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Fußball

England - Schweden 2:2





Trinidad - Paraguay 0:2





Deutschland - Ecuador 3:0





Costa Rica - Polen 1:2


  
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Fußball

Viele wissen das ja nicht, und der gute Olli ist sicherlich viel zu bescheiden, um Welle zu machen, aber einst stand Herr Otubanjo mit Stollen und Schienbeinschonern ausgerüstet auf den Plätzen, die die Welt bedeuten und wurde schon von den Großen der Szene beäugt. Eine Entscheidung musste her: Fußballprofi und damit Verzicht auf die Dinge, die das Leben schön machen können, oder Rap-Hustle und ein (hoffentlich) noch schöneres Leben, bei (vermutlich) weniger Asche?

Er entschied sich bekanntlich für Letzteres und so konnten wir uns die Spiele Deutschland vs. Ecuador und Schweden vs. England gemeinsam vor dem Screen anschauen!

Das Deutschland-Spiel wird im Kölner Underground geschaut, es ist schon eklig schwül, obermäßig voll, aber eine sehr gute Stimmung heizt die Gemüter auf. Und dann fällt das erste Tor von Klose, „SUPER DING“ schreit ein brutal schwitzender Olli Banjo hinter mir und feiert Klose die nächsten Minuten noch, bis der (Noch-)Bremer sogar sein zweites Tor macht. Da sind sich alle einig: das war Weltklasse! Nicht nur Ballacks Vorbereitung, sondern vor allem die Mitnahme, das Zweikampfverhalten, der Tick, den Klose eher am Ball ist, wie er sich zwischen Verteidiger und Torwart mogelt, wo doch eigentlich kein Kasten Bier mehr dazwischen passt. Geiles Ding und Olli stets in Bewegung, die Hand auf meinen Schultern, mich runterdrückend, um sich gleichzeitig nach oben zu pushen, damit er was sehen kann: Egoisten-Sau! Aber ich verzeihe, denn das dritte Tor für Deutschland macht niemand geringeres (jetzt darf ich das ja mal sagen) als LUKAS PODOLSKI! Wahnsinn, ich hab ihm das Ding ja so was von gegönnt. Ich meine, man muss ja kein Mitleid mit Sportlern haben, wenn diese durch die Medien persifliert werden, besonders nicht bei Fußballern, denen geht es ja sehr gut im Vergleich zu anderen. Und dennoch, ich fiebere halt mit dem Kerl mit, seitdem er sein erstes Match für meinen Domstadt-Club gemacht hat, und das wird auch so bleiben, selbst bei seinem neuen Club, zu dem Campino von den Toten Hosen niemals wechseln würde...

So, 3-0 also und Olli Netzer ist sich sicher: „So werden wir Weltmeister“. Recht hat er, wer will uns denn schlagen? Mit Verlaub, Jones, aber der Käse ist gegessen...

Ab zum nächsten Spiel, eine wichtige Entscheidung steht an – wer wird der Gegner im Achtelfinale, die Schweden oder die Engländer? Wir also durch die Stadt, und damn, da war die Hölle los. Hier ein Haufen von tausend Schweden, da die Tommys und alle sind gut drauf, sehen hübsch aus und trinken lecker Kölsch. Super Stimmung, friedlich, alle in Erwartung eines packenden Spiels. Während wir uns durch die Straßen boxen kommt es zu einem Running-Gag, der nicht abgesprochen war, denn wo auch immer wir ankommen, die Leute schauen Olli an und tuscheln etwas von David Odonkor. Ich muss mich bepissen, doch dann meint einer sogar laut, „hey, du siehst ja aus wie David Odonkor“. Jetzt muss auch Olli lachen und denkt sich wahrscheinlich, „hmmm, dann kann ich im Finale ja für den David auflaufen, ich hau dem einfach eine rein und pack den in den Kofferraum, dem Klinsi fällt das eh nicht auf...“.

Das Spiel schauen wir uns in einer coolen Location namens Lauschgift an. Das Verhältnis zwischen schwedischen und englischen Fans scheint ausgeglichen, doch die Schweden machen erheblich mehr Stimmung. Das 2-2 ist ein gutes Ergebnis, denn so treffen wir auf die Schweden, die man sicherlich nie unterschätzen darf, doch fühlt es sich besser an, als auf ein Elfmeterschießen gegen die Tommys zu hoffen, bei dem wir dann allerdings – das ist ein Naturgesetz – als Sieger vom Platz gehen würden. Übrigens, die Verletzung von Michael Owen tat beim Hinsehen schon echt weh, ich hoffe, es ist nicht ganz so arg, wie es den Anschein hatte.

Ansonsten freue ich mich auf das Achtelfinale!

Cheers

Sel

  
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Fußball

Spanien - Tunesien 3:1





Saudi Arabien - Ukraine 0:4





Togo - Schweiz 0:2





  
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Fußball

France - Korea 1:0





France - Korea 1:1








Brazil - Australia 1:0





Brazil - Australia 2:0








Japan - Croatia 0:0

  
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Fußball

Ich bin unterwegs mit meinem Kumpel Brad aus Australien, vor dem Spiel der Socceroos schauen wir uns noch Japan gegen Kroatien an, das Spiel geht unentschieden 0:0 aus. Das ist das Ergebnis, doch was hinter uns abgeht, muss dennoch näher beleuchtet werden. Da stehen drei japanische Fans, die bei jeder Chance ihrer Mannschaft oder einer des Gegners schreien, als würden sie sich mit Mrs. Carey battlen. So hoch kreischen wirklich nur die Girls aus Japan, glaubt mir, ich weiß dass es so ist, meine Ohren sind jetzt noch taub...


