Berlin. Freitag, 2. September 2011. Ein Blick aus dem Fenster und die
Rapspot-Redaktion kommt aus dem Staunen nicht mehr raus: Die Sonne
schneit! Das kann nur eines bedeuten; Heute erscheint endlich das heiß
ersehnte fünfte Studioalbum des Wahlberliners F.R.! Wir hatten die
Möglichkeit, mit ihm ein langes Gespräch zu führen – von seinen Anfängen
in der RBA über lästige Interviewfragen bis hin zu den einzelnen Songs
auf dem Album. Viel Freude beim ansehen!

Wahnsinn ist alleine schon die Tatsache, dass der junge Braunschweiger Rapper Fabian Römer bereits seitdem er zwölf ist rappt und nun - neun Jahre später - schon das fünfte Studioalbum in den Startlöchern hat. Gerade in den letzten paar Jahren wuchs F.R. mit “Rap braucht Abitur“,
einigen Videosingles, Dauer-Top-Platzierungen bei TRL und Co. sowie
einer beträchtlichen Fanbase zu einer gestandenen Größe im deutschen Rap
heran. Mit "Ganz normaler Wahnsinn“ will er nun zeigen, dass aus dem Vollblut Rap-Wunderkind ein Vollzeit-Künstler geworden ist, der beinahe täglich allerhand abgedrehte Sachen erlebt – eben der ganz normale Wahnsinn.

Schule aus, schnell nach Hause, Tür zu geknallt, Musik aufgedreht und das “Blackbook“ aufgeschlagen, um ein paar Styles zu malen oder Zeilen zu schreiben. So in etwa muss Laas Unltd.
seine Jugend verbracht haben. Natürlich hat er die geschriebenen Texte
dann auch fleißig rappen geübt und so ist es kein Wunder, dass er nach
10 Jahren im Game immer noch dabei ist und mit “Blackbook“ am 26.8. sein bereits viertes Album veröffentlicht hat, welches in Zusammenarbeit mit dem Berliner Produzenten 7inch entstanden ist und den „echten Hip Hop zurück bringen soll“.
Ohne viel drum herum zu reden blättern wir für euch durch ein paar
Seiten des Blackbooks und beginnen sogleich auf dem Titelblatt…

An einem sonnigen August-Abend treffen sich nach einem langen Arbeitstag
drei Hip Hop Liebhaber auf der Frankfurter Allee Berlins. Bei den drei
Gestalten, die da mit einer kleinen Kamera und einem Mikro auf einer
Parkbank sitzen, handelt es sich um unsere Redakteurin Lina, Produzent
LeijiONE sowie Rapper Pyro One. Letzter wird am 2. September sein
zweites Soloalbum „Irrlicht“ herausbringen, welches schon jetzt mit den
beiden Vorabveröffentlichungen „Ein Mic“ und „Frankfurter Allee“ gut
repräsentiert wird. Wohin das „Irrlicht“ die Hip Hop Szene führen wird,
das wird im gemeinsamen Interview erörtert. Viel Spaß beim Zusehen.

Nach diversen Aufenthalten in deutschen Justizvollzugsanstalten und dem
Wechseln von Bozz Musik zu Echte Musik, ins Exil nach Marokko. Der
Frankfurter Rapper Yassir hat einen harten und steinigen Weg mit vielen
Tiefschlägen hinter sich - die er meist auch selbst zu verschulden hat.
2011 präsentiert er sich reflektierter und gereifter denn je. Wir
sprachen mit Yassir über das Exil in Marokko, die dortige Rap-Szene und
sein kommendes Album "Wenn der Schmerz spricht".

