen aufbauen muss für so etwas.“
Solche Antworten hört man übrigens nicht nur bei Pro7, sondern auch bei RTL, wenn die Oliver-Geißen-Folge mit Farid Bang wiederholt wird. Is klar, Giulia.
Nachdem Tobias schon mehrmals so offensiv seine Gefühle offen dargelegt hatte, sollten nun auch die anderen Kandidaten nachziehen und in einem Brief darüber schreiben. Mein Favorit war auf jeden Fall Philipps Brief mit dem Ende „Du weißt, dass ich dich mehr als nur lieb habe...giulia, ILD, dein Philipp“ - romantischer wäre nur noch „Philipp ftw kkthxbye“ gewesen.
Durch die Handschrift enttarnt Giulia den Kandidaten Markus als den heimlichen Zettelschreiber und widmet sich mit diesem Wissen dem Rauswurf.
Mit einem Kuss, der fast so intim und leidenschaftlich ist wie sich ne halbe Paprika an den Mund zu halten, fliegt Tobias als erstes raus. Doch auch Philipp, der mit Chat-Slang auf Papier gekonnt versucht hatte, Giulia von seinem aufregenden Leben zu überzeugen, musste dran glauben.
Im finalen Kampf, One on One, Eins gegen Eins, Zwei Fäuste für ein Hallegiulia, standen nun also Allessandro, der Giulia gegenüber betonte, er habe „ein privates Interesse an ihrer privaten Person“, sowie Markus, mehrmals ausgezeichneter Spickerkönig seiner Grundschule.
Es folgen zwei Tage, jeweils ein Tag mit einem der beiden Kandidaten. Bei Allessandro beginnt Giulia sich durch seine Fotos zu arbeiten: „Oh Gott, ist das schwul“ - was sie danach mit „ein bisschen eitel darf Mann doch sein“ zu relativieren versucht. Wäre Hartmut noch da gewesen, der hätte eiskalt den Videobeweis für die erste Aussage gefordert. Später geht es zu Allessandros Eltern, wo Giulia vom Vater auch extrem freundlich mit „Hallo Silvia“ hereingebeten wird. Nach dem gemeinsamen Essen folgt eine extrem verheißungsvolle Aussage von Giulia:
„Ich geh jetzt mit Allessandro in seine Wohnung, er hat ein Bett und hat ein Sofa und was passieren wird, [insert pubertäres kichern] weiß ich auch noch nicht, schaun wa mal“.
Vielleicht hat Giulia ja inzwischen Vertrauen aufgebaut.
Es folgt der Tag mit Markus und ein sehr aufschlussreiches Gespräch über seine Zeit ohne Giulia:
„Wie viel Frauen hast du getroffen?“
„Alle.“
„Wie oft hattest du Sex?“
„Mit Allen 20 mal.“
„Woran hast du gedacht, als du aus dem Haus gegangen bist?“
„Ich denk oft an Essen.“
Und wo wir schon dabei sind – kann man ja mal an die Tanke fahren und ne Bockwurst essen, um die Frau symbolisieren zu lassen, dass sie trotz High-Society-Leben überhaupt nicht abgehoben ist – wenn es schonmal gefilmt wird, wieso auch nicht? Da spielt es ja keine Rolle mehr, dass Frau Siegel der Name "Julia" zu gewöhnlich ist, weshalb sie sich einfach den Künstlernamen "Giulia" gibt, der mich jedes Mal, wenn ich ihn tippe, zur Weißglut treibt. Weitere Gesprächsfetzen folgen:
„Ich hab doch mit Allessandro nicht gepoppt, bist du narrisch?“
„Warum nicht?“
„Weil ich sowas nicht mache.“
Glatte 1+ für diese logische Argumentationskette.
Nach diesen beiden Treffen und der Kürzung der Sendung von geplanten 7 auf 6 Folgen kommt es zur Entscheidung. Um es kurz zu machen: Allessandro fliegt raus, bei ihm hat Giulia einfach das Kribbeln im Bauch nicht gefunden. Mit unfassbar viel Einfühlungsvermögen ausgestattet lässt Pro7 zeitgleich „Herzlichen Glückwunsch“ aus dem Senderlogo blinken. Doch auch der danach verkündete Sieger Markus hatte nur kurze Zeit zu grinsen – nach gefühlten zwei Wochen war das Traumpaar schon wieder getrennt.
Und wer jetzt denkt, dass das alles zu schön war, um wahr zu sein, dem sei gesagt – es geht weiter. Zwar waren die Einschaltquoten eher mäßig und mit einem, dem MTV-Show-Schema entsprechenden zweiten Teil ist zwar eher nicht zu rechnen, aber dennoch werden wir in naher Zukunft bestens unterhalten sein.
Genau genommen schon heute Abend: Um 20:15 Uhr schickt Sat1 nämlich „Die Promi-Singles – Traumfrau sucht Mann“ ins Rennen. Mit dabei: Désirée Nick, Sabrina Setlurund Maja Prinzessin von Hohenzollern – Starbesetzung, unbedingt einschalten!
Der Nachfolger des alles zerbstenden Transformers-Films kommt in der folgenden Woche in die Kinos. Zeit, euch in nur zehn Fakten auf "Transformers 2 - Die Rache" vorzubereiten mit allen wichtigen Infos.
Die erste Info ist: Optimus Prime. Zweitens: Megan Fox. Drittens: Die Trailer.
Viertens: Megan Fox. Fünftens: Der Inhalt.
Nachdem Sam Witwicky (Shia LaBeouf) die Welt mit Hilfe der gutmütigen Autobots vor den bösartigen Decepticons gerettet hat, freut er sich auf ein normales Leben. Als er aufs College geht, lässt er nicht nur Freundin Mikaela (Megan Fox) zurück, sondern auch Roboter-Kumpel Bumblebee. Doch bald wird Sam von seltsamen Visionen heimgesucht. Erneut steht ein Kampf der außerirdischen Roboter bevor, bei dem das Schicksal der Menschheit auf dem Spiel steht. Sam scheint den Schlüssel zu ihrer Rettung in der Hand zu halten, doch diesmal bekommen es er, Mikaela und die Autobots mit einem noch mächtigeren Gegner zu tun ...
Kurze Frage noch zum Schluss: Wenn ein Masochist zur Domina sehnsuchtsvoll "Quäl mich!" sagt und sie dann "Nö" antwortet, einfach geht und ihn ohne Weiteres zurück lässt - hat sie dann seinen Wunsch erfüllt?