Für „meine“ Aussies ging das Spiel gut aus. Brad und ich sind vor dem Match gegen Brasilien also guter Dinge. Selbst wenn die Mannschaft von down under verlieren sollte, eine Chance aufs Achtelfinale besteht, denn im letzten Vorrundenspiel gegen Kroatien ist ein Unentschieden drin, und damit die Qualifikation für die letzten 16 Teams der WM.

Im Spiel gegen Brasilien bekleckern sich Ronaldo & Co. mal wieder nicht mir Ruhm, doch sie gewinnen das Ding mit 2:0 und sind so locker für die nächste Runde qualifiziert. Egal, ich glaube an „meine“ Aussies, die mir neben dem deutschen Team die liebsten bei dieser Weltmeisterschaft sind.

Und wenn die Japaner ausscheiden sollten, dann können die Girls ja für Australien kreischen, ich bin mir sicher, dass das was bringt.

Cheers

Sel

  
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Fußball

Italy - United States of America 1:0






Italy - United States of America 1:1








Czech Republic - Ghana 0:1





Czech Republic - Ghana 0:2








Portugal - Iran 1:0





Portugal - Iran 2:0








Auch sehr "schön":

Portugal - Iran: martial soccer arts a.k.a
A Tribute to Bruce Lee





  
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Fußball
WM2006: "Ami go home!"
18.06.2006 - 11:28

Kurz vor dem Spiel der US-Boys gegen Italien erhalte ich eine SMS eines Kollegen aus der schreibenden Zunft mit dem Inhalt: „Ami go home!“. Klar, vor dem Spiel schien er als Italiener nicht viel zu befürchten zu haben. Ich selbst hatte zwar auf Unentschieden (sogar 1:1) getippt, doch im Gefühl hatte ich ein 3:1 für Lippis Azzurri. Aber es kam mal wieder anders als gedacht – Fußball eben!

Die US-Boys haben gestern Sympathiepunkte gesammelt, besonders Dempsey hat mir in der Offensive gefallen, Donovan, der in Leverkusen gescheitert war (wobei ich eher denke, er hatte kein Bock aufs Bayer-Kreuz *g*) und sich lieber in der prallen Sonne Floridas aalt, anstatt im unterkühlten Europa, lieferte in Halbzeit zwei ebenfalls eine saubere Leistung. Cherundolo, der quirlige, schnelle Abwehrspieler von Hannover 96 muss noch hier noch genannt werden. Er machte dem ins italienische Team zurück gekehrten Zambrotta das Leben zur Hölle, so dass dieser sich nur mit Fouls zu wehren wusste.

Apropos Fouls: wenn ich was zu sagen hätte, dann würden die Rotsünder De Rossi und Mastroeni den Rest der WM vom Fernseher aus betrachten. Dabei stößt mir De Rossi noch übler auf, nicht nur weil er solche Fouls schon öfter gebracht hat, sondern weil man förmlich riechen konnte, mit welchem Frust und voller Absicht er den Gegenspieler zu Boden befördert hat.

Der Amerikaner hingegen hat sich sein Rot auch richtig verdient. Wer vom Mittelkreis mit so einer Geschwindigkeit im Tiefflug ankommt, der MUSS vom Platz gestellt werden und sollte so schnell auch nicht mehr zurückkehren dürfen. Sport ist Männesache sagt der Volksmund, das soll heißen, es geht auch mal ruppiger zu und das ist ja auch gut so, schließlich geht es, frei nach den Anthropologen, ja immer noch um den Jagdinstinkt des Ur-Mannes, doch es gibt Grenzen, und die wurden hier überschritten. Also, ab in den Käfig mit den Jägern!

Dem nächsten Platzverweis ging eine gelbe Karte voraus. Der Innenverteidiger der Amis, Pope, sah bereits gelb und holte sich mit einem blöden Foul kurz vor 16ener den zweiten gelben Karton ab – Gelb/Rot, bey, bey! Das war dumm, wirklich dumm. Wenn ich mit Gelb vorbelastet bin, dann gehe ich entweder nicht mehr so in den Zweikampf, oder ich gehe zum Trainer und fordere die Auswechslung, oder ich lass das den Trainer selbst machen, weil logischerweise kein Spieler seine Auswechslung bei einer WM fordern würde. Also, lieber Bruce Arena, warum ausgerechnete gingen Sie davon aus, dass ein Innenverteidiger in den verbleibenden 45 Minuten gegen – ausgerechnet – ein technisch versiertes italienisches Team zu keinem Foul mehr kommen sollte? Das wäre ja so, als würde eine schöne Lady den Arsch in die Crip von Too$hort reinhalten und nachher rumheulen, er täte ihr weh...

Wie dem auch sei, in dieser Gruppe E ist nun alles möglich. Italien wird sich gegen Tschechien für das pomadige Auftreten (natürlich waren auch gute Szenen dabei, zum Beispiel Del Piero und der ein oder andere sehr knappe Ball) rehabilitieren wollen, es sieht nach einem Sieg der Blauen aus, da mich Tschechien gegen Ghana wirklich enttäuscht hat. Das Fehlen von Jan Koller und Milan Baros wiegt schwer, aber im Mittelfeld werden bei den starken Tschechen doch eigentlich die Spiele gewonnen. Dort zaubern und rackern sie mit Nedved, Poborsky und Rosicky doch eigentlich auf ganz hohem Niveau?

Meiner Meinung nach haben sogar die Mannen von Arena noch eine Chance, denn in dieser Gruppe kann jeder jeden schlagen. Wenn Ghana, die gegen Tschechien mindestens vier Tore hätten erzielen müssen, die Sache mit dem Selbstbewusstsein übertreibt und den Amis ins offene Messer läuft, dann wären nach meiner Rechnung Italien und die USA im Achtelfinale. Auch wenn ich Sympathien für Ghana hege, sehr sogar, glaube ich fast, dass es so ausgehen wird.

