Am 12. Mai erscheint Jim Jones' Doku DVD "This is jim Jones". Hier gibts schon mal drei Trailer, Ausschnitte, wasauchimmer.
Ich bin noch nicht sicher ob ich Jimmys neues Album Pray IV Reign nur gut finde oder feier (feiern tu ich übrigens das CNN Album!!), die Doku wird aber auf jeden interessant sein. Dabei interessieren mich selfmade Dokus fast nie.
Selbstgemacht hats der Jimmy auch nicht, die Regie kommt von Carly Carol, produziert hats Dame Dash himself. Die Ausschnitte zeigen schon, dass man eine menge neue Infos und interessante Einblicke in die Geschichte von Dipset und Roc-A-Fella bekommt. Ich hatte nicht mal die Oh Boy-Story auf dem Schirm.
Eine komplette Übersicht über alle Themen und Inhalte der DVD gibts hier bei Dr. Jay's.
Die Erstwochenverkäufe vom Jim Album waren btw erwartungsgemäß im ordentlichen "kleinerer Artist" Bereich. Keine Sensation aber nicht schlecht. Dass die XXL letztens Dipset Cover (ohne Cam) und Story gebracht hat, hatte mich ja schon gewundert. Selbst zu besten Zeiten hatten sie oft nur Einseiter. Ist Jim Jones plötzlich so relevant geworden, Amerika? Wahrscheinlich ging es doch eher um die große Sensationsstory. Immerhin schön dass die DipStory weitergeht, wenn auch anders als erwartet.
Ein altes Jahr ist tot, ein neues fängt an. Gute Gelegenheit meinen Teil zur ultimativen Jahresrückblicks-Übersicht auf Hiphop.de beizutragen. Zumal man bei Spit-TV einen Beitrag zum Thema von mir angefragt hat und bei Hiphop.de Blog Kollegen sagt man ja nicht nein. Zumal Spit-TV wahrscheinlich mehr Klicks hat als ein Großteil unserer Konkurrenzmagazine. Meine persönlichen Jahrescharts wirds da wohl bald geben, den Artikel stell ich pünktlich zu Silvester schonmal auf den guten alten ProllBlog.
Die erhebendsten Hiphop Momente möchte Spit-TV wissen... Ich
habe die Auszeit, die einem Weihnachten und Gedöns immer bringt, gerade genutzt
um Probleme zu lösen und den Kopf frei zu kriegen, ich hätte zu jeder Tag und
Nachtzeit der letzten drei Jahre wahrscheinlich mehr zu Hiphop sagen können.
Aber ich verbinde das mal mit meiner 2008er Generalabrechnung. Pass auf: Mein
Hiphop Moment waren nicht die sehr guten Kanye West Konzerte. Nicht das Lil
Wayne Album. Nicht das Ende von Royalbunker, Optik oder einem der anderen
Labels. Nicht bei Feuer Über Deutschland Hinz & Kunz zu interviewen, auch
wenn ich auf die Art indirekt höher gechartet bin als die meisten Rapper. Höhö.
Ich bin 2008 bei Hiphop.de, wo für mich vor wenigen Jahren als Praktikant mein
Hiphop-Journalisten-Leben angefangen hat, Chefredakteur geworden. Das war aber
auch nicht der Über-Moment. Wenn du seit Monaten weißt, dass du einen Lego
Panzer zu Weihnachten bekommst, geht dir nicht vor Freude die Hose auf, sondern
du lächelst, baust ihn zusammen und schießt auf die Barbies deiner Schwester.
Vielleicht wars also das splash!, wo ich zum ersten mal nicht als normaler
Besucher war. Wieder mehr Leute persönlich kennen lernen mit denen man sonst
nur telefonisch zu tun hat, drei Tage Hiphop und Urlaub, das war cool.
Persönlich kennengelernt ist die deutsche Hiphop Szene ja auch viel korrekter
als sie von außen rüberkommt. Insgesamt, und auch auf dem splash!, lag 2008
diese verballerte „wir verwesen alle lebendig“-Stimmung in der Luft. Viel mehr
als ein Moment bleibt für mich 2008 eigentlich eher dieser heftige Prozess
hängen. Aus meiner Sicht hat sich echt ne Menge geändert dieses Jahr. Und
während alle heulen find ichs inzwischen eigentlich nur noch befreiend und
interessant.
In meinen ersten zwei Jahren als Blogger, Journalist und so
weiter wurden Sachen gefeiert, die ich auch sehr gefeiert hab: Dipset, der neue
Ruhrpott Rap, Dirty South. 2008 war dann überall Sackgassen-Stimmung. Lauter Leute
die erkennen, dass das Ding, dem sie ihr Leben gewidmet haben, fürn Arsch ist.