Vor guten 3 Monaten ging ein Aufschrei durch die Medien. Alfie, ein 13-jähriger Junge aus Großbritannien, war Vater geworden. Mutter Chantelle ist 15. Alfies Vater berichtet:
„Als er mir von der Schwangerschaft erzählte, fing er an zu weinen. Sagte mir, es wäre sein erstes Mal gewesen, und er hätte nicht gewusst, was er tat. Ich glaube, er begreift das alles noch gar nicht richtig und hat keine Ahnung, was ein Baby bedeutet.“
An dieser Stelle möchte ich zum wiederholten Male auf die Studie hinweisen, die den Leuten aus GB die größte Minderjährigen-Schwangerschafts-Rate in Europa zuweist. Nebenbei bemerkt gibt es in GB keinen Sexualkunde-Unterricht an Schulen. Inwiefern das zusammen hängt, darüber könnten wir jetzt mutmaßen und diskutieren - oder direkt sagen wie es ist: Wer nicht um die Konsequenzen weiß, wird naiverweise auch viel leichtsinniger zur Tat schreiten. Und so kommt es dazu, dass Kinder Kinder kriegen und diese nicht einmal versorgen können.
[...] Tatsächlich gesteht der 13-Jährige, dass es finanziell eng werden könnte: „Ich bekomme kein richtiges Taschengeld, manchmal steckt mir mein Vater 10 Pfund (ca.11 Euro) zu.“
11 Euro sind natürlich wenig, wenn man damit ein Kind durchbringen will. 11 Euro wären aber genug gewesen, um ne ordentliche Packung Kondome zu kaufen. Aber was erwarte ich von einem Jungen, der sich im Fernsehen das Wort "finanziell" erst einmal erklären lassen musste? Da haben Alfies Eltern wirklich tolle Arbeit in Sachen Erziehung geleistet.
Doch die Entwarnung kam nur wenige Wochen später: Alfie ist gar nicht der Vater. Das heißt zwar nicht, dass es nicht trotzdem schlimm ist, dass ein 12-Jähriger ohne zu verhüten über eine 14-Jährige rutscht. Doch zumindest besteht die Chance, dass der wahre Vater weiß, was "finanziell" bedeutet, wenn er schon ebenso wenig das Wort "Kondom" gekannt hat.
Und tatsächlich fanden sich gleich noch mehrere Jungs, die erklärten, mit Chantelle im Bett gewesen zu sein. Durch einen DNA-Test ist nun klar: Das Vater ist aus ihrer Nachbarschaft und immerhin schon 15 Jahre alt. Wenn wir 9 Monate zurück rechnen, wird also klar: Auch mit 14 Jahren ist es mit der Aufklärung noch nicht sonderlich weit in den Köpfen der Briten. Der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung ist da einfach noch nicht so ganz klar.
Und so lange ist das ja auch noch gar nicht bekannt, wie genau diese Babys eigentlich entstehen. Klar, irgendwann hat man mitbekommen, dass die irgendwie immer aus der Frau rauskommen, aber warum das nun so ist – keine Ahnung. Ist ja immerhin 9 Monate her, der eigentliche Grund. Wer würde vermuten, dass ein ganzer Kuchen aus dem Ofen kommt, nur weil man da vor 9 Monaten mal nen Teelöffel Zuckerglasur reingeschleudert hat? Eben.
Wer von uns weiß schon so genau, was da nach dem Sex in der Frau eigentlich so vor sich geht?
Im 16. Jahrhundert hatte Paracelsus, der damals sogar als Arzt galt, die Idee, dass die Gebärmutter eigentlich gar nichts besonderes war. Das kann man ja auch ohne die Frau drum herum nachbauen und dann ohne sie Kinder machen. Klingt ideal für schwule Ehepaare. Geht laut der Theorie auch ganz einfach.
Demnach soll der Samen eines Mannes ca. 40 Tage lang in einem geschlossenen Kürbis verfaulen. Schon haben wir ein menschenähnliches Wesen, allerdings ohne Körper und durchsichtig. Was genau daran überhaupt menschenähnlich ist, weiß ich auch nicht so recht, aber auch Paracelsus wurde klar - so geht das noch nicht. Deshalb muss das Kind anschließend 40 Tage mit menschlichem Blut bei der Wärme eines Pferdebauches ernährt werden, schon haben wir einen Menschen, nur ein bisschen kleiner als der normale Mensch.
Ein schönes Alibi, um seinen Fetisch auszuleben und in einen Kürbis wichsen zu dürfen. Doch auch wenn hier die Entstehung des Menschen noch nicht ganz klar zu sein scheint, ist eine Sache selbst damals schon offensichtlich gewesen: Spermien rein, Kind raus.
Was lernen wir daraus? Was im 16. Jahrhundert in der Schweiz bekannte Tatsache war, muss deshalb noch lange nicht im 21. Jahrhundert in Großbritannien zum Grundwissen gehören.
In Deutschland wissen wir es dank Doktor Sommer natürlich viel besser, sollte man meinen. Pro7 beweist uns leider wöchentlich das Gegenteil. Deshalb lasse ich es mir nicht nehmen, auch noch ein paar Worte über den Sinn von Sex zu verlieren.
„Sinn? Ich will ficken, altah, wat is da mit Sinn?“
Ja, Sex hat einen Sinn, der über Spaßhaben und Fortpflanzung hinaus geht. Doch um das zu verstehen, müssen wir weiter zurück als in das 16. Jahrhundert. So unlogisch es klingt: Um Sex wirklich zu verstehen, müssen wir zurück in eine Zeit, in der es noch gar keinen Sex gab. Vor Millionen von Jahren nämlich haben sich Lebewesen auf der Erde keineswegs zusammen gefunden, um dann gemeinsam ins Restaurant zu gehen und anschließend im Hotelzimmer zu verschwinden. Schon alleine, weil es damals weder Restaurants noch Hotels gab. Man vermehrte sich damals noch ungeschlechtlich bzw. asexuell, die Lebewesen waren weder männlich noch weiblich - und da klappte das auch ganz gut alleine.
Ist eigentlich ganz gut nachvollziehbar: Wenn man heutzutage einen Menschen sieht, wo man nicht so recht weiß...Mann oder Frau...bei diesen Menschen sind die Chancen auf Paarung ja wohl mehr als gering (die heißen dann auch immer Dominik oder Michelle, so dass das immer richtig schön peinlich wird). Klar, dass die sich dann lieber alleine fortpflanzen, statt jahrelang auf einen Partner zu warten. Seit kurzem ist Lady Gaga ja auch so ein Fall, wo wir lieber die Finger von lassen, oder?