Wir werden sehen

Bis dann

Cheers

Selcuk

  
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Fußball

Mexiko - Angola 0:0




Holland - Elfenbeinküste 1:0





Holland - Elfenbeinküste 2:0





Holland - Elfenbeinküste 2:1






Argentinien - Serbien und Montenegro 1:0





Argentinien - Serbien und Montenegro 2:0





Argentinien - Serbien und Montenegro 3:0





Argentinien - Serbien und Montenegro 4:0





Argentinien - Serbien und Montenegro 5:0





Argentinien - Serbien und Montenegro 6:0





Die Szene des Tages ist jedoch eindeutig dieser Griff, bwoy:



  
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Fußball

Vom Fuß zum Ball - egal welche Art von WM-Videos du besitzt oder im Netz gediggt hast, stelle sie jetzt online. Wenn Netzer-Delling mal wieder auf die Kacke hauen, du deine Hood bei der Feier zum Halbfinalseinzug mit dem Handy filmst oder mehr an den Bällen der weiblichen Fans interessiert bist, teil es der Hiphop.de Community durch ein Video mit!

Für dich springt dabei eine Publizierung deines Videos auf Deutschlands beliebtestem WM-Blog heraus, auf der Startseite deines Lieblings Magazins Hiphop.de. Anhand von Fus "WM2006: Jawoll, ich hab Polen geschlagen!"-Artikel kannst dir anschauen, was dich erwartet.

Wie funktioniert das Ganze?

Im Grunde bist du bereits mit wenigen Schritten ein Teil der wachsenden WM-Community und somit aktiv an der Gestaltung von Hiphop.de mitbeteiligt. Folgende Steps führen dich zum Ziel:

1. Gehe auf http://www.youtube.com/group/hiphopdeutschland

2. Klicke auf den "Join this Group" Button und melde dich gegebenenfalls bei YouTube an

3. Nun kannst du bereits Videos uploaden, indem du auf "Add Videos" im gelben Kasten klickst.

4. Video-Headline, Description, Tags und Video Category eintragen. Besonders die Description (Beschreibung) ist wichtig, da diese später auf dem Hiphop.de WM Blog unter deinem Video zu sehen ist.

5. Video uploaden (auch Handy-Videos im 3gp-Format sind möglich) und sichergehen, dass es auch zur youtube.com-Gruppe "Hiphop.de" zugeordnet wurde.

Alle hochgeladenen Videos werden mit Namensnennung auf dem WM 2006 Blog veröffentlicht. Selbstverständlich könnt ihr auch einfach passende Videos die schon auf youtube.com online sind zur Gruppe hinzufügen.

"Damals hat die halbe Nation hinter dem Fernseher gestanden", sagte einst unser Big-Homie Franz Becken-to-the-Bauer über das WM-Finale '90. 2006 steht die ganze Nation wohl eher hinter ihrem Rechner und lädt Videos auf den Hiphop.de WM-Blog hoch. Also 'schau'n mer mal' was von dir dabei ist...

Viel Spaß wünscht dir das Hiphop.de Team.   
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Fußball

Dass der Fußball-Weltverband FIFA die Worte „minutiös“ und „straff“ gerne in seine Planungen mit einbaut, wusste man auch vor diesem Turnier in deutschen Landen. Und doch kann man hier und da immer noch überrascht werden. So stand halb Deutschland gestern vor den TV-Geräten und Beamern, Arm in Arm, den Ruf des Dortmunder Metzelders zur Verbrüderung folgend, und sang die Nationalhymne mit. Derweil taten dies „Metze“ und seine Amtskollegen auf dem Platz mit ebenso einer Inbrunst, dass das Ergebnis des Matches gegen Polen eigentlich schon zu erahnen war. Die Kamera der ARD fuhr die Köpfe der Elf ab, die den Nachbarn von Oder und Neiße besiegen und damit den Einzug ins Achtelfinale besiegeln sollte.

Von links nach rechts waren das Spieler wie Klose, Podolski, Lahm, Per Mertesacker (warum wird bei dem eigentlich immer der Vorname mit genannt und ausgeschrieben, hört sich das sonst blöde an?; ich versuchs mal: Mertesacker!, nö, ist in Ordnung) und Lehmann. Nach dem der geschulte Kameramann das Auf und Ab zwischen Mertesacker und Lahm (immerhin mehr als ein Kopf Unterschied) im Kasten hatte, gelangte er zum rekonvaleszenten Kapitän – Michael Ballack. „Die Wade der Nation“, wie ihn ein Boulevard-Blättchen anatomisch reduzierend nennt, konnte wieder mittun und stand so fest und stramm auf dem Dortmunder Rasen, dass Vergleiche von Fußball und Militär plausibel erschienen; zumindest gibt es bei beiden einen General (Kapitän), der seine uniformierten Truppen dirigiert und Boden auf den Gegner gutmachen will.