Ich hätte jetzt auch direkt Frührentner werden können und von den guten alten Zeiten
erzählen. „Weißt du noch damals,Jim
Jones, das war noch Hiphop. Nicht wie dieser Scheiß heute.“ Nach einer Runde Gabber
aufdrehen, nachdenken und checken was es auf der Welt noch alles gibt, viel mir
auf, dass es keinen Grund gibt sich den schlauen Kulturkritikern anzuschließen
und gemeinsam im Kreis zu jammern. Nochma Glück gehabt.
Vorher noch irritierende Vögel wie Pharrell und Kanye haben
2008 plötzlich Sinn gemacht, weil einem klar wurde, dass deren Art der neue
Trend ist. Ich habe vor anderthalb Jahren angefangen beim Selbermachen mit
anderer Musik rumzuexperimentieren. Aus der Erkenntnis heraus, dass man das in
seine Musik einfließen lassen sollte, was einen geprägt hat. Mich haben Rap, Böhse Onkelz und Gabber geprägt. In dem
Zusammenhang hat mich dann damals ein guter Kollege in den aufkommenden Electro
Hype eingeweiht. In den kommenden Monaten hab ich dann mehr und mehr
mitbekommen, wie viele HipHopper an Electro Projekten arbeiten. Wenn man sich
das weltweit ansieht merkt man, dass die Experimente nicht auf diese komische
Electro Mucke begrenzt sind, sondern es allgemein einfach ne Menge sehr freshe
Experimente gibt. Als mir Terry Lynn erzählt hat, wie ihr ein Kanadier Electro
erklärt hat, dachte ich „ah krass, da sitzt die Alte auf Jamaika und macht die
gleiche Erfahrung wie ich“. Schon geil, dieses Internet. Das war für mich das
Thema 2008, auf schakkerhart.com blogge ich auch in der Richtung und die
Raveline hat mich sogar mit offenen Armen empfangen, als ich nach mehr Arbeit gefragt hab. Jetzt schreib ich jeden Monat
darüber, wo Rap andere Musik trifft. Vor zwei Jahren fand ich noch mit Recht
alle Mash Up Experimente scheiße.
Ich hab mir dementsprechend die Musik-, Pop- und
Jugendkulturwelt 2008 noch intensiver reingezogen als sowieso schon immer.
Hiphop ist inzwischen so offen wie ewig nicht. Deshalb ist überhaupt nicht
alles vorbei, ich rülpse zwar zu oft beim Bier auf der Südtribüne um Hipster zu
sein, aber ich find geil was gerade passiert. Die Möglichkeiten sind viel
größer, daraus kann man was machen. Dat sollte man jetzt nicht falsch
verstehen, ich meine nicht dass dem Frauenarzt sein Bild.de Blog die Rettung
der verfahrenen deutschen Rap Musik ist. Ich glaube ehrlich gesagt sogar, das
Deutschland auch diesen Trend nicht
nutzen wird, um endlich einen ernst zu nehmenden eigenen Sound zu bekommen. Wenn
man nur Deutschland anguckt, ist wirklich NOCH nichts neues, mitreißendes da.
Aber vielleicht gibt es grade ein window of opportunity für innovative (und bitte ehrliche & geile) (Rap-)
Musik. Sie muss nicht mal gut sein, Qualität wird überbewertet. Die gute alte
Authentizität ist wichtig.
Noch ist weder musikalisch noch was die Vermarktung angeht
das Problem gelöst. Für deutschen Rap ist mal wieder eine Blase geplatzt 2008. Das
Hauptproblem für Musik ist, dass die meisten keinen Weg gefunden haben auf
kleinem Level mit Spaß inne backen und mit dem Gefühl, erfolgreich zu sein,
Musik machen können. Alles was der Rapper tut, tut er um Überstar zu werden.
Rapper werden aber keine Überstars, schon gar nicht indem sie machen was grade
angesagt ist, dabei gut sind und hart hustlen. Wie ich schon Mitte des Jahres
in den „Deutscher Rap beendet seine Karriere“ Artikel geschrieben hab, früher
haben sich Hiphopper über ihre Hiphopper Werte definiert. Dann kam Savas und
sie haben sich über ihre Skillz definiert, was ja absolut Hiphop Tradition hat.
Dann kam Straßenrap und wir haben uns über krass-sein definiert. Außerdem waren
alle von Straßenrapper bis Dipset oder Dirty South Fan –und nu kommts- Geschäftsmänner und wollten Erfolg. Das war legitim und cool
und alles, traf nur leider auf eine zusammenbrechende Musikindustrie. Worüber
definierte sich der Rap Musiker also in den Monaten bevor er 2008 den Vertstand verlor? Erfolg. Die
Jungs weinen nicht weil sie kein Geld verdienen, sondern weil sie sich vorher
darauf festgelegt hatten, dass das Geld, das sie verdienen, ihren Wert
als Rapper wiederspiegelt. Heißt: alle nix wert die Rapper. Früher, als man sich über
Werte oder Skillz definierte, konnte keiner beweisen dass man whack ist. Jetzt
wo‘s an Verkäufen hängt ist die Whackness deutlichst zu sehen. Trauma.