Also wie gesagt, die vermehren sich dann alleine, per Zellteilung oder Knospung beispielsweise. Dabei bekommen die Nachfahren genau das gleiche Erbmaterial wie der Vorfahre. Hat man sich dann in etwa so vorzustellen: Es macht nach ner gewissen Zeit einfach *plopp* und neben dir steht auf einmal son Typ, der genauso aussieht wie du. So in etwa stell ich mir übrigens das Leben als Asiate in einer Großstadt vor.
Nun gibt es aber hier und da ein paar Parasiten (kurz: Paarasiten), die die Lebewesen angreifen. Nennen wir Lebewesen 1 mal Bernd. Bernd wird also von den Parasiten angegriffen. Ganz bestimmte Parasiten passen besonders gut zu Bernd, weil Bernds Immunsystem besonders scheiße ist, wenn diese Parasiten kommen. Also denkt sich Bernd: „Wenn ich mir Mona (Lebewesen 2) schnappe und mein Erbgut mit ihrem mische, ärgern sich die Parasiten und können nicht so leicht über meine Kinder herfallen.“
Zack, da ist es vorbei mit der Knospung und Zellteilung. Bernd und Mona vögeln und lachen die Parasiten aus. Die Parasiten, die es sich in Bernds Immunsystem mit den blauen Tapeten bequem gemacht haben, finden bei Bernds Kindern nämlich plötzlich lila Tapete. Verständlich, dass ihnen das nicht passt (generell ist lila Tapete nämlich auch unfassbar abstoßend und ekelhaft, finde ich).
Und so dient Sex ursprünglich dazu, uns vor Krankheiten zu schützen und unser Fortbestehen zu sichern. Eigentlich also ne gute Sache. Und damit auch gewährleistet ist, dass auf jeden Fall ein paar Erben durchkommen, braucht der Mann auch nicht sonderlich lange (ich spar mir jetzt mal ne etwaige Zeitangabe, sonst kommt wieder son Depp von wegen „Was, nur 3 Stunden? Ich schaff 12!“). So kann das Erbgut auf möglichst viele verschiedene Frauen verteilt werden. Oder Kürbisse, jeder, wie er mag. Die Frau hingegen ist erstmal für 9 Monate außer Gefecht gesetzt.
Klingt jetzt so, als wäre Treue von der Natur gar nicht vorgesehen, oder? Klingt außerdem so, als solle der Mann sich auch nicht lange damit aufhalten, sich ne tolle Frau zu suchen, weil er ja eh 7 von denen pro Woche begattet? Klingt so, als müsse nur die Frau aufpassen, wen sie an sich ran lässt?
Ja.
So klingt es.
Und dennoch ist die Auswahl der richtigen Partnerin oder des richtigen Partners gerade bei uns Menschen extrem wichtig. Wer sich nämlich direkt beim ersten Mal nen Tripper einfängt, der hat nunmal schlechte Karten, was Nachfahren angeht. Auch ist es nicht gerade günstig, sich nen Kerl zu angeln, der zwar frisch und gesund bei der Zeugung war, danach aber sofort die Biege gemacht hat. Wir wissen schließlich alle, dass 90% der allein erziehenden Eltern früher oder später zwangsweise auf RTL landen. Und natürlich ist es cool, wenn man vor den Jungs rumprollen kann, mit einem Popstar geschlafen zu haben - da sind die weiteren Kriterien doch nichtig, oder? Dennoch sollte man lieber vorsichtig sein, wenn die Dame sich als Sängerin der No Angels vorstellt. Da könnt ihr noch so schön euer Erbgut mischen, wenn das Erbgut des Anderen einfach nur scheiße ist, hättet ihr euch mal lieber ungeschlechtlich fortgepflanzt. Klar, dann landet ihr wiederum auf RTL, aber das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert.
Ihr seht, Verhütung ist da eine extrem wichtige Sache. Das Dilemma der Neuzeit ist allerdings, dass gerade die dummen, die mit Viagra verhüten wollen, sich ungewollt fortpflanzen, während die Typen mit einem IQ über 80 es schaffen, sich einen Luftballon auf den Penis zu stecken - und damit am Ende die neue Generation nur von den dummen Eltern gezeugt wurde. Ich freu mich schon, meine Rente später von Menschen finanziert zu bekommen, die die Supernanny öfter real als im Fernsehen zu Gesicht bekommen haben.
Das bedeutet im Klartext: Aufklärung ist vor allem wichtig, um eine Überzahl an dummen Kindern zu verhindern. Denn wer beim Sex nicht aufpasst, musste nicht nur vorher zahlen, um die Frau rumzukriegen, sondern zahlt für seine Unachtsamkeit später nochmal drauf.
So Jungs, und da ihr jetzt Bescheid wisst, ist dieses Wissen hoffentlich so tief in euren Köpfen verankert, dass ihr auch besoffen noch an Verhütung oder zumindest die richtige Partnerwahl denkt.
Eine halbe Million. Was fällt Euch zu dieser Zahl ein? Hat 5 Nullen? Will ich gerne im Lotto gewinnen? Verkauft Bushido, wenn er Furzgeräusche auf CD presst? Mir egal, ich bin schon Milliardär?
Wahrscheinlich stimmt alles davon für irgendwen hier. Für mich persönlich bedeutet diese Zahl:
500.000Youtube-Views!
Deshalb an dieser Stelle Glückwunsch und Danke an Courtmasta, der für Track als auch Video verantwortlich ist. Und aus gegebenem Anlass hab ich meinen Blog-Leser nochmal den House-Remix von "Halt dein Maul" hochgeladen, der damals viel zu wenig Beachtung bekommen hat. Der Hit auf jeder Party, kommt besonders bei den Mädels seeeeeeeeehr gut an.
Courtmasta feat. Alice Schwarzer - Halt dein Maul (House Remix) - Download
Wer davon noch nicht genug hat, kann sich bei Herr Merkt im Blog die neue Kennenlernrunde (mittlerweile schon Volume 6) herunterladen und findet dort den Track "Menschenbild" von Courtmasta und Chrizzo. Auch sonst sind ein paar Highlights drauf.
Mein Anspieltipp: The Plot - Standard - Hammergeil.
Abschließend will ich nochmal versichern: Ein neuer OPT-Text kommt bald. Echt jetzt. Mein Ernst. Ansonsten...ich sag mal gute Besserung an Lady Bitch Ray. Und wer die Möglichkeit hat, geht unbedingt in "Zimmer 601" von Maeckes & Plan B. Die sind momentan in Berlin, ich war gestern da, seeeeeeeeehr lustig. Lovemovement auch im Gepäck, unbedingt mal ansehen.