Doch zurück zum „Mischael“ aus der Mäckes-Werbung. Hoffmann von Fallersleben und Hadyn, Dichter und Komponist des „Deutschlandliedes“, hätten sich keinen Besseren für die Interpretation ihres Liedguts aussuchen können, als den in Görlitz geborenen Vater dreier Söhne. Voller Stolz - ein Wort, das im Verbund mit der deutschen Nationalität leider immer noch falsche Assoziationen hervorruft - ging Ballack mit, als die Hymne zum Höhepunkt kam. Just in dem Moment, wo in allen Kneipen, Gärten, Hinterhöfen, Wohnzimmern, Parks und Hallen dieses Landes Menschen gen Himmel starrten, Münder und Augen weit aufgerissen, den Kehlkopf stark in Mitleidenschaft ziehend, dreht unser Kameramann den Fokus auf den Ex-Bayern-Star. Ein perfektes Timing, eine Aussage, die für sich selbst steht. Da ist er, „die Wade der Nation“, er ist gesund, topfit, und das Beste: er hat noch eine zweite Wade – es kann also nichts mehr schief gehen! Er rammt seine Adidas-Stollen tief in den Rasen, Bauch rein, Brust raus, während eine andere wichtige Person, die ebenfalls im Osten der Republik aufwuchs, auf der Tribüne sitzt und gleichermaßen angetan ist von diesem emotionalen Moment: Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Und während man im Regieraum der ARD schwitzt und alles dafür tut, dieses Geplänkel vor dem Spiel zwischen Heroisierung und Kitsch der Nation zu präsentieren, bekommt der ahnungslose Zuschauer nichts mit von den hastigen Anweisungen der Schaltzentrale im Ü-Wagen. „Schnitt, jetzt Kamera 2, umschalten auf die 3, wieder zurück zur 2, dann 1 und wir haben es im Kasten“. Passgenau, was die Kollegen der ARD da hingezaubert haben, das Spiel selbst konnten sie dann leider nicht mehr beeinflussen, auch wenn sie mit dem Kommentator Simon einen der Besten in den Pott schickten, fiel das erlösende Tor durch Neuville dann nach einem doch eher bescheidenen Kick. Wie dem auch sei, die nächsten Spiele schaue ich mir auch unter anderen Gesichtspunkten an!

Cheers

Selcuk

  
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Fußball
Es heisst ja, wir alle seien der 12. Mann auf dem Platz. Und bei dem Jubel, der nach dem 1:0 und dem Schlusspfiff zu hören und zu sehen war, könnte man ja meinen wir wären bereits Weltmeister!

Sei's drum. Hier nochmal das erlösende Tor zum 1:0 und der Fanjubel in Deutschen Landen:

Endlich:


Wir sind der 12 Mann auf dem Platz:





Zuhause kucken ist jedenfalls definitiv total whack.
Also, auf auf! Arsch hoch, Zähne auseinander:
Oiiiii-schlaaaahhhhhhnt, Oiiiischlaaaand!

Fu - blog.hiphop.de/funana
  
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Fußball

Jetzt gibt es das ultimative Tool für alle, die ihren Chef dafür umbringen könnten, dass er im Vorfeld der Fußball WM keinen LCD Flatscreen ins Großraumbüro integriert hat. Für Bürohengste und Schreibtischluder, die bereits beim bloßen Anblick des WM-Spielplans in Extase geraten: Footiefox.

Das Wunderplugin für deinen Firefox Browser informiert dich über aktuelle Geschehnisse und Spielstände der laufenden WM-Spiele. Besonders nützlich ist der beigefügte, schnell abrufbare Spielplan. Und was ist wenn die WM vorbei ist? Naja, entweder du löschst das Plugin wieder oder du lässt dich weiterhin über die Spiele aus mehr als 18 verschiedenen Liegen live informieren. Schluss mit Ticker, Schluss mit lästiger Ergebnissuche. Footiefox ist schlauer - und auch noch lauter!

Dein Büro-Masterchief wird sich freuen, wenn aus deinem Rechner auf einmal eine heisere Stimme "Toooooor" krakehlt. By the way: Mein persönlicher Lieblings Tor-Notifier ist eindeutig die Kuh. Etliche Einstellungen sind natürlich frei konfigurierbar.

Das Footiefox Plugin gibts auf der Seite der HPI-Uni Potsdam zum freien Download, sozusagen als WM-Geschenk. Da passt doch ein Zitat des Kaisers am besten: "Joah is denn heut scho Weihnacht'n?" - Noch nicht ganz, Franz, erst wenn die Brasilianer am 9. Juli genauso missmutig aus der Wäsche schauen wie Ronaldo gestern 60 Minuten lang und 'Du bist Deutschland'-Asamoah den Pott in die Höhe reckt, ja dann Franz, dann ist Weihnacht'n.


Beste WM-Grüße und checkt den Reviewnator Blog.
Flo   
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Fußball
WM2006: Wanna battle?
13.06.2006 - 13:55

Kurz was zu den Ereignissen der letzten Spiele. Die gestrigen Spiele kann man – bis auf Mexiko gegen Iran, das konnte ich aber nicht live sehen – leider vergessen. Wenn Portugal und Holland nicht schon beim zweiten Spiel ernst machen und zeigen, warum alle Welt, und vor allem sie selbst, sie als Favoriten auf den güldenen Pokal sehen, dann sehe ich meinen Tipp (Deutschland wird Weltmeister) ungefährdet. Okay, die Brasilianer haben noch keine Minute gespielt und werden sicherlich den ein oder anderen Trick aus ihrem reichhaltigen Reservoir lassen, auch die Franzosen müssen noch ins Turnier starten, aber sonst? Wer hat sich bis dato denn mit Ruhm bekleckert? England bekommt es gerade mal hin, ein Eigentor zu provozieren, die Niederlande haben einen bärenstarken Arien Robben, doch was macht der Rest der Truppe? Und Argentinien? Okay, 2-1 gegen den Ge-heim-Tipp Elfenbeinküste (im Übrigen auch mein Geheim-Tipp), doch ist das Ergebnis auch und vor allem dem Unvermögen der Afrikaner vorm Tor zu zuschreiben, oder nicht?

Überhaupt: Wenn die Afrikaner – und zwar ALLE bei dieser WM – mal endlich vorne die Kiste treffen würden, dann sähe das Ding schon ganz anders aus. Tunesien kann das Gegenteil beweisen, aber wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht an ein Torfestival auf Seiten der Nordafrikaner. Das erinnert mich ein wenig an „meine“ Türken. Schöner Aufbau im Mittelfeld, die Kugel läuft, dann wird gedribbelt, sicherlich ein bis zwei Schlenker zu viel, sie kommen langsam aber sicher doch noch zum Tor – und dann: Ball vertändelt, schwaches Schüsschen, luschiger Kopfball, oder irgendwas in der Art. Am liebsten würden diese Teams den Ball über die Torlinie tragen, ihm zum Abschluss quasi noch nen Kuss geben, um dann in Schönheit zu sterben...