Jetzt stecken wir in einem Teufelskreis, keiner kauft oder hört deutschen
Rap und alle reden ihre eigene Szene schlecht. Ding is aber auch: die Musik gibt eben nicht mehr
her. Zu viele versuchen Schemata zu erfüllen und jeder stellt sich vor, einen
dummen 13-jährigen befriedigen zu müssen wenn er verkaufen will. Dabei muss man
mit 13 nicht dumm sein und auch danach nicht mit Hiphop aufhören.
Mein Vorschlag: chillen, alles mit etwas Abstand betrachten. Dann versuchen richtig geile Musik zu machen. Ich freu mich schon drauf wenn die nächste „Fick Experimente, ich rap einfach“-Welle kommt, die wird geil. Ehrlich gesagt halte ich vom Ergebnis von Experimenten immer noch selten etwas. Aber es geht darum endlich das zu schaffen, was deutscher Rap so selten geschafft hat: Musik mit eigener und glaubhafter Identität entwickeln. Also fürs erste vielleicht alle mal ne Runde experimentieren und etwas machen, das
nicht schon morgen in die Charts passen soll, sondern geil ist. Auch wenns erstmal
keiner mag. Hauptsache es passt so gut wies irgendwie geht zu dir, ist anders
als alles andere und deiner Meinung nach natürlich geiler. Ehrlich sein und
alle Phrasen töten die sich einschleichen. Dann langsam und mit gutem Plan (den
sag ich jetzt nur für Geld) etwas eigenes aufbauen, Leuten etwas bieten, Fans
gewinnen. Live, im Netz, im Freundeskreis,... Negativität weglassen, wenn man
alle anderen scheiße findet eventuell auch einfach mal die Fresse halten und
mit denen die cool sind zusammenarbeiten. Gute, ehrliche Musik wird auch bei
den Leuten ankommen. Und wenn nicht – scheiß drauf. Du machst geile Musik, fick
die anderen. Im Internet werden sich schon bald immer mehr Wege finden, wie man
Musik an den Mann bringen kann. Musik, Hiphop und deutscher Rap sind Anfang
2009 nicht am Arsch, sie haben durch den Zusammenbruch verdammt viele
Möglichkeiten. Kann sein, dass sich viele fühlen, als wäre gerade eine
Beziehung vorbei. Aber überleg mal wie viele du jetzt ficken kannst.
Witzige Autotune Verarsche von B.o.B. Wer Kanye West in Hamburg bei seinen Gesangsversuchen ohne Gehhilfe gehört hat, weiß wovon Bob redet. Antares Autotune - Helping rappers get their Rock Star on since 2007...
Du solltest dir ma Brenna beim Trommeln geben, is funky.
Am Freitag war der gute mit Too Strong, Desasta, Toni der Assi, Lakmann & Schwester Jayla undundund in Hagen auf der Bühne. Kingpint musste leider absgaen, gute Besserung an seinen DJ.
Ich kam wie gewohnt erst zum Ende, die Show soll aber geil gewesen sein. Immerhin hab ich noch den Schlagzeug Part am Ende mitbekommen und mit billiger Ersatzkamera für dich festgehalten.. lohnt sich komplett zu gucken. Funky.
Das Acapella von Wittens funky-estem Ladenbesitzer MRSH sollteste dir auch geben.. stumpf wie der Rest der Gäste^^.
Wow das Skullgang Mixtape ist ganz schön schlecht. Autotune Schrott,
RnB Gedöns und unspannende neue Rapper (Deniro, Tobb Cobain and John
Depp). Selten so viel und schnell geskippt.
Dass Eurogang Mixtape ist da weitaus besser, auch wenns weniger was neues als ein Revival Tape ist. Hatten wir ja schon, jetzt aber nochmal mit Download Link. Weil die ham gesagt ich darf das.
01.
Skrilla Kid Villain feat. Mega & Villain
02. The Ceiling - S.A.S
03. What's It Gwon Be?
04. Jealousy - Bigz
05. Built This City Pt. 2
06. The Movement
07. I Still Move Work - Villain
08. Passports - S.A.S
09. Roadside Remix
10. The Shyning - Haze
11. F.T.P feat. Sewuese
12. Signs
13. Best Of U
14. In The Pocket Freestyle - S.A.S
15. Let It Be Known
16. Profiling - Haze & Max B
17. Call Capito feat. N.O Capo & S.A.S
18. Nothing Long Remix feat. S.A.S & Cam'ron
19. International Paper feat. S.A.S, Styles P & Ransom
20. Flashing Lights Remix feat. S.A.S & Colin Munroe