Ayoooooooooooooo. Wie aufmerksame Leute schon bemerkt haben, werden heute Herzen verschenkt. Ja richtig - verschenkt. Ganz kostenlos. Nicht verkauft, das ist hier nicht Crank 2. Auch mein Herz geht deshalb heute in Stücken an verschiedene Blogger, denen mal Respekt gezollt werden muss. Morgen möchte ich es übrigens wieder zurück - Grönemeyerstyle.
Als erstes zu nennen ist da natürlich Blogsports1.de. Immer up to date, was Deutschrap angeht, die neuesten Fakten, Videos, Tracks - pünktlich von Courtmasta für euch präsentiert. Auschecken!
Weiter geht's mit dem Nerdcore-Blog. Unfassbarer, fast beängstigender Nerd-Humor trifft auf Alltagsgeschichten eines naja...Nerds. Zumindest, wenn Chrizzo nicht grad den Rapper spielt. Sollte auf jeden Fall für Jeden was dabei sein, denn wer OPT mag, muss auch Nerdcore mögen - hinter Nerdcore steckt einer der beiden Köpfe von OPT. Kann also nur gut sein.
Wem dieser Informatiker-Humor nicht so richtig rein will, dem empfehle ich "What the Blog" von SnB. Nahezu kein Beitrag kommt ohne Bier, Fußball und Sex aus, Gerüchten zu Folge ist der Blog-Autor gleichzeitig RTL2-Chefredakteur. Sau lustiges Ding.
Ne gute Mischung aus Ami- und Deutschrap findet ihr bei Donni von der Schwänzengang. Besonders empfehlenswert die SonntagsKolumne von Alibi, die es zeitweise sogar auf die Hiphop.de-Startseite geschafft hat. Riesiger Blödsinn, unglaublich gut geschrieben.
Wer auf Netzfeuilleton.de oder im Sheephunter-Blog meine Bücherrezensionen verfolgt, weiß auch um meine Begeisterung für Dirk Bernemann. Gibt's nicht viel zu zu sagen eigentlich. Wem die Bücher nicht genügen, der sollte auf jeden Fall mal den Blog checken. Ch-Check, Ch-Check!
Und auch wenn er grad nich bloggt: Bobby ist King! Außerdem checken solltet ihr den Wahlbremer SlAEx, den Bieleferlder Produzenten Bjet und die Rapper Montana Max, KAAS und Tua und natürlich Casper, der aktuell vom Tourwahnsinn berichtet.
Am Ende hau ich dann nochn paar Links für absolute OPT-Fans raus, die Zwischengeschlechtliches mit großem Interesse verfolgen.
Die beiden Annas haben übrigens kürzlich ihre Google-Treffer ausgeschlachtet, ähnlich meinem Beitrag "Beim Masturbieren wird mein Körper muskulös". Auch sonst kann man bei den Mädels über die Psyche der Frauen noch ne Menge lernen - oder sie verarschen ihre Leser die ganze Zeit, damit wir die Frauen nie verstehen.
PS: Hiermit verspreche ich hoch und heilig, dass ich in den nächsten Wochen wenigstens 1x nen neuen Text blogge, wird ja auch mal wieder Zeit. Drückt mit die Daumen für die Deutschprüfung am Freitag!
Hallo, Jungs und Mädels. Lang ist es her, dass es den letzten Blog-Eintrag gab., und ich wurde oft gefragt, was los und ob wieder was kommt. Also...das lag daran, dass ich einerseits ne Weile krank im Bett lag, andererseits Schulstress hatte, und dann kommt ganz einfach mal hinzu, dass mir irgendwann auch die Sprüche ausgehen, um die Themen für den Blog entsprechend aufzubereiten. Dennoch habe ich es mir nicht nehmen lassen, euch für den Valentinstag ein paar ganz besondere Erkenntnisse mit auf den Weg zu geben und hoffe, in Zukunft wieder öfter was bloggen zu können.
"Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: 'Was will eine Frau?' "
Sigmund Freud
Tja. Versteh einer die Frauen...Auch wenn Freud mittlerweile seit fast 70 Jahren tot ist: viel mehr als er wissen wir auch nicht. Noch immer rätseln Milliarden von Menschen auf dieser Welt, was eine Frau eigentlich will. Nicht wenige Frauen schließe ich in diese Zahl mit ein. Denn wenn die Frauen es selber wüssten, wie einfach wäre die Welt? Sie könnten ihre Wünsche kommunizieren, der Mann wüsste Bescheid und würde sich dementsprechend verhalten.
Klappt leider nicht, Frauen verstehen sich selber nicht, Männer müssen weiter rätseln.
Nun kommt aber „Der Spiegel“ daher und will für uns freundlicherweise das zwischengeschlechtliche Mysterium mit Hilfe der Evolutionstheorie Darwins entschlüsseln. Diese Theorie, im Volksmund meist auf die Formel „Survival of the fittest“ beschränkt, besagt nicht etwa, dass nur der überlebt, der nen Marathon in einer halben Stunde laufen kann. Klar, der ist extrem fit. Aber überleben wird er das wahrscheinlich nicht. Dennoch ist natürlich auch die Annahme nicht falsch, dass die Teilnehmer bei „The Biggest Loser“ eine tendenziell geringe Lebensdauer haben, weil die eben nicht sonderlich fit sind.
In diesem Fall steht „the fittest“ aber für den, er am besten „passt“, also sich am besten angepasst hat beziehungsweise vielleicht sogar das Glück hatte, von Geburt an am besten angepasst zu sein. Woran angepasst? An das, was die Frau wünscht. Im Klartext: Der, der die Wünsche der Frau am besten befriedigt, der darf sie dann am Ende auch befriedigen. Und der gibt seine Gene weiter, das heißt seine Gene überleben. Noch mehr Klartext: Die Frau nimmt den, den sie am tollsten findet.
Klingt jetzt total logisch, könnte jedes Kleinkind drauf kommen – ist aber von Darwin und deshalb nicht zu unterschätzen. Immerhin hat Darwin damit nämlich etwas ganz beachtliches erwiesen: Das Auswahlverfahren von Sexualpartnern bei Frauen ist am Ende doch irgendwo logisch.
