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17.04.2006 - Busta Rhymes - The Big Bang Preview

Busta Rhymes' neues Album, The Big Bang kommt am 2. Juni. Hier erfahrt ihr exklusiv was euch erwartet, wer was beigetragen hat und wie Dre so seine Beats macht...


Kurz vorwech: du hast www.highlight-entertainment.com eingetippt und bist hier gelandet? Gjep, das is so geplant. Solange bis die neue Highlight Website steht, erfahrt ihr hier alles was ihr wissen müsst. So viel fürn Anfang: "F.o.L. Proll - Facts of Life", das geilste Mixtape des Jahres, kommt am ersten Juni. Zum Thema.



Bussa Bus bekam in letzter Zeit weit mehr Aufmerksamkeit als erwartet, allerdings auch andere als er sich gewünscht haben dürfte. Nachdem einer seiner Bodyguards beim Star-gesprenkelten Video-Shoot zum "Touch it"-Remix erschossen wurde, beherrschte das Thema wochenlang die amerikanischen Rap-Medien. Vor allem Bustas Zwiespalt zwischen Loyalität zur Familie des Opfers und dem pervertierten "never-snitch"-Dogma der Rap-Welt, verführte die halben Staaten zu Kommentaren. So schnell kann aus Effekt-geilem Gangsta-Gelaber auf Club Tracks eine ernsthaft behinderte Situation werden. Wer hätte das gedacht.




Am 2.Juni knallts erneut: Bustas Big Bang klatscht endgültig in die Läden und soll dem Newschool Leader einen neuen Karriere Höhepunkt verschaffen. Universal, das Zuhause von Aftermath Records, dass seit 2004 Bustas Zuhause ist, war das wichtig genug um mich zusammen mit einem seltsamen Haufen Musikjournalisten nach Berlin einzuladen, wo das Album dann mit etwas Gedöns drumrum vorgestellt wurde. Wie's so war schreib ich die Tage, jetz ersma etwas dass fast genauso interessant werden dürfte wie mein Privatleben: das Album. The Big Bang.


"Touch it" sollte ja inzwischen bekannt sein, neben diesem Banger finden sich auf dem Album noch Tracks von und mit Dr. Dre, Timbaland, Will-I-Am, J Dilla, den Neptunes, Scott Storch, Swizz Beatz, Sha Money XL, Jelly Roll, Denaun Porter, Hill, Just Blaze (soweit die Produzenten), Kelis, Eminem, Stevie Wonder, Rick James, Nas, ODB, Biggie, Raekwon und dem Flipmode Squad. Harte Liste wa? Ob sie komplett stimmt, kann ich euch nicht sagen, die Hälfte sind aber offizielle Ankündigungen, den Rest hab ich gehört.

Auch wenn Bustas Manager neben der exzessiven Verwendung des Wortes "loyalty" auch mit dem Verweis auf den Tiefgang ("the most personal album") der Platte überzeugen wollte, im Endeffekt klingt das Album beim ersten Hören wie dass, was man von Busta Rhymes erwartet: musikalisch hochwertige abgeh-Mucke. Daneben stehen ebenso geile langsamere Tracks, wie das Sha Money XL produzierte "Been Thru The Storm" mit Stevie Wonder (!). Fangenwe hier kurz an: Der melancholische Drama-Track lässt Stevie genug Platz um zu zeigen warum er King ist. Am Ende legt Fiftys rechte Hand Sha Money XL noch ein paar Streicher drauf und steigert den Track zum dramatischen Sturm. Echte Musik also.

Die Single nach "Touch It" wird übrigens "I Love My Bitch" mit Nas seiner Ollen, Kelis, und dem hippen Homo Will-I-Am von den Black Eyed Peas. Ein karibisch angehauchter R'n'B Club Track, auf dem Busta zum hundertsten Mal einen neuen Style auspackt. Halb geflüstert, halb gesungen, nur halb maskulin, aber schön anzuhören.Was den Chorus Text angeht (Kelis und Busta wechseln sich mit "I love my bitch" und "I love my nigga" ab) bin ich schon sehr gespannt, wie verkackt die Clean Version klingen wird. Der angesprochene William singt dezent das Hook-Intround hat ansonsten den Beat gebaut. Insgesamt korrekt anzuhören und bald in deinem Club.
Wenn ihr bis dahin nicht warten wollt: Busta liebt Nas seine Bitch auch schon vor dem Album Release. Zum Beispiel auf dem Kay Slay Tape "The Art of War" (hosted by Duke da God).