Schade, richtig Schade! Mit ihrer Athletik und der technischen Beschlagenheit könnten die Afrikaner – wer von ihnen auch immer – mehr reißen. Sie verkaufen sich leider ganz klar unter Wert, da muss was getan werden, damit der letzte große Erfolg einer Mannschaft vom schwarzen Kontinent (Senegal kam bei der WM 2002 in Japan und Südkorea bis ins Viertelfinale) nicht auf lange Zeit der einzige gewesen sein soll.

Aber kommen wir zur Überschrift! Ich rufe hiermit zum Battle auf, und zwar jeden von Euch. Wer die ein oder andere Folge von Word Cup gesehen hat, der weiß, dass ich Trikots liebe und sie auch gerne trage. Ich möchte also in den Ring steigen mit Euch.

Wer hat mehr Trikots?

Dabei zählen nur Originale, die billigen Abklatsche aus dem Mallorca-Urlaub könnt ihr im Schrank lassen. Es zählen nur Fußballtrikots, dabei ist unerheblich, ob von einer Vereinsmannschaft oder der Nationalmannschaft eines Landes. Basketball-Jersys, die besonders in HipHop-Kreisen ja sehr beliebt sind, zählen erst zur Basketball-WM...

So, ich lege dann mal vor:

3x 1. FC Köln 3x Fenerbahce Istanbul 3x Arsenal London 3x Nationalmannschaft Türkei 2x Nationalmannschaft Deutschland 1x Nationalmannschaft Spanien 1x FC Barcelona 1x Nationalmannschaft USA 1x AS Rom 1x Ajax Amsterdam

Macht also ingesamt 19 Stück. Ich warte gespannt auf Eure Ausbeute.>/p>

Cheers

Selcuk

  
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Fußball

So sieht´s aus, erst hat es am Freitag kurz vor Spielbeginn der Deutschen am Bahnhof in Köln ein Mann mit Koffer ziemlich eilig und stolpert erst über seine eigenen Füße, um dann die gesamte Rolltreppe hinunter zu fallen, wobei er sich mal eben ein paar blaue Flecke im Maxi-Menü abholt.

Und dann fällt ein Torhüter nach dem anderen aus. Zunächst sah es für Jens Lehmann schon nach wenigen Minuten auf dem Münchener Rasen schlecht aus. Er humpelte im Strafraum umher und machte keinen zufriedenen Eindruck. Man munkelte bereits, Olli Kahn hätte dem Greenkeeper noch ein paar „Tipps“ zur Behandlung des 5-Meter-Raums gegeben, doch das erwies sich als Ente, da Lehmann nach einer Behandlung wieder voll einsteigen konnte. Da war wohl jemand Allianz versichert. Dennoch, die WM ist für die Torhüter bis dato kein gutes Pflaster. Davon kann Jose Porras aus Costa Rica ein Liedchen singen. Ganze vier Mal musste er im Verlauf der Auftaktpartie gegen Deutschland hinter sich greifen, war damit aber immer noch besser bedient als Justo Villar. Paraguays numero uno zog sich bereits nach acht Minuten im Match gegen England einen Muskelfaseriss zu, womit das gesamte Turnier für ihn beendet ist. Nach drei Minuten stand es darüber hinaus schon 0-1 durch ein Eigentor, Paraguays Torhüter also doppelt im Pech. Doch während Villar zumindest wenige Minuten WM-Luft schnuppern konnte, war für den Rückhalt Trinidad Tobagos noch vor Anpfiff alles vorbei. Kelvin Jack ist Stammtorwart der Calipso-Fighter von der Insel, doch kurz vor Spielbeginn sattelte Trainer Leo Beenhakker um auf Ersatzkeeper Shaka Hislop. Jack, so hört man, habe sich beim Aufwärmen am Sprunggelenk verletzt und machte unter einem Handtuch versteckt, bedröppelte Miene zum bösen Spiel seiner Karriere-Götter.

Aufgrund der überragenden Leistung seines Vertreters nämlich, der das sensationelle Unentschieden (sogar mit einem Mann weniger ab der 60. Minute!) mit schönen Paraden festhielt, wird Jack sich mit dem Platz auf der Bank wohl ebenso vertraut machen müssen, wie uns Olli. Wenn der Münchener Jack seinen Humor und einen Burger rüber schiebt, dann sollte aber weiterhin gute Stimmung bei den Schwarz-Roten herrschen, die den Überraschungspunkt in Ehren halten werden.

Weitere Ausfälle sind (noch) nicht zu beklagen, doch gespielt sind ja auch erst vier Partien. Um Jens Lehmann vor weiterem Ungemach zu bewahren, sollte man ihn ganz behutsam behandeln. So könnte ich mir vorstellen, dass er trotz Verbotes nachts gerne in Nike-Bettwäsche gehüllt schlafen würde, was ich ihm glatt erlauben würde, nur um ja keine Verletzung zu riskieren. Ferner sollte das Angehen des Torwarts nicht nur im 5-Meter-Raum, sondern – im Falle Lehmanns – überall auf dem Feld verboten werden. Wäre ja noch schöner, wenn sich der gelassene Gunner (Lehmann spielt im Verein bei Arsenal London, die man auch „Gunners“ nennt) noch verletzen würde, denn schließlich können Burger King und Paulaner ihre Werbung nicht von jetzt auf gleich ändern. Da heißt es doch so schön beim Weißbier-Hersteller für den Olli Kahn wirbt: “Ge’ Waldi, auf der Bank ist es halt doch am schönsten…”Recht hat er, der Titan, also hoffen wir auf eine verletzungsfreie WM für Jens Lehmann!