Doch da einem mit dieser Erkenntnis leider nicht ausreichend geholfen ist, gibt es nach dem Tod Darwins ein paar Leute, die in seine Fußstapfen treten und die Welt um ihre Erkenntnisse über Mann und Frau bereichern wollen. So zum Beispiel der Psychologe Geoffrey Miller, der in seiner Heimatstadt Albuquerque Clubs und Bars aufsuchte, um Männern dabei zu zugucken, wie sie sich einen „Lap Dance“ von leicht bekleideten Damen darbieten ließen. Dabei ging es ihm primär nicht um die eigene sexuelle Erregung und das Ausleben seiner voyeuristischen Ader, sondern viel mehr um die Einnahmen der Damen. So stellte sich durch eine Feldstudie nämlich heraus, dass diese während der Menstruation nur durchschnittlich 185 Dollar pro Abend einnahmen, während es in Zeiten des Eisprungs immerhin 335 Dollar waren.
Die Erklärung für dieses Phänomen haben die Forscher dann auch gleich parat: Der Kunde will durch sein Geld einen hohen sozialen Status vortäuschen, von dem die Frauen dann wiederum auf gute Erbanlagen schließen sollen, was sie zur Paarung ermuntert - und das eben nur bei Frauen, die auch grad bereit dazu sind, Nachfahren zu zeugen. Ob damit die genetischen oder finanzielle Erbanlagen gemeint sind, geht übrigens nicht aus dem Artikel hervor. Daniel Kruger von der Universität Michigan kann da zwar kein Licht ins Dunkel bringen, hat dafür aber eine Studie durchgeführt, die uns verrät, dass der Moneten-Trick vollkommen aufgeht:
„Jene 25 Prozent, die besonders knauserig waren, hatten in den vergangenen fünf Jahren mit drei Frauen geschlafen.
Dagegen hatte jene 25 Prozent der Männer, die verschwenderisch waren und auch Schulden nicht scheuten, im selben Zeitrum mit doppelt so vielen Partnerinnen Sex gehabt.“
Was schließen wir daraus?
Wer mehr Geld ausgibt, hat öfter Sex mit verschiedenen Partnerinnen. Das kann jetzt einerseits bedeuten, dass der spendable Typ tatsächlich einfach mehr Frauen anzieht und deshalb eine größere Auswahl hat, kann aber andererseits auch bedeuten, dass diese Frauen alle nur Prostituierte sind und den Mann mit den Spendierhosen nur für die Zeit im Bett und nicht auf lange Zeit hin glücklich machen, der Versager also Geld ausgeben muss, um überhaupt mal Sex zu haben.
Aber ist es wirklich nur der pure animalische Trieb nach Fortpflanzung, der täglich dafür sorgt, dass es immer neue Peter-Zwegat-Staffeln geben wird? Kruger zumindest ist davon überzeugt. Schon in der Steinzeit wurden demnach jene Männer bevorzugt, die gute Versorger waren. Heutzutage wäre dieses Prinzip nach wie vor aktuell und wäre lediglich an die Zivilisation angepasst worden:
„Wir zeigen unser Potenzial durch die Produkte, die wir kaufen.“
Und ein Mann mit ner "Extra groß"-Kondompackung macht eben auf den ersten Blick mehr an als der, der die „One Size Fits All“-Packung greift. Laut Millers Buch „Spent. Sex, Evolution and Consumer Behavior“ sind viele Produkte in erster Linie nur Signale und erst sekundär überhaupt Objekte für den eigentlichen Gebrauch gedacht. Wenn also vor euch jetzt son Typ mit den XXL-Kondomen, breitem Grinsen und Sonnenbrille an der Kasse steht, solltet ihr noch lange nicht davon ausgehen, dass er die auch mal benutzen wird – mit großer Wahrscheinlichkeit ist das einfach nur ein Angeber, der die Kassiererin flachlegen will und deshalb gerne auch mal nen Kaugummi mit nem 100€-Schein bezahlt, weil er „es leider nicht kleiner“ hat.
Somit führen die beiden Evolutionspsychologen jegliches menschliches Streben darauf zurück, möglichst viele und hochwertige Nachkommen zeugen zu wollen. Alles, was ein Mann also tut, tut er also für die Frauen. Doch fleißige OPT-Leser wissen natürlich aus früheren Beiträgen, dass Frauen ja gar keinen Mister Niceguy wollen, der alles für sie tut. Der Trick der erfolgreichen Männer besteht nämlich darin, den Frauen nicht zu zeigen, dass am Ende alles nur dazu dient, um möglichst viele Frauen aufzureißen, zu beeindrucken und für sich zu gewinnen. Und so spaziert der XXL-Kondome-Käufer eben aus dem Laden, ohne sich anmerken zu lassen, dass er nur angeben wollte. Klar, so ein Typ kriegt natürlich (und hoffentlich) mit dieser Masche trotzdem keine Frau ab, aber im Grunde wäre es das Sieger-Prinzip. Mit nem BMW hätte es sicherlich besser geklappt.
Laut einer englischen Studie hängt sogar die Orgasmusfähigkeit vom Bankkonto des Mannes ab.
Englische Evolutionspsychologen haben in einer Studie
herausgefunden, dass sich ein vermögender oder erfolgreicher Mann im
Sexualleben der Frau positiver auswirkt. Die Untersuchung wurde an
5.000 Chinesen durchgeführt und beinhaltete Fragen über ihre
Vermögensverhältnisse, Leben und Sexualität.
Lediglich
121 der insgesamt 1.534 sexuell aktiven Frauen hatten beim Sex immer
einen Orgasmus. 762 Frauen hatten ihn ab und zu, 408 häufig und 243
fast nie oder selten. Die Vergleiche ergaben, dass die weiblichen
Orgasmen mit dem Einkommen und Status der Männer stiegen.
Das
ließe aber nicht den Schluss zu, dass reiche Männer besser im Bett
wären, sondern die Frauen den Sex subjektiv intensiver empfinden. Die
Forscher vermuten eine Verschiebung der evolutionären
Selektionskriterien. Früher ging es um Gesundheit und Kraft, heute um
Geld und Macht.
Außerdem erklärt sich hier, worin der Konflikt zwischen beiden Geschlechtern letztendlich besteht. Beide haben das Ziel, möglichst viele, hochwertige Nachfahren zu zeugen und zu bekommen. Das ist für die Frau ein Prozess von mindestens 9 Monaten, während der Mann – je nach individuellem Rekord – mit zwei oder drei Minuten schon ganz gut auskommen und zur nächsten Frau weiter ziehen kann. Die Frau muss ihren Mann also sorgfältig auswählen, während der Mann die relativ hohe Chance hat, irgendwo in seinen Bettgeschichten auch mal eine Frau mit sehr guten Erbanlagen zu erwischen. Männer suchen demnach Masse, Frauen dagegen Klasse.