Vor fast schon wieder einem Jahr besuchte ich das letzte Mal den
Club Bahnhof Ehrenfeld in Köln, um dort Aloe Blaccs grandiose Liveshow
zu erleben. Am 17.08.2011 kam ich wieder dort hin, in der Absicht einen
weiteren aufstrebenden Stones Throw Künstler zu bewundern, der sich
besonders durch seine Soulgesänge einen Namen gemacht hat. Die Rede ist
natürlich von Mayer Hawthorne, der an diesem Abend mit seiner
vierköpfigen Band The County zu Gast war und, so viel darf ich jetzt
schon verraten, dem Vergleich mit Aloe Blacc locker standhalten konnte.

The 49ers nennt sich eine interessante Gruppe aus Delaware, die in Japan
wohl die meisten Anhänger hat und hierzulande nur wenig bekannt ist.
Ein Grund mehr für mich, die sympathischen Jungs Jas Mace und Marchitect
zum Interview zu bitten und höchst interessante Antworten zu bekommen.
Nicht nur, dass sie sich gerne mit Philosophie, Animes und der
japanischen Kultur beschäftigen, nebenbei machen sie auch noch
großartige Musik, die sie so bald wie möglich auch in unserer Heimat
bekannter machen wollen.

"New Education From Every Word" ist die Bedeutung des
nicht wirklich nach Abkürzung klingenden Bandnamens. Gegründet wurde
Nefew bereits 1995 und besteht aus Rapper Polemikk und DJ PA-Double.
Ironischerweise konnten die beiden Schweizer zuerst auf dem
Amerikanischen Markt Fuß fassen, da sie ausschließlich auf englisch
rappten. Trotzdem dauerte es bis 2007, dass ihr erstes Album
veröffentlicht wurde. Seitdem arbeiteten sie schon mit Künstlern wie
Masta Ace, Nottz, Green Latern und Co. zusammen. Wir trafen die
sympathischen Schweizer auf der Graffiti Box Summer Jam und hatten ein
nettes Gespräch, welches wir für die Nachwelt aufgezeichnet haben.


Seien es die Produktionen auf Blueprint, der Remix zu "Diamonds from Sierra Leone" oder erst kürzlich der Song "Monster" - wenn sich Kanye West und Jay-Z,
die beiden vielleicht größten Vertreter des HipHop's zurzeit, die
Klinke in die Hand geben entsteht dabei immer etwas von epischem Ausmaß.
Die logische Schlussfolgerung: Endlich auch einmal etwas über den
Zeitrahmen von einem 4 Minuten Track zu machen und so stand eine
5-Track-EP im Raum, die nun zu einem 16-Track-Album in der Deluxe
Edition herangereift als "Watch the Throne" auf iTunes für 12,99€ zu erstehen ist. Ohnehin ist es nahezu unmöglich sich "Watch the Throne"
zu entziehen. Dokumentation hier, Single da und sprechen tut sowieso
schon jeder lange über die Platte. Vor allem aber die beiden
Protagonisten selbst sprechen schon lange darüber oder vielmehr davon.
Frei von jeglichen Selbstzweifeln hebt Kanye West die Kollaboplatte auf
eine Schwelle mit "Thriller". Geht es nach
Jigga und 'Ye ist vor Release schon klar, dass man es hier mit einem
modernen Klassiker, nein, Meilenstein zu tun hat. Selbstüberschätzung?

Die beiden Berliner Kindergärtner Hammer & Zirkel, die sich
gelegentlich auch mal ganz gerne mit einem Mikrofon auf Hip Hop Bühnen
präsentieren haben zweifelsohne Livequalitäten, was sie auch auf der
diesjährigen Graffitibox Summer Jam im Yaam am Berliner Ostbahnhof in
Mickey Maus Bardemändeln unter Beweis stellten. Wir sprachen mit den
sympathischen Zeitgenossen kurz vor ihrem Auftritt über "TAAHM 2", die
bereits für Oktober angekündigte EP "Sex sells" und konnten miterleben,
wie reaktionsschnell der 130 Kilo Mann sein kann, wenn es darum geht
eine Wespe mit einem Plastikbecher zu fangen. Viel Spass beim ansehen.