Cheers

Selcuk

  
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Fußball

Um es mit Giovanni Trappatoni zu sagen: „Gute Tag, iche wieder da!

Irgendwie nerven mich Nerds wegen ihrer Verbissenheit. Egal auf welchem Gebiet. Sei es Sport oder Musik, Weltgeschichte, Politik oder in Sachen Pornodarsteller. Dass Jeder so seine Infos hat, je nach Interesse, ist klar. Aber diese ständigen Besserwissereien einiger Leute sind unerträglich. Immerzu schnüffeln sie sich in Gespräche, auf der Suche nach einem Stichwort, zu welchem sie dann ellenlang ausholen können. Ungefragt, versteht sich. Das ohnehin schon negativ besetzte Wort „Informationsflut“ erhält dabei eine neue Dimension. Hilfe! Das Schlimmste, diese Art des homo sapiens weiß nicht, wann für ihn die Zeit gekommen ist, da er sich zurück in seine Höhle begeben muss. Also parliert er weiter vor sich hin. Aus der ehemals fröhlich vor sich herplaudernden Runde ist eine One-Man-Show geworden. Im besten Demagogen-Stil hämmert der Riesen-Speicher im Gehirn Signale an die Töne erzeugenden Organe. Der Mund scheidet dann aus, was alle Welt erschüttern soll: „Oh, das wussten wir nicht, is´ ja krass. Fußball kommt also eigentlich aus China...wow!“. Derweil spielen die Augen des vorlauten Zeitgenossen ihr Spiel, entweder rollen sie, als Ersatz für ein Seufzen, denn der Nerd spricht in seinem gewohnt sonoren Ton weiter. Oder sie reißen sich zu ungeahntem Ausmaße auf, um die einzig annehmbare Reaktion – Bewunderung nämlich – förmlich in den Körper aufzusaugen. Ja, der Nerd ist ein nach Anerkennung hustlendes Wesen.

Doch jetzt soll Schluss sein mit dem fremden Hustler! Dies ist unser Corner, hier hustlen wir für uns selbst nach Anerkennung. Deshalb pünktlich vor der WM – die wichtigste Regel, wenn es um Fußball geht: Es geht um die Königsdisziplin des Regelwerks: Abseits. Viel wurde und wird darüber diskutiert. Männer versuchen ihren Frauen seit Jahrzehnten zu erklären, was es damit auf sich hat, während diese sich alle Mühe geben, es nicht zu verstehen. Dabei glaube ich, dass sie es gar nicht verstehen möchten, es sie aber wiederum erfreut, wie wir uns bei dem Versuch, sie „ins Spiel“ zu holen, abrackern. Auch eine Art der Rache dafür, dass der Mann alle Daten, in denen sein Team Meister wurde bis auf den Tag, an dem das Ding klargemacht wurde auswendig kennt, der Geburtstag der Frau, oder gar das Hochzeitsdatum dafür in den Niederungen des Systems called Gehirn abhanden kommt. Aber lassen wir das.

Wenn es ums Abseits geht, benötigt man zwei Begriffe, um up to date zu sein: passiv und aktiv! Generell dient das Abseits dazu, keine der beiden Mannschaften zu übervorteilen. Das heißt, während Spieler A seinem Homie B den Ball zupasst, darf dieser nicht näher zum gegnerischen Tor (selbe Höhe ist kein Abseits, da im Zweifel für den Stürmer gewertet wird) stehen wie der gegnerische Feldspieler. Gäbe es die Regel nicht, würde kleines dickes Ailton wahrscheinlich den ganzen Tag am Pfosten rumlungern und auf Pässe warten. Ach quatsch, alle würden sie das tun, dann könnte ich wohl auch noch Profi werden, also schafft das Abseits endlich ab!!! Nun kommen wir schon zur ersten Ausnahme der Regelung. Wenn bei einem Konter die beiden angesprochenen A und B aus dem eigenen Halbfeld losstürmen, und A dem B den Pass zuspielt, bevor B die Mittellinie überquert hat, wird oben ausgeführte Regelung hinfällig! Nun hat der Weltverband, einer der mächtigsten Verbände überhaupt, die FIFA, vor einiger Zeit eine Ergänzung eingeführt, quasi das Abseits 2.0. Dies sollte dazu führen, das Spiel attraktiver und vor allem schneller zu machen.

Beginnen wir nun mit dem aktiven Abseits: Zu den Kollegen A und B gesellt sich in unserem Fallbeispiel der Homie C. Wir stellen uns vor, C habe in der Halbzeitpause zur falschen Flasche gegriffen und statt Wasser nun Absinth in sich hineingeschüttet. Der gute C läuft nun, da die zweite Halbzeit angepfiffen wurde, ziemlich angeschlagen durch die Gegend und möchte endlich ein Tor schießen. Die Kollegen A und B sind zeitgleich mal wieder auf dem Weg zum gegnerischen Tor. C hat ihnen dabei einige Meter voraus, die er zwar hin und herschaukelnd hinter sich bringt, aber immerhin ist er schon im Strafraum, während A und B noch ein paar Meter davor sind. Nun kommt es zu folgender Situation: C befindet sich zwischen gegnerischem Torwart und Verteidiger. Da er keinerlei Kontrolle mehr über seine Beine hat, läuft er die ganze Zeit vor dem Torwart hin und her und versperrt ihm somit die Sicht. A und B, die währenddessen endlich am Strafraum angelangt sind, haben davon nichts mitbekommen, weil der vor ihnen stehende Verteidiger ihnen wiederum die Sicht auf den Kollegen C versperrt. A bedient in der Folge B mit einem zuckersüßen Pass, woraufhin dieser den Ball mit einem Strich von einem Schuss im oberen rechten Winkel platziert. Das Stadion tobt, „Tooooooooooooooor“ hallt es aus tausenden Kehlen, auch Kollege C reckt die Arme in die Luft, bevor er sich am Seitenaus erstmal erleichtern muss – er übergibt sich. Nur eine Person hält die Zeit kurz an und bringt alle wieder auf den Boden der Tatsachen: der Linienrichter. Er streckt die in seiner Hand befindliche Fahne in die Höhe und signalisiert ein Abseits, der Hauptschiedsrichter pfeift Freistoß für die gegnerische Mannschaft. Damn, was war passiert?