„Früher, wär so einer wie ich peinlich gewesen, früher hätte man gesagt "auuu, gottlchen äh so’n Mann in den besten Jahren macht sich zum Affen wegen so ner jungen Frau" - da ist unsere Gesellschaft aber heute nen ganzes Stück weiter. Heute kannst du dich locker zum Affen machen ..äh...beziehungsweise sogar im Gegenteil. Heute isses ja wie äh.. äh.. beim King Kong. Heute kriegt der größte Affe die geilste Schnalle.“
Stromberg
Doch es gibt Zweifel an dieser Theorie.
Zugegebenermaßen fand die biologische Entwicklung des Menschen zu 99% in der Zeit der Jäger und Sammler statt und bis heute hat sich da wenig verändert. Emile Durkheim ist jedoch der Meinung, dass der soziale Faktor die menschliche Natur formt und wandelt und somit zwar der Körper immer noch dem eines Affen ähnelt, Frauen aber längst nicht mehr den besten Versorger zum Mann wählen, weil die Auswahlkriterien sich längst von denen der uns Verwandten Primaten unterscheiden. So halten Kritiker die Rückführung allen menschlichen Strebens auf den Wunsch nach Sex für überinterpretiert.
„Wer ein Instrument beherrschen will, der muss viel Zeit und Energie investieren. Folglich spielen Männer nur deshalb Gitarre, um den lauschenden Weibchen ihre genetische Fitness zu präsentieren.“
Klingt für mich jetzt gar nicht so weit hergeholt, aber gut.
Außerdem schätzen Frauen in einer Studie zwar Millers Worten entsprechend einen Porsche-Fahrer grundsätzlich als attraktiver ein als einen Honda-Fahrer, „allerdings nur für den schnellen Sex, nicht als langjährigen Partner in einer Ehe.“ Das bedeutet im Klartext, dass der Porsche-Fahrer zwar gute Gene impliziert, allerdings nicht für Aufzucht der daraus resultierenden Kinder erwünscht sei. Frauen unterteilen die Männer in ihrem Leben also in Be- und Versorger.
Und so haben wir mit Darwins Hilfe zumindest das Mysterium um Seitensprünge und Kuckuckskinder entschlüsselt. Alles andere, das ihr aus dem Artikel mitnehmt, ist eure Sache. Mein Tipp: Seid heute spendabel und gebt ruhig mal einen aus. Und kauft verdammtnochmal Kondome, die euch auch passen, das ist einfach nicht cool.
So, Freunde. Wie wir alle wissen, ist heute vor etlichen von Jahren das uneheliche Kind von Maria und Joseph zur Welt gekommen. Gott trat dabei als Samenspender auf, ohne Maria zu fragen. Man vermutet, er tat dies aus Angst, dass diese ihn ablehnen und Joseph als Vater vorziehen würde, weil es damals noch so etwas wie Treue gab. Heutzutage würde Maria sofort zum Gott-Groupie mutieren. Jedenfalls hat Gott sich da ganz gut aus der Affäre gezogen und ist zum Zeugungsakt gar nicht aufgetaucht, so dass die Polizei keine Beweise fand und Gott somit keine Alimente zahlen muss. Schließlich kann son Jesus nicht auf ewig mit Gold,Weihrauch und Myrrhe durchgeboxt werden. Es sei denn, es ist sau viel Gold, Weihrauch oder Myrrhe, weil man das dann verkaufen kann. Ich weiß aber nichts von einem LKW, in dem die drei Könige gefahren sind.
Jedenfalls will ja jeder mal Jesus sein und wäre gleichzeitig auch gerne mal König und deshalb hat George Bush damals Weihnachten erfunden. Jetzt werden wir alle mit Sachen beschenkt, als wenn wir Jesus wären (wehe, ihr schenkt mir Weihrauch oder Myrrhe!) und verschenken gleichzeitig anderen Leuten Dinge, um mal König zu spielen (ich verschenke Weihrauch und Myrrhe). Um das ganze Spektakel jetzt noch mehr seinem religiösen Zauber zu berauben, zeige ich euch im folgenden Teil ganz viele lustige Geschenke, die zwar eigentlich sinnlos sind, aber mit Sex zu tun haben. Was daran so super ist, dass sie mit Sex zu tun haben? Das musst du selber wissen, du hast doch bei dieser Headline geklickt. Mir ist das vollkommen egal, was daran toll ist, aber es ist nunmal irgendwie das Thema des Blogs.
Als erstes mal was zum Naschen für die Kleinen...
...und ein lustiges Superman-"Kissen"...
Für die Single-Frau dann das hier:
Tjaaaa, und warum ist die Dame auf einmal Single? Das wäre natürlich nicht passiert, hätte sie ihrem Freund über nicht behauptet, dass sie noch Jungfrau wäre. Zum Glück kann da jetzt Abhilfe geschaffen werden. Für ein "tight, wet feeling":
Der Mann von Welt trägt dann übrigens das hier, um die neue Jungfrau zu verführen:
Parfüm mit Fleischgeruch, ab sofort in jeder US-Filiale von Burger King. Wem das noch nicht überflüssig genug ist, der kann dann gerne noch diesem neuen Trend aus Asien folgen:
Ich hoffe, ihr bekommt alle bessere Geschenke. Wer Spaß daran hatte, checkt regelmäßig die Topsexliste von jetzt.de oder wie üblich: Bild.de
Wie jedes Jahr hat der Mitbegründer dieses Blogs, Chrizzo, ein Geschenk für euch alle im Gepäck. Sein Bart ist zwar weder weiß noch sonderlich lang, aber der Bauchumfang stimmt zumindest. Unterstützt wird er hierbei von dem Courtmasta, der quasi schon sowas wie ein Co-Autor von O.P.T. ist und sich außerdem stolz auf die Fahne schreiben darf, einen besseren Alice Schwarzer-Remix als die Jungs von King Orgasmus geschraubt zu haben.
PS: Wer mich auch mal beschenken will, wählt aufHiphop.de"OptimusPrimeTime" als besten Blog und Courtmasta und Chrizzo in allen nur möglichen Kategorien.
Im Zuge der Veröffentlichung des vor kurzem erschienenen "Deutschlands Vergessene Kinder"-Samplers brachten die Mitarbeiter der Arche zwei Bücher heraus, das gleichnamige "Deutschlands Vergessene Kinder" als auch "Deutschlands Sexuelle Tragödie". Letzteres lag Freitag letzter Woche in meinem Briefkasten.