                                          

Beim nächsten Track der aus der netten Soundanlage auf die versammelten Journalisten regnete fiel mir dann auf, dass entweder mein Englisch oder die offizielle Liste auf der offiziellen Website fürn Arsch ist. Also wohl das zweite... Den okay-en bis coolen Track mit gesampeltem Rick James Part (RIP) namens "In the Ghetto" hat nämlich soweit ich weiß Eminems Ex, Green Lantern, produziert. Der ja oben in meiner Aufzählung nicht vorkommt. Whatever. Stevie Wonder und Rick James. Wow. Der Big Bang.

Was meiner Meinung nach gerne auch'ne Single werden dürfte ist "Get Down" (ich denke das is der Name), produziert von Timbaland. Der Beat ist killer und Bussa weiß, wie man die Bitch zu ficken hat.


Weiter im Club: "How we do it over here" kommt mit Dr.Dre Beat und erinnert leicht an Touch it. Missy hilft beim Rappen und möchte von Busta angefasst werden (vielleicht dachte sie, sie schreibt für den Touch it Remix. Höhö.). Der Beat rockt und ich hätte auf den ersten auch nich gemerkt dass er vom Doc is. Aber was weiß ich schon.

Swizz Beats hat neben Touch it auch noch den Representer New York Shit beigesteuert, auf dem Busta am Ende alles aus-shoutet was New York zum Big Apple macht. Inklusive den Leaders of the New School. Vor den Shouts gibt es eine angenehme Version  klassischer New Yorker Rap Musik, in der Busta der jungen Dirty South-Fan Generation unserer ehrwürdigen Kultur den Apfel erklärt.
Laid back, soulful und auch nicht über spektakulär. Aber sehr angenehm zu hören. Unter anderem auch schon auf dem erwähnten Kay Slay Tape.

Deep wirds dann bei "Imagine" mit Dre. Und Dre (attention suckers:) rappt!! Oh-Wee. Und zwar genau so wie vor 15 Jahren. Busta singt wieder fast, und überzeugt wie immer absolut mit seinen 4000 Styles, die einen auch nach 3000 Busta-Tracks noch überraschen können. Inhaltlich geht es langweiliger Weise um das lustige "was wäre wenn es Rap nicht gebe"-Gelaber. Na ja gut, so schlecht ist das gar nicht.

Noch sechs Fuß deeper gehts bei der nächsten Dr.Dre Produktion: in alter Stan/Bonnie&Clyde Tradition erzählt auch Busta mal eine düstere Geschichte und begräbt irgend jemanden lebendig. Genauer konnte ich nicht zuhören, sonst hätte ich es nicht geschafft ausreichend Gratis-Whisky abzuschöpfen. Auf den Beat und James Cruz' Moderation habe ich aber sehr wohl gehört. Neben dem gesungenen Hook sorgen Heartbeats, Spatenstiche und Streicher für das passende "am-Arsch-in-der-Kiste" Feeling. Die geil-kommenden Spatenstiche und Dreck-auf-Sarg Geräusche (eingebaut im Beat) hat Dr.Drizzay angeblich selbst im Studio erzeugt, ausgestattet mit fünf Mikrophonen, Schaufel und einem Haufen Erde. Warum auch immer er nicht auf ein beliebiges Sound-Archiv zurückgegrfiffen hat weißichaunich. Vielleicht damit James den Journalisten was zu erzählen hat. Ein guter Track, klingt nach Stan oder auch Bonnie&Clyde, auch wenn die nicht direkt von Dre produziert wurden, man merkt den Familien Stempel.

Was die Sounds angeht: Deutschlands bester Film-Vertoner, Rap-Abmischer und humaner Klangerzeuger Dr.Markuse (Ruhrsound Studio Dortmund und Highlight Entertainment)hat mich da aufgeklärt: wenn man einen bestimmten Spatenstich Sound im Kopp hat, macht das absolut Sinn selbst was zu erzeugen. Nnnnna gut. Auch Dr.Dre sollte sich da aber vielleicht nochmal aufklären lassen. Alternativ zu der Idee das Studio-Parkett abzufucken, nutzt man in Filmstudios meist Kinderplanschbecken ohne Wasser, die mit mehreren Laken ausgelegt werden, um dann darin mit Hilfe von Steinplatten und Kies passende Sounds zu erzeugen...
Ich hätte wahrscheinlich auch einfach den Dreck und die Schaufel genommen. Nix für ungut Dre, es gibt immer einen Doktor der noch mehr Plan hat.

Wer übrigens auch einen Beat beigesteuert haben soll, aber oben in der Liste fehlt, ist DJ Scratch, der auf nahezu allen Busta-Alben vertreten war. Welchen Track er gemacht hat weiß ich nich mehr genau.