Dadurch, dass der volltrunkene C vor dem gegnerischen Torwart hin und her lief und ihm damit die Sicht versperrte, hat er nach FIFA-Statut verbotenerweise aktiv in den laufenden Spielbetrieb eingegriffen und dem Gegner einen Nachteil verschafft, da der Torwart den Ball nicht sehen konnte. Das Tor zählt also nicht, da kann der Trainer von A, B und C noch so laut krakeelen, er erhält höchstens noch eine Strafe und wird auf die Tribüne verbannt. Hätte C seinen Rausch irgendwo in Richtung der Eckfahne ausgelebt, so hätte er niemanden gestört und das Tor hätte gezählt, womit wir bei der Erklärung für das passive Abseits wären. Dies wäre dann nämlich der Fall gewesen.

Aus diesem Grunde sieht man auch öfter Spieler, die, wenn sie merken, sie stehen zu nah am Tor und die Kollegen rücken nach, mal kurz das Feld verlassen. Doch so einfach ist es natürlich nicht, gerade das passive Abseits ist ein strittiges Instrumentarium der Herren Fußballpatriarchen. Wer mehr dazu erfahren möchte, kann sich unter www.abseitsregel.de informieren. Um dem Nerd aber für ein paar Minuten den Hahn abzudrehen, reicht die Erklärung alle Male, und darum sollte es ja gehen.

Also, free your Fußballabend von irgendwelchen Nerds!

Cheers

Selcuk

  
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Fußball

Nun gut, Blog zwei aus der WM-Spielkiste widmet sich nicht dem Pokal, den es am 09. Juli in den Berliner Abendhimmel zu strecken gilt. Er widmet sich auch nicht dem Einzugsgebiet der Rapper Ercandize, Manuellsen, Snaga und Pillath oder Flipstar und Dike, denen wir ihren geliebten Pott unter der Nase wegschnappen wollen. Nein, es geht um UNS, die Masse, die Sportverliebten, die Experten, die Insider, die Wissenden, oder zumindest um diejenigen, die nur so tun als wüssten sie Bescheid: Wir holen den Pott, und zwar den, der mit reichlich Barem ausgestattet ist!

Der Sport und das Glücksspiel, eine ewige Liebe. Seitdem sich der Mensch dieses „Opium fürs Volk“, den Sport, selbst bescherte, seitdem macht er damit auch Gewinne. Recht große Gewinne kann man bei den staatlich organisierten Wettanbietern der Lotterien und Oddset machen. Aber auch die Tippspiele aus der näheren Umgebung fallen hier rein. Als Student, der nebenbei noch einen Job hat, und der einen sportaffinen Freundeskreis sein Eigen nennen darf, kommt man so locker auf drei Tippspiele, an denen man unbedingt teilnehmen muss. Kommt dazu noch der Gang in die Lieblingskneipe, dann werden daraus schon vier. Und weil man ja so ein Experte ist, muss man sein Wissen auch zu Papier bringen, also werden Ziffern verteilt, was die Hand so hergibt: Portugal 2 - Angola 1, Deutschland 3 – Costa Rica 0, usw.

Knifflige Punktesysteme werden analysiert, die Chancen abgewogen, hier und da muss auch ein Tipp gegen den Trend der anderen Spieler her, ansonsten stehen keine hohen Gewinnquoten an. Und wer investiert, der möchte am Ende auch viel raus holen, also studiert man die Testspiele der WM-Teilnehmer. Macht sich ein Bild vom Team, wie sind die aufgestellt, gab es Unruhe wie bei den Italienern, wo ausgerechnet ein Wettskandal die Teilnahme einiger Spieler zu Kippen drohte? Oder die Polen, wie war das da noch mit dem Torhüter Dudek? Der Championsleague-Gewinner (mit Liverpool 2005) soll die Tochter des Trainers der U23-Auswahl Polens sehr innig geknuffelt haben, was dieser höchst unschick fand. Daraufhin wurde Dudek aus dem Kader gestrichen. Steht bei dem deutschen Gruppengegner nun der Haussegen schief, werden sie deshalb noch ein Tor mehr rein bekommen?

Oder schau sich einer die Equipe der Elfenbeinküste an. Alles technisch hoch versierte Fußballer, besonders ein Didier Drogba, der im Tausch gegen Shevchenko wohl zum AC Mailand wechselt spielt hier in einer eigenen Liga. Vielleicht schaffen sie das Wunder, welches Drogba („wir werden Weltmeister“) in Aussicht stellt. Sollte man nun auf die „Elefanten “ wetten, besonders da die Quote wohl nicht für sie spricht? Vielleicht werden sie ja zum Geheimtipp. Zu hause, an der Westküste Afrikas, tobt ein unerbittlicher Bürgerkrieg, das Regime führt das Zepter mit eiserner Hand, Menschen sterben oder leben in Armut. All das bedrückt die Spieler, die zum Großteil ihr Geld im Ausland verdienen (zwei bei Arsenal London, einer noch bei Chelsea London, der andere in der französischen Liga usw.), es gibt ihnen aber auch Kraft. „Wir spielen für unsere Landsleute“ sagen sie dann, doch das perfide an dieser besonderen Art der Motivation - tun das die Spieler der iranischen Mannschaft nicht auch? Auch wenn in Iran kein Bürgerkrieg herrscht, die Zeiten sind dennoch sehr unruhig im nahen Osten. Die Konflikte mit Israel, den USA oder Europa schwelen, während der Provokateur auf dem Chefsessel, Ahmadinedschad, weiter gegen den Westen hetzt und genug Material zusammen kratzt, um zur Atommacht aufzusteigen – auch gegen den Unmut der restlichen Welt.