Das Buch gliedert sich in viele 3-bis-5-seitige Geschichten über die Einzelschicksale von vielen der Kinder, die die Mitarbeiter der Arche im Laufe ihrer Arbeit dort kennen gelernt haben, dazu gesellen sich zusammenfassende Erkenntnisse und Anmerkungen der Autoren zu jeweils einem Bündel von Geschichten. Schon im Vorwort wird deutlich, was das Hauptanliegen der Autoren bei der Veröffentlichung war: Die Problematik nicht länger totzuschweigen.
"Das einstige Tabu, mit dem das Thema Sexualität behaftet war, ist längst dem Tabu gewichen, über die Folgen der sexuellen Freizügigkeit zu sprechen. Dass es Sexsucht, Pornografiesucht und extreme sexuelle Verwahrlosung gibt, wird nur selten thematisiert."
Thomas Schirrmacher im Vorwort
Als Schwerpunkt für die Lösung kristallisieren sich recht schnell die Knackpunkte heraus. Die Eltern (,wenn man denn davon sprechen kann, da in den meisten Fällen nur eine Mutter im Umfeld des Kindes anwesend ist,) und deren Umgang mit Sexualität, quasi die durch das Vorbild der Eltern erlebte Wertevermittlung. So ist es in den beschriebenen Familien keine Seltenheit, dass Kinder gemeinsam mit den Eltern Pornos schauen oder ihnen direkt beim Sex zuschauen, oder andersrum: die Eltern gerne mal ins Zimmer kommen, wenn der Sohn gerade aktiv ist. In ganz prekären Fällen schläft auch die Mutter mit den Freunden der Tochter und zwingt die Tochter zu einem Dreier mit dem Stiefvater. "Ist doch was ganz natürliches, ist doch nur Sex" ist dann meistens die Begründung. Dass die frühe Konfrontation mit diesem Thema oft die Kinder für das ganze Leben schädigt, ist keinem Elternteil bewusst. Der vorgelebte Lebensstil vermittelt keinerlei Zusammenhang zwischen Liebe und Sex, Kinder sehen ständig ihre Mutter den Partner wechseln und leben es nach, investieren gar keine Kraft in den Versuch, eine Beziehung lange aufrecht zu erhalten.
Viele Kinder erfahren zu Hause eine emotionale Distanz, da die Mutter genug mit ihren eigenen Probleme zu tun hat, und sehen Sex als eine Art Hochleistungssport, wo man sich mit geringem Einsatz schnell Anerkennung holen kann. Nicht selten wissen schon 15-Jährige nicht mehr, mit wie vielen Leuten sie schon im Bett waren, aber prahlen dafür gerne damit, was sie im Bett so "drauf haben". Und wenn eine 14-Jährige auf einer Klassenfahrt 4 Jungs nacheinander in einem Zimmer oral befriedigt, ein Junge dann mehr will und sie daraufhin vergewaltigt, während die anderen 3 ihn anfeuern - und der Lehrer dann noch sowas wie "Wie kannst du denn sagen, dass du das nicht wolltest, wo du vorher gleich mit vier Jungs im Bett warst" erwidert - dann weiß man irgendwie schon gar nicht, was jetzt das krasseste an dieser Geschichte ist.
Nun könnte man natürlich meinen, dass diese Entwicklung nur eine kleine Gruppe der Gesellschaft betrifft, die zudem dem so genannten Prekariat zuzuordnen ist. Doch es finden sich auch Kinder im Buch, deren Eltern Lehrer oder Polizisten, also im weitesten Sinne Beamte sind. Eine Journalistin trug an einen der Autoren die Frage heran, ob denn diese Schicht nicht für immer unter sich bleiben würde und diese Dynastien nicht geschlossene Kreise wären - also im Prinzip ja für die Gesellschaft keine Gefahr bestünde - woraufhin dieser ganz entsetzt reagierte. Natürlich ist es ein Fakt, dass der Großteil dieser sexuellen Verwahrlosung Menschen aus oder in sozialen Brennpunkten betrifft und die gesellschaftliche Oberschicht seltener davon betroffen ist. Ein ebenso wichtiger Fakt ist allerdings, dass gerade diese Oberschicht viel seltener und weniger Kinder bekommt als die von der Journalistin angesprochene Unterschicht. Denn Verhütung spielt bei guten 95% der Kinder in der Arche gar keine Rolle, weder wegen Schwangerschaft, noch wegen Geschlechtskrankheiten. Überträgt man die Aussagen der Kinder mal auf das ganze Land, müssten 80% der Deutschen eine Latexallergie haben und könnten deshalb ja leider keine Kondome benutzen.
Doch das Buch ist kein einzig großer Klagebericht. Neben den bereits angesprochenen Kommentarseiten der Autoren, die die Probleme nochmal auflisten und aufzeigen, wie man diese umgeht, finden sich in diesem Buch auch zwei-drei Kinder, denen der Weg aus dieser verwahrlosten Lage gelungen ist. Wichtig dafür war in erster Linie, dass die Kinder es selber wollen; dass ihnen bewusst wird, dass in ihrem Leben was schief läuft und dass die Realität, die sie erleben, keineswegs Normalität bedeutet. Dafür stehen vor allem Bildung und Aufklärung im Fokus, ferner das Erlernen des richtigen und reflektierten Umgangs mit Medien und das hautnahe Erleben von Vorbildern anhand der Eltern.
MySpace - Die moderne Kontaktbörse MySpace - Die moderne Kontaktbörse MySpace - Die moderne Kontaktbörse
Nachdem ich euch in Teil 1 schon beschrieben habe, wie ihr das perfekte MySpace-Profil bekommt, geht es nun darum, euch zu zeigen, was ihr mit diesem Profil alles anfangen könnt und teilweise sogar müsst. Action.
Weiteres Verhalten
Fotos hochladen
Fotos hochladen ist extrem wichtig, damit deine Freunde wissen bzw. nicht vergessen, wie du aussiehst. Kennt man ja, kommt öfter mal vor im Freundeskreis - muss verhindert werden.