Zum Fazit: wenn der Rest des Albums da weitermacht, wo das, was ich gehört hab anfängt, bekommen wir ein qualitativ und musikalisch geiles Album. wenn auch nichts, was man von Busta Rhymes nicht erwarten durfte. Absolut auf der Höhe der Zeit, absolut nicht Dirty South gebitet (wir bringen hier New York back, sagt James Cruz) und absolut Club-geeignet. Die interessanten Features sind ein weiterer Pluspunkt. Keine Ahnung ob es echt Bustas bestes Album ist, aber es ist ein gutes. Oder ich war einfach nur blau vom gratis Whisky...


Big Bang Pt.2! Mehr Infos, Busta spricht und du hörst die Songs






  




17.04.2006 - Holla

Geschrieben von musicmonk
Das macht aber stark Lust auf mehr...........
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17.04.2006 - Kommentar ohne Titel

Geschrieben von oliver
Es wird auch Zeit, dass Busta ein richtig geiles Album raushaut. Und rein intuitiv würde ich jetzt schon mal vorgreifen und behaupten: Das Ding wird ein Classic...
(Hoffentlich belehrt mich die böse Realität nicht eines besseren - aber man darf ja noch Träume haben, oder?)
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17.04.2006 - aw

Geschrieben von toxik
is nix neues was busta da macht, aber er hat auf jeden alles was man braucht um das beste album der karriere zu droppen. und er macht sein ding auf jeden mindestens genauso gut wie immer.

inhaltlich würd ich ma sagen is das langweilig aber musikalisch dürfte es geil werden.

die wichtigste erkenntnis war für mich schoma das ers nich verkackt hat. er packts auf jeden absolut up to date zusein und trotzdem nach wie vor nach busta rhymes zu klingen. das is schonmal viel wert.

bussa is auf jeden schon n phänomen, dafür dass ers schafft über fünf generationen immer vorne mit dabei zu sein und sich immer wieder "neu zu erfinden".
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17.04.2006 - Kommentar ohne Titel

Geschrieben von Anonymous
ich weiss des is "dein" blog, aber "hipper Homo Will.i.am" ja? musste des sein?? vor ihm solltest du echt mehr respekt haben als hiphopper! du hast 100 pro keine ahnung von seiner geschichte, also studier die erst ma bevor du solche äusserungen machst.
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17.04.2006 - Thx

Geschrieben von DeineMutter.de.vu
Danke für den ausführlichen Artikel. Das Album ist gekauft!
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18.04.2006 - aw homo hop

Geschrieben von toxik
ich hätte den spruch auch gebracht wenn ich respekt vor william hätte. is ja schön das es bep gibt, wenn man sie als pop band betrachtet machen sie dafür gute, anspruchsvolle musik. und sie bringen den 6-jährigen kartoffeln rap musik näher. you got props.

ich hab mich da natürlich nochmal schlau gemacht. bisher dachte ich immer, william hätte nur jahrelang im underground rap musik gemacht, um dann mit seiner band das gelaber vom real-keepen gegen die große chart karriere mit sängerin zu tauschen.

jetz weiß ichs besser. Will-I-Am hat außerdem den titel Song für den Comic Samurai Jack gemacht!! Und etwas Musik für Dexter's Laboratory!! Auch wenn Dexter irgendwie schwul is, man sollte jetzt natürlich riesen Respekt vor William haben. 'N High School Abschluß hat er sogar auch. Unglaublich.
Hab ich was vergessen oder wars das wirklich schon?
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18.04.2006 - ...

Geschrieben von musicmonk
Da wär dann noch der normale Respekt, den man vor einem fremden Menschen hat. Und selbst wenn er homosexuell wäre....blabla...immer diese seltsam lächerlichen Kindereien im HipHop
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18.04.2006 - Ey

Geschrieben von toxik
ich muss mir jetz ja wohl nich die Zeit nehmen leuten die selbst rap hören meine verwendung des Wortes schwul zu erklären, oder? Gut.
Soll er doch schwul sein, is doch super, darum geht's ja nich. Sagt ja auch keiner das ich null Respekt vor ihm hab. Ich bring ihm sogar ganz genau den Respekt entgegen den ich jedem normalen menschen entgegen bringe: ziemlich wenig...

Ich hate den Mann ja nich, ich drück ihm nur ein paar Sprüche.Das mach ich mit jedem und vor allem mit leuten die ich lächerlich finde. dat is hier son Ding unter uns pubertären Hiphoppern, weißte? Steht ja jedem frei stattdessen Wir sind helden oder Torch zu hören.

Ich kann ja ma ne Blog Anleitung droppen. so nach dem Motto "der autor drückt allen und jedem prinzipiell sprüche, nicht traurig sein".
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19.04.2006 - Big Bang

Geschrieben von Anonymous
klingt ja vielversprechend!
der von DJ SCRATCH produzierte track ist übrigens "New York Shit"!SWIZZ wird zwar gefeaturet,aber der beat ist von SCRATCH!!!
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