All dies könnten Faktoren sein, die man bei seinem Tipp beachten sollte. Ich zumindest habe es mir dann aber doch sehr einfach gemacht. Deutschland wird Weltmeister, das steht schon mal fest (da die Türken ja nicht mitspielen), und wer dagegen setzen möchte, der setzt gegen höhere Gewalt, denn schließlich haben WIR den Papst in der Tasche. Also, Euch ein fröhliches „Benedetto“ – der Pott gehört UNS!

Cheers Selcuk

  
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Fußball
Jetzt sind es tatsächlich nur noch wenige Tage, dann wird das größte sportliche Ereignis - noch vor den olympischen Spielen! - der Welt in München angepfiffen: die Fußball Weltmeisterschaft. 32 Teams, 5 Kontinente, ein Pokal - so einfach ist die Formel, die vom 09. Juni bis zum 09. Juli von findigen deutschen Werbetextern in den Slogan "Die Welt zu Gast bei Freunden" umgemünzt wurde. Naja, Freunde sind in aller Regel ja Menschen, die u.a. dadurch auffallen, dass sie einem etwas gönnen. Und da wären wir schon beim Problem. Geht mal in eurer Nachbarschaft von Tür zu Tür und startet eine kleine Umfrage: "Hast Du ein WM-Ticket?". Ich wette, in 75% der Fälle wird man euch irritiert anstarren oder gleich anfangen lauthals zu lachen. So ist es, nicht neu, aber umso erschütternder, da der Fußball doch der Sport des Volkes ist, oder zumindest seit seiner Geburt in England war. Und heuer? Tja, die großen Sponsoren heimsen auch die großen Ticket-Kontingente ein, das heißt, der einfache Fan bleibt zu hause, oder schaut sich das Spektakel auf einem eingezäunten Arial an, wofür er dann dennoch blechen muss. Das Ganze nennt sich, ganz weltmännisch, "public viewing" und meint eigentlich nicht mehr als das: "Wir haben keine Tickets bekommen, alle Kneipen waren schon voll, wir wollten aber unbedingt mit anderen Menschen zusammen schauen, wie Angola das Wunder gegen Portugal schafft...". Ich will ja nicht unken, denn public viewing kann und wird eine tolle Sache sein, wenn man die Sicherheitsproblematik auf so geringem Raum mal außer Acht lässt. Doch vor allem die Umstände, die dazu führen, dass der Fan aus dem Stadion gedrängt wird, die stimmen mich einfach traurig. Das wäre so, als wenn die kompletten Vorstände von Universal, BMG, EMI, Sony und Co. Busta Rhymes im Berliner Capitol sehen würden, doch der true head draußen vor dem Tor bliebe und seine Ohren gegen Beton pressen müsste, um etwas mitzubekommen. Vielleicht böte man denen, die jeden Text von Bus-a-Bus im Schlaf mitrappen können dann noch an, eine Übertragung via Beamer zu starten, doch das Feeling vor Ort, das kann einem doch niemand transportieren, außer eben vor Ort selbst, oder? Ehrlich gesagt freue ich mich schon riesig auf die WM, aber wenn ich sehe, dass Stadien mitunter von Menschen bevölkert werden, denen nichts, aber auch gar nichts am Fußball liegt und die nur hingehen, weil der Chef ein Packen Tickets erhalten hat und ein Buffet aufgefahren wird, dann bekomme ich Wut. Schon wieder fällt mir ein Vergleich ein.Stellt euch vor, die Saian Super Crew ist zu Gast. Eine der besten Live-Crews überhaupt, für mich sogar noch vor den Roots. Die Halle ist voll, Saian gibt alles, aber nichts bewegt sich. Oh mein Gott...

Zum Glück wird es nicht ganz so schlimm kommen, denn auch die echten Fans werden Eintritt erhalten, auch wenn weniger als gehofft. Da hat der Kaiser (nein, nicht der deutsche Rapper, der Eko aufschlitzen will) ein nicht zu vernachlässigendes Problem. Ein anderes Problem, was nicht den Kaiser direkt, sondern irgendwie doch uns alle betrifft, ist die WM-kontextsensitive Werbung. Werbung sollte man ja eh nicht unbedingt schauen oder hören, doch die, die Werbung machen und schalten, wissen eben, wie man es schafft, dass sie dennoch gesehen oder eben gehört wird. Von daher kann man ihr also nicht aus dem Wege gehen. Schlimm genug, aber nun wird alles mit der WM beworben. Von der Damenbinde (für die Spielerfrauen?), über XXL-Shirts (für Calli?) bis hin zur "Pausenpizza" mit Currywurst. Ganz ehrlich, das hört sich doch grauenhaft an. Das Spiel Deutschland gegen Equador, es steht 0-0 zur Pause und Maria Blingbling aus Schwabing läuft schnell in die Küche, um ihren Mann Heinz-Dieter die Pausenpizza in den Ofen zu schieben: "Schatz, möchtest du Ketchup und Majo auf die Pizza?". Also ehrlich, alles muss man nun auch nicht mit oder durch die WM vermarkten.

Nun gut, mal schauen was da auf uns zukommt. Denn eines ist sicher, für die nächsten 100 Jahre wird tatsächlich keine WM mehr nach Deutschland kommen. Wer also in einer WM-Stadt lebt, kann sich auf den Trubel freuen, vielleicht hat ja auch jemand einen Gast bei sich und steigt mit diesem voll in das WM-Fieber ein. Für alle anderen sei gesagt, Auslandsflüge sind während der WM wohl besonders günstig ;-)

Cheers,
Selcuk

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