Als erstes musst du dir unbedingt eine Digitalkamera besorgen, die du zu jedem „Event“ mitnimmst. Ob Wandertag, Geburtstagsparty oder einfach nur der Besuch der Schultoilette – warum sollte ein Detail deines Lebens undokumentiert bleiben und damit den Bewunderern deines MySpace-Profils vorenthalten werden? Eben. Solltest du auf einer Party einmal deine Kamera vergessen haben, vergewissere dich, dass jemand Anderes eine bei hat, und zwinge ihn dazu, auch ein paar Fotos von dir zu machen. Dabei ziehst du lustige Grimassen und hältst möglichst ein alkoholisches Getränk in Richtung Kamera. Das zeigt einerseits, dass du voll der coole Partymensch bist, der immer für nen Drink zu haben ist, und erklärt gleichzeitig, warum du so eine hässliche Grimasse schneidest. Die Grimasse wiederum beweist im Umkehrschluss allen Betrachter, dass du schon voll cool betrunken bist, und außerdem lenkt sie dann von deinem eventuell total grässlichen Gesicht ab, dass du mit einem normalen Gesichtsausdruck hättest. Ganz wichtig ist außerdem das obligatorische "Wir sind so super Freundinnen und knutschen deshalb rum"-Foto.
Wenn gerade keine tolle Party ansteht, ist das natürlich auch kein Problem. Schnapp dir deine Kamera, geh ins Badezimmer, damit Mama und Papa dich nicht sehen, und dann entkleide dich soweit, wie du gerade noch ansehnlich bist. Dann ein paar Fotos, am besten von oben oder unten, damit deine Brüste nah an der Linse sind und größer wirken, du aber trotzdem noch mit anderen Körperpartien auf dem Bild zu sehen bist - so fällt der Tittenfokus nicht so auf.
Aber ob nun Party oder Badezimmer oder Badezimmer im Partyhaus, achte auf jeden Fall auf die Mundklausel. Diese Klausel besagt, dass du nur cool und hip bist, wenn der Anteil deines Bilder, auf denen du mit Kussmund zu sehen bist, mindestens 50% beträgt, noch höher bedeutet hierbei gleichzeitig auch noch besser. Außerdem wichtig: Nach dem Hochladen eines oder mehrerer Fotos unbedingt noch ein so genanntes „Bulletin“ abschicken, in dem du am besten zu 20% deine Muttersprache verleugnest und um „Comments für die neuen Pics“ bittest. Wenn niemand deine Fotos mehr kommentieren möchte, nimmst du sie einfach offline und lädst sie neu hoch.
Fotos kommentieren
Da gibt es eigentlich nur drei Möglichkeiten:
A) Völliger Sprachverlust, gepaart mit Arschkriecherei:
aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaw, voll sweet, wie du da quckst, schadz!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! <3 und marie erst xDDD
B) Insider auspacken:
„nimm mich, oh hengst“, hahahahaha :D
C) Geschichte zum Foto erzählen:
boah, wie viel wir gesoffen haben xD
Geht übrigens bei allen Kommentaren um das gleiche Foto.
Statusaktualisierungen
Mit dem Status deines Profils kannst du dich super interessant machen. Am besten ist immer: Erkläre dich NICHT! Auf keinen Fall melden, was bei dir los ist – aber trotzdem was melden. „Scheiße“ kommt sehr gut.
„Boah, wie mich das aufregt“
„Hahahaha, beste Mathestunde ever“
„Warum immer ich????????“
„Das rettet mir echt den Tag“
„Juhu, endlich!“
„Scheiße, scheiße, scheiße!“
Am besten vermeidest du hier auch Insider, die überhaupt irgendjemand auf dieser Welt verstehen könnte. Du schreibst einfach etwas hin, was Interesse wecken könnte. Dann wartest du. Wenn dich jemand anschreibt und nachfragt, was denn los sei, sagst du „Nichts, wieso“ oder „Hm, ich will nicht drüber reden“ oder „Hm...sorry, aber das geht keinen was an“ - und wenn dich niemand anschreibt und nachfragt, aktualisierst du die Nachricht, indem du genau die gleiche Scheiße einfach nochmal abschickst, bis jemand nachfragt.
Topfriends
Am besten addest du dich erst einmal quer durch deinen Freundeskreis. Wenn du diese 2 Personen zusammen hast, addest du alle restlichen, deren Gesicht dir bekannt vorkommt. Daraus stellst du entweder eine extrem kleine Elite aus super duper Freundinnen zusammen, die zusammen durch dick und dünn gehen – oder du klatschst du ganze Topfriendliste mit 128 Leuten voll und tust so, als könntest du gar nicht entscheiden, wer dir am wichtigsten ist, weil du mit allen super duper befreundet bist und lässt deshalb die Topfriends von MySpace per Zufall variieren.
Sonderfall:
Beziehung
Du hast also einen Freund oder bist verliebt (im Optimalfall sogar beides). Als allererstes solltest du ihn so schnell wie möglich auf Platz 1 deiner Topfriends setzen, ganz egal, ob er vorher nicht einmal zu deinen Top 128 gehört hat. Dann stellst du dich auf „Vergeben“ und guckst ne halbe Stunde lang stolz auf dein eigenes, vergebens Profil. Danach terrorisierst du deine Freunde mit der stündlichen Aktualisierung deines Status: „Ich bin ja sooooooooo glücklich, hihi <3“ oder auch gerne „Verliebt und geliebt“ oder so. Wenn dein Freund nicht da ist, schreibt du „Schadz, I miss you“, auch stündlich aktualisieren. Außerdem musst du unbedingt einen „Schadz & me“-Ordner anlegen, in dem das obligatorische Kuss-Foto von euch beiden keinesfalls fehlen sollte. An deinen Nickname musst du jetzt „liebt ihren Schadz“ anhängen. Noch besser, wenn ihr Spitznamen für einander habt, also „liebt ihren Keks“ oder so.
Im Trennungsfall läuft das Spiel dann genau andersrum: Dein neuer Topfriend ist deine beste Freundin, bei der du dich in den Folgetagen ausflennen darfst. Die Freundschaft mit deinem Ex-Freund wird gekündigt. Du stellst dich sofort auf „Single“ um und löschst den gemeinsamen Ordner. Wahlweise kannst du auch alle Fotos entfernen, auf dem du zu sehen bist, und den Ordner dann in „Arschloch“ umbenennen, bis du ihn letztendlich löschst, sobald du einen neuen Freund hast, also in zwei Wochen. Dein neuer Status lautet „Warum nur, warum?“ oder „Ist niedergeschlagen“. Variante zwei gestaltet sich ähnlich, allerdings behältst du hierbei die Freundschaft mit deinem Ex-Freund bei und nervst stündlich mit Statusmitteilungen, die zeigen, wie gut es dir doch geht, damit er sich die Bohne ärgert, dass dich sein Verlust nicht im Geringsten stört, weil du eine starke Frau bist.
So, jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Und weil wir ja so gerne extrem gebildet wirken und deshalb Wikiquote stundenlang frequentieren, um ein passendes Zitat zu finden, mache ich das jetzt zum Abschluss auch mal so: