Beschreibung
Dijon est un bordel
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das Streik-Volk Frankreich
Wahrscheinlich habt ihr es alle
mittlerweile auch schon mitgekriegt, die französische Jugend
streikt...das heißt ich lebe seit Dienstag vor einer Woche wie Gott in
Frankreich. Ich penn so lang ich Bock hab, stehe langsam auf, spaziere zur Uni:
Wie erwartet ist die Uni noch immer verbarrikadiert, Scheiben
sind eingeschlagen, die Wände sind mit Plakaten tapeziert. Manche davon
beten jegliche verbale und körperliche Gewalt im Rahmen des Streiks
bitte einzustellen, andere ermuntern endlich aggressiver
durchzugreifen. Kleine Mädchen stehen hilflos vor den verrammelten
Türen, verharren dort den halben Tag in der Hoffnung,dass doch
irgendwann die Tore aufgehen und ihre "Amour, passion et politique auf
17ème siècle" Vorlesung anhören dürfen. Man bekommt den Flyer
für die nächste assemblée in die Hand gedrückt. Im überfüllten Amphi
hineingequetscht, höre mir zum Xten mal dieselben Reden an, die aus den
krebsroten Hitzköpfen hervorsprudeln. Dann wird abgestimmt: 1. Wahlgang: soll der Streik fortgeführt werden. 2. Wahlgang: soll die Uni weiterhin geschlossen bleiben.
Demokratie denkt ihr? Diese Abstimmungen sind der reinste Witz. Es
wurde schon bereits letzten Donnerstag dafür abgestimmt, dass die Uni
wieder geöffnet werden soll. Das wurde ignoriert, die Streikfraktion
hat kräftig propagiert, sodass sie seit diesem kleinen Ausrutscher
immer die Mehrheit bekommen haben. Aus der assemblée draußen, schreien sich die "Strop grève" und die "stop le CPE" Fraktionen weiterhin aus vollem Halse an.
Am Bahnhof ist die Trolleyinvasion ausgebrochen, die kleinen Studis
fahren auf unbefristete Zeit nach Haus zu Mama. Man hat ja schon
gehört, dass der Streik 4 Wochen gehen soll. In Paris geht es natürlich härter als im provinziellen Dijon zu  http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,406107,00.html
Umso ärgerlicher für die Regierung. Jetzt mucken nicht nur die banlieue Kinnas auf, sondern sogar die Studenten.
Soll das nun wirklich heißen, dass die netten Damen und Herren was verändern sollen?.............. ............... .................. vive la France 
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Geschrieben: 19:56, 15.03.2006 |
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Lachen ist gesund...meine neue Lieblingshomepage
Wenn das mal nicht DER reale Gangsta in da hoood is, Altääär!
Stucki wünscht euch viel Spaß mit THE REAL GANGSTA DOMINIK
http://realgangsta.de/14190.html
Falls ihn jemand demnächst in der Zoohandlung sieht: ich hab im Juli Geburtstag!

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Geschrieben: 12:45, 12.02.2006 |
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Augenkrebs! stuck in allen lebenslagen
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5 Monate Frankreich - Bilanz
Ihr habt Deutschland satt? Eure Uni stinkt?
Dann sucht euch das richtige Land und die richtige Stadt aus (so weit
in den Süden wie es nur geht)...und kommt nicht auf die karrieregeile
Idee nen Doppelabschluss machen zu wollen. 5 Monate rum, noch 19 weitere Monate bei den Baguettefressern. Zeit für eine erste Bilanz:
Dijon...wieso hat mir keiner vorher gesagt, dass das das Niederbayern
Frankreichs ist?! Nunja, erstmal im Teufelskreis drin, gibt es kein
zurück mehr: wer kann schon das verprasste Stipendiengeld
zurückzahlen...dann muss man sich die Zeit eben so angenehm wie möglich
gestalten. Panachéee oooooh panachéee... Starten wir mit der positiv-Liste: - Panaché
(wer bei der Studie
"wie-viel-panaché-muss-man-in-welchem-Zeitraum-trinken-dass-man-breit-ist"
mitmachen will kann sich gerne bei mir anmelden)
- das 15Euro aller-retour Ticket am Wochenende nach Paris
- weichherzige Barkeeper, die einen den ganzen Abend umsonst mit Ricard versorgen
- das LeShanti
- viele Theater zu bezahlbaren Preisen
- der LacKir
- der Kir zum trinken :)
- gib mir noch n Kanister Wein
- Schoko croissants von der boulangère meines Vertrauens
- mein Appartment...mit all seinen Macken.
- das französische flair mit mintgrünen bis orangeroten Hundehaufen auf der Straße
- immer bei rot über die Ampel gehen dürfen
NEGATIV: - Trolleyinvasionen
am Donnerstagabend am Bahnhof. Der französische Durchschnittsstudent
verbringt nämlich das Wochenende über auf Mamas Schoß und kommt
Montagmorgen mit Trolley direkt in die Uni, mit 4 Tupperdöschen mit
vorgekochtem Essen von maman. Maman, je t'aime.
- Am Wochenende sind deshalb fast nur Rentner, andere ausländische Studenten oder kleine lycéen-Kinder in der Stadt.
- Wenn man am WE dann wirklich viel Geld für Eintritt zahlt ist man umringt von 16 und 17jährigen, genau: die lycéens.
- wenn
diese Kinder nicht in die Clubs reingelassen werden parken sie schon
mal ihr Autochen direkt vor deiner Haustür in der Fußgängerzone und
hören ihre Musik so laut, dass du in deinem Bett im 3.Stock vibrierst -
bis die Autobatterie leer ist..
- à propos Bett und
wackeln...meine Nachbarin hat fast jeden Morgen um halb sieben
lautstarken Sex...würde sie das ne Stunde später machen könnte ich mir
wenigstens das Weckerstellen sparen.
- der andere Nachbar ist hoffnungsloser Vengaboys-Fan
- PMS-Dozentinnen
an der Uni: "ihr arbeitet nicht ich Fickfotzen, ich geh jetzt, man
sieht sich bei der Klausur hähähä, ich will euch dann alle flennen
sehen"
- die Sektretärinnen schauen nach dreifachem Wiederholen
deiner Frage noch immer nicht vom Bildschirm hoch - wenn man 5 Min dann
einfach stehenbleibt wirst du dann von einer Kreisch-Schallwelle aus
dem Raum gepresst. Tschüs Madame.
- Kommilitonen laufen rot an, wenn du sie etwas fragst, antworten einsilbig und rennen weg....zu Mami!?
- Fachleiter
der Amerikanistik bekommen in ihren Vorlesungen nur das erste Viertel
des Satzes auf Englisch hin..der Rest wird auf frz. erklärt.
- Achso,
so was wie ein Vorlesungsverzeichnis gibt es auch nicht. Die Herren und
Damen sind so nett und teilen dich in die Kurse ein - die wissen besser
was einen interessiert: ich liebe Seminare wie "The British Landscape
after the IR" und ich würde auch gerne noch 500 Mal die Nouvelle
Heloise lesen, jajaja. Ihr seid zu gut zu mir.
So. Keine Lust mehr weiter rumzumeckern. Das muss reichen
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Geschrieben: 15:55, 9.02.2006 